Affinity Designer (Grundkurs für Einsteiger) Deutsch (Tutorial)

Erstelle Illustrationen, Grafiken oder Anwendungsdesigns professionell im vektorbasierten Grafikprogramm Affinity Designer. Was damit alles noch möglich ist, wie alles funktioniert und was du zum Einstieg wissen musst, erkläre ich dir ausführlich in diesem Grundkurs.
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Als Erstes schauen wir uns an, wie wir den Affinity Designer kaufen und installieren können. Dann erstellen wir gemeinsam ein neues Projekt und nehmen den Aufbau des Programms genau unter die Lupe, um direkt zu verstehen, was wir alles für Funktionen haben und wo wir sie finden. Dann nehmen wir die verschiedenen Werkzeuge, mit welchen wir unsere Grafiken & Co erstellen und bearbeiten können vor, wo wir auch einen genauen Blick auf Pfade und Formen allgemein werfen und wie diese funktionieren. Anschließend gehen wir auch noch auf Farben, Verläufe, Ebenen und Masken, sowie Texte ein. Zum Schluss speichern und exportieren wir unser Projekt noch und in einer Bonus-Lektion werfen wir noch einen Blick auf die praktische Assets-Funktion.

Inhaltsverzeichnis

Installation & Preis

Affinity Designer ist eins der beliebtesten professionellen Vektordesign-Programme, welche es für Windows, Mac oder für das iPad gibt. Doch wie können wir es installieren und wie viel kostet es? Über diesen Link, kommst du direkt zur offiziellen Webseite, wo du nochmal die Kernfunktionen im Überblick hast und dort dir auch das Programm einfach kaufen kannst. Du musst hier einmalig einen Preis von 54,99 € für die Windows oder Mac Version oder 21,99 € für die iPad-Version zahlen. Kaufst du dir hier bspw. die Windows-Version kannst du Affinity Designer nur auf einem Windows-Gerät verwenden, was du aber auch wechseln kannst, falls du von einem alten auf ein neues Windows-Gerät in der Zukunft mal gehen solltest. Willst du es zusätzlich auch auf dem Mac oder iPad verwenden, musst du den Preis für die jeweilige andere Plattform erneut bezahlen. Die iPad-Version kannst du auch einfach direkt über den Apple AppStore auf deinem iPad einmalig kaufen über deine Apple ID kaufen und dann verwenden. Die Mac-Version gibt es auch über den Mac-AppStore und die Windows-Version auch über den Microsoft Store. Wir können die Computer-Version aber auch über die offizielle Webseite kaufen und diese hier auch erstmal kostenlos testen, falls du dir noch nicht sicher sein solltest. Vor dem Kauf lohnt es sich auch immer mal auf simontutorial.de/gutscheine vorbeizuschauen, um zu checken, ob es gerade Rabatt auf die Programme gibt. Kaufen wir das Programm über die Webseite, müssen wir ein kostenloses Nutzerkonto bei Serif erstellen, in welchem dann unsere Lizenz gespeichert wird, damit wir sie später nach der Installation oder auf einem neuen Gerät aktivieren können. Wir können die Programme mit Kreditkarte oder PayPal bezahlen. Haben wir das gemacht, können wir die Installationsdatei direkt herunterladen, was wir später auch immer über unseren Serif-Account erneut machen können, wenn wir uns auf der offiziellen Webseite am oberen rechten Rand mit unserem Account anmelden. Für Unternehmen und Bildungseinrichtungen gibt es auch nochmal spezielle Preise, welche du auch auf der offiziellen Webseite finden kannst. Haben wir die Installationsdatei heruntergeladen und geöffnet, können wir den Installationsort auf unserem Gerät festlegen. Dann installiert sich das Programm und wir können es direkt verwenden. Wir finden es dann so wie jedes andere Programm auf unserem Computer. Wenn es zukünftige Updates gibt, wirst du nach dem Start des Programms darüber informiert und kannst sie kostenlos herunterladen. Ich zeige dir in diesem Grundkurs alles an der Windows-Version von Affinity Designer. Diese ist aber äquivalent zur Mac-Version und ähnlich zur iPad-Version. Starten wir das Programm das erste Mal, müssen wir unsere Lizenz bestätigen, welche wir beim Kauf erhalten haben und dann können wir direkt durchstarten.

