Lerne das marktführende Layout Programm InDesign von Grund auf Kennen und erfahre wie du einfach Visitenkarte, Print-Dokumente, PDFs, Bücher und Magazine erstellen kannst. Ich erkläre dir Schritt für Schritt das Programm damit du anschließend eigenständig deine eigenen Projekte umsetzen kannst.

Als Erstes schauen wir uns erstmal kurz an, für was man InDesign verwenden sollte und für was man auf andere Programme zurückgreifen sollte. Dann gehen wir auf die Installation und die Preise von InDesign ein und wie du ein Projekt anlegst. Um das Programm besser zu verstehen, nehmen wir den Aufbau und die Oberfläche genau unter die Lupe und gehen dann im Detail auf die Werkzeuge, Texte, Bilder, Objekte und Farben ein. Auch wie du dein Projekt dann mit Seiten, Ebenen und Elementen layouten kannst schauen wir uns an sowie Effekte und den Export und Druck. Als kleines extra Kapitel werfen wir noch einen Blick darauf wie du Tabellen erstellen kannst. Um den Grundkurs aufzulockern gibt es zwischendrin auch immer mal kurze Beispiele, Tipps und Aufgaben um dein gerade gelerntes Wissen anzuwenden. Im abschließenden praktischen Teil, wenden wir dann unser erlerntes Wissen im Ganzen an und wir erstellen gemeinsam ein kleines Magazin von Anfang bis Ende.

Dieser Grundkurs ist Teil der Adobe Grundkurse 2020, wo wir die Programme der Creative Cloud genau unter die Lupe nehmen. Hier gibt es alle kostenlosen Kurse im Überblick

1. Was ist Adobe InDesign?

InDesign ist ein Layoutprogramm, dass heißt man nutzt es primär um Texte, Bilder, Grafiken & Co. auf einer Seite ideal anzuordnen. Man kann teilweise auch diese Elemente einzeln in InDesign erstellen aber sowas ist über Illustrator oder Photoshop einfacher. InDesign bietet sich also an größere Projekte mit vielen Seiten, wie Bücher, lange PDFs, Magazine und co. zu realisieren, da man hier gut das Layout und die Seiten verwalten kann, sowie alles wichtige Einstellen um es dann drucken oder als PDF ausgeben zu können.

2. Installation & Preise

InDesign ist Teil der Adobe Creative Cloud, welche du ausschließlich für einen monatlichen oder jährliches Preis abonnieren kannst. InDesign an sich, sowie alle anderen Programme von Adobe auch, kannst du für 7 Tage kostenlos testen, im Rahmen der Creative Cloud. Um diesen Test zu starten oder die Creative Cloud mit InDesign abonnieren zu können, musst du dir ein kostenloses Konto bei Adobe erstellen. Dies kannst du direkt über diesen Link machen, nach dem du einen Preis ausgewählt hast. Du kannst InDesign als Einzelprodukt ab 23,79€ pro Monat abonnieren oder im Gesamtpaket mit allen Programmen der Creative Cloud ab 59,49€ pro Monat für normale Anwender oder im ersten Jahr rabattiert für Schüler und Studenten für 19,34€ pro Monat. Nach dem Erstellen deines Adobe Kontos musst du die Creative Cloud als Programm auf deinen Computer installieren. Den nur darüber kannst du dann InDesign installieren. Wie die Creative Cloud an sich genau funktioniert und wie die ganzen Preisstrukturen sind habe ich in einem separaten Video auf meinem Kanal erklärt, Link dazu hier. Hast du dich dann im Programm mit deinem Adobe Konto angemeldet kannst du InDesign in der Programmübersicht auswählen und direkt herunterladen um es dann testen oder normal verwenden zu können.

3. Erste Schritte (Projekt anlegen)

Wenn wir das Programm jetzt gestartet haben, befinden wir uns auf der Startseite, wo du direkt ein neues Projekt erstellen kannst oder an vorhandenen weiter arbeiten. Du hast hier direkt in der Mitte eine Auswahl an beliebten Projekt Formaten, über welche du direkt ein neues Projekt öffnen kannst. Du kannst hier aber auch über benutzerdefinierte Größe, deine eigenen Maße und Co., in einem neuen Fenster eingeben. Das erreichst du auch über die “neu erstellen” Schaltfläche am linken Rand. Hier hast du oben im Menü noch mehr Vorlagen für Projekte die für den Druck, Web oder Mobil geeignet sind. Hier hast du EU und US Standardmaße. Unter den Vorlagen findest du auch teilweise Mockups von Adobe Stock, welche du direkt verwenden und bearbeiten kannst. Mockups sind quasi richtige Vorlagen, wo nicht nur die Maße sondern auch die Design Elemente im Projekt dabei sind, welche du dann einfach nurnoch anpassen müsstest. Unter gespeichert findest du auch noch deine eigenen gesicherten Vorlagen, den sobald du eine Vorlage auswählst, fügen sich die Werte auf der rechten Seite ein. Diese kannst du dann nochmal bearbeiten bevor du das Projekt erstellst. Hier kannst du dem Projekt auch ganz oben einen Namen geben und daneben, deine Projekteinstellungen als eigene Vorlage speichern. Unter dem Namen kannst du die Breite und Höhe pro Seite eingeben und daneben die Einheit wählen. Wenn du ein Projekt für den Druck erstellst, solltest du hier idealerweise in Millimeter oder Zentimeter Einheiten arbeiten. Erstellst du ein Projekt was für Bildschirme verwendet werden soll, solltest du hier in Pixeln arbeiten. Unter den Einheite kannst du die Maße auch einfach umtauschen in dem du Hoch oder Querformat auswählst. Darunter kannst du auch die Seitenanzahl, also wie viele Seiten dein Projekt hat, angeben und daneben einen Hacken bei Doppelseiten setzen. Das solltest du machen, wenn du bspw. Bücher, Magazine oder generell Zeitschriften erstellst, da diese ja immer eine Doppelseite haben. Die Anzahl der Seiten kannst du später auch noch verändern aber wenn du schon weißt dass du viele Seiten brauchst, kannst du diese hier schon praktischerweise eingeben. Unter den Seiten kannst du auch die erste Nummerierung Zahl eingeben, also wie die Seiten gezählt werden. Das ist sinnvoll, wenn man bspw. nur den Inhalt einer Zeitung erstellen will aber am Ende noch eine Coverseite drauf kommt. Dann setzt man die Anfangsnummer bei deinem Projekt auf 2, da du ja im Projekt quasi mit der zweiten Seite beginnst. Als weiteres kannst du noch die Spaltenanzahl festlegen, dass ist nur wichtig zum layouten, damit du bspw. Text in mehreren Zeilen pro Seite einfach erstellen kannst, so wie wir das aus Zeitungen kennen. Hier kannst du daneben natürlich auch den Abstand zwischen den Spalten festlegen. Jetzt hast du auch noch die Möglichkeit Ränder zu erstellen. Das sind jetzt keine dicken Balken um dein Projekt sondern quasi einfach nur Hilfslinien, welche dir während des Bearbeitens angezeigt werden und im schlussendlichen Druck nicht. Sowas ist sinnvoll zu verwenden, wenn du ein Projekt erstellst was später gedruckt wird. Den je nach Druckerei gibt es immer einen Toleranzbereich am Rand, meistens von wenigen Millimetern, welcher abgeschnitten werden könnte. Damit da keine wichtigen Texte oder prinzipiell Texte stehen, die dann abgeschnitten werden könnten, kann man so einen Rand erstellen und dann einfach während der Projektbearbeitung achten dass sich keine wichtigen Elemente außerhalb der Ränder befinden. Du kannst den Abstand des Randes für jede Seite individuell einstellen, wenn du die Verknüpfung auf der rechten Seite löst, sonst werden alle gleich gemacht. Anschnitt und Infobereich sind schlussendlich wirklich nur für professionelle Drucker relevant und diese Abstände befinden sich dann wirklich nicht mehr auf deinem Projekt. Was das genau bedeutet und welche Werte da eventuell rein sollten sprengt den Rahmen des Videos. Aber falls du eine Druckerei hast, welche solche Anschnitt und Infobereiche angibt, kannst du diese hier eingeben. Hast du jetzt alles eingestellt kannst du einfach auf Erstellen klicken um das Projekt bearbeiten zu können. Über die Vorschau kannst du dir die Maße auch vorab anzeigen lassen falls du noch etwas ändern möchtest. Wir schließen die Erstellung aber nochmal, da wir uns noch nicht alles im Startbereich angeschaut haben. Hier siehst du nämlich unter den Erstell-Möglichkeiten auch alle deine letzten Projekte und kannst durch klicken auf diese, daran direkt weiter arbeiten. Am rechten Rand kannst du auch zwischen einer Listen oder Rasteransicht wechseln und kannst deine Projekte auch sortieren. Am linken Rand kannst du auch noch in einen Trainingsbereich wechseln wo du einige interessante Tutorials findest, zum Programm. Unter der Neu Erstellen schaltfläche kannst du auch eine InDesign Projekt Datei direkt öffnen, wenn sich diese auf deinem Computer befindet. Ganz unten am Rand kannst du auch die neusten Erneuerungen zum Programm finden. Dazu gibt es auch Videos auf meinem Kanal, falls dich diese interessieren. Ich erstelle jetzt einfach über die Schnellauswahl eine DIN A4 Seite um mit einem neuen Projekt durchzustarten.

