Schneide einfach professionelle Videos mit Adobe Premiere Pro. Was du dort alles machen kannst und wie alles funktioniert, erkläre ich dir ausführlich in diesem Grundkurs. Dieser Kurs ist perfekt für den allerersten Einstieg oder zur Auffrischung.



Als Erstes schauen wir uns an, wie du Premiere Pro erwerben und installieren kannst. Anschließend erstellen wir dann gemeinsam ein Projekt und dann, wie man seine rohen Videodateien und Co. importieren kann, um anschließend mit denen zu arbeiten. Auch wie wir eine Sequenz erstellen können und das Programm an sich aufgebaut ist, besprechen wir ausführlich. Letzteres hilft dir dabei anschließend dich eigenständig im Programm zurechtzufinden. Dann geht es weiter mit dem Herzstück, dem Schnitt, welcher im Schnittfenster passiert. Dort schauen wir uns auch im Detail an, wie man Überblenden, Transformationen, Farben und Grafiken verwenden und bearbeiten kann. Auch wie man mit dem Essential Sound Panel, alles wichtige zum Ton einstellen kann sowie Video oder Audioeffekte. Abschließend schauen wir uns dann noch an, wie du dein fertiges Video exportieren und speichern kannst. In drei Extrakapitel gehen wir noch auf das einfache Optimieren der Videos für Sozial Media ein, dank dem neuen Auto Reframe Feature und wie du verwackelte Videos mit dem Verkrümmungsstabilisator retten kannst. Außerdem wie du Untertitel in Premiere Pro einfach erstellen und verwalten kannst. Um alles dann noch zu intensivieren, werden wir uns auch in einem praktischen Teil anschauen, wie der Workflow einer Videobearbeitung von Anfang bis Ende aussehen kann.

Dieser Grundkurs ist Teil der Adobe Grundkurse 2020, wo wir die Programme der Creative Cloud genau unter die Lupe nehmen. 
Hier gibt es alle kostenlosen Kurse im Überblick

1. Installation & Preis

Wie alle Programme von Adobe, kannst du Premiere Pro grundsätzlich nur noch über ein jährliches oder monatliches Adobe Creative Cloud Abo holen. Mit der Creative Cloud bekommst du zusätzlichen Cloudspeicher, immer die Programme mit der aktuellsten Version und ggf. weitere Programme oder Funktionen. Premiere Pro kannst du einzeln ab 23,79 € pro Monat im Jahresabo abonnieren. Wenn du alle Programme haben willst, also bspw. auch After Effects, Photoshop, Premiere Pro, Illustrator und viele mehr, kannst du diese auch zusammen für knapp 60 € im Monat im Jahresabo abonnieren. Für Schüler und Studenten gibt es nochmal einen starken Rabatt. Über diesen Link kommst du immer direkt zu den besten Preisen und kannst dir dort das Programm holen. Grundsätzlich kannst du alles 7 Tage kostenlos testen. Um so ein Abo abschließen zu können und die Programme zu verwenden, musst du dir ein kostenloses Konto bei Adobe anlegen oder dich mit einem bestehenden Anmelden. Anschließend musst du die Creative Cloud als Programm auf deinen Computer herunterladen um dann darüber Premiere Pro installieren zu können. Hier findest du auch alle anderen Programme und Funktionen von Adobe. Wenn du mehr zur Adobe Creative Cloud an sich wissen willst, kannst du gerne auf meinem Kanal vorbeischauen, dort habe ich ein ausführliches Tutorial zu dieser gemacht. Haben wir Premiere Pro jetzt installiert, können wir es direkt öffnen und durchstarten.

2. Erste Schritte (Projekt anlegen)

Haben wir das Programm jetzt erfolgreich geöffnet, befinden wir uns auf dem Startbildschirm. Hier sehen wir zentral unsere letzten Projekte und können diese öffnen, in dem wir diese anklicken und dann weiter Bearbeiten können. Hier sehen wir auch wann wir diese zuletzt geöffnet haben und wie Groß diese sind. Auf der linken Seite, können wir auch in einen Trainings-Bereich wechseln, wo wir hilfreiche Tutorials zum Programm von Adobe direkt bekommen. Solltest du eine ältere oder andere Version von Premiere Pro mal verwendet haben, wo du gerne die Einstellungen mitübernehmen willst, kannst du dies hier auch tun. Hier kannst du dann Einstellungen von einem anderen Adobe Konto importieren oder von älteren Versionen synchronisieren. Jetzt können wir auch ein bestehendes Projekt von unserem Computer auswählen oder auch auf unsere Adobe Premiere Rush Projekte zugreifen und diese direkt in Premiere Pro Weiterbearbeiten. Was Premiere Rush genau ist und wie du damit einfacher mit weniger Möglichkeit Videos schneiden kannst, habe ich dir in einem eigenen Grundkurs erklärt. Jetzt haben wir aber auch die Möglichkeit ein neues Projekt zu erstellen. Haben wir darauf geklickt öffnet sich ein neues Fenster, wo wir dem Projekt einen Namen gegeben können. Hier müssen wir auch einen Speicherort auf unserem Gerät festlegen, wo sich deine Premiere Pro Projektdatei speichern soll. Das musst du schon zu Beginn festlegen, damit das automatische Speichern und Co. verwendet werden kann. Jetzt können wir noch weitere Einstellungen tätigen, wo wir festlegen worüber unsere Videos gerendert werden können. Hier gibt es oft die Möglichkeit über die Grafikkarten dies zu tun, was deinen Prozessor etwas entlastet. Unter Video können wir festlegen, ob wir Zeitangaben oder Frame Angaben nutzen wollen, ich verwende hier Zeitangaben, da wir diese mehr gewöhnt sind. Unter Arbeitslaufwerke könnten wir jetzt noch für jede Speicherung festlegen, wo diese hingespeichert werden sollen. Hier bietet sich immer an, dies wie das Projekt zu machen, da sich dann alles an einem Ort befindet. Du solltest dies hier nur ändern, wenn dein Speicherplatz zu knapp ist. Wieso werden Videoaufnahmen überhaupt wo gespeichert? Das liegt daran, dass Premiere Pro, wenn du Inhalte importierst, diese so konvertiert, dass du mit diesen flüssig im Projekt arbeiten kannst und diese Dateien werden dann dort gespeichert. Das Gleiche auch mit Audio und anderen Sachen. Unter Importeinstellungen kannst du dann noch festlegen, ob Dateien kopiert werden sollen, wenn du diese importiert, das nutzen wir aber in diesem Grundkurs nicht. Klickst du dann einfach Ok, wurde das Projekt angelegt und wir befinden uns in der Programmübersicht.

3. Dateien importieren (Projektfenster)

Schauen wir uns jetzt an, wie du deine Videos in dein Projekt laden und verwalten kannst um diese dann in Premiere schneiden zu können. Das Importieren und die Verwaltung deiner Dateien passiert ausschließlich im Projekt-Fenster. Falls du dieses bei dir nicht findest, kannst du es auch unter Fenster öffnen. Du hast jetzt mehrere Möglichkeiten deine Videos, Audios und Grafiken zu importieren. Das einfachste ist, wenn du die Dateien in das Projekte Fenster ziehst. Dann erscheinen deine Dateien direkt darin. Am unteren rechten Rand, siehst du auch am blauen Balken, dass die Dateien gerade für Premiere Pro bereit gemacht werden. Ist der blaue Balken weg, heißt es, du solltest jetzt die Dateien problemlos verwenden können. Du kannst aber auch mit einem rechts Klick in das Programm oder über das Menü unter Datei, deine Elemente importieren. Premiere Pro unterstützt die gängigsten Video-, Audio- und Bildformate. Auch andere Adobe Projektdateien, wie PSDs aus Photoshop oder Illustrator Dateien, kannst du einfach in Premiere Pro importieren und teilweise komplex verwenden. Haben wir unsere Dateien jetzt importiert, finden wir diese hier untereinander angeordnet. Hier sehen wir auch neben dem Namen die verschiedenen Metadaten unserer Clips, also wie viel Bilder pro Sekunde das Video hat, wie lang es ist und vieles mehr. Davor haben wir auch ein kleines Symbol was uns zeigt um was für eine Medienart es sich handelt, also Video, Grafiken oder Audio. Vor allen Sachen haben wir auch noch eine farbliche Markierung, welche wir auch über das rechts Klicken auf den Clip ändern können, so können wir durch diese Markierungen ähnliche Clips farblich aneinander angleichen, ob so einen besseren Überblick zu erhalten. Wir können aber unter halb auch in eine Rasterübersicht wechseln, wo wir weniger Metadaten aber ein Vorschaubild sehen, welches sich auch abspielt, wenn wir darüber fahren. Wenn wir auf einen Clip grundsätzlich doppelt Tippen, wir uns dieser im Quellen-Fenster angezeigt und wir können diesen im Quellen Fenster anschauen, ohne ihn zu einer Sequenz hinzufügen zu müssen. Jetzt gibt es neuerdings auch die Freiformansicht, wo wir in eine dritte Ansicht wechseln können, wo wir alle Videos frei im Fenster platzieren können. SO können wir bspw. eine Art Storyboard erstellen oder bspw. eine rohe Anordnung der Clips, wie sie im schlussendlichen Video sein soll. Das ist sinnvoll, wenn du viele Clips hast um den Überblick nicht zu verlieren. Du kannst jetzt am unteren Rand auch die Größe der Clips einstellen im Fenster und auf der rechten Seite können wir auch nach einem Clip suchen oder einen Ordner erstellen. So haben wir auch eine einfache Möglichkeit die Dateien zu sortieren. Haben wir einen Clip ausgewählt, können wir diesen auch über die untere rechte Ecke aus unserem Projekt löschen. Der Clip wird dann nur in Premiere Pro entfernt, auf deinem Computer bleibt dieser natürlich erhalten. Jetzt können wir über die Neu Schaltfläche auch in Premiere Pro bspw. Farbflächen, Einstellungsebenen, Untertitel und Farbbalken erstellen, aber dazu jeweils an einem relevanten Punkt noch mehr. 

