Erstelle deine Steuererklärung Schritt für Schritt mit allen wichtigen Anlagen und anhand eines einfach zu verstehenden Fragebogens. Wie du das mit SmartSteuer machen kannst und was du noch alles darüber wissen musst, erkläre ich dir in diesem Tutorial.
Funktionen & Preise
Mit der Steuer-Software Smartsteuer kannst du deine Steuererklärungen in Deutschland erstellen. Egal ob Rentner, Unternehmer, Freiberufler, Angestellter oder Selbstständiger. Es sticht besonders mit seiner Vielzahl an unterstützten Anlagen heraus, welche für besondere Steuerfälle wichtig sind. Neben der Einkommensteuererklärung für die letzten 4 Jahre, kannst du damit u. a. auch Umsatzsteuererklärungen oder Gewerbesteuererklärungen erstellen. Alle unterstützenden Anlagen kannst du dir hier* anschauen. Mit Smartsteuer kannst du auch eine Grundsteuer-Erklärung erstellen, das schauen wir uns in diesem Tutorial nicht an.
Smartsteuer ist aktuell nur über die Webseite verfügbar. Ich rate dir generell, es an einem Computer zu verwenden.
Doch wie sieht es preislich aus? Grundsätzlich kannst du es kostenlos nutzen, bis zu dem Punkt, wo du deine finale Steuererklärung abschicken oder ausdrucken möchtest. Dafür bezahlst du pro Steuerjahr einmalig 39,99 €. Damit kannst du bis zu fünf Erklärungen für das Steuerjahr abschließen. So kannst du bspw. auch eine Steuererklärung für deine Familienmitglieder oder Freunde erstellen und bezahlst nicht mehr. Die Gebühr kannst du per PayPal, SEPA-Lastschrift, Debit- oder Kreditkarte bezahlen.
Falls du dir nicht sicher bist, ob Smartsteuer das richtige Steuerprogramm für dich ist, findest du hier auch Tutorials zu Taxfix und WISO Steuer.
Account erstellen (Erste Schritte)
Um SmartSteuer nutzen zu können, musst du dir als Erstes einen kostenlosen Account erstellen. Das geht direkt über diesen Link*.
Hier gibst du deine E-Mail-Adresse an und legst ein Passwort fest. Jetzt musst du deine E-Mail-Adresse bestätigen und schon ist dein Account erstellt und du kannst deine erste Steuererklärung anlegen. Über die Webseite kannst du dich immer wieder in deinem Account anmelden.
Steuererklärung anlegen
Bist du bei Smartsteuer angemeldet, siehst du auf der Startseite deine angelegten Steuerfälle des aktuellen Jahres. Am oberen Rand, kannst du zwischen den verfügbaren Steuerjahren wechseln. Legst du einen neuen Steuerfall an, kannst du einen alten Steuerfall importieren, welchen du mit Smartsteuer, QuickSteuer oder TAXMAN erstellt hast. Damit können allgemeine Informationen übertragen werden. Du kannst am rechten Rand auch deine Daten vom Finanzamt direkt abrufen lassen. Der Abruf dauert mehrere Tage.
Wir legen jetzt einen leeren Steuerfall an, wo wir erneut das Steuerjahr bestätigen müssen und ihn benennen können. Das ist für deine interne Übersicht in Smartsteuer relevant.
Jetzt öffnet sich ein neuer Bereich, wo du Schritt für Schritt alle Angaben zu deiner Steuererklärung machen kannst. Am linken Rand hast du ein Menü, wo du alle relevanten Punkte siehst, welche du schrittweise ausfüllen musst. Am oberen rechten Rand, kommst du immer wieder zurück auf die Startseite und in der Mitte siehst du, wie viel du voraussichtlich nachzahlen oder erstattet bekommen wirst, basierend auf den Daten, die du bereits angegeben hast.