4. Oberfläche

Wenn wir jetzt ein Projekt erstellt haben, befinden wir uns in der Oberfläche von InDesign. Hier sind jetzt erstmal viele Fenster zu sehen und damit das alles nicht so verwirrend ist, schauen wir uns den Aufbau des Programms mal genauer an. In der Mitte siehst du ganz groß deine erstellte Projektseite, mit allen Rändern und Hilfslinien darauf. Oben drüber sehen wir auch unseren Projektnamen und könnten theoretisch auch mehrere Projekte gleichzeitig offen haben, welche man dann als weiteres Fenster daneben sehen und auswählen könnte. An der linken Seite des Programms haben wir unsere Werkzeugleiste, wo wir quasi alle Tools zum Bearbeiten sehen und auswählen können, später noch mehr dazu. Auf der rechten Seite haben wir ein Eigenschaftsfenster, welches sich je nach Werkzeug oder Auswahl verändert. Hier kann man dann quasi alle wichtigen Einstellungen zu dem jeweiligen Objekt machen. Früher hatte man hier immer ganz viele verschiedene Fenster, welche man im oberen Menü auch alle noch auswählen kann. Aber diese brauchen wir nicht mehr und mach das Eigenschaftenfenster auch wesentlich übersichtlicher, da man alles wichtige direkt im Eigenschaftenfenster hat. Falls etwas nicht da ist, was du benötigst, kannst du dies, wie gesagt auch noch als separates Fenster über das Menü öffnen. Neben dem Eigenschaften Fenster hast du hier standardmäßig auch ein Seitenfenster, wo du alle deine Seiten verwalten kannst, später noch mehr dazu und zu guter letzt deine Creative Cloud Bibliotheken, welche es dir ermöglichen, über deine Cloud, Grafiken, Schriftarten, Farben und Co. einfach zwischen mehreren Adobe Programmen zu teilen und zu organisieren. Das praktische an den ganzen Fenster, in den Adobe Programmen ist, dass du diese frei anordnen kannst wie du willst, in dem du diese einfach am Namen im Programm herum ziehst. Du kannst hier auch mehrere Fenster in einem Bereich stapeln, wie es am rechten Rand der Fall ist und du sie wie in einem Menü auswählen kannst. Du kannst sie aber auch an Ränder andocken oder frei platzieren. Diese Anordnung der Fenster, bzw. alle Elemente in InDesign, da du auch die Werkzeugleiste und deinen Projektbereich verschieben kannst, nennt man Arbeitsbereiche. Hier kannst du oben im Menü zwischen allen deinen Arbeitsbereichen einfach wechseln, so kannst du für bestimmte Projekte deinen Arbeitsbereich optimal anpassen. Über das Menü unter Fenster erreichst du deine Arbeitsbereiche auch, und kannst dort auch eigene hinzufügen oder Voreingestellte auf ihre Ursprungszuordnung zurücksetzen. Wir arbeiten in dem Grundkurs ganz normal mit dem Grundlagen Arbeitsbereich von Adobe. Mit der Zeit macht es aber für dich Sinn deinen eigenen Arbeitsbereich zu erstellen, bzw. den bestehenden für deinen Workflow anzupassen. Neben dem Fenster Bereich kannst du oben im Menü auch Einstellungen zum Layout, Texten, Objekten und Tabellen machen. So wie allgemeine Einstellungen zur Bearbeitung und unter Datei kannst du dein aktuelles Projekt speichern, exportieren und Elemente importieren. Unter Ansicht, kannst du auch noch Einstellungen zur Oberfläche des Programms machen. D.h. du kannst in dein Projekt zoomen. Das geht aber auch einfacher über das Drücken der Alt Taste und dem Mausrad. Du kannst hier aber auch Raster und Hilfslinien einblenden, sowie ein Lineal am Rand deines Projektes einblenden, woraus du dann bspw. Hilfslinien ziehen kannst und diese mit genauen Maßen in deinem Projekt platzieren kannst. Hier gibt es auch noch viele kleine weitere Einstellungen, welche aber für den Beginn für uns noch irrelevant sind. Lediglich der Bildschirmmodus ist noch interessant, da du dir hier dein Projekt auch ohne Hilfslinien, Rändern und Co. anzeigen lassen kannst, so wie es dann fertig gedruckt bzw. exportiert auch aussehen würde. Auch wenn du dein Projekt drehen musst, für den Druck kannst du das hier unter Druckbogen einstellen. Neben dem ganzen Menü haben wir auf der rechten Seite auch noch die Möglichkeit Publish Online zu verwenden, womit du dein Projekt ganz einfach im Web veröffentlichen kannst, am Ende noch mehr dazu und daneben kannst du, neben der Arbeitsbereichauswahl, auch Adobe Stock oder Adobe Hilfe durchsuchen. Am unteren Rand deines Projektes kannst du auch noch Darstellungsoptionen zu diesem machen. Ganz links kannst du die Darstellungsgröße in Prozent festlegen, sowie zwischen den Seiten Blättern und in der Mitte siehst du die aktuelle Seitenzahl und kannst hier auch eine andere eingeben um dir diese anzeigen zu lassen. Ganz rechts siehst du dann auch noch Fehler, falls welche in deinem Projekt aufgetreten sind, wie bspw. wenn Verknüpfungen zu Bildern nicht mehr da sind. Nach dem horizontalen Schiebebalken kannst du auch noch zwischen der einzel oder Doppel Ansicht deines Projektes wechseln. Wir werden nur die standardmäßige Einzelansicht verwenden, aber eine Doppelansicht ist bspw. praktisch wenn du Details von einer Seite groß sehen willst und diese bearbeiten und daneben die komplette Seite als ganzen sehen willst um die schlussendliche Wirkung bzw. das komplette Seitenlayout zu sehen.