Projekte erstellen (Erste Schritte)
Haben wir das Programm gestartet, sehen wir einen Startbildschirm, welchen wir auch am unteren linken Rand deaktivieren können, falls wir diese nicht mehr sehen wollen. Erst ist aber für den Einstieg praktisch, da man hier immer über Neuigkeiten informiert wird und auch Beispiele und Tutorials von Affinity selber verwenden kann. Hier können wir am unteren rechten Rand jetzt aber auch ein neues Dokument erstellen, was wir immer machen müssen, um das Programm verwenden zu können. Hier öffnet sich jetzt ein neues Fenster, wo wir ein neues Dokument anhand einer Vorgabe oder unseren eigenen Vorlagen erstellen können. Am rechten Rand sehen wir auch alle relevanten Einstellungen unseres Projektes und können diese hier auch manuell alle verwalten. Bei den Vorgaben finden wir viele Standard-Formate wie DIN A4 und Co. für Druckprojekte oder Standardauflösungen von Bildschirmen für Web-Projekte. Die sind vorteilhaft zu nutzen, wenn man nicht weiß, was man beim Projekt einstellen muss aber weiß auf welcher Plattform das Dokument am Ende verwendet wird. Also wenn du es ausdrucken willst, solltest du eine Druckvorlage verwenden und wenn du es nur am Computer verwenden willst, reicht meistens eine Web-Vorlage. Hier rate ich dir auch immer eher ein größeres, als ein kleineres Format zu nutzen. Den später ein Projekt kleiner zu machen ist einfacher, als ein kleineres Projekt nachträglich größer zu machen. Grundsätzlich ist das Format aber nicht so relevant, da wir hauptsächlich vektorbasiert arbeiten werden, was so viel bedeutet, dass wir unser Projekt später immer verlustfrei skalieren könnten. Haben wir eine Vorgabe angewendet, sehen wir das sich die Werte am rechten Rand dementsprechend anpassen. Hier können wir die Auflösung auch manuell einstellen, wo für Bildschirme 1920 x 1080 Pixel Standard ist, was dem FULL HD Format entspricht. Weiter unten können wir auch die Einheit bspw. von Pixeln in CM oder mm umstellen, was für Druckprojekte bspw. intuitiver ist. Auch das die Werte können wir hier einfach tauchen, falls wir vom Hochformat in ein Querformat wechseln möchten. Unter DPI können wir die Pixeldichte einstellen, wo für Bildschirme 72 der Standard ist, da dies die maximale Anzahl Dichte ist, welche Bildschirme wiedergeben können. Erstellst du ein Dokument, was später gedruckt werden soll, solltest du eine DPI von ca. 300 nehmen, da dort eine höhere Schärfe benötigt wird. Hier sollten wir dann auch das Farbformat von RGB, was für Bildschirme optimal ist, auf CMYK umstellen. CMYK steht für Cyan, Magenta, Yellow und Black, was den Farbpatronen in den gängigen Druckern entspricht und man so sicher gehen kann, dass die Farben, welche man im Dokument verwendet, werden auch genau so gedruckt werden können. Erstellen wir ein Dokument für Bildschirme reicht RGB, also Rot, Grün, Blau, da die Bildschirmpixel aus diesen drei Farben bestehen. Wir haben jetzt bei der Erstellung paar Punkte übersprungen. Wir können bei den Farbeinstellungen auch festlegen, ob unser leeres Projekt einen transparenten Hintergrund haben soll, oder einen weichen. Des Weiteren können wir auch ArtBoards erstellen, womit wir einfach mehrere Projektflächen innerhalb eines Dokuments erstellen und später verwalten können. Das ist, wenn wir bspw. UX-Designs damit erstellen wollen, für mehrere Bildschirme oder unsere Illustration in mehreren Formaten oder Variationen machen wollen, vorteilhaft. Auch ob wir Ränder oder Anschnittbereiche zu unserem neuen Dokument hinzufügen möchten, wo wir auch die Abstände für alle Seiten gleich oder individuell einstellen können. Das ist für Schnittränder bspw. sehr praktisch. Das waren unsere Dokument-Einstellungen. Wir können diese ganz oben auch als eigene Vorgabe speichern, welche wir dort dann in einem eigenen Fenster sehen und immer wieder verwenden können. Über einen rechten Mausklick können wir sie auch benennen oder wieder löschen. Wir finden am linken Rand dann neben den Vorgaben auch die Vorlagen, wo wir beim ersten Mal verwenden noch nicht viel sehen. Hier können wir später einfach unsere erstellten Projekte als Vorlage speichern oder uns Vorlagen aus dem Internet herunterladen, welche man hier dann einfach importieren kann. Der Unterschied hier zu den Vorgaben ist, dass wir hier auch schon Elemente im Dokument als Vorlage erhalten, was man auch unter dem Namen Mockups kennt. Also hier haben wir dann schon bspw. Texte, Grafiken, Bilder und Co. im Dokument, welches wir immer über die Vorlage erneut verwenden und dann im Programm bearbeiten können. Bei den Vorgaben hingegen, haben wir noch die Grunddokumenteinstellungen voreingestellt, aber unser Dokument ist dann leer, wenn wir es über die Schaltfläche am unteren Rand erstellt haben, was wir jetzt auch machen. Dann sind wir endlich richtig im Programm und können mit der Bearbeitung durchstarten. Bevor wir das machen, gehen wir aber immer am Anfang noch schnell in das Menü unter Datei, wo wir unser Dokument direkt auf unserem Gerät als Affinity Designer Datei speichern über „Speichern unter“ damit wir später darüber immer wieder unser Projekt bearbeiten können und zwischen durch über die normale „Speichern“ Schaltfläche zwischenspeichern können.