Als Erstes musst du deine persönlichen Daten angeben, also u.a. deinen Namen, Adresse, Religion, Beruf und Co. Du kannst jeden Punkt anklicken, um mehr Informationen zu erhalten, was damit gemeint ist, falls du dir bei etwas unsicher bist. Je nachdem, was auf dich zutrifft, musst du weitere detaillierte Informationen angeben oder nicht. Bist du dir bei einem Punkt nicht sicher, kannst du ihn auch erst mal nicht ausfüllen und im linken Menü zum nächsten Punkt springen.
Im zweiten Teil, machst du Angaben zu deinen Einkünften und Ausgaben. Hier wählst du zuerst aus, was generell auf dich zutrifft. Also ob du Arbeitnehmer bist, Rentner, selbstständig, dein eigenes Unternehmen hast oder sonstige Einkommensarten. Hier musst du alles, was auf dich zutrifft, auswählen. Im nächsten Schritt musst du zu allen Einkunftsarten individuelle Informationen angeben. Als Arbeitnehmer gibst du bspw. alle Informationen von deiner Lohnsteuerbescheinigung an, kannst Dinge wie Firmenwagen, Aufwandsentschädigungen oder Werbungskosten hinzufügen. Unter Werbungskosten fallen bspw. auch Fahrtwege, Arbeitsmittel, Homeoffice und Fortbildungen. Auch bspw. die Smartsteuergebühr kannst du hier angeben. Bei vielen Punkten kannst du mehrere unterschiedliche Angaben machen, was bspw. bei der Lohnsteuerbescheinigung wichtig ist, wenn du den Arbeitgeber im Steuerjahr gewechselt hast und zwei unterschiedliche hast. Dieser Schritt ist der aufwändigste in der ganzen Steuererklärung und kann sehr ins Detail gehen, bspw. wenn du deine Arbeitswege angibst. Nimm dir dafür genug Zeit und du kannst auch einzelne Angaben erst mal überspringen, wenn du sie gerade nicht zur Hand hast. Im linken Menü erkennst du an den blauen Haken, bei welchen Punkten du bereits Angaben gemacht hast und wo nicht. Möchtest du zu einem bestimmten Punkt springen, aber weißt nicht mehr, wo der war, kannst du ihn über die Suche am oberen rechten Rand finden.
Bist du selbstständig oder hast du ein eigenes Gewerbe, musst du das hier auch in einem eigenen Bereich angeben. Hier arbeitet smartsteuer auch mit der Buchhaltungssoftware Lexware Office zusammen, womit du deine Daten direkt importieren kannst. Ein ausführliches Tutorial zu Lexware, findest du hier. Du kannst aber auch bspw. eine EÜR direkt über Smartsteuer mit dem Punkt „Formularerfassung“ erstellen. Da diese so komplex ist, kannst du sie auf einer neuen Seite öffnen und Schritt für Schritt ausfüllen. Hier kannst du wirklich alles im Detail angeben und bspw. auch eine Umsatzsteuererklärung und Gewerbesteuererklärung erstellen.
Nach deinen ganzen Angaben zu den Einnahmen und deren Ausgaben, kannst du noch persönliche Ausgaben hinzufügen. Dazu zählen etwa deine Altersvorsorge, Kranken- und Pflegeversicherung, sowie Zuschüsse, besondere Belastungen und andere Versicherungen. Ich rate dir, hier alles anzugeben, was du hast. Manche Sachen werden am Ende nicht unbedingt berücksichtigt, aber so kannst du sicher gehen, dass alles, was du absetzen kannst, auch abgesetzt wird.
Jetzt hast du es fast geschafft, es fehlen nur noch die abschließenden Angaben zu deinem Finanzamt, deiner Steuernummer und Bankverbindung. Letzteres wird für die Erstattung vom Finanzamt benötigt. Nachzahlungen werden nur mit einer Einzugsermächtigung direkt vom Konto abgezogen. Schließlich musst du bestätigen, dass deine Steuererklärung elektronisch übermittelt werden darf.