5. Werkzeuge

Schauen wir uns jetzt mal die verschiedenen Werkzeuge an, welche wir alle auf der linken Seite finden. Hier gibt es sehr viele, wo man sehr viele kleine Details einstellen kann, deswegen werden wir uns in diesem Grundkurs nur die wesentlichen und meist verwendeten Werkzeuge anschauen. Grundsätzlich verfolge ich immer die Premise, probier alle Werkzeuge einfach ein bisschen aus und dadurch lernst du ihre Funktionen am Besten und kannst einschätzen welche Werkzeuge für dich am meisten Sinn machen. Bei manchen Werkzeugen siehst du auch noch ein kleines Dreieck in der Ecke, d.h. dass es dort noch weitere, ähnliche Werkzeuge gibt, welche du durch einen langen Druck auf das Werkzeug öffnen und auswählen kannst. Fährst du über ein Werkzeug wird dir auch der Name von diesem angezeigt, sowie der Tastenkürzel, mit welchem du diese ganz einfach auswählen kannst. Solche Tastenkürzel solltest du dir mit der Zeit nach und nach aneignen, da diese deinen Workflow enorm beschleunigen. Hilfreiche Tastenkürzel zu InDesign und anderen Adobe Programmen findest du auch auf unserer Instagram-Seite: @simontutorial. Check diese doch mal ab, falls dich diese interessieren.

Wir gehen die Werkzeuge jetzt von Oben nach unten durch. Das Werkzeug was du wohl am meisten verwenden wirst, ist das Auswahl-Werkzeug welches sich ganz oben befindet und welches du direkt mit der Taste V auf deiner Tastatur auswählen kannst. Das ist quasi das Standardwerkzeug, womit du einfach Elemente auf deinem Projekt auswählen kannst um diese zu bearbeiten oder zu verschieben. Du kannst damit auch mehrere Elemente gleichzeitig auswählen mit gedrückter Shift Taste oder in dem du einen Bereich aufschiebt. Du kannst das Auswahl Werkzeug auch perfekt verwenden um die wesentlichen Einstellungen im Eigenschaftenfenster auf der rechten Seite zu machen, in dem du einfach das zu bearbeitende Element im Projekt auswählst. Unter dem Auswahl Werkzeug gibt es dann das Direktauswahl-Werkzeug. Damit kannst du genauere Bearbeitungen an einem Objekt vornehmen, wie bspw. bei einer Form oder bei einem Pfad die Punkte neu platzieren um die Formen zu verändern. Bei dem normalen Auswahlwerkzeug kannst du nur den äußeren Rahmen direkt bearbeiten. Auch andere Bearbeitungsmöglichkeiten siehst du im Eigenschaftsfenster, wenn du das Direktauswahl Werkzeug verwendest, welche sich auf diese detaillierten Funktionen beziehen. Als nächstes Werkzeug haben wir das Seitenwerkzeug, womit man nicht Elemente auf der Seite, sondern die Seite an sich bearbeiten kann, also quasi die Größe der Seite an den Rändern der Seite. Aber dazu später noch mehr. Als nächstes haben wir das Lückenwerkzeug, welches dir hilft, wie der Namen schon sagt, Lücken zwischen Elementen in deinem Projekt anzupassen. Fährst du mit diesem Werkzeug zwischen zwei Elemente wird der Bereich dunkel Grau und wenn du dann dort rein klickst und die Maus bewegst kannst du den Abstand zwischen den beiden Elementen proportional verschieben. Du siehst auch den genauen Abstand in Zahlen und wenn du ihn verschiebst erweitert und verkürzen sich die beiden Elemente aber bewegen sich nicht vom Fleck. Mit gedrückter Shift Taste erweitern und verkürzen sich die Elemente nicht sondern bewegen sich im normalen Abstand. Mit gedrückter Strg oder Cmd Taste, kannst du aber auch den Abstand zwischen den Elementen größer oder kleiner machen. So kannst du einfach dein Layout exakt anpassen, falls es noch Unstimmigkeiten geben sollte und du kannst ganz einfach die Maße von bestimmten Abständen ermitteln.

Als nächstes haben wir das Inhaltsplatzierung und Inhaltsaufnahme Werkzeug. Das müssen wir uns wie eine komplexere Zwischenablage vorstellen. Wählen wir eines der Werkzeuge aus, öffnet sich ein weiteres Fenster, worin du jetzt mit dem Inhaltsauswahlwerkzeug, bestimmte Elemente aus deinem Projekt darinnen ablegen kannst um es dann mit dem Inhalt Platzieren-Werkzeug zu einem späteren Zeitpunkt aus dieser Ablage erneut in deinem Projekt platzieren kannst. Das ist praktisch wenn du ein komplexes Projekt hast wo sich einzelne Elemente öfters wiederholen, was ja bei den meisten Layouts der Fall ist. In diesem separaten Fenster kannst du ganz viele Elemente qausi zwischen Speichern und diese gehen auch nicht durch das verwenden eines anderen Werkzeuges in der Zwischenzeit verloren, also du kannst hier auch zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurückkehren. Wenn du jetzt ein Objekt daraus wieder platzieren willst, kannst du am unteren Rand im Fenster noch Einstellungen dazu tätigen. Du kannst hier bspw. sagen dass nicht ein neues Element sondern nur eine Verknüpfung von dem Element erstellt werden soll. So werden Änderungen dann auch bei dem Element übernommen, wenn das andere geändert wird, ohne Verknüpfung passiert das nicht. Als nächstes Werkzeug haben wir das Text-Werkzeug wo mal alles dazu er-und einstellen kann, das erkläre ich dir aber später in einem eigenen Kapitel noch ausführlich. Dann haben wir das Linien-Werkzeug womit man einfach Linien erstellen kann. Mit gedrückter Shift-Taste kann man auch direkt gerade oder im 45 Grad Winkel Linien erstellen und im Eigenschaftenfenster kann man dann auch die Farbe, sowie Dicke, Deckkraft und Stil der Kontur festlegen. Darunter haben wir jetzt das Pfad-Werkzeug, womit man quasi komplexere Linien bzw. Formen erstellen kann. Das funktioniert so, dass man einen Punkt mit dem WErkzeug erstellt und wenn man einen weiteren Punkt erstellt, die beiden Punkte mit einer geraden Linie verbunden werden. Du kannst die Linien auch abrunden, in dem du beim setzen des weiteren Punktes diesen gedrückt hälst, dann erscheinen Krümmungslinien, mit welchen du, auch später noch mit dem Direktauswahlwerkzeug, die Krümmung der Linie nachjustieren kannst. Wenn du dann mehrere Punkte gemacht hast kannst du auch, in dem du wieder auf den ersten Punkt klickst, den Pfad zu einer Form machen und diese über das Eigenschaftenfenster bspw. mit Farbe füllen. Prinzipiell kannst du im Eigenschaftenfenster, sowie auch beim Linienwerkzeug, alles zum Pfad einstellen. Über das Pfadtool, kannst du auch mit weiteren Werkzeugen, Punkte zu einem bestehenden Pfad hinzufügen oder wieder entfernen, sowie runde Linien wieder in gerade Linien zurück wandeln. Mit dem Buntstift Tool kannst du quasi auch einen Pfad erstellen, nur das du frei malen kannst und sich bei jeder kleinsten Richtungsänderung ein Punkt erstellt. Mit dem Glätungsstift kannst du, in dem du über diese Punkte fährst, diese minimieren und mit dem Radierer, kannst du wieder teile deiner Linie, bzw. des Pfades löschen, in dem du darüber malst.