Oberfläche
Bevor ich dir jetzt im Detail zeige, wie die einzelnen Werkzeuge in Affinity Designer funktionieren und wie wir unsere Grafiken erstellen und bearbeiten können, verschaffen wir uns erstmal einen Überblick von dem Programm, da dies auf den ersten Blick etwas überfordernd wirken könnte, es aber eigentlich ziemlich logisch aufgebaut ist. Wir finden in der Mitte natürlich unser Projekt in Groß, wo wir theoretisch auch mehrere Projekte gleichzeitig offen haben können, welche wir dann über ihren Namen, welche wir über der Projektfläche sehen, wechseln können, um zwischen den Projekten blitzschnell zu wechseln. Über das X können wir auch ein Projekt einfach wieder schließen. Am linken Rand haben wir dann unsere Werkzeugleiste, wo wir diese einfach auswählen, auf unser Projekt anwenden können und am oberen Rand, direkt über den Dokumentnamen auch Einstellungen zum aktuell ausgewählten Werkzeug machen können. Darüber haben wir dann auch noch eine weitere Funktionsleiste, wo wir links andere Bereiche des Programms öffnen können, welche für bestimmte Bearbeitungen oder Schritte optimiert sind und wir besondere Werkzeuge und Fenster passend dazu im Programm sehen. Hier haben wir den Pixel Persona-Modus welcher für pixelbasierte Zeichnungen optimal ist, welche wir aus Affinity Photo bspw. kennen. Als Letztes haben wir hier auch noch den Export Persona Modus, womit man einfach bestimmte Bereiche exportieren komplex exportieren können. Dadurch verändern sich die Fenster im Hauptbereich des Programms, zur normalen Ansicht kommen wir aber immer wieder über das Affinity Designer Logo. In der Mitte der Leiste finden wir dann auch noch einige praktische Funktionen, welche für unsere Bearbeitung später relevant sind. Wo wir bspw. Elemente auf verschiedene Weißen verbinden, drehen oder anordnen können. Hier können wir auch zwischen verschiedenen Pixel-Modi wechseln, was relevant ist, wenn wir sehr weit in unser Dokument reinzoomen und Pixel für Pixel bearbeiten möchten. Was ich hier auch immer empfehle zu aktivieren, ist der Magnet, welcher das Ausrichten von Elementen aneinander wesentlich vereinfacht. Über das Personensymbol am ganz rechten Rand, können wir uns auch mit unserem Affinity-Acocunt anmelden, um bspw. Vorlagen herunterladen zu können. Am rechten und linken Rand im Programm haben wir jetzt einige wichtige Fenster, welche hier auch in kleinen Untermenüs angeordnet sind und wir dann einfach auswählen und sehen können. Generell ist gut zu wissen, dass wir diese Fenster einfach über ihren Namen per Drag-and-Drop verschieben und anderswo im Programm anordnen können, sowie über das X entfernen oder über die drei Punkte teilweise bearbeiten können. Das ist super praktisch, da wir so einfach die Programmoberfläche an unsere Bedürfnisse und verwendeten Fenster anpassen können. Über die Fensterränder können wir auch ihre Größe verändern. Wir finden alle Fenster auch im Programmmenü am oberen Rand unter Ansicht > Studio, wo wir auch am Haken sehen, welche Fenster aktuell eingeblendet sind in unserer Programmoberfläche oder nicht. Ich zeige dir in diesem Grundkurs alles anhand der Standard-Einstellungen von Affinity Designer, welche du hier auch einfach über Zurücksetzen einstellen kannst. Haben wir eine eigene Anordnung erstellt, können wir diese hier auch unter Studiovorgaben speichern und so auch einfach zwischen mehreren Vorlagen, welche wir erstellt haben wechseln. So kann man sich einfach für bestimmte Bearbeitungsweisen optimierte Programmoberflächen zusammenbauen. Das war jetzt aber noch nicht alles was wir oben im Programmmenün finden, hier haben wir ehrlich gesagt eine ganz schöne Menge. Aber wir gehen sie mal grob durch. Unter „Datei“ im Menü können wir unser Projekt an sich verwalten, also bspw. neue Projekte erstellen oder andere öffnen, sowie das aktuelle speichern, schließen oder auch exportieren, sowie drucken. Auch das Projekt können wir hier einfach in den Affinity Photo oder Publisher weiterbearbeiten oder andere Mediendateien im Dokument platzieren. Zu den beiden Programmen findest du auch ein Tutorial auf meinen Kanal, also check die gerne mal aus. Unter „Bearbeiten“ im Menü finden wir dann Standardfunktionen, wie Schritte rückgängig machen, wiederholen, oder ausgewählte Element kopieren, einfügen, ausschneiden oder löschen. Sowie Effekte oder Stile übertragen, was praktisch ist um Bearbeitungen von einem Element auf ein anderes ebenfalls anzuwenden. Aber auch ganz unten die Programmeinstellungen zu öffnen. Hier finden wir noch sehr viele detaillierte Einstellungsmöglichkeiten zu allgemeinen Sachen aber auch Farben, der Performance, der Oberfläche, den Werkzeugen und vieles mehr. Die werde ich dir in diesem Grundkurs nicht groß weiter erläutern, da hier ersten die Grundeinstellungen meistens schon optimal sind und wenn man einzelne Sachen verändern möchte, kann man sie hier direkt über die Suche finden und ändern. Unter „Text“ im Menü finden wir viele Einstellungen zu dem, was wir später in einem eigenen Kapitel noch detailliert besprechen. Unter „Ebene“ im Menü finden wir viele Optionen zu dieser, welche wir uns später auch noch genauer anschauen, sowie daneben auch Optionen zu einer erstellten Auswahl, wo wir verschiedenste Elemente auf unterschiedliche Weißen auswählen lassen können. Bei „Ansicht“ im Menü können wir dann neben der Fensterverwaltung auch praktische Hilfslinien und Raster auf unserem Programm anzeigen, um besser Elemente auf unserem Dokument bspw. auszurichten. Hier können wir auch in das Projekt reinzoomen, um noch besser Details bearbeiten zu können, wo wir auch die Symbol- und Werkzeugleiste bearbeiten können, ich nutze hier aber für dieses Tutorials die Standardeinstellungen. Die Werkzeugleiste können wir hier auch vom Rand abdocken, sodass wir sie im Programm, sowie die Fenster auch, frei platzieren können. Unter „Fenster“ im Menü, können wir alle Fenster einfach ablösen, sowie auch zwischen unseren aktuell geöffneten Dokumenten wechseln. Schließlich haben wir dann noch die Hilfe im Menü, wo wir zum Affinity Support kommen, unseren Account verwalten können und alle Infos über das Programm erhalten. Jetzt solltest du einen Überblick bekommen haben, wie das Programm aufgebaut ist und wo wir was finden und für uns die Oberfläche einstellen können.