Bevor wir mit dem richtigen Schnitt beginnen, ist es immer Ratsam im Projektfenster, deine Dateien erst einmal in Ruhe anzuschauen bzw. zu sichten, um einen Überblick dafür zu bekommen, was für ein Material du überhaupt hast, mit welchem du dann arbeiten kannst. Hier ist das Sortieren und entfernen von Clips, wo du schon vorab an der Qualität oder sonstigen Kriterien weißt, dass du diese nicht verwenden wirst, sinnvoll. Das erleichtert dir den Schnitt enorm und nimmt dir eine Menge an Arbeit später weg. 

4. Sequenz erstellen (Prinzip des Schnitts)

Du fragst dich jetzt vielleicht schon, wie schneide ich jetzt aber überhaupt ein Video? Wir sehen gar keine Timeline, obwohl wir ja ein Projekt erstellt haben und Dateien importiert. Das liegt daran, dass Premiere Pro mit Sequenzen arbeitet, also du musst eine Sequenz erstellen, in welcher du dann deine Videos schneiden kannst und schließlich exportieren. Das Praktische daran ist, du kannst so in einem Projekt mehrere Sequenzen erstellen, welche unterschiedliche Formate, Qualitäten und Co. haben, du kannst auch Sequenzen in Sequenz verwenden und so ein Projekt bspw. Szenen weise schneiden. Du kannst eine neue Sequenz im Projektfenster unter Neu erstellen. Hier öffnet sich jetzt ein neues Fenster, wo du die Vorgaben, also bspw. Auflösung, Qualität und Co. für die Sequenz einstellen musst. Hier hast du die Möglichkeit aus verschiedensten Vorgaben auszuwählen oder die Vorgaben selbst einstellen unter Einstellungen unter Benutzerdefiniert. Unter Timebase stellst du ein, wie viele Bilder pro Sekunde also FPS deine Sequenz haben soll. Man sagt, ab 24 Bildern pro Sekunde sieht der Mensch nicht mehr einzelne Bilder, sondern eine flüssigs Video. Also solltest du hier grundsätzlich nicht unter 25 FPS gehen. Ich nutze hier meistens 30, was eine solide Anzahl ist. Inzwischen geht es auch noch weiter höher, aber was für normale Projekte meistens unnötig ist. Unter Framegröße können wir die Pixelbreite und Höhe für unser Video eingeben. Hier sehen wir danneben auch unser Seitenverhältnis. Hier nutze ich standardmäßig 1920×1080 Pixel, was dem Format 16:9 entspricht sowie der Full HD Qualität was für die meisten Bildschirme Standard ist. Die Pixelseitenverhältnisse lasse ich eigentlich immer auf quadratisch. Bei Audio wähle ich 48.000 Hz aus und unter der Videovorschau können wir noch einstellen, in welcher Auflösung wir das Video im Programm sehen wollen, während der Bearbeitung. Das beeinflusst unser Video am Ende nicht. Ganz unten kannst du deine Einstellungen als Vorgabe speichern, wo du auch alle Informationen reinschreiben kannst, welche du dann auch bei den Vorgaben auf der rechten Seite sehen kannst. Ich habe mir bspw. eine Vorlage gespeichert, welche für alle meine YouTube Videos verwende oder wenn ich Story-Videos für Smartphone Sachen mache. Ganz unten können wir unserer Sequenz auch einen Namen geben, welchen wir dann auch im Projektfenster nach dem Erstellen sehen. Oben im Menü können wir jetzt auch noch Festlegen wie viele Audio und Videospuren die Sequenz haben soll, was ich aber persönlich immer während dem Schnitt anpasse, da es dort auch einfach geht. Als letztes könnte man auch VR-Videos erstellen, also 360 Grad Videos, dies thematisieren wir in diesem Grundkurs aber nicht. Haben wir auf OK geklickt, wurde die Sequenz erstellt und wir sehen jetzt auch im Fenster: Schnitt, eine Timeline. Die Sequenz ist dann auch in unserem Projektfenster und kann jetzt wie andere Videos und Elemente in anderen Sequenzen verwendet werden. Du kannst noch einfacher Sequenzen erstellen, welche genau die Größe deiner rein geladenen Videos hat, in dem du ein Video einfach in das Schnittfenster oder auf den Neu Erstellen Button schiebst. Dann wird eine Sequenz mit dem gleichen Namen und den gleichen Einstellungen des Videos erstellt.

Jetzt bist du aber mal an der Reihe. Erstelle doch mal ein Projekt, importiere alle deine Videodateien in dein Projektfenster. Abschließend erstelle doch mal eine Sequenz in den Full-HD Einstellungen. Pausiere den Grundkurs und probiere das mit dem bisher erlernten Wissen umzusetzen. Ich zeige dir jetzt wie ich das gemacht hätte. Nach dem ich das Programm gestartet habe, erstelle ich einfach ein neues Projekt über die Schaltfläche und lege hier einen Namen fest und den Speicherort. Anschließend klicke ich auf OK und ziehe dann alle meine Dateien, welche ich für den Schnitt verwenden will, in das Projektefenster. Wurden diese alle erfolgreich reingeladen, schaue ich mir nochmal alle durch und lösche unnötige Clips und gruppiere sie sinngemäß in Ordnern. Dann erstelle ich eine neue Sequenz wo ich meine YouTube Vorlage verwende, hier alle meine Einstellungen im Überblick. Habe ich auf OK klickt kann ich jetzt theoretisch mit dem Schnitt beginnen. Wenn du die Sachen identisch wie ich in diesem Grundkurs machen möchtest, findest du auch mein Premiere-Pro Projekt und die ganzen Clips als Vorlage auf simontutorial.de/premierepro zum downloaden und selber verwenden.