Als nächstes hast du die Möglichkeit Platzhalter in unterschiedlichen Formen zu platzieren. Das sind quasi leere Formen wo du später ganz einfach Bilder drin platzieren kannst, welche dann nur innerhalb dieses Rahmens zu sehen sind, später noch mehr dazu. Wo wir später auch noch ausführlicher darüber sprechen werden, ist das folgende Formen Tool, womit man jegliche Objekte erstellen kann und vom Prinzip her ähnlich funktioniert wie das Platzhalter-Tool. Mit dem folgenden Scheren-Werkzeug, kann man bestimmte Abschnitte aus Pfäden, Formen und Co. einfach durch klicken rausschneiden. Also wenn du an zwei Punkten mit der Schere klickst, kannst du den Inhalt dann dazwischen frei bewegen und es ist quasi aus dem Element herausgeschnitten. Mit dem folgenden Tools, nämlich den Transformations-Tools kannst du dann auch Elemente, frei bewegen, verzerren, drehen oder skalieren. Hier rate ich dir einfach die vier Tools auszuprobieren und ein Gefühl dafür zu bekommen, wie du deine Formen damit verzerren kannst. Das ist alles sehr intuitiv und funktioniert vom Prinzip her genau wie die Transformieren Werkzeuge in Illustrator oder Photoshop. Als nächstes haben wir das Verlaufs-Werkzeug, womit wir Farbverläufe innerhalb einer Kontur oder Fläche eines Elementes erstellen können. Um das anzuwenden müssen wir ein Element ausgewählt haben und können dann durch das ziehen einer Linie den Verlauf anwenden. Über die Fenster, unter Farbe, können wir auch ein Verlauf Fenster öffnen, wo wir die Art des Verlaufes, also ob dieser linear oder radial sein soll, sowie die Farben des Verlaufs, Schräge und Co. alles einstellen können. Solche Verläufe kann man auch über die Farbfelder der Objekte im Eigenschaftenfenster erstellen, aber wie gesagt auch über das Werkzeug, ist man ein bisschen freier. Unter dem Verlauf-Werkzeug haben wir auch die weiche Verlaufskante, wo quasi auch ein Verlauf erstellt wird, welcher aber mit Transparent arbeitet. Das heißt das Objekt behält auf der einen Seite, seine normale Farbe bei und auf der anderen Seite wird das Objekt transparent und man sieht ggf. die Farbe welche das Element unter dem Objekt hat. Es wird quasi halb durchsichtig auf der einen Seite. Jetzt haben wir noch das Notizen Werkzeug, womit man im Dokument Notizen platzieren kann, was sinnvoll ist, wenn mehrere Personen an einem Projekt arbeiten und andere Informationen zu einzelnen Elementen oder Co. bekommen sollen, welche aber nicht beim exportieren des Projektes angezeigt werden sollen. Solche Notizen können ausschließlich für Text-Elemente verwendet werden und in diesem hinzugefügt werden. Wenn du keinen Text hast, ist auch das Notizen Tool nicht verfügbar. 

Mit dem Farbeinstellung Werkzeug, kannst du ganz einfach Elemente auswählen und dann auf einen Blick alle farblichen Einstellungen dazu sehen, von Füllfarbe über Konturfarbe. Hier kannst du diese Farbfelder auch zu deiner Bibliothek hinzufügen. Darunter hast du jetzt noch das Handwerkzeug, was dir ermöglicht in deinem Projekt dich frei zu bewegen ohne das du irgendwelche Elemente, wie beim Auswahlwerkzeug, verschiebst. Das Handwerkzeug dient lediglich dazu, dich in der Programm Oberfläche herum bewegen, was sinnvoll ist, wenn du bspw. in dein Projekt reingezoomt hast. Das Werkzeug erreichst du auch einfach über den Tastenkürzel H, wie Hand. Als letztes haben wir noch das Lupenwerkzeug mit welchem du rein oder mit gedrückter alt taste rauszoome kannst. Wie gesagt ich mach dies immer mit dem Mausrad und der Alt Taste, dann muss man nicht immer das Werkzeug auswählen. Unter den Werkzeugen sehen wir auch immer die Farbfelder der gerade ausgewählten Elemente. Hier ist oberhalb die Füllfarbe und dahinter die Konturfarbe. Durch doppel Tippen darauf, öffnet sich auch ein Farbfeld wo du die Farben verändern kannst. Über die Pfeile an den Farben kannst du die Farben auch miteinander austauschen und daneben auch auf die Standardfarben zurückgreifen. Unter den Farben kannst du auch zwischen Objekt und Textfarben switchen und das Farben Fenster öffnen. Darunter kannst du noch Hilfselemente wie Hilfslinien, Lineal und Co. verwalten, was wir ja bei der Oberfläche schon großteils besprochen haben. Auch zwischen den verschiedenen Bildschirmmodis kann man hier noch wechseln, was wir ebenfalls schon thematisiert haben. 

Das war jetzt erstmal viel und jedes einzelne Werkzeug konntest du dir bestimmt nicht merken. Das ist auch nicht schlimm. Jetzt hast du auf jeden Fall einen groben Überblick und falls du dich irgendwann fragst was für ein Werkzeug das eine nochmal war, kannst du gerne zu diesem Kapitel im Grundkurs zurückgehen und es dir nochmal anschauen. Mit der Zeit wirst du beim eigenständigen verwenden der Werkzeuge, deren Funktionen intensivieren und irgendwann auch intuitiv das richtige Werkzeug für bestimmte Bearbeitungen auswählen. Später in unseren Praxis-Beispielen können wir die Werkzeuge dann noch individuell intensivieren.