Werkzeuge
Werfen wir jetzt einen ausführlichen Blick auf die Werkzeuge, welche wir am linken Rand im Programm finden. Wir gehen die jetzt von oben nach unten Schritt für Schritt durch und ich erkläre dir, wofür diese Grundsätzlich gut sind und was man damit so machen kann. Generell ist hier gut zu wissen, dass bei den Werkzeugen, welche ein kleines Dreieck am untern rechten Rand haben, sich weitere Werkzeuge dahinter verstecken, welch wir einfach mit einem rechten Mausklick anzeigen und dann auswählen können. Fahren wir einfach mit der Maus über ein Werkzeug, sehen wir auch den Namen und seinen Tastenkürzel, über welchen wir das Werkzeug einfach auswählen können.
Ganz oben haben wir das Verschieben-Werkzeug mit welchem wir einfach Elemente auswählen und im Projekt verschieben, sowie über die Ränder auch proportional transformieren und mit dem Punkt in der oberen Mitte auch drehen können. Mit gedrückter Shift-Taste können wir die Elemente über ihre Ränder auch verzerren. Im oberen Menü sehen wir dann auch, je nachdem was für eine Element-Art wir ausgewählt haben, Einstellungen zu dieser. Mit dem ArtBoard-Werkzeug, können wir dann, wenn wir bei der Projekterstellung ein ArtBoard aktiviert hatten, weitere Arbeitsflächen in unserem Projekt in verschiedenen Formaten erstellen. Eine Ergänzung zum Verschieben-Werkzeug finden wir dann mit dem Knotenwerkzeug, welches für erstelle Pfade und Formen wichtig ist. Damit können wir nämlich die einzelnen Punkte der Pfade nachträglich auswählen und verschieben. Wollen wir Punkte nicht nur verschieben, sondern auch anhand dieser die Form transformieren, können wir das mit dem dahinter liegenden Punkttransformationswerkzeug machen. Was ich jetzt ein Mega Werkzeug finde, welches auch die Pfade und Formen betrifft, ist das Ecken-Werkzeug. Hier können wir einzelne Punkte einfach auswählen und durch Schieben in eine Richtung abrunden. Hier haben wir in der Leiste am oberen Rand auch weitere Formen als Auswahl, in welcher wir die Ecke bzw. den Punkt verändern möchten. Mit dem darauffolgenden Umranden-Werkzeug, können wir auch die Konturlinie, bzw. wo die erstellte Form aufhört in beide Richtungen erweitern. Hier können wir auch einstellen, in was für eine Form die Erweiterung sich transformiert. Um Pfade jetzt überhaupt erstellen zu können, finden wir als Nächstes das Zeichenstift-Werkzeug, wo wir durch Klicken auf unser Dokument einfach mehrere Punkte miteinander verbinden können und auch Formen, wenn wir wieder auf unseren ersten Punkt klicken und damit die Form schließen. Im nächsten Kapitel noch mehr zu diesem Werkzeug. Der Bleistift darunter funktioniert eigentlich genau gleich, nur das wir eine Linie mit gedrückter Maustaste malen können, welche dann als Pfad mit Ankerpunkten erstellt wird, wenn wir sie loslassen. Das sind jetzt aber nur sehr dünne Linie. Wollen wir richtig malen, haben wir auch den Vektorpinsel, welcher dem Malstift aus Affinity Photo sehr ähnelt. Der Unterschied hier ist aber ebenfalls, das wir beim Malen einen Pfad erstellen mit Punkten, welche wir später immer nochmal im Detail bearbeiten können, sowie den Strich unendlich skalieren, da er keinen Qualitätsverlust durch seine Vektoreigenschaft hat. Mit dem Füllen-Werkzeug können wir einfach die Fläche von Formen mit einem Verlauf füllen. Wollen wir einen Verlauf machen, welcher auf der einen Seite in Transparenz endet, können wir diesen direkt darunter erstellen, mit dem gleichnamigen Werkzeug. Hier wird im Vergleich zum normalen Füllwerkzeug die Kontur und die Füllfarbe gleichzeitig berücksichtigt und nicht einzeln.

In Vektorbasierten Projekten ist es immer schwierig mit pixelbasierten Elementen wie Bildern zu arbeiten. Wollen wir das aber trotzdem, können wir hier auch einfach Bilder mit dem entsprechenden Werkzeug hinzufügen. Wir haben im Affinity Designer auch eine eigene Persona am oberen linken Rand, für Pixel-basierte Elemente. Hier finden wir dann auch viele Werkzeuge, welche nur für pixelbasierte Projekte funktionieren und welche wir schon aus Affinity Photo kennen. Also falls du mehr darüber wissen willst, schau doch mal in meinem Affinity Photo Grundkurs vorbei, dort habe ich diese genauer erklärt.

Zurück in der normalen Persona haben wir jetzt noch das Vektorzuschnitt-Werkzeug. Damit können wir einzelne Elemente auswählen und über die Ränder bspw. nur einen Ausschnitt von den Elementen im Projekt anzeigen. Keine Sorge, die abgeschnittenen Teile gehen nicht verloren und wir können sie über das Werkzeug später immer nochmal zurückholen. Jetzt haben wir die verschiedenen Form-Werkzeuge, womit wir einfach vorgefertigte Pfade in Form von Formen im Projekt erstellen können. Das kann unseren Workflow um einiges beschleunigen und wir müssen nicht jede Form einzeln mit dem Zeichenstift erstellen.