Steuererklärung prüfen und abschicken
Hast du alles in deiner Steuererklärung ausgefüllt, musst du im nächsten Schritt den SmartCheck machen. Hier überprüft ein automatisches System, ob erforderliche Angaben fehlen, Probleme aufgetreten sind oder es noch Empfehlungen für dich gibt. Sind Probleme aufgetreten, musst du diese erst lösen, bevor du weitermachen kannst. Mögliche Probleme und Empfehlungen sind optional. Bedenke, dass das automatische System nicht alles erkennen kann. Du solltest auf jeden Fall selbst erneut alles überprüfen, auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Wenn du dir bei etwas unsicher bist, frag am besten einen Steuerberater. Smartsteuer bietet auch einige Informationen in ihrem Blog an, zu Steuerthemen, wie was man absetzen kann oder worauf man achten sollte.
Passt alles beim SmartCheck, siehst du im nächsten Schritt, welche Erklärungen alle erstellt werden in diesem Steuerfall, mit voraussichtlicher Nachzahlung oder Erstattung. Unter „Auswertung“ siehst du die Zusammensetzung der Ein- und Ausgaben, welche du dir unter „Alle Berechnungen“ auch im Detail anschauen kannst.
Passt für dich alles, kannst du die Erklärungen abschicken unter Abgabe. Hier kannst du dir eine Vorschau der Dokumente herunterladen, diese sind keine rechtskräftige Version. Um die Steuererklärungen übermitteln zu können, musst du die Gebühr für das Steuerjahr bei SmartSteuer bezahlen. Dafür musst du deine Adresse und Zahlungsart angeben. Diese Informationen dienen nur für die Abrechnung der Gebühr von SmartSteuer.
Anschließend kannst du dir alles ausdrucken, falls du es selbst per Papierversand an das Finanzamt schicken möchtest. Du kannst es aber auch im nächsten Schritt direkt digital an dein Finanzamt übermitteln. Dann hast du es geschafft und musst nur noch abwarten, bis das Finanzamt deine Erklärung bearbeitet. Das kann je nach Finanzamt und Zeitpunkt unterschiedlich lang dauern.
Wurde es erfolgreich bearbeitet, siehst du direkt in SmartSteuer deinen finalen Steuerbescheid vom Finanzamt, bei dem Erklärungen und Abweichungen direkt markiert werden. Falls du Einspruch einlegen möchtest, kannst du das ebenfalls über Smartsteuer machen oder dich direkt an dein Finanzamt wenden.
Solange das Steuerjahr in Smartsteuer verfügbar ist, kannst du dir deinen abgeschlossenen Fall und alle Informationen erneut anschauen. Musst du Belege fürs Finanzamt nachreichen, kannst du diese als PDF vom PC hochladen, oder über die mobile Webseite auf deinem Smartphone mit der Kamera abfotografieren. Auf der Startseite von Smartsteuer, kannst du alle deine erfassten Belege einsehen, neue hochladen und einreichen. Beim Einreichen musst du noch weitere Informationen angeben fürs Finanzamt.
Einstellungen
Werfen wir abschließend einen Blick in deine Account-Einstellungen. Diese findest du oben rechts unter „Benutzerkonto“. Hier solltest du immer deine aktuelle Adresse hinterlegt haben und kannst deine E-Mail-Adresse und dein Passwort ändern. Unter „Deine Abgaben“ siehst du alle Erklärungen, die du mit Smartsteuer in der Vergangenheit abgeschickt hast. Das ist praktisch, wenn du Erklärungen einsehen möchtest, die länger als 4 Jahre her sind. Unter „Käufe“ siehst du alle deine bezahlten SmartSteuer-Gebühren und wie viele Erklärungen du pro Steuerjahr noch abgeben kannst. Ich rate dir hier auch, eine 2-Faktor-Authentifizierung für deinen Account einzurichten, da es sich um sensible Daten in deiner Steuererklärung handelt. Ganz unten kannst du deinen Account komplett löschen, womit alle Daten unwiderruflich gelöscht werden.
Probiere Smartsteuer jetzt über diesen Link* aus. Für mehr Tutorials zu anderen Steuerprogrammen wie WISO Steuer oder Taxfix, schau gerne auf meinem YouTube-Kanal vorbei.