5. Oberfläche

Bevor wir jetzt detailliert in den Schnitt gehen, möchte ich dir noch kurz den Aufbau des Programms erklären, was dir dabei helfen soll, intuitiver und eigenständiger mit dem Programm umgehen zu können. Grundsätzlich besteht das Programm aus verschiedenen Fenstern, welche du selbst frei anordnen kannst, auf deinem Bildschirm. Alle verfügbaren Fenster findest du unter Fenster, im oberen Menü. Hier siehst du am Hacken, ob das aktuelle Fenster eingeblendet ist oder nicht. Du kannst hier auch die Anordnung deiner Fenster unter Arbeitsbereichen speichern. Hier kannst du auch einigen Vorlagen von Adobe verwenden. Ich hab hier früher die Bearbeiten-Oberfläche standardmäßig verwendet und dann für mich weiterbearbeitet. Doch wie habe ich das Programm für mich aufgebaut? Ich habe den Projektbereich bei mir in der unteren linken Ecke, wo ich auch zu den Effekten, Bibliothek und Protokoll wechseln kann. Über dem Projektfenster habe ich das Quellenfenster, wo ich mir Clips aus dem Projektfenster direkt anschauen kann. Hier wechsel ich aber während des Schnitts auch in das Effekteinstellungsfenster oder in den Essential Sound oder Graphics Bereich. Auf der rechten Seite sehe ich dann die Vorschau der Sequenz und darunter den Schnittbereich. Diese Fenster reichen mir so in den meinsten Fällen, für besondere Sachen wie Farbkorrektur wechsel ich oberhalb den Arbeitsbereich. Was vielleicht noch interessant zum Wissen ist, dass du mit der Taste Ü auf deiner Tastatur das aktuelle Fenster im Vollbildmodus anzeigen lassen kannst. Das mach ich bspw., wenn ich meine importieren Dateien sortiere oder mein fertiges Schnittvideo in Groß anschauen will bevor ich es rendern. Auf erneutes Tippen auf die Taste Ü kommst du wieder zurück in deine normale Übersicht. Für mehr spannende Tastenkürzel zu Premiere Pro und anderen Adobe Programmen kannst du auch gerne unseren Instagram-Kanal abchecken, @simontutorial. Jetzt haben wir aber immer fest oben das Menü. Unter Datei können wir unser Projekt speichern, ein bestehendes öffnen oder neues erstellen. Auch unsere fertige Sequenz können wir hier exportieren, wenn wir das Schnittfenster ausgewählt haben. Auch die Projekteinstellungen vom Beginn können wir hier nachträglich ändern. Unter Bearbeiten haben wir die standardmäßigen Bearbeitungen wie kopieren, einfügen, rückgängig oder wiederholen. Hier können wir auch eine Auswahl treffen und Elemente duplizieren. Ganz unten können wir alle Tastatur Befehle anschauen und bearbeiten. Schließlich können wir hier auch die Voreinstellungen öffnen. Diese sind grundsätzlich sehr umfangreich und vieles ist standardmäßig schon gut eingestellt. Auf zwei Sachen will ich hier aber noch kurz aufmerksam machen. Unter Audiogeräte kannst du festlegen über welche Lautsprecher die Audios im Programm abgespielt werden. Also falls du bei einem Video oder Audio keinen Ton hörst, kann es auch daran liegen, dass hier das falsche Gerät ausgewählt ist, das ist mir in der Vergangenheit auf jeden Fall schon öfters passiert. Was für deinen Speicher noch relevant ist, ist der Medien-Cache. Darauf sind wir vorhin schonmal kurz eingegangen, da Premiere Pro jede Datei ja nochmal konvertiert damit wir damit arbeiten können, werden diese auch als Cache auf unserem Computer gespeichert. Über die Zeit kann sich hier viel an Speicherplatz ansammeln. Deswegen kannst du hier auch den Speicherort ändern und den ganzen Medien-Cache löschen. Wenn du das machst, musst du keine Sorgen haben, dass du damit irgendwelche Projekte von dir entfernst, falls Cache gelöscht wurde, welchen du dann wieder verwendest, wird er einfach wieder neu erstellt. Unterhalb kannst du auch festlegen ob der Cache automatisch nach einer gewissen Zeit oder Größe gelöscht werden soll. Unter Clip, Sequenz, Marken und Grafiken finden wir spezifische Einstellungen zu diesen Bereichen, welche wir später noch zum passenden Zeitpunkt teilweise besprechen werden. Unter Ansicht, können wir die Auflösung für die Vorschau im Programm einstellen. Diese sollte man herunterdrehen, wenn die Projekte zu komplex werden und du es trotzdem noch flüssig sehen willst. Als letztes haben wir jetzt noch Hilfe, wo wir alles zum Programm an sich finden und auch unser Adobe Konto verwalten können.

6. Der Schnitt (Das Schnittfenster)

Schauen wir uns jetzt das Herzstück von Premiere Pro an, dass Schnittfenster, wo du vermutlich die meiste Zeit drin verbringen wirst. Im Zusammenhang mit diesem, schauen wir uns auch die Werkzeuge an und das Programm-Fenster, wo du immer die Vorschau von deiner aktuellen Bearbeitung sehen kannst. Alle Fenster findest du auch oben im Menü. Um Videos, Audios und Grafiken im Schnittfenster bearbeiten zu können, müssen wir diese erst einmal in das Fenster per Drag-and-drop aus dem Projektfenster schieben. Wenn wir mehrere Dateien gleichzeitig ausgewählt haben, werden diese dann hintereinander im Schnittfenster platziert. Hier werden Videos grundsätzlich in ihrer kompletten Länge importiert. Welche du dann im Schnittfenster kürzen kannst. Du kannst aber auch, wenn du das Video im Quellenfenster geöffnet hast mit dem Tastenkürzel I einen Anfang und mit O einen Endpunkt setzen und dann ist nur dieser Teil des Clips ausgewählt und wird importiert. Über das Quellenfenster kannst du auch einfach per Drag-and-drop dann nur das Bewegtbild oder den Ton importieren, falls du nur eins davon brauchst. Bilder und Grafiken haben immer eine Standardlänge, wie diese importiert werden. Diese können wir in den Voreinstellungen festlegen. Doch wie ist das Schnittfenster jetzt aufgebaut? Das ist wie eine Timeline, also links befindet sich der Anfang und das Video verläuft horizontal nach rechts. Das Video geht immer solange wie, wo sich das letzte Element in der Timeline befindet. Im Vorschaubild sehen wir rechts auch die aktuelle komplette Länge und den Timecode wo wir uns gerade befinden. Unseren aktuellen Punkt sehen wir über die blaue Linie, welche wir auch bewegen können. Was man noch zum Timecode sagen muss, wir sehen diesen hier in Stunden, Minuten, Sekunden und die letzte Zahl sind die Frames. Also nicht wundern das hier die Zahl über 10 geht, da hier einfach jedes Bild der Sekunde angezeigt werden kann. Mit den Pfeiltasten auf der Tastatur können wir uns auch Bild für Bild durch das Video bewegen. Das ist relevant, wenn wir feine Schnitte und Co. bearbeiten müssen. In unserer Timeline sehen wir jetzt über dem mittleren grauen Strich alle unsere Videospuren und darunter unsere Audiospuren. Lädst du ein Video mit Ton rein, ist die Video und Audiospur von diesem verknüpft. Diese Verknüpfung kann man auch über einen Rechtsklick aufheben oder andere Elemente miteinander verknüpfen, welche dann mit dem Auswahl-Werkzeug verschoben werden können. Am Anfang der Videospuren können wir jede einzelne auch ein oder ausblenden, sowie über das Schloss sperren, damit diese nicht mehr bearbeitet werden kann. Mit Rechtsklick haben wir auch die Möglichkeit weitere Audio oder Videospuren hinzuzufügen oder bestehende Spuren zu löschen. Wenn wir ein Audio oder Video in den oberen oder unteren Bereich außerhalb der Spuren schieben, erstellt sich auch automatisch eine neue. Bei den Audiospuren können wir diese am Anfang, stumm Schalten oder nur eine Auswählen welche man gerade hören soll. Hier kannst du über das Audiosymbol theoretisch auch ein eigenes Audio in Premiere Pro aufnehmen. Unter dem Timecode, im Schnittfenster, in welchen wir auch klicken können und eine Zeit eingeben können, wo wir uns dann zu dem Punkt hinbewegen, können wir jetzt auch einen Magneten aktivieren. Den habe ich standardmäßig an, weil es den Schnitt enorm vereinfacht. Weil wenn wir jetzt unsere Clips anordnen, platzieren sich diese immer direkt aneinander ran. Über dieses Menü können wir auch Marker in unserer Timeline hinzufügen, was uns einfach beim Schneiden helfen kann, weil man an diesen dann auch Elemente ausrichten kann und man so relevante Stelle für sich markieren kann. Ich mach das bspw. wenn ich weiß, dass ich irgendwo später noch was bearbeiten will und ich damit dies und die Stelle nicht vergesse. Du kannst diese dann oberhalb an der Timeline sehen und auch nachträglich verschieben oder mit Rechtsklick darauf wieder löschen. Marker kannst du auch ganz einfach mit dem Tastenkürzel M erstellen. Doch wie ordnet man jetzt seine Clips innerhalb der Sequenz am Besten an? Das geht einfach per Drag und Drop und dem Auswahl-Werkzeug welches wir über die Taste V immer direkt auswählen können. Wir können durch das Klicken auf die Ränder der Clips und das ziehen, diese auch so verkürzen. Wir können Clips aber mit dem Schnittwerkzeug, auch mit der Taste C, an einer bestimmten Stelle zerschneiden und dann haben wir zwei eigenständige Clips, welche wir bearbeiten können. Einen Clip können wir einfach mit der Entfernentaste löschen. Jetzt gibt es auch ein Spurenauswahl-Werkzeug. Wenn wir mit diesem auf einen Clip klicken, werden alle Clips, welche sich dahinter noch in der Spur befinden, ausgewählt und man kann diese alle zusammen einfach verschieben oder bearbeiten. Das ist bspw. praktisch, wenn du ein komplexes Projekt hast und am Anfang noch was einfügen willst, wodurch der Rest nach hinten zeitlich verschoben werden muss. Mit dem Schnittkanten-Werkzeug kannst du auch ganz einfach Lücken schließen. Indem du mit diesem einfach den Anfang der Lücke anklickst und das Werkzeug bis zum Ende dieser schiebst. Mit dem Clipinhalt-Verschieben, kannst du auch, falls du nur einen Teil eines Clips in der Timeline hast, die Stelle, des Clips verschieben, ohne die Länge zu verändern. Wenn du mit dem Werkzeug dann auf das Video geklickt hast und es schiebst, siehst du auch im Vorschaufenster, wie es sich verschiebt, wenn du mit dem blauen Pfeil auf dem Clip bist. Grundsätzlich kannst du auch mit gedrückter Alt-Taste und dem Mausrad oder über die Ränder in die Timeline reinzoomen, was du vermutlich oft brauchen wirst. Mit gedrückter Umschalttaste und Mausrad kannst du auch durch die Timeline scrollen. Das geht theoretisch auch mit dem Handwerkzeug. Haben wir jetzt mehrere Clips in der Timeline und schieben eine Clip auf einen anderen in der gleichen Spur, wird der erste Clip abgeschnitten. Platzieren wir die Clips übereinander in verschiedenen Videospuren, wir uns die obere immer zuerst angezeigt, also umso höher die Videospur umso mehr im Vordergrund. Bei den Audiospuren macht das keinen Unterschied. Haben wir da zwei unterschiedliche Audios zu einer Zeit, werden einfach beide abgespielt. Klicken wir jetzt mit der rechten Maustaste auf einen Clip können wir noch ganz viel zu diesem einstellen. Hier können wir oben diesen ganz einfach löschen und auch sagen, dass die Lücke, welche der Clip hinterlassen würde, automatisch geschlossen werden soll, was sehr praktisch ist. Wir können hier auch einen einzelnen Clip mit einer After Effects-Komposition ersetzen, wo sich dann After Effects öffnet und du den Clip dort bearbeiten kannst und dieser dann mit deinem Premiere-Projekt verknüpft wird. Zu After Effects gibt es auch einen eigenen Grundkurs auf meinem Kanal. Was jetzt noch interessant ist, ist die Geschwindigkeit/Dauer, wo wir anhand einer Prozentzahl unseren Clip schneller oder langsamer machen können. Wir können auch eine Länge definieren, also wie lang unsere Clips sein soll und dann wird die Geschwindigkeit angepasst. Bedenke, wenn du Clips mit niedriger Frame Rate zu stark verlangsamst, sieht das meistens nicht mehr gut aus, weil zu wenig FPS verfügbar sind. Wenn wir die Geschwindigkeit umkehren, wird das Video einfach rückwärts abgespielt. Wir können jetzt auch ein Standbild unseres Videos, an der aktuellen Stelle hinzufügen. So wird das Video quasi bis zum Ende eingefroren oder wir erstellen nur ein Standbild Fragment wo es dann nach einer kurzen Weile, weiter mit dem Video geht. Wir sehen dann das Bild als einzelnes Element in der Timeline und können dieses so wie andere Grafiken auch bearbeiten. Jetzt gibt es auch noch automatisch auf 100% skalieren, wodurch unsere Videos der Sequenz vom Format angepasst werden von der Größe. Aber wie man da noch mehr einstellen kann, schauen wir uns im Kapitel der Effekteinstellungen noch genauer an. Ganz unten können wir unseren aktuellen Clip auch im Projektfenster oder im Explorer auf unserem Computer aufrufen. Haben wir ein Audio ausgewählt, haben wir neben den ganzen bisher besprochenen Funktionen auch die Möglichkeit dieses Extern in Adobe Audition zu bearbeiten, dazu gibt es auch einen eigenen Grundkurs auf meinem Kanal. Hier kann man jetzt aber auch die Lautstärke des Audios unter Audioverstärkung erhöhen, in dem man einfach eine plus oder eine Minuszahl, wenn man es verringern möchte, eingibt. Hier siehst du auch unterhalb was die Spitzenamplitude ist, also wo das Audio am lautesten ist. So kannst du die Verstärkung so einstellen, dass es nicht über null geht und so das Audio nicht übersteuert. Schlussendlich können wir Elemente in der Timeline mit Strg+C kopieren und mit Strg+V erneut einfügen, um einen Clip zu duplizieren.