Jetzt haben wir auch noch das Text-Werkzeug, mehr dazu später und darunter die Farbpipette, mit welcher wir einfach Farben aus unserem Projekt von bestehenden Elementen durch Klicken aufnehmen können, umsie so einfach auf andere Elemente übertragen zu können. Als letztes haben wir jetzt noch das Handwerkzeug und die Lupe. Mit letzterer können wir einfach in das Projekt reinzoomen oder mit gedrückter Alt-Taste rauszoomen. Das geht auch noch einfacher, ohne das Werkzeug ausgewählt zu haben mit gedrückter Strg oder Cmd-Taste und dem Mausrad. Im Zusammenhang mit dem Lupen-Werkzeug ist die Hand auch praktisch, mit welcher man sich durch das Dokument bewegen kann, ohne irgendwelche Elemente auszuwählen und zu verschieben. Auch der Navigator, welchen wir am unteren rechten Rand haben, ist hier sinnvoll, da wir hier unser gesamtes Dokument in einer kleinen Ansicht haben und sehen, welcher Teil gerade im Programm zusehen ist und diesen auch bewegen können, sowie manuell rein oder rauszoomen können.

Um noch effektiver im Programm zu arbeiten, ergibt es Sinn sich mit der Zeit paar Tastenkürzel anzueignen, um immer wiederholende Schritte oder Werkzeuge noch schneller und einfacher auszuwählen. Einige meiner Lieblingstastenkürzel habe ich dir in meinem neuen Instagram-Post auf @simontutorial vorgestellt. Dort findest du immer Bonus-Inhalte zu meinen Tutorials und wirst über Neue auf dem Laufenden gehalten.

Pfade & Formen
Am wichtigsten um Grafiken, Illustrationen und Co. erstellen zu können sind die Pfade und Formwerkzeuge, auf welche wir jetzt noch mehr im Detail eingehen möchten. Die Grundwerkzeuge dafür sind entweder die verschiedenen Formen oder das Zeichenstift-Werkzeug, mit welchem wir einfach Punkte in unserem Projekt durch Klicken erstellen können, welche dann mit einer Linie verbunden werden. Über die Einstellungen am oberen Rand können wir auch sagen, ob die Punkte als kantige Linien oder mit einer Biegung verbunden werden sollen. Bei der Biegung sehen wir am Punkt auch zwei weitere Linien, über welche wir die Stärke der Kurve einstellen können. Wir können später auch die Punktarten nachträglich mit dem Knoten-Werkzeug über die Einstellungen nochmal umwandeln. Wir finden hier auch noch viele weitere spezifische Funktonen, welche aber für den Einstieg nicht so relevant ist. Was noch wichtig zu wissen ist, dass wir unter Füllung, die Farbe der Fläche in der erstellen Form bzw. Pfad einstellen können und unter Kontur die Dicke der Linie, wo wir auch die Farbe der Linie einstellen und den Stil der Linie einstellen können. Auch wie sich die Kontur an Ecken verhält, können wir hier festlegen. Die gleichen Einstellungen haben wir auch bei den Formen. Wir könnten jetzt zwar eigentlich jede Art von Form mit dem Zeichenstift erstellen, was aber schnell sehr komplex werden kann. Deswegen sind die Kombinationsmöglichkeiten von mehreren Formen am oberen rechten Rand mega praktisch. Haben wir mehrere Formen oder Ebenen ausgewählt, was mit gedrückter Shift-Taste geht, können wir hier einfach alle Formen als eine Form zusammenfügen oder eine Form von der anderen abziehen, wenn sie sich überlappen. Hier können wir auch sagen, dass nur die Schnittmaske als Form behalten oder diese Schnittmenge entfernen. So können wir noch einfacher komplexe Formen erstellen, in dem wir diese aus mehreren einfachen Formen zusammenfügen. In der oberen Leiste können wir die Elemente sonst auch einzeln einfach drehen oder aneinander anordnen. Klicken wir mit einem rechten Mausklick auf ein Element, haben wir noch viele weitere Funktionen, welche wir auf Formen und Pfade, oder generell Elemente anwenden können. Hier können wir diese über transformieren bspw. einfach horizontal oder vertikal spiegeln, sowie einfach duplizieren, kopieren oder löschen. Hier können wir es auch in Masken, Pixelelemente oder Textrahmen konvertieren, worauf wir im Laufe des Grundkurses noch weiter darauf eingehen werden.