6. Text

Schauen wir uns jetzt mal an, wie du Text in InDesign erstellen kannst. Das funktioniert am Besten mit dem Text-Werkzeug aus der Werkzeugleiste. Auch mit dem Tastenkürzel T auswählbar. Um einen Text damit schreiben zu können, musst du als erstes mit diesem ein Feld aufziehen, in dem du die Maustaste gedrückt hälst und die Maus bewegst. In dieses Feld kannst du dann deinen Text anschließend schreiben. Das Textfeld, also worin du den Text schreiben kannst, kannst du mit dem normalen Auswahl-Werkzeug auch über die Ränder vergrößern oder verkleinern. Der Text an sich wird dadurch nicht verändert, er wird ggf. aber neu angeordnet falls der Platz sich verändert hat. Siehst du an dem Textfeldrahmen ein Plus, bedeutet dass, das sich im Textfeld noch mehr Text befindet, als der Text der gerade darin angezeigt wird. Hast du einen Text ausgewählt, findest du viele weitere Möglichkeiten im Eigenschaftenfenster auf der rechten Seite. Hier hast du unter Zeichen die Grundeinstellungen, wo du einen Schriftart auswählen kannst. Hier hast du auch direkten Zugriff auf die Adobe Fonts, welche du installiert hast, mehr dazu in einem anderen Grundkurs und InDesign unterstützt auch variable Fonts, welche es ermöglichen diese noch mehr zu bearbeiten als herkömmliche Schriftarten. Unter der Schriftart kannst du auch den Schriftstil auswählen, sowie die Schriftgröße, den Zeilenabstand, die Zeichendicke, Texthöhe, Textbreite und Versatz von Hochzahlen, sowie Textschräge. Darunter kannst du auch eine Rechtschreibung festlegen, also auch in anderen Sprachen und co. wo du dann nur für dieses Textfeld auf diese zurück greifst. In den Voreinstellungen im Menü unter Bearbeiten kannst du aber auch allgemeine Einstellungen zur Rechtschreibung machen. Hier kannst du festlegen nach welchen Fehlern gesucht werden sollen und ob die dynamische Rechtschreibprüfung aktiviert werden soll, also quasi eine automatische. Unter den Rechtschreibe Einstellungen kannst du auch festlegen, dass alle Buchstaben groß oder Kleingeschrieben werden sollen, sowie Hoch oder Niedrige Zahlen erstellen und den Text unterstreichen oder durchstreichen. Diese ganzen Einstellungen kannst du auch nur auf ausgewählte Texte machen, also wenn du innerhalb eines Textfeldes nur bestimmte Abschnitte markierst und dann die Einstellungen vornimmst. So kannst du auch innerhalb eines Textfeldes variieren. Jetzt hast du aber auch unter Aussehen die Möglichkeit den Text einfärben und den Buchstaben eine Kontur zu geben, wo du die Dicke, Farbe und Linienart einstellen kannst. Auch die Deckkraft vom Text kannst du hier einstellen und kannst dem Text auch Effekte, wie einen Schatten, Schein und Co. hinzufügen. Unterhalb kannst du auch den Textfluss bestimmen, also ob dieser Links, Rechts oder Mittig am Textfeld fließen soll. Hier kannst du auch füllend festlegen, also dass die komplette Breite des Textfeldes verwendet wird. Das ist bei Magazinen, Büchern oder Zeitungen sinnvoll, da die Seite dadurch einfach ordentlicher aussieht. Unter Textrahmen kannst du auch Spalten zu deinem Textfeld hinzufügen, wo dieser dann aufgeteilt wird und du die Breite der Spalten festlegen kannst. Über das Menü unter Objekt > Textrahmenfunktionen kannst du auch Linien in den Spalten einstellen, wo du auch die Position, Farbe und Stärke, sowie das Design dieser festlegen kannst. Zu guter Letzt kannst du ganz unten in den Einstellungen auch dein Textfeld komplett mit einem Beispieltext füllen um bspw. dein Layout schon mal fertig sehen zu können, wie es von der Aufteilung aussieht bevor du einen passenden Text da hinein schreibst. Wenn du ein Textfeld mit dem Auswahl-Werkzeug makiert hast, kannst du diese auch mit Strg oder Cmd C einfach kopieren und dann mit Strg oder Cmd V erneut hinzufügen. Unter Transformieren kannst du die Position und die Größe des Textfeldes auch nach bestimmten Werten einstellen, falls das für dich relevant ist. 

Erstelle jetzt doch mal beispielhaft eine DIN A4 Seite mit einem Zeitungsartikel, welcher eine Überschrift, Unterschrift und einen langen, dreispaltigen Blocktext besitzt. Bekommst du das hin? Dann pausiere den Kurs jetzt. Falls nicht erkläre ich dir kurz wie man das einfach machen kann. Dafür erstelle ich jetzt einfach Drei Textfelder. Einmal oben für die Überschrift, darunter die Unterschrift und im Hauptbereich den Blocktext. Bei der Überschrift wähle ich eine große Schriftgröße aus, welche auch dicker ist. Die gleiche Schriftart packe ich dann in der Unterschrift etwas kleiner und dünner rein. Die Überschrift markiere ich als Zeile füllend und die Unterüberschrift lass ich zentrieren. Beim Block Textfeld, füge ich jetzt Beispielhaft ein Text ein, über den untersten Knopf, erstelle dann drei Spalten und Richte den Text auch Blockartig aus, sodass die Spalten alle komplett gefüllt werden. Tadaa! So einfach kann man einen Artikel layouten.

7. Objekte (Pathfinder & Ausrichten)

Jetzt schauen wir uns an, wie wir Formen in InDesign erstellen können und mit diesen arbeiten können. Formen kannst du grundsätzlich einfach über das Formen-Werkzeug erstellen, wo du Grundformen wie Rechtecke und Kreise direkt auswählen kannst und diese dann im Projekt erstellen. Mit der gedrückten Shift Taste erstellst du hier auch proportionale Formen, also genau runde Kreise oder quadratische Rechtecke. Neben dem Formen-Werkzeug kannst du aber auch mit dem Linien-Werkzeug, Linien erstellen. Hier werden diese mit gedrückter Shift Taste exakt gerade und mit dem Pfad-Werkzeug kannst du auch individuelle Formen erstellen, mit runden Abschnitten oder geraden Linien. Wie das funktioniert haben wir ja kurz im Werkzeug-Kapitel angerissen. Jetzt kannst du aber auch mit dem Pathfinder, aus mehreren Grundformen komplexe Formen erstellen. Dafür erstelle einfach zwei Formen, welche zu einer Form werden sollen und wählst die beiden aus. Dann findest du im Eigenschaftenfenster den Pathfinder Bereich. Hier kannst du jetzt sagen, dass die Flächen beider Formen zu einer Form werden sollen, aber du kannst auch sagen, dass die Überschneidende Fläche der einen Form von der anderen abgezogen wird oder nur die Schnittmenge, also da wo beide Formen sich berühren als Fläche bestehen soll. Zudem kannst du auch sagen dass nur die Flächen, welche sich nicht berühren als Form bleiben sollen. So kannst du aus einfachen Grundformen auch komplexere Formen erstellen. Dieses Tool gibt es auch in Illustrator oder Adobe XD, falls es dir schon bekannt vorkam. Jetzt kannst du aber natürlich auch noch allgemeine Einstellungen zu einer Form machen, im Eigenschaftenfenster. Hier kannst du ganz oben, wie immer genaue Maße und Positionen für die Form eingeben. Darunter kannst du dann eine Füllfarbe für die Form, sowie eine Kontur hinzufügen. Hier kannst du auch, wie immer bei der Kontur, auch die Dicke, Farbe und Stil der Kontur einstellen. Auch wie die Ecken genau aussehen sollen, kannst du hier festlegen und diese bspw. abrunden. Zu guter Letzt kannst du auch die Deckkraft einstellen und Effekte, wie Schatten oder Schein hinzufügen. Hier kannst du auch Kanten weichzeichnen und vieles mehr. Bei den Effekten öffnet sich dann auch ein separates Fenster wo du alles zu diesen Einstellen kannst und unter dem Vorschau Knopf, am unteren linken Rand, dir den Effekt auch anzeigen lassen bevor du ihn richtig anwendest. Einen solchen Effekt kannst du über das Eigenschaftenfenster auch nachträglich wieder bearbeiten und entfernen. Jetzt kannst du ein Objekt auch noch an dem Projekt ausrichten, oder wenn du mehrere Objekte ausgewählt hast, diese aneinander ausrichten. Zudem kannst du auch einen Textumfluss bestimmen, was auch bei Bildern und Platzhaltern funktioniert und wir uns dort genauer anschauen werden. Unter Schnellaktionen kannst du eine Form auch noch in den Hintergrund oder Vordergrund platzieren, sowie fixieren, damit sie nicht mehr bearbeitet werden kann. Diese Sperre kannst du über das Klicken auf das Schloss an der Form aufheben. Schlussendlich kannst du die Form auch in eine vorgegebene Form um konvertieren lassen. Mit dem Direktauswahl-Werkzeug kannst du jetzt eine Form auch an ihren Punkten über das Eigenschaftenfenster bearbeiten und diese Transformieren. Mit dem Schere-Werkzeug zudem auch Teile aus einer Form raus schneiden und dem Transformieren-Werkzeug die Form auch drehen, oder frei verzerren. Mit einem rechtsklick auf eine Form hast du auch noch viele weitere Optionen, die aber den Rahmen diese Grundkurses sprengen. Mit der Zurück, bzw. Entf. Taste kannst du auf der Tastatur auch eine Form wieder aus deinem Projekt löschen