Jetzt bist du an der Reihe. Importiere doch jetzt mal alle deine Clips und probiere diese in eine Reihenfolge zu bringen, wie sie dir am besten passen und schneide die Clips auch so zu, dass die Clips von der Länge und den gezeigten Stellen ideal passen. Falls du keine eigenen Clips hast, kannst du auch einfach unsere Vorlagendatei auf simontutorial.de/premierepro herunterladen und diese Dateien verwenden. Pausiere jetzt den Grundkurs und probiere es selber aus. Ich zeige dir jetzt, wie ich das gemacht hätte. Ich hätte als erste alle Clips ausgewählt, welche ich für das Video verwenden will und in die Timeline geschoben. Jetzt schneide ich mit dem Cutter und dem Auswahlwerkzeug meine Clips zurecht. Auch die Geschwindigkeit von einigen Clips passe ich noch an und füge ein Audio hinzu, welches ich in der Quellenvorschau, erst einmal verkürze und dann einfüge. Schlussendlich, um zu prüfen, dass alles passt, klicke ich einfach auf die Leertaste, womit das Video dann in der Vorschau abgespielt wird. Welche Stellen du wann und wie zeigst, ist immer sehr große Geschmackssache und ich kann dir da nur ans Herz legen, dies intuitiv zu machen und wie du es ästhetisch findest.

7. Audio/Video Überblenden

Bisher haben wir immer sogenannte Hardcuts zwischen unseren Videos und Audios, da es ja immer von einer zur anderen Sekunden zum nächsten Element geht. Das sieht bei vielen Sachen gut aus und kann da auch gerne verwendet werden, aber jetzt gibt es auch die Möglichkeit die Übergänge zwischen einzelnen Clips und Audio-Elementen noch vielfältig zu gestalten. Diese Überblendungen finden wir alle im Effektefenster, unter Audio und Videoüberblendungen. Grundsätzlich müssen die Clips immer direkt aneinander liegen, um so eine Überblendung hinzuzufügen. Bei den Audioübergängen gibt es lediglich drei unterschiedliche, welche aber grundsätzlich ausreichen. Mit dem konstante Leistung Übergang werden einfach beide Audios miteinander verwischt und so entsteht ein weicher Übergang zwischen ihnen. Du kannst diese Übergänge auch am Anfang oder Ende eines Clips einfügen ohne einen weiteren Clip, dann kannst du diese quasi zum Ein- oder Ausblenden einfach verwenden. Bei den Videoüberblenden findet wir wesentlich mehr unterschiedliche Überblendungen, welche dann nochmal in unter Ordner sortiert sind. Meine meist verwendete Blende ist die Filmblende, wo es einfach weich überblendet wird. Man kann hier auch bspw. auswählen, dass es zwischen den Clips auch nach Schwarz oder Weiß geblendet werden soll, so vermischen sich die Clips nicht. Jetzt gibt es aber noch viele kreative Blenden, wo sich bspw. bei den Irisblenden, also in einer Kreisform überblendet wird oder du auch Seiten aufrollen kannst, so wie mit einem Zoom überblenden. Was ich persönlich auch noch öfters nutze, sind die Wischblenden. Genauer gesagt die Wischen-Blende unter den Wischblenden, weil hier gibt es ja auch noch viele weitere. Hier wird einfach das erste Video weggewischt und das neue Video erscheint. Haben wir jetzt eine Blende zwischen zwei Elemente geschoben, können wir diese auch über ihre Ränder verlängern oder verkürzen. Wenn wir sie Anklicken können wir auch noch mehr zu der Überblende in den Effekteeinstellungen bearbeiten. Hier können wir oben links bspw. einstellen, von welcher Seite die Blende beginnen soll, sowie wie lang die Blende gehen soll. Wir können auch bei A und B einstellen, wie viel Prozent der Blende überhaupt durchgeführt werden soll, also ob ein Clip vielleicht nie ganz verschwinden oder erscheinen soll. Unten drunter können wir den Ablauf der Blende auch umkehren und vieles mehr einstellen. Du merkst, du hast hier viele Freiheiten, was das Anwenden von Blenden angeht. Ich rate hier aber immer dazu, nicht zu stark zu übertreiben und viele kreative Blenden, können auch das Video vom visuellen überladen und es, naja billig aussehen lassen. Also weniger ist mehr und schlussendlich sollen Blenden in den meisten Fälle dazu dienen, deine Elemente unbemerkt zu überblenden, sodass man nicht das gefühlt hat, dass hier jemand geschnitten hat.