Farben & Verläufe
Wir können unsere Formen und Elemente natürlich auch frei einfärben und Farbverläufe erstellen, was essenziell sein kann, um unsere Illustrationen zum Leben zu erwecken. Die Farben finden wir in einem eigenen Fenster am rechten Rand. Hier haben wir einmal das Farbe- und das Farbfeld-Fenster. Im Farben-Fenster sehen wir bei den oberen zwei Kreise die aktuell ausgewählte Farbe, wo wir immer einfach zu der zweiten Farbe wechseln können. Wir haben hier zwei Farben, da wir diese bspw. für das Erstellen von Verläufen benötigen. Über die Pipette, können wir auch direkt eine Farbe durch Klicken in unserem Projekt von dort aufnehmen, um damit weiter arbeiten zu können. Links an den Farbfeldern können wir auch eine Farbe komplett entfernen, sodass sie Transparent ist. Darunter können wir uns aber auch eine Farbe aus dem Farbdreieck direkt neu picken und auch die Deckkraft der Farbe einstellen in Prozent. Im Farbfelder-Fenster können wir jetzt auch Farben für uns speichern auf verschiedenen Paletten, was es uns einfacher macht, die gleichen Farben immer wieder verwenden zu können. Hier gibt es auch schon einige vorgefertigte Paletten von Pantone und über das Symbol daneben können wir auch eine neue Farbe, welche wir aktuell ausgewählt haben, zur Palette hinzufügen und daneben die Farbe auch duplizieren. Mit einem Rechtsklick können wir die Farbe auch benennen, damit wir sie bspw. über die Suche finden können. Hier können wir sie aber auch wieder löschen oder die Farbe ändern. Wir finden diese beiden Fenster auch, wenn wir im Darstellungs-Fenster am linken Rand bei einem ausgewählten Element auf das Farbfelder der Füllung oder Kontur klicken. So können wir ganz schnell dafür die Farbe jeweils einstellen oder über das normale Fenster am rechten Rand, wenn wir das Element gerade ausgewählt haben. Bei der Darstellung haben wir jetzt aber auch noch ein drittes Fenster, nämlich die Verläufe. Dafür haben wir auch ein eigenes Werkzeug, welches Füllung heißt. Hier sind jetzt beide Farben im Farbfenster relevant, weil wenn wir dann einen Verlauf dieser beiden Farben auf der Fläche oder Kontur eines Elements aufziehen. Wir sehen denn auch immer eine Linie vom Verlauf, wo wir an den einzelnen Enden auch immer eine Farbe des Verlaufs auswählen können und nachträglich ändern. Hier sind aber die Einstellungen am oberen Rand noch sehr relevant. Den hier können wir neben einem linearen Verlauf auch einen radialen, also kreisförmigen Verlauf erstellen oder viele andere Arten von Verläufen. Hier können wir über die Vorschau des Verlaufs, auch noch mehr Details zu diesem einstellen, wo wir durch Klicken auf die Linie bspw. noch weitere Farben hinzufügen können oder am unteren Rand auch mit der Deckkraft der einzelnen Punkten spielen können, was für Verläufe, die über mehrere Ebenen gehen sollen, sehr praktisch sind. Für letzteres bietet sich auch das Transparent-Werkzeug an, womit wir direkt einen Halb transparenten Verlauf erstellen können, welcher sich nicht nur auf die Füllung oder Kontur bezieht, sondern auf beide Synchron.
Ebenen & Masken
Was jetzt auch noch gut zu wissen ist, dass wir am rechten Rand ein Ebenen-Fenster haben, wo wir alle unsere Elemente auf einzelnen Ebenen sehen. Generell werden hier automatisch beim Erstellen eines neuen Elements dieses auf einer eigenen Ebene kreiert. So können wir später immer einfach diese einzeln nochmal bearbeiten.
Wir können am unteren rechten Rand jetzt einfach eine neue Ebene erstellen, wo wir zwischen einer Pixelebene für Fotos und normale Malereien bspw. oder einer normalen Vektorebene für Formen und Pfade wählen können. Unsere Ebenen können wir im Fenster auch per Drag-and-Drop einfach organisieren. Wählen wir mehrere Ebenen aus können wir diese auch mit Strg oder Cmd + G auch in Gruppen sortieren, was das gemeinsame verschieben und generell die Struktur im Dokument praktischer machen kann. Im Ebenenfenster sehen wir dann immer den Namen der Ebene in der Mitte, welchen wir über ein doppeltes Klicken auch einfach ändern können, sowie am linken Rand eine kleine Vorschau der Ebene. Eine leere Ebene kann man sich wie ein transparentes Papier vorstellen, auf welches wir dann Elemente einfügen oder erstellen können. Die Ebene, welche in der Übersicht ganz oben ist, liegt in unserem Projekt ganz im Vordergrund und kann ggf. die Ebenen darunter überdecken. Die Anordnung der Ebenen können wir auch per Drag-and-drop verschieben oder über die Symbole in der oberen Leiste. Die Bearbeitungen, welche wir dann in unserem Projekt mit den Werkzeugen machen, werden dann standardmäßig nur auf der Ebene, welche wir gerade ausgewählt haben, angewendet. Zu den Ebenen an sich können wir jetzt auch noch einige Einstellungen machen, welche wir am oberen und unteren Rand im Ebenenfenster finden. Hier können wir oben einmal die Deckkraft der Ebene in Prozent einstellen. Damit können wir einzelne Ebenen transparent machen. Neben der Deckkraft können wir auch einen Blendemodus für die Ebene anwenden, wodurch die Ebene abhängig von Hell und Dunkel und den Ebenen darunter sich teilweise transparent oder deckend verhält. Dort gibt es sehr viele unterschiedliche Modi, wo es am meisten Sinn ergibt, die einmal selber durchzugehen, um zu sehen, was für einen Effekt diese haben. Über das Zahnrad können wir auch die Kriterien, nach welchen sich dieser Modus verhält selbst einstellen, was aber eher für fortgeschrittene geeignet ist, da man dafür verstehen muss, nach welchem Prinzip diese Modi funktionieren. Am oberen Rand finden wir jetzt noch ein Schloss, womit wir eine Ebene für die Bearbeitung sperren können, damit wir darauf bspw. nicht mehr aus Versehen etwas anwenden. Am unteren Rand in der Mitte finden wir jetzt einmal Farbanpassungen und Filter, welche wir einfach auf eine Ebene anwenden können. Diese schauen wir uns in diesem Grundkurs nicht