8. Bilder

Neben Formen kannst du jetzt auch Bilder zu deinem Projekt hinzufügen, das geht ganz einfach in dem du Bilder aus deinem Datei Explorer direkt ins Programm ziehst oder unter Datei, eine Bild-Datei importierst. Grundsätzlich rate ich dir aber immer Bilder über das Platzhalter Werkzeug zu importieren, da du dort die einfachste Kontrolle hast, wie viel Platz dein Bild, wo in deinem Projekt einnimmt. Hiermit kannst du quasi eine Form erstellen, welche dann später mit einem Bild ersetzt wird. Du erkennst eine Platzhalter Fläche immer an dem X über der Fläche. Du kannst in diesem Rahmen jetzt einfach ein Bild ziehen und es platziert sich darin. Du kannst den Rahmen an sich auch vergrößern oder verkleiner, was die Bilddatei an sich nicht verzerrt sondern eher abschneidet. Wenn du jetzt auf das Bild doppelt Klickst oder den Punkt in der Mitte auswählst, kannst du auch das Bild innerhalb des Rahmens, vergrößern, verkleinern und verschieben um es den Rahmen am Besten anzupassen. Es kann ja immer sein, dass das Bild zu groß oder zu klein für den Rahmen ist. Über das Eigenschaftenfenster kannst du aber auch unter Rahmen, festlegen, ob sich dieser direkt an das Bild anpassen soll oder unter Optionen eine individuelle Platzierung des Bildes in ihm einstellen kannst, über Werte. Du kannst hier aber auch durch die letzte Schaltfläche, dank der Adobe KI das Bild mit einem Klick optimal in dem Rahmen anzeigen, ohne das der Rahmen verändert wird. So ist es noch einfacher das Bild perfekt in deinem Rahmen auszurichten. Darunter kannst du aber auch ein neues Bild für den ausgewählten Rahmen importieren oder das aktuelle Bild im Explorer, also auf deinem Computer anzeigen. Über Bearbeiten mit kannst du das Bild auch direkt in Photoshop oder Illustrator bearbeiten, welches dann dort nach der Speicherung direkt in InDesign übernommen wird. Über die Ähnliche Bilder Schaltfläche, kannst du dir auch ähnliche Bilder, wie das aktuelle in Adobe Stock anzeigen lassen. Das ist bspw. praktisch wenn du an einem kommerziellen Projekt arbeitest und nicht die Rechte für das aktuelle Bild hast, dann kannst du hier ein ähnliches Bild suchen und lizenzieren. Mehr zu Adobe Stock und wie viel das so kostet, findest du in einem anderen Grundkurs auf meinem Kanal. Jetzt kannst du aber auch bei Bildern, wie bei Formen, den Textumfluss einstellen, also wie Text sich verhalten soll, wenn ein Bild über diesem liegt. Hier wird der Text grundsätzlich über dem Bild angezeigt, jetzt kannst du aber sagen, dass der Text sich um das Bild herum platzieren soll, so damit man das Bild und den Text gut sehen kannst. Hier kannst du auch sagen, dass das Bild auch den Text für die Bildhöhe komplett unterbrechen soll und der Text nur über oder unter dem Bild sein soll. Über die drei Punkte am Textumfluss Bereich kannst du diesen auch erweitern und die Abstände zwischen Bild und Text noch in genauen Maßen eingeben.

Jetzt können wir zu unserem erstellten Zeitungsartikel auch ein Bild im Block Text hinzufügen. Pausiere den Grundkurs hier und probiere es selbst umzusetzen. Um das jetzt zu machen erstelle ich mir einen Platzhalter und positioniere den so groß im Blocktext, damit dieser noch komplett auf die Seite passt. Hier stelle ich schon den Textumfluss ein, damit dich der Text um das schlussendliche Bild schmiegt. Hier lege ich auch manuell einen Rand fest, damit der Text nicht direkt ans Bild geht. Jetzt suche ich das passende Bild zum Artikel auf meinem Computer und füge es in den Platzhalter ein. Da das Bild nicht direkt von der Größe passt, klicke ich in den Platzhalter und positioniere das Bild, über seine Ränder, ideal im Platzhalter. So einfach kann man jetzt ein Bild zum Artikel hinzufügen.

9. Farben

Wie wir schon bei Texten und Formen gesehen haben, können wir diese auch einfärben über die jeweiligen Farbsymbole. Doch wie genau kann man da jetzt die passende Farbe hinzufügen. Dafür klickst du einfach auf das Farbfeld im Eigenschaften Fenster. Hier kannst du grundsätzlich festlegen ob es keine Füllfarbe geben soll, also komplette Transparenz. Daneben kannst du auch die Grundfarben auswählen. Du merkst aber dass du in diesem Feld keine große Farbauswahl hast. Um eine komplett freie Farbauswahl haben zu können, klicke auf das Farbfeld bei der Werkzeugleiste. Hier hast du ein komplettes Farbspektrum und kannst auch Farbcodes wie HEX eingeben. Hier kannst du über die Pipette auch schon bestehende Farben aus deinem Projekt erkennen und diese Anwenden. Als kleiner Hinweis, dieses Farbfeld ist im RGB Farbraum, dass ist der Farbraum welcher verwendet wird bei Bildschirmen, da diese sich aus Roten, Grünen und Blauen LEDs zusammensetzen. Wenn du ein Projekt zum Drucken erstellst solltest du darauf achten, das du CMYK Farben verwendest, da nur diese beim Drucken unterstützt werden, da sich die Farben beim Drucker aus Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz bestehen. Hier wähle einfach das CMYK-Farbfeld hinzufügen. Bei einfachen privaten Projekten spielt dieser Farbunterschied keine Rolle, aber wenn du professionell mit Druckereien arbeitest ist das vielleicht ganz sinnvoll zu wissen und sich auf das Farbspektrum zu beschränken. Du kannst auch Farbfelder direkt aus deinen CC Bibliotheken, aus dem CC Fenster auf Elemente anwenden, welche du dort gespeichert hast. Das ist praktisch wenn du projektübergreifend in den verschiedenen Adobe Programmen arbeitest und das nur mit bestimmten Farben.