Probier du doch jetzt mal dein vorhin geschnittenes Video, mit Blenden an passenden Stellen zu schmücken. Bei deinen Clips und auch bei deinen Audiospuren. Probier einfach mal verschiedene Blenden anzuwenden und zu gucken wie diese funktionieren und was für eine Wirkung diese auf dein gesamtes Video haben.

8. Effekteinstellungen

Jetzt können wir zu jedem Clip aber auch noch eigene grundlegende Einstellungen im Effekteeigenschaftenfenster machen. Dafür wähle einfach einen Clip aus und öffne das Fenster. Hier haben hier jetzt unter Video alle unsere Standardbearbeitungsmöglichkeiten, welche wir bei einem Video immer haben. Darunter sehen wir später auch noch alle Einstellungen für Effekte, welche wir auf ein Element angewendet haben. Hier können wir jetzt grundsätzlich unseren Clip skalieren, also die Größe des Clips in der Sequenz einstellen, sowie die Position des Clips. So können wir nur Ausschnitte zeigen, welche wir auch wirklich verwenden wollen. Klicken wir auf das Bewegen generell, sehen wir in der Vorschau auch einen blauen Rahmen um unseren Clip und können dort auch den Clip visuell skalieren oder verschieben. Neben den beiden Sachen können wir auch unseren Clip drehen sowie den Ankerpunkt festlegen, also den Punkt um welchen sich das Projekt dreht. Schließlich können wir auch die Deckkraft einstellen und einen Blendemodus anwenden für den Clip. Die verschiedenen Blendemodi gibt es auch in Photoshop für Grafiken und haben wir uns im Photoshop Grundkurs im Kapitel der Ebenen angeschaut. Über den Blendeneinstellungen können wir auch eine Maske erstellen, anhand einer Ellipse oder Rechteck, sowie mit einem Pfadwerkzeug. So können wir quasi in der Vorschau nur einen Teil des Clips auswählen, welcher dann auch nur zusehen ist. Zu guter Letzt kann man hier auch die Geschwindigkeit des Clips einstellen. Was jetzt aber das Besondere ist, dass wir hier auf der rechten Seite mit Keyframes arbeiten können. Das heißt, wenn wir bei einem Wert, auf die Stoppuhr vor dem Namen klicken, werden die Keyframes dafür aktiviert und die aktuellen Werte sind dann auf den aktuellen zeitlichen Punkt gebunden. Bewegen wir uns jetzt im Video und geben zu einem anderen Zeitpunkt eine neue Position bspw. an, erstellt sich ein zweiter Keyframe und dann wird eine Bewegung zwischen dem ersten und zweiten Keyframe erstellt. So kann man einfach Position, Skalierung, Drehung, Deckkraft, Geschwindigkeit und auch Masken animieren. Die einzelnen Keyframes können wir im Fenster auch per Drag-and-drop zeitlich verschieben, auch auswählen, kopieren oder löschen. Wenn wir keine Animation mehr für etwas Bestimmtes haben wollen, können wir auch wieder auf die Stoppuhr klicken und alle Keyframes werden gelöscht und die Bearbeitung geht wieder auf die komplette Länge des Clips. Du merkst, damit hat man sehr viele Möglichkeiten wie du dein Video damit grundlegend bearbeiten kannst, mit so einer einfachen Methode. Mit solchen Keyframe-Methoden animiert man auch einfach Videos oder Grafiken in After Effects. Auf der rechten Seite können wir auch immer zwischen den Keyframes springen und auch an der aktuellen Stelle einen neuen Keyframe erstellen.

Bei Audiodateien kannst du im Einstellungenfenster auch die Lautstärke anhand von Keyframes oder allgemein einstellen.

Probier du doch jetzt mal aus, einzelne Clips aus deiner Timeline, mit der Postion zu bewegen und auch mit der Skalierung und Deckkraft zu spielen. Pausiere den Grundkurs und probiere dafür ein Gefühl zu bekommen. Am Anfang ist es vielleicht noch ein bisschen ungewohnt aber mit der Zeit ist das eigentlich super einfach und super praktisch. Ich nehme jetzt bspw. einen Clip und bewege mich direkt an den Anfang und setze einen Keyframe für die Position. Diese verändere ich dann auch so, dass ich mich ganz rechts beim Clip befinde. Jetzt gehe ich zum Ende des Clips und verändere die Position so, dass es ganz links ist. Spiele ich den Clip jetzt ab, bewegt sich dieser von der einen zur anderen Seite und so habe ich bspw. ganz einfach eine Kamerafahrt simuliert.

9. Video & Audioeffekte

Jetzt haben wir neben den Standard-Effekte-Einstellungen im Effektefenster auch noch viele weitere Effekte, welche wir auf einzelne Clips anwenden können. Die Videoeffekte finden wir hier unter dem gleichnamigen Ordner. Hier haben wir jetzt viele unterschiedliche Effekte, wo wir uns nicht alle anschauen werden, aber paar wichtige, welche ich persönlich öfters verwende, möchte ich dir jetzt kurz vorstellen. Einmal unter Keying, hast du die Möglichkeit, wenn du ein Video mit GreenScreen aufgenommen hast, diesen aus dem Video zu entfernen. Hier nutze ich eigentlich immer den Ultra-Key, da der bei mir immer am besten funktioniert hat. Habe ich diesen auf einen Clip geschoben, kann ich alles zu diesem in den Effekteinstellungen bearbeiten. Hier kann ich jetzt mit dem Farbpicker, die zu entfernende Grüne Farbe aus der Vorschau auswählen und dann auch noch viele Einstellungen machen, wie sich der Effekt verhalten soll. Unter Perspektive habe ich auch die Möglichkeit Schlagschatten, also prinzipiell Schatten zu einem Element hinzuzufügen. Das verwende ich öfters, wenn ich Bilder in Premiere verwende, welche das Projekt nicht komplett ausfüllen. Hier kann man in den Einstellungen, auch die Intensität, Farbe, Abstand und Weichheit einstellen. Unter Transformieren können wir auch zuschneiden auswählen, wo wir unser Video über die einzelnen Ränder prozentual abschneiden können. Was ich dann noch oft verwende, ist der gaußsche Weichzeichner um Stellen in Videos bspw. unkenntlich zu machen. Damit kann man dann einfach über einen Wert, das Video unscharf machen. Du kannst hier auch eine Maske erstellen, sodass der Effekt nur an bestimmten Stellen im Video angewendet wird und über die Keyframes könntest du diese Maske auch noch bewegen, wenn sich bspw. deine Stelle im Video bewegt und du willst, dass sie unscharf bleibt. Jetzt gibt es unter den Videoeffekten auch die Farbkorrektur, welche wir uns aber gleich noch in einem eigenen Kapitel anschauen, sowie in den Bonuskapiteln schauen wir uns den Verkrümmungsstabilisierer und das Auto-Reframe genauer an.

Neben den Videoeffekten gibt es natürlich auch Effekte für deine Audios. Diese findest du ebenfalls im Effektefenster. Hier kannst du dann so Sachen wie Rauschunterdrückung, Hall und Echo zu einem Track hinzufügen. Hier findest du grundsätzlich auch viele Effekte welche es in Adobe Audition gibt. Auch hier kannst du die einzelnen Effekte unter den Eigenschaften teilweise bearbeiten. Ich persönlich nutze für die Audiobearbeitung in Premiere Pro nur das Essential Sound Panel oder die Grundeinstellungen über den Rechtsklick auf ein Element, deswegen kann ich dir leider nicht viel mehr zu den Audioeffekten sagen. Falls du mehr zu diesen wissen willst, kannst du gerne in unseren Adobe Audition Grundkurs vorbeischauen, da habe ich noch mehr dazu gesagt.