im Detail an, da sie eher für Bildbearbeitungen wichtig sind. Falls du trotzdem wissen willst, wie sie funktionieren, schau dir das Kapitel Bildbearbeitungen in meinem Affinity Photo Grundkurs an, dort habe ich die Effekte genauer erklärt. Der Unterschied zu der normalen Anwendung solcher Effekte auf einer Ebene, wird hier der Effekt automatisch auf einer Unterebene erstellt, sodass wir ihn später einfach nochmal ändern oder entfernen können, ohne das er unwiderruflich auf der Ebene angewendet wurde. Hier finden wir auch spezielle Ebeneneffekte, welche wir nur hier rüber auf eine Ebene anwenden können. Dort können wir einmal Schatten und Scheine nach innen oder Außen hinzufügen, was mehr Tiefe in das Bild bringen kann. Hier müssen wir die Effekte am linken Rand aktivieren und in der Mitte können wir sie dann bearbeiten, wo wir bspw. die Farben, Stärke und Richtung einstellen können. Hier finden wir auch weitere Effekte, wie eine Unschärfe für die Ebene, eine Kontur anwenden oder eine Farbe und Verlauf deckend über alle Elemente der Ebene legen. Diese Effekte beziehen sich dann natürlich auf alles, was auf der ausgewählten Ebene liegt. Wir erkennen am fx-Zeichen bei der Ebene, ob solche Effekte für diese aktiviert sind und klicken wir darauf, können wir alle Effekte auch nachträglich nochmal verändern oder ausblenden. Was ich jetzt noch einen sehr wichtigen Teil bei den Ebenen finde, sind die Masken, welche wir auf eine Ebene auch in der unteren Mitte oder über die obere Menüleiste anwenden können. Hier sehen wir das sich in der Ebene eine weiße Maske erstellt hat und sich erstmal nichts verändert hat. Wir können jetzt, wenn wir die Maske ausgewählt haben und in den Pixel-Persona-Modus am oberen linken Rand gewechselt sind, mit dem Pinsel und den anderen Farbwerkzeugen auf der Ebene malen. Das besondere hier ist, dass wir nur mit Schwarz, weiß oder Graustufen malen können. Was wir hier malen, sehen wir dann aber nicht direkt in der Farbe in unserem Projekt, sondern die Maske sagt, was von der Ebene im Projekt angezeigt werden soll. Also alles, was wir bei der Maske schwarz malen, wird nicht im Projekt von der Ebene, welch wir vorhin mit Elementen erstellt hatten, angezeigt und was weiß ist, sieht man. Mit den Graustufen kann man auch mit Transparenz spielen. Was man jetzt noch generell zu den Ebenen sagen muss, ist das man auch einen Rechtsklick auf diese machen kann um auf viele weitere Funktionen zugreifen zu können. Hier können wir Ebenen auch kopieren, löschen, duplizieren, in eine neue Gruppe verschieben, oder auch einfach einfärben, um zwischen den verschiedenen Ebenen noch besser visuell im Projekt differenzieren zu können. Auch Ebenen können wir hier teilweise in andere Ebenentypen umwandeln, was praktisch ist, wenn wir auf einen Text bspw. Filter und Effekte von Bildebenen anwenden möchten. Dann können wir die Textebene zu einer Pixelebene umwandeln und dann können wir den Text nicht mehr bearbeiten, aber haben die Möglichkeiten wie bei einer Pixelebene. Über den Haken bei einer Ebene, können wir einzelne Ebenen auch einfach ausblenden, falls wir sie nicht löschen aber auch gerade nicht im Projekt sehen möchten.
Texte
Neben dem Erstellen von Formen und Pfaden wollen wir in unserem Dokument auch oft mal einen Text erstellen. Wie das geht, schauen wir uns jetzt mal näher im Detail an. Hier finden wir ein eigenes Text-Werkzeug, womit wir einfach in unser Projekt klicken können und dann direkt einen Text lostippen. Sobald wir einen Text geschrieben haben, sehen wir das eine neue Textebene erstellt wurde, was den Vorteil hat, dass wir darüber immer wieder mit dem Text-Werkzeug auf den Text klicken können und ihn dann ändern. Beim Erstellen von Texten gibt es zwei Möglichkeiten. Einmal das einfach Klicken, was wir gerade gemacht haben, womit wir frei einen Text erstellen können. In der Werkzeugleiste finden wir aber noch ein Rahmentext Werkzeug, womit wir einen Kasten aufziehen können, in welchem dann nur der Text geschrieben wird und es automatisch Zeilenumbrüche gibt. Das ist für längere Texte oft die komfortablere Möglichkeit. Haben wir jetzt einen Text erstellt, können wir ihn auch über seine Ränder transformieren und in der Menüleiste noch vieles zu ihm einstellen. Sowas wie die Schriftart, Schriftgröße, Stil, wie der Text ausgerichtet sein soll im Textfenster, oder eine Liste erstellt werden soll. Wir finden im Programm-Menü auch einen eigenen Punkt für den Text. Hier können wir den ausgewählten Text bspw. auch komplett Groß oder Kleinschreiben lassen, oder die Abstände zwischen den Buchstaben und Zeilen verändern. Auch Zahlen können wir hier hoch- oder tiefstellen, wo für wie diese vom Text auswählen müssen. Generell, können wir die Bearbeitungen auch nur auf einzelne Teile des Textes anwenden, wenn wir nur diesen vorher ausgewählt haben. Im Menü können wir den Text auch auf Rechtschreibung überprüfen und auch Textstile speichern, womit wir unsere Texteinstellungen einfach wieder verwenden können. Die Farbe des Textes können wir über das Farben-Feld, welches wir uns im vorherigen Kapitel angeschaut hatten, auch einstellen. Was bei Texten noch gut zu wissen ist, wir können ihn über die obere Leiste auch in Formen umwandeln, wodurch wir den Text nicht mehr einfach durch klicken ändern können, sondern jeden Buchstaben in eine Formebene umgewandelt haben, wo wir jetzt jeden Ankerpunkt einfach nachträglich bearbeiten können, wie wenn wir einen Pfad erstellt haben. So können wir Texte einfach individualisieren. Erstellen wir einen Text, können wir auch mit dem Werkzeug auf einen Pfad klicken, wodurch der Text dann anhand von dieser Linie geschrieben wird. Das ist bspw. praktisch, wenn man einen Text in Form eines Kreises schreiben möchte. Die Form an sich wird dann unsichtbar und verändern wir diese nachträglich passt sich der Text auch an diese an.