10. Layout erstellen

Bis jetzt haben wir gelernt, wie man einzelne Texte, Objekte und Bilder und das Programm an sich verwenden kannst. Jedoch die Hauptfunktion von InDesign, bzw. das Praktische an InDesign ist ja, dass man große Projekte darin layouten kann, also diese Elemente, welche wir uns jetzt angeschaut haben, im größeren Stil anwenden zu können. Dafür schauen wir uns an, wie wir mehrere Seiten, eines Projektes verwalten können. Sowie Ebenen pro Seite und schließlich auch Elemente auf einer Seite richtig platzieren und sauber anordnen können.

11. Seiten

Für die Seiten gibt es ein extra Fenster, welches du über die Fenster einblenden kannst. In der Standard Übersicht findest du dieses aber auch auf der rechten Seite. Hier siehst du jetzt alle Seiten deines Dokuments in einer Miniatur-Ansicht. Am unteren Rand hast du dann die Möglichkeit eine neue Seite zu erstellen oder eine ausgewählte Seite zu löschen. Wenn du eine Seite löscht, welche sich mitten in deinem Dokument sich befindet, verschieben sich alle Seiten danach um einen Platz. So kannst du auch neue Seiten mitten in dein Dokument hinzufügen. In dem du einfach die Seite auswählst, welche vor deiner neuen Seite sein soll und dann auf den neue Seiten Knopf, am unteren Rand, klickst. Als weiteres kannst du am unteren Rand auch das Format von den ausgewählten Seiten nachträglich verändern. Oben am Rand des Seitenfenster siehst du auch sogenannte Musterseiten welche du aufrufen kannst und diese direkt bearbeiten und dann einfach in deine Seiten schieben. So kannst du bspw. Seitenvorlagen erstellen, welche du dann immer wieder verwenden kannst. Du kannst in der Seitenübersicht, die Seiten auch per Drag und Drop neu anordnen, falls dir die Reihenfolge nicht passt.

12. Ebenen

Neben den Seiten gibt es jetzt auch ein Ebenenfenster, welches sich aber immer nur auf die aktuell ausgewählte Seite beziehen. Ebenen spielen in InDesign nicht eine alt zu große Rolle und man kommt auch gut ohne diese klar, aber es ist wichtig zu wissen was es kann, falls du es bei komplexeren Projekten doch mal benötigst, oder es einfach praktischer ist. Vielleicht kennst du Ebenen ja schon aus Photoshop oder Illustrator. Ich erkläre das Prinzip aber trotzdem nochmal. Wenn du das Fenster geöffnet hast, siehst du hier alle Elemente welche sich auf deiner aktuellen Seite befinden. Jeweils auch mit einem Namen. Diese sind von Oben nach unten in einer Liste angeordnet. Das Element was ganz oben ist, liegt auf deiner Seite ganz im Vordergrund. Was ganz unten liegt, liegt ganz im Hintergrund. Das siehst du gut bei Objekten die sich überschneiden und wo dann Teile von dem Element überdeckt sind, welches im Ebenenfenster dahinter liegt. Du kannst per Drag und Drop Elemente im Ebenenfenster neu platzieren und so quasi auch in den Vorder oder Hintergrund schieben. Über das Augensymbol an einer Ebene, kannst du einzelne Elemente auch ausblenden. So musst du sie nicht löschen falls du dir nicht sicher bist ob du sie doch nochmal brauchst. Die blauen Punkte am rechten Rand zeigen dir, welche Ebenen gerade ausgewählt sind. Am unteren Rand kannst du auch neue Ebenen erstellen und bestehende löschen, dass ist aber eigentlich nicht notwendig. Da du alle Elemente innerhalb einer Ebene noch frei bearbeiten kannst und nicht nur Ebene für Ebene, wie bspw. in Photoshop. Du kannst die verschiedenen Ebenen aber dafür verwenden eine Art Ordner zu erstellen, wo du mehrere Elemente von der Anordnung her zusammen positionieren kannst.

13. Elemente ausrichten & rastern.

Schlussendlich ist es aber jetzt essentiell wie deine Objekte auf der Seite angeordnet sind. Einzelne ausgewählte Objekte kannst du über das Eigenschaftenfenster ausrichten. Das heißt am linken, rechten, oberen unteren oder mittigen Rand des Projektes. Hier kannst du über das Symbol davor auch auswählen anhand was diese Ausrichtungen stattfinden sollen, also auch bspw. am Druckbogen oder den Seiten. Wenn du mehrere Objekte gleichzeitig ausgewählt hast, kannst du diese auch anhand von einander ausrichten, mit dem gleichen Tool. Hier kannst du jetzt aber auch über die drei Punkte, auch mehrere Objekte gleichmäßig verteilen. So kannst du bspw. drei Kreise mit dem gleichen Abstand voneinander platzieren. Hier kannst du auch manuell einen bestimmten Abstand auswählen. Wenn du dich erinnerst haben wir in der Werkzeugleiste auch ein Lückenwerkzeug, wo wir auch nochmal einfach Abstände zwischen Elementen festlegen können. Um dir eine exakte Anordnung noch mehr zu vereinfachen, helfen dir die automatischen Hilfslinien, welche immer mal aufblitzen wenn du Elemente frei bewegst. Hier kannst du diese einfach anhand dieser ausrichten. Du kannst dir auch eigene Hilfslinien aus dem Lineal am Rand ziehen und diese auf der Seite platzieren um daran deine Elemente auszurichten. Hast du nur deine Seite ausgewählt, kannst du im Eigenschaftenfenster auch nochmal die Ränder für die Seite einstellen, sowie Raster auf der Seite anzeigen, welche dir ebenfalls helfen die Elemente symmetrisch auf der Seite zu platzieren und auch das Lineal und die Hilfslinien verwalten. 

Du merkst es gibt viele Möglichkeiten deine Elemente in deinem Projekt richtig anzuordnen, bzw. zu layouten. Wenn du ein mehrseitiges Dokument erstellst, sieht es immer gut aus, ein in sich passendes Layout zu haben, also wo die Abstände zwischen Texte, Bildern und Objekten gleich sind und die Anordnungen von diesen nach einer bestimmten Logik gehen. Also bspw. bei unserem Artikel ist immer erst die Überschrift, dann die Unterschrift und dann der Block Text mit Bild. Du solltest auch nur max. zwei unterschiedliche Schriftarten verwenden, welche sich bspw. nur zwischen Überschrift und Block Texten unterscheidet, damit alles einheitlich aussieht. Auch bei Farben, solltest du dir eigentlich maximal eine Akzentfarbe raussuchen, also eine auffallende Farbe, welche sich durch das Design zieht und nicht willkürlich alles bunt machen. Das sieht einfach moderner und professioneller aus.

14. Effekte

Bisher haben wir all die Grundfunktionen von InDesign besprochen, was nur die Spitze des Eisberges war. Du kannst über das Menü unter Schrift, Objekt und Bearbeiten noch viele weitere Bearbeitungen und Effekte auf diese anwenden. Diese alle noch zu besprechen, würde den Grundkurs sprengen und wenn ich ehrlich bin kenne ich davon nicht mal alle. Deswegen will ich nur vereinzelt paar Effekte vorstellen, welche vielleicht interessant für dich sind. Grundsätzlich haben wir ja auch schon die Farbeffekte für Objekte und Texte im Eigenschaftenfeld besprochen.