Nehme dir jetzt doch mal die Zeit ein bisschen durch die Effekte zu stöbern, um einen groben Überblick davon zu bekommen, was da alles möglich ist. In einem zweiten Schritt kannst du dann auch überlegen, welche Effekte vielleicht für dein Video interessant sind und diese dann auf dein Video anwenden.

10. Farbkorrektur

Ein weiterer wichtiger Teil in Premiere Pro ist die Farbkorrektur, welche man hier auf die einzelnen Clips anwenden kann. Für die Farbkorrektur an sich, wechsel ich immer in einen anderen Arbeitsbereich, nämlich den Farben Arbeitsbereich. Schlussendlich ist aber die Farbkorrektur nichts anderes, als das Verwenden von Effekten auf deine Clips. Um mit der Farbkorrektur flexibler zu sein, was das Anwenden auf mehrere Clips angeht, erstelle ich mir im Projektfenster, immer eine Einstellungsebene, welche ich dann über die Clips in meiner Timeline lege. Wenn ich darauf jetzt meine Farbkorrekturen anwende, ist diese separat auf der Einstellungsebene und wenn ich die dann verschiebe und bearbeite haben wir einfach mehr Freiheiten mit der Farbkorrektur. Machst du das nicht, kannst du aber auch über die Einstellungen des Clips die Farbkorrektureffekte auswählen und kopieren auf andere Clips mit Strg+C und Strg+V. Prinzipiell kannst du über das fx Zeichen, vor den Effekten, auch die Farbkorrektur ausblenden oder einblenden, falls du einen Vorher/Nacher Effekt haben willst.  Das Herzstück der einfachen Farbkorrektur ist das Lumetri Farbe-Fenster, wo wir alle wichtigen Einstellungen zur Farbe direkt einstellen können. Hier können wir ganz oben auch Vorlagen erstellen, wo wir die Farbkorrekturen aus diesem Fenster speichern können um sie einfach erneut anwenden zu können. Darunter ist die Farbkorrektur jetzt in unterschiedliche Bereiche aufgeteilt. Unter der einfachen Korrektur können wir einen Weißabgleich machen, also mit der Pipette einen Bereich in der Sequenz auswählen, welcher normales Weiß sein soll und daran wird dann die Temperatur und Färbung eingestellt. Außerdem kannst du die Belichtung, Kontrast, Glanzlichter, Schatten und Schwarz weiß manuell oder automatisch einstellen. Auch die Farbsättigung kannst du einstellen, wenn du diese bspw. herunterdrehst wird das Bild irgendwann Schwarz/Weiß. Unter Kreativ können wir einfach Looks bzw. Farbfilter für unseren Clip anwenden. Hier sehen wir auch ein Vorschaubild und können uns dort durch die Filter klicken. Durch das Klicken auf ein Bild, wird dies angewendet. Wir können hier auch Schattenfarben und Glanzlichterfarben einstellen, sowie auch das Bild Scharfzeichnen. Unter Kurven können wir jede Farbe auch nochmal separat von der Intensität in ihren verschiedenen Bereichen im Bild einstellen, anhand einer Kurve. Links von der Kurve wird die Farbe mehr und rechts weniger. Wenn du das Lumetri-Scope Fenster offen hast, siehst du auch die Veränderung der Farbanteile im Bild, welche dort auch auffallen. Unter Farbräder kannst du auch nochmal die Schatten, Glanzlichter und Mitteltöne einstellen. Unter HSL kannst du auch Farben einzeln nochmal verändern aber das überschreitet mein Wissen ehrlich gesagt und ist für einfache Farbkorrekturen nicht so relevant. Als Letztes haben wir noch die Möglichkeit eine Vignette hinzufügen. Also quasi einen schwarzen oder weißen Rand um unser Bild. Jeden der einzelnen Effekte kannst du auch über den Hacken aktivieren oder deaktivieren und ganz oben kannst du alle Einstellungen auch zurücksetzen. Unter den Effekten findest du unter Farbkorrektur noch weitere Möglichkeiten, wie bspw. nur Helligkeit und Kontrast einzustellen. Das geht dann auch über die Effekteeinstellungen.

Probiere du doch jetzt mal auf deine Clips eine Farbkorrektur anzuwenden, in dem du eine Einstellungsebene auf diese legst und dann mit dem Lumetri-Farbe ein natürlicheres Bild zu erschaffen. Pausiere den Grundkurs und probiere es jetzt mal selber aus. Ich zeige dir jetzt, wie ich das gemacht hätte. Da ich nur einen einzelnen Clip bearbeiten will, mache ich die Farbkorrektur direkt auf diesem und wähle den einfach aus und wechseln in den Farbenbereich. Als Erstes mache ich dann einen Weißabgleich über das Lumetri-Farbfenster und stelle die Belichtung und den Kontrast ein. Unter Kurven nehme ich dann das rot noch ein bisschen raus und schon bin ich eigentlich recht zufrieden mit meiner Komposition. Prinzipiell solltest du bei der Farbkorrektur einfach ein bisschen herumprobieren und schauen wie es für dich am besten aussieht und wie du deine gewünschte Wirkung erzielen kannst.

11. Essential Graphics

Du kannst in Premiere Pro jetzt aber auch einfach Texte und Grundformen erstellen. Das geht ganz einfach über das Menü unter Grafik oder mit dem Texttool und du mit diesem dann in dein Vorschaubild klickst. Schließlich ist es aber am einfachsten, dass über das Essential Graphics Fenster zu machen. Texte und Grafiken werden dann auf einer neuen Spur erstellt, du kannst aber auch innerhalb dieser mehrere Texte und Grafiken innerhalb einer Spur haben. Haben wir das Essential Graphics Fenster geöffnet, können wird dort in den Bearbeiten Bereich wechseln und über die Schaltfläche einen neuen Text oder Grafik in Form eines Rechtecks oder Kreis erstellen. Haben wir einen Text erstellt, sehen wir diesen direkt in unserer Vorschau und können dort mit dem Textwerkzeug doppelt rein Tippen um diesen Bearbeiten zu können. Im Essential Graphics Fenster sehen wir jetzt auch den Text im Menü wo wir diesen auch theoretisch ausblenden können und auch andere grafischen Elemente hier sehen können, falls wir mehrere in dieser Spur haben. Unter Ausrichten und Transformieren können wir unsere Elemente jetzt an der Komposition oder an bestimmten Seite ausrichten. Hier können wir auch unser Element drehen und die Deckkraft einstellen. Unter Text können wir dann auch eine Schriftart und Stil auswählen, sowie die Schriftgröße, den Absatz und auch viele weitere Einstellungen zum Text. Zu guter Letzt können wir unter Aussehen auch die Textfarbe einstellen, sowie eine Kontur und deren Farbe und Dicke einstellen, sowie einen Schatten hinzufügen, wo wir auch die Farbe, Weichheit, Position und Co. einstellen können. Du merkst hier haben wir wirklich alle Sachen, die wir für unsere Texte brauchen. Natürlich kannst du aber auch in den Effekteinstellungen die Standardeinstellungen bei Texten und Grafiken machen, wie bei Bildern und Videos auch. Haben wir bei unserer Textspur keines der Elemente ausgewählt, können wir auch die Länge des Vor und Abspannes einstellen. Haben wir hier was eingestellt, sehen wir im Einstellungsfenster bei den Keyframes einen helleren Bereich. Setzen wir darin unsere Keyframes und verändern die Länge unseres Textes in der Timeline werden diese Keyframes immer noch am Anfang und Ende dargestellt, obwohl sich das Timing verändert. So ist man mit dem Erscheinen und Verschwinden von grafischen Elementen wesentlich flexibler in der Timeline. Jetzt haben wir im Essential Graphics Fenster auch den Durchsuchen-Bereich und hier können wir auf sogenannte Motion Graphic Templates zugreifen, also Vorlagen für Text und Grafikeinblendungen. Hier gibt es bspw. Intros, InVideo Binden und vieles mehr. Diese kannst du unter meine Vorlagen auch auf deinem Computer importieren oder dir aus den Standardvorlagen etwas raus suchen. Hier bist du auch mit Adobe Stock verbunden, wo du auch kostenlose oder kostenpflichtige Vorlagen direkt aus dem Programm beziehen kannst. Das wirklich coole an diesen Motion Graphic Vorlagen ist, dass du diese auch selber in Adobe After Effects erstellen kannst und dann in Premiere Pro verwenden, ohne After Effects verstehen zu müssen. Hast du eine ausgewählt und zu deinem Projekt hinzugefügt, kannst du diese über Bearbeiten noch verändern, je nachdem was Möglich ist. Im Internet findest du auch viele von diesen Vorlagen kostenlos zum Herunterladen und verwenden. In unserem After Effects Grundkurs gehen wir auch in einem eigenen Kapitel darauf ein, wie man solche Vorlagen dort für Premiere Pro erstellen kann.