Speichern & Exportieren
Sind wir jetzt fertig mit unserem Dokument, sollten wir es, wie schon beim Erstellen erklärt, dieses immer als Affinity-Datei unter Datei im Menü speichern. So können wir über diese Projektdatei immer wieder unser Dokument in Affinity bearbeiten. Jetzt wollen wir aber das Projekt auch einfach als Bilddatei oder Co. exportieren, um es mit anderen zu teilen oder es zu drucken oder anderswo verwenden zu können. Diese Möglichkeit finden wir auch unter Datei im Menü, bei Exportieren. Hier können wir unser Dokument in vielen Dateiformaten exportieren, wo PNG und JPEG die Standardbildformate sind. Wo PNG für Bilder welche Transparenz beinhalten, gerne genutzt wird, damit diese bestehen bleibt und JPEG für eine gute komprimierte Version des Bildes. Wir haben hier aber auch bspw. die Möglichkeit unser Dokument als PDF zu exportieren, wo die Texte bspw. in anderen PDF Projekten noch markierbar sind oder wir können unsere Datei auch als PSD, also Photoshop-Datei exportieren. Das ist praktisch, wenn jemand anderes, der vielleicht kein Affinity verwenden deine Datei in Photoshop bearbeiten können soll. Wer animierte Bilder erstellt hat, kann sein Projekt auch als GIF exportieren. Auch in sehr unkomprimierten Dateien wie TIFF oder HDR können wir unser Projekt exportieren, was für Bilder sehr praktisch ist und EPS bspw. für Grafiken, wenn man Pfad- und Formenpunkte in anderen Programmen noch bearbeiten und unendlich von der Qualität skalieren können, möchte, was auch mit SVG geht. Das ist natürlich nur mit den Pfad- und Formelementen möglich, Bilder kann man damit nicht unendlich skalieren, da diese Pixel-basiert sind. Bei den verschiedenen Formaten haben wir dann auch immer noch paar Einstellungen zur Auflösung z.B. oder können auch nur die aktuelle Auswahl exportieren. Des Weiteren sehen wir die voraussichtliche Dateigröße und können uns auch eine Vorschau anzeigen lassen, wie die Datei nach dem Export aussehen sollte mit den aktuellen Exporteinstellungen. Wer noch professionellere Exportmöglichkeiten braucht, findet diese unter Mehr. Haben wir auf Exportieren geklickt, können wir einen Speicherort und Namen festlegen, wo wir nach dem Schritt die Datei in dem exportierten Format finden werden. Wollen wir unser Projekt direkt ausdrucken, finden wir dazu auch einen eigenen Punkt im Datei-Menü, wo wir auch direkt Druckeinstellungen mache können und wie unser Projekt auf unser Papier gedruckt wird. Was jetzt noch spannend zu wissen ist, dass wir am oberen linken Rand im Programm auch einen eigenen Export-Modus haben, welcher praktisch ist, wenn du nur bestimmte Teile aus dem Dokument exportieren möchtest. Dafür können wir dann mit dem Slice-Werkzeug eine Auswahl auf dem Projekt erstellen, welche wir dann nur exportieren können, mit den Einstellungen am rechten Rand. Wir können hier auch mehrere erstellen und sie über ihre Ränder auch immer nochmal bearbeiten. Wir können Slices auch im Ebenenfenster hier anhand von einzelnen Ebenen erstellen. Haben wir alles eingestellt, was wir exportieren wollen, können wir alle Elemente im Slices-Fenster nochmal sehen, auswählen um die Einstellungen festzulegen und dann alle am unteren Rand exportieren. Hier werden dann im festgelegten Ordner die einzelnen Slices als Dateien exportiert. Dieses Tool ist mega praktisch, wenn du dein Projekt bspw. in mehreren Teilen exportieren möchtest.
Bonus: Assets verwenden
Wollen wir Anwendung oder Interfaces designen, ist das Assets-Fenster, welches wir am linken Rand finden mega praktisch. Hier finden wir viele Grafikelemente kostenlos als Vorlage, welche wir per Drag-and-drop einfach in unser Dokument hinzufügen können und dort dann einfach verwenden oder komplett bearbeiten. Hier erhalten wir viele Interface-Designs von Betriebssystem oder Icons, welche uns den Designprozess beschleunigen kann. Wir können hier auch unsere eigenen Elemente als Assets per Drag-and-Drop hinzufügen, umso diese einfach immer wieder verwenden zu können und über die drei Punkte im Fenster, können wir auch eigene Abschnitte erstellen und auch Assets importieren oder exportieren, falls wir welche hinzufügen wollen, welche wir aus dem Internet heruntergeladen haben oder auf ein neues Gerät wechseln und die Assets mitnehmen wollen.

Jetzt hast du einen umfangreichen Einstieg in den Affinity Designer erhalten. Du kannst dir das Programm direkt über diesen Link kaufen mit eventuell einem besonderen Rabatt, falls gerade verfügbar und selbst durchstarten. Auf meinem YouTube-Kanal findest du zudem auch Tutorials zu Affinity Photo für Bildbearbeitungen und Affinity Publisher für das layouten, falls dich das auch interessiert. Sowie auch zu anderen Vektorprogrammen wie Adobe Illustrator und Co. Über das Bewerten und Teilen des Tutorials freue ich mich auch immer sehr. Falls du noch Fragen oder Feedback haben solltest, kannst du dieses gerne in den Kommentaren hinterlassen.

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