Wenn du jetzt besondere Überschriften erstellen willst, welche nicht linear gerade geschrieben sind, hast du auch die Möglichkeit einen Text an einem Pfad auszurichten. D.h. du erstellst eine Linie mit dem Pfadwerkzeug, vorteilshalber Rund. Jetzt kannst du über das Text-Werkzeug, dass Text am Pfad Werkzeug auswählen und klickst damit auf den Pfad. Jetzt kannst du Beginnen darauf zu schreiben und der Text passt sich dem Verlauf des Pfades an. Du kannst den Pfad auch nachträglich über die Direktauswahl bearbeiten und du kannst die Kontur vom Pfad auch entfernen, damit nur der Text in der Form zusehen ist. Über Schrift > Pfadtext > Optionen kannst du auch noch festlegen, ob der Text sich spiegeln soll, sowie nach welchem Kriterium sich der Text an den Pfad lang bewegen soll und wie er positioniert werden soll. Setzt du den Haken bei der Vorschau siehst du auch immer alle Bearbeitungen direkt und siehst welche Auswirkungen diese haben.

Was auch super praktisch ist, wenn du etwas für den Druck erstellen möchtest, mit was Leute interagieren können sollen, ist ein QR-Code. Diesen können Leute mit ihrem Smartphone abscannen um Informationen abrufen zu können. So einen QR Code kannst du ganz einfach unter Objekt erstellen. Hier kannst du dann festlegen, welche Informationen die Leute darüber abrufen können. Das kann eine ganz normale Internetseite über Hyperlink sein, aber du kannst bspw. auch eine Textnachricht verwenden oder Visitenkartendatei. Unter Farbe kannst du dann noch festlegen in welcher Farbe der QR Code sein soll und wenn du auf OK klickst, kannst du diesen auf deiner Seite platzieren. Du kannst ihn nachträglich auch nochmal bearbeiten über den gleichen Menüpunkt und die Größe verändern. So kannst du Offline Drucke interaktiv machen.

Im Menü unter Schrift hast du auch die Möglichkeit Sonderzeichen hinzuzufügen, dass heißt Muster, Symbole, Anführungszeichen und Linien. So kannst du deine Inhalte noch ein bissche aufpeppen oder noch stärker layouten. Du kannst auch Umbruchzeichen einfügen um Textblöcke an bestimmten Stellen zu brechen, welche dann in der anderen Spalte weitergehen. Prinzipiell kannst du auch interaktive PDFs erstellen, wo du Links und andere Interaktive Elemente in dein Projekt einbauen kannst. Diese ganzen Elemente findest du unter Fenster > Interaktiv. Wir werden uns jedoch nicht darum in diesem Grundkurs kümmern. Falls du dazu noch ein separates Video haben möchtest, schreib es doch in die Kommentare und bei hoher Nachfrage werde ich sicherlich so eines mal produzieren. 

15. Exportieren & Drucken

Wenn wir jetzt unser Projekt vollendet haben, kommt noch der letzte wichtige Teil, nämlich der Export für unser Projekt. Grundsätzlich solltest du dein Projekt immer unter Datei als InDesign Datei speichern um es zu einem späteren Zeitpunkt weiter in InDesign bearbeiten zu können. Hier kannst du auch zum speichern ältere InDesign Versionen auswählen, falls du Kollegen hast, welche nicht die aktuellste Version besitzen und dein Projekt öffnen können sollen. Wenn du dein Projekt jetzt aber mit der Welt teilen oder zum Druck schicken willst, gibt es noch andere Optionen. Über Exportieren kannst du dein Projekt als Bild als JPG oder PNG exportieren, sowie als HTML Seite und schlussendlich als PDF, was wohl in den meisten Fällen die beste Option ist. Da hier Text Metadaten und Qualität erhalten bleibt, was für einen Druck oder generell zum weiterverwenden ideal ist. Hier kannst du zwischen PDF für Druck oder PDF für Interaktiv wählen. Die Namen sollten selbsterklärend sein, wenn du Links oder andere interaktive Elemente besitzt und das PDF über elektronische Geräte verbreiten willst solltest du interaktiv nehmen. Sonst die Druck Version. Wenn du jetzt Druck auswählst, kannst du noch viele detaillierte Einstellungen machen, die für uns normale Personen meistens sehr irrelevant sind und die Voreinstellungen meistens perfekt passen. Die meisten Punkte sind auch selbst erklärend. So kannst du unter Allgemein bestimmte Seiten festlegen welche nur verwendet werden sollen, sowie ob interaktive Elemente mit eingeschlossen werden sollen und dein PDF für schnelle Webansichten exportieren, was die Vorschau deiner PDF Datei beschleunigt. Oben am Rand kannst du auch eine Kompatibilität einstellen, mit welchen PDF Programmversion dein PDF verfügbar ist. Hier ist umso niedriger umso besser, aber bedenke dass dies auch neuere Elemente, welche in diesen Versionen nicht verfügbar waren, dort eventuell zu Fehlern führen kann. Unter Komprimierung kannst du noch Einstellungen zur Qualität im Vergleich zur Größe machen. Hier solltest du nicht unter 300 Zoll gehen, wenn du das PDF schlussendlich drucken willst. Wenn du deine Datei anschließend bei einer Druckerei ein sendest damit diese es drucken sollen, frag diese am Besten davor, welche Einstellungen sie beim PDF in InDesign haben möchten. Da InDesign eine der marktführenden Anwendungen ist, haben die meisten Druckereien genaue Angaben welche du dann einfach in deinem InDesign einstellen kannst ohne alle Punkte verstehen zu müssen. Hast du jetzt alles eingestellt, klicke einfach auf exportieren. Je nach größe deines Projektes kann das jetzt eine Weile dauern, also falls du dein PDF nicht direkt öffnen kannst, nicht wundern, dass verarbeitet noch. Du kannst über Datei aber auch dein Projekt direkt über InDesign und deinen eigenen Drucker drucken. Hier öffnet sich dann ein Dialogfeld wo du deinen Drucker auswählen kannst und die üblichen Einstellungen, welche du auch beim Drucken von anderen Dateien mit deinem Drucker her kennst. Wenn du ein interaktives Dokument direkt im Web veröffentlichen willst, kannst du das auch direkt am oberen Rand über Publish Online machen. Hier kannst du deinen Projekt einen Namen und Beschreibung geben, sowie bestimmte Seiten auswählen und weitere Einstellungen tätigen. Klickst du dann auf veröffentlichen, wird dein Projekt über deine Creative Cloud hochgeladen und du erhältst einen Link über welchen du das Projekt einfach im Browser am Computer oder Smartphone oder Tablet Browser aufrufen und anschauen kannst. So kannst du dein Projekt auch bspw. mit anderen Teilen damit sie Feedback dazu geben können.

Bonus: Tabelle erstellen

Bevor wir jetzt in unseren praktischen Teil starten, um das erlernte Wissen anzuwenden, habe ich noch ein kleines Bonus-Kapitel für dich. Wie du wahrscheinlich unschwer im Menü erkennen konntest, gibt es auch die Möglichkeit Tabellen in InDesign zu erstellen. Hierfür klickst du im Menü einfach auf Tabelle erstellen, wo du dann die Zeilen und Spalten Anzahl eingeben kannst. Du kannst auch eine Kopfzeile, welche bspw. für Überschriften der einzelnen Spalten oder der Tabelle an sich praktisch sind