Probier du doch jetzt mal einen Text, auf einem weißen Hintergrund zu erstellen und in dein Video einzufügen, so ähnlich wie es hier aussieht. Pausiere den Grundkurs und probiere es eigenständig umzusetzen. Ich zeige dir jetzt, wie ich das gemacht habe. Ich öffne einfach das Essential Graphics Fenster und erstelle einen neuen Text. Hier klicke ich dann in der Vorschau in diesem um meinen Text einzugeben. In den Einstellungen ändere ich dann noch die Schriftart, Größe und Farbe und positioniere den Text richtig in der Vorschau. Anschließend erstelle ich noch ein Rechteck, welches ich hinter dem Text platziere und schaue, dass der Text komplett in diesem ist. Hier stelle ich dann noch die Farbe ein. Schlussendlich schaue ich dann in der Timeline noch, das der Text zum richtigen Zeitpunkt beginnt und aufhört. So einfach kann man auch Texte in seine Videos einbauen.

12. Essential Sounds

Neben den Grafiken gibt es auch ein Essential Sound Fenster, was praktisch für die Soundbearbeitung ist. Dieses gibt es auch eins zu eins in Adobe Audition. Ich erkläre dir hier jetzt aber nochmal was man damit machen kann, da ich das neben dem Lautstärke Pegeln auch gerne in Premiere Pro für die Audiobearbeitung verwende. Hier kannst du jetzt nämlich, wenn du einen Audiotitel ausgewählt hast, diesen als Dialog, also Sprache, Musik, SFX also Geräusche oder anderweitige Sounds oder Raumschall markieren. Markierst du es als Dialog kannst du jetzt die Intensität, also Lautstärke automatisch anpassen, sowie unter Reparieren ganz einfach eine Rausch oder Rumpel Reduzierung aktivieren und anwenden. Auch Hall kannst du hier ggf. reduzieren und weiteres. Unter Klarheit, kannst du die Dynamik der Stimme erweitern, sowie einen Effekt anwenden, wo die Stimme dann an bestimmte Situationen angepasst werden kann. Auch die Sprache kannst du hier minimal verbessern in dem du das Geschlecht des Sprechers auswählst. Unter Kreativ kannst du schlussendlich auch einen Hall zur Stimme hinzufügen. Ganz unten kannst du dann noch die Clip-Lautstärke manuell anpassen oder komplett stummschalten. Hast du deinen Clip als Musik ausgewählt, kannst du ebenfalls die Intensität einstellen. Unter Dauer kannst du einen Clip auf eine bestimmte Länge strecken oder kürzen oder Remixen. Die coolste Funktion vom ganzen Essential Sound Panel ist jetzt aber das Ducking, was du bei Musiktiteln hinzufügen kannst. Hier kannst du jetzt sagen, wenn bspw. ein Sprechaudio, oder eine andere Audioart, welche du oben auswählen kannst, in einer anderen Audiospur über dem Clip teilweise liegt, dass sich der Musikclip für die länge von dem ausgewählten Clip anpasst bzw. die Lautstärke reduziert. Das ist halt für Voice Overs super praktisch da man diese Titel dann perfekt verstehen kann, da die Musik leiser wird. Du kannst hier dann natürlich einstellen, wie viel leiser die Musik da werden soll, sowie wie lang die Überblendung zum leiseren geht und wie stark die Empfindlichkeit beim Erkennen ist. So kannst du ganz einfach durch das ledigliche markieren von Dialogen Musiktitel perfekt an diese anpassen. Jetzt kannst du den Clip auch als SFX markieren, wo du auch die Intensität und Kreativ anwenden kannst, wie beim Dialog. Aber hier kannst du auch noch einen Tonschwenk einstellen. Bei Raumschall kannst du ebenfalls die Intensität, Kreativ und Ducking aktivieren sowie eine Stereobreite um den Sound weiter im Hintergrund quasi zu platzieren. Jeden Audiotyp kannst du auch nachträglich am oberen rechten Rand wieder entfernen, sowie eine von vielen Vorlagen anwenden.

Probier doch jetzt mal deinen Audiospuren perfekt damit einzustellen. In dem du einfach deine unterschiedlichen Spuren richtig makierst und einstellst. Pausiere den Grundkurs gerne dafür und wenn du nicht mehr weißt, wie etwas Bestimmtes ging, kannst du auch gerne wieder zurückspulen. Dadurch dass du es selbst anwendest, intensiviert du das erlernte am besten und kannst in der Zukunft schneller eigenständig arbeiten.

13. Rendern/Exportieren & Speichern

Haben wir unser Video jetzt fertig geschnitten und sind zufrieden damit, wollen wir es ja exportieren, sodass wir es als Video überall verwenden können. Bevor wir es jetzt exportieren, speichern wir aber unser Premiere-Pro Projekt als erstes, damit wir auch zu einem späteren Zeitpunkt dieses wieder öffnen und bearbeiten können. Grundsätzlich können wir es mit dem Tastenkürzel Strg+S speichern, dann wird es dort gespeichert, wo wir es am Anfang festgelegt haben. Unter Datei im Menü können wir aber auch über Speichern unter, bspw. eine neue Kopie von dem Projekt erstellen. Haben wir es jetzt erfolgreich gespeichert, können wir unsere Sequenz exportieren. Dafür wählen wir einfach das Schnittfenster aus und drücken Strg und M gleichzeitig. Das Gleiche können wir jetzt auch über Datei unter Export > Medien machen. Jetzt öffnet sich ein neues Fenster wo wir nochmal alles zu unserem Video final einstellen können. Auf der linken Seite haben wir eine Vorschau von unserem Projekt und sehen unterhalb auch die Länge und über die blauen Balken können wir auch die Stelle, welche wir exportieren wollen, definieren. Auf der rechten Seite können wir jetzt Einstellungen zum Exportieren machen. Grundsätzlich wähle ich unter Format immer H.264 aus, dass ist die Art wie das Video gerendert wird. H.264 ist da eigentlich das gängigste Format welches mit Plattformen wie YouTube und Co. immer gut zusammenarbeitet und ist schlussendlich MP4. Unter Vorgaben können wir jetzt festlegen, welche Auflösung, Audioqualität und Co. unser schlussendliches Video haben soll. Hier wähle ich meistens mit Quelle abgleichen – Hohe Bitrate aus, da dann die Einstellungen der Sequenz übernommen wird und man so eigentlich die passende Qualität hat, da wir diese ja beim Erstellen der Sequenz schon eingestellt haben. Unterhalb könnten wir dann aber auch alle Video und Audioeinstellungen noch nachträglich ändern. In der Mitte sehen wir auch noch den Namen und können darauf klicken um diesen zu ändern und einen Speicherort für das Video auf unserem Computer festzulegen. Darunter können wir auch sagen, ob das Bild und Ton exportiert werden soll oder nur eines der beiden. Haben wir jetzt alles eingestellt, können wir einfach auf exportieren klicken und das Video wird gerendert. Klicken wir auf Warteschlange, wird das Projekt in Adobe Media Encoder geladen und kann darüber exportiert werden. Wie der genau funktioniert erkläre ich in einem separaten Grundkurs. Der Vorteile hierbei ist, dass du in Premiere Pro weiterarbeiten kannst, während das Video exportiert, dass kannst du, wenn du über das Programm selber exportierst, nicht machen. Je nachdem wie aufwendig die Bearbeitungen sind, wie lang dein Video ist und wie Stark dein Computer von der Leistung ist, kann das Rendern etwas länger dauern. Du siehst hier auch immer die voraussichtliche Zeit, wie lang der Renderprozess gehen soll. Ist er abgeschlossen, findest du auf deinem Gerät das fertige Video und kannst es so verwenden, wie jedes andere Video auf deinem Computer auch.

Wir schauen uns jetzt in drei Bonuskapiteln noch weitere praktische Möglichkeiten in Premiere Pro an und abschließend machen wir dann noch ein Praxisprojekt von Anfang bis Ende zusammen, um unser erlerntes Wissen anzuwenden.

Extra 1: Verkrümmungsstabilisator

Unter unseren Videoeffekten in Premiere Pro finden wir auch den Verkrümmungsstabilisierer, welchen wir als Effekt auf einen Clip anwenden kann. Dieser soll grundsätzlich Kamera Ruckler entfernen und Bewegungen weicher machen. Hast du den Effekt angewendet, siehst du direkt in der Vorschau, dass eine Analyse gerade vom Clip gemacht wurde. Du siehst das auch im Effekteinstellungsfenster und wie lang der Prozess noch dauern wird. Hier kannst du auch weitere Einstellungen zur Stabilisierung machen also wo du die Stärke des Effektes einstellen kannst, sowie ob du eine ruhige oder keine Bewegung haben willst. Hat es fertig analysiert, siehst du direkt das Ergebnis. Hierzu muss man sagen, dass der Effekt nicht perfekt ist und nur wirklich gut aussieht, wenn es keine großen Kamera-Ruckler oder so sind. Solche kann man nicht so einfach korrigieren und das sieht dann meistens mit dem Effekt nur noch komischer aus. Auch das Video wird meistens ein bisschen reingezoomt um die Bewegung ausgleichen zu können.

Extra 2: Auto Reframe

Wenn du ein normales 16:9 Video für deine Instagram Story oder andere Formate umwandeln willst, gibt es in Premiere Pro inzwischen ein sehr praktisches Feature, das Auto Reframe. Das kannst du direkt für eine ganze Sequenz anwenden oder als Videoeffekt auf einen bestimmten Clip. Wir machen das jetzt aber beispielhaft an einer Sequenz, da wir das geschnittene Video einfach auch für Social Media verwenden wollen. Dafür klicken wir jetzt einfach mit dem Rechtsklick auf die Sequenz und können hier jetzt Auto Reframe auf diese anwenden. Hier öffnet sich jetzt ein neues Fenster, wo wir der neuen Sequenz einen Namen geben können. Weil schlussendlich wird nur eine neue Sequenz mit den neuen Maßen erstellt und die alte bleibt uns in ihrer ursprünglichen Form natürlich erhalten. Wir können jetzt festlegen, ob es ein Quadratisches oder horizontales Video werden soll. Theoretisch können wir hier auch unsere eigenen Maße genau eingeben. Als Nächstes müssen wir noch einstellen, ob sich die Clips in der Sequenz in einer bestimmten Geschwindigkeit bewegen sollen. Also wenn du bspw. viele schnelle Bewegungen im Clip hast, solltest du hier schnelle Bewegungen eingeben. Als Letztes können wir dann noch sagen, wie mit der Verschachtelung von Clips umgegangen werden soll. Also ob schon angewendete Bewegungen, über das Effekteeinstellungsfenster bspw. mit berücksichtigt werden sollen oder nicht. Klicken wir dann auf Okay, haben wir die neue Sequenz und sehen das Ergebnis direkt, welches wir dann so wie andere Sequenzen auch exportieren können.

Extra 3: Untertitel

In Premiere Pro hast du die Möglichkeit professionelle Untertitel hinzuzufügen. Damit meine ich nicht einfach einen Text zu erstellen, um einen Untertitel zu erstellen, nein es gibt extra ein Untertitel-Fenster. Hier können wir jetzt auch gängige Untertitel-Dateiformate importieren, in dem wir diese Dateien einfach in unser Projektfenster schieben und dann in unser Projekt auf einer neuen Spur. Haben wir die Datei ausgewählt können wir im Untertitel-Fenster diese bearbeiten. Wollen wir einen neuen Untertitel erstellen, können wir das auch, in dem wir einen Untertitel im Projektfenster über die Neu Schaltfläche erstellen. Hier können wir dann auch das Untertitelformat, die Timebase, also wie viele Frames pro Sekunde und den Stream auswählen. Haben wir auf Ok geklickt, sehen wir den Untertitel im Fenster und können es in den Schnitt schieben. Haben wir dort diesen ausgewählt können wir jeden Untertitelschriftzug eingeben und einen Timecode für diesen festlegen. Unten rechts können wir einen neuen erstellen und daneben auch den aktuellen wieder entfernen. Am oberen Rand können wir auch allgemein die Ausrichtung, Schriftart, Textstil und festlegen wie der Untertitel im Videobild ausgerichtet ist. Im Schnittfenster sehen wir auch visuell wo sich der Untertitel befindet und können das Ende und Anfang der einzelnen Textabschnitte individuell erstellen. Wenn wir zufrieden mit dem Untertitel sind, können wir im Exportfenster der Sequenz unter Untertitel festlegen, ob dieser mit im Video quasi gebrannt werden soll oder ob der Untertitel als separate Datei exportiert werden soll. So einfach kann man auch Untertitel in Premiere Pro verwenden.

Dieser Grundkurs ist Teil der Adobe Grundkurse 2020, wo wir die Programme der Creative Cloud genau unter die Lupe nehmen. 
Hier gibt es alle kostenlosen Kurse im Überblick

14. Praktischer Teil: Eigenes Video schneiden

Wir haben jetzt viel gelernt, um das jetzt alles am besten zu intensivieren, machen wir gemeinsam ein Projekt und ich zeige dir wie ich in Premiere Pro arbeite. Das kann bei jedem natürlich unterschiedlich sein und sehe das am besten als Inspiration wie man es machen könnte und dann leg selber mal los und entwickel deinen ganz eigenen Workflow, welcher zu deinen Fähigkeiten passt. Wir werden jetzt dieses kurze Video gemeinsam erstellen:

Du findest alle verwendeten Dateien und mein Premiere-Pro Projekt auch in den Vorlagendateien welche du auf simontutorial.de/premierepro herunterladen kannst. Du kannst das hier auch als Aufgabe sehen und probieren das Video eigenständig umzusetzen und dir erst danach anschauen, wie ich das bspw. jetzt gemacht habe.

Als Erstes erstelle ich ein Projekt, welches ich im gleichen Ordner wie meine Dateien, welche ich gleich importieren werde, speicher. Nachdem ich den Namen festgelegt habe klicke ich auf Ok und importiere meine Dateien per Drag-and-drop in das Programmfenster. Da ich weiß, dass ich alle Dateien verwenden werde und diese auch kenne, sichte ich diese nicht mehr, sondern erstelle direkt meine Sequenz in dem ich alle Dateien auswähle und auf das “Neu” Symbol schiebe. Jetzt befinden sich alle Dateien direkt schon in der Timeline und die Sequenz hat genau die Maße von dem Video. Jetzt schneide ich mit dem Cutter und dem Auswahlwerkzeug alle meine Videos so von der Länge, dass sie gut zusammenpassen. Anschließend gehe ich dann Clip für Clip durch und stelle die Effekteinstellungen ein, wo ich auch einzelne Kamerafahrten animiere mit den Keyframes bei der Position. Jetzt setzte ich am Anfang, Ende und zwischendurch noch vereinzelte Überblendungen und füge meinen Musiktitel in der Audiospur hinzu. Diesen drehe ich von der Lautstärke etwas runter über das Essential Sound Fenster. Jetzt gehe ich das Video nochmal durch und wende eine Farbkorrektur auf eine separate Einstellungsebene an um dem Video noch den passenden Farbton zugeben. Abschließend füge ich noch einen Text im Video hinzu und schon ist mein Video fertig. Habe ich es einmal durchgeschaut, klicke ich einfach Strg+M um das Video exportieren zu können. Hier wähle ich die H.264 Komprimierung und an die Quelle anpassen. Dann lege ich noch den Speicherort fest und exportiere das Video über Premiere Pro. Ist das Fertig kann ich das Video auf meinem Computer anschauen. So einfach könnte man jetzt Videos in Premiere Pro schneiden.

Wenn du wissen willst, wie ich meine YouTube Videos schneide, was ich auch alles in Premiere Pro mache und wie bspw. so ein Grundkurs wie dieser, welchen du dir gerade anschaust, bearbeitet wird, habe ich dir in diesem Video gezeigt.

Jetzt weißt du, wie du ganz einfach deine Videos professionell in Adobe Premiere Pro schneiden und bearbeiten kannst. Über diesen Link kannst du dir das Programm direkt holen und durchstarten. Über das Teilen des Kurses freue ich mich immer sehr. Falls du noch Fragen oder Feedback haben solltest, kannst du dieses gerne in die Kommentare schreiben. Für mehr solcher Grundkurse kannst du meinen YouTube-Kanal gerne kostenlos abonnieren. Respekt, dass du es bis zum Ende geschafft hast, ich hoffe, du konntest viel lernen und mitnehmen. Bis zu einem nächsten Mal, hoffentlich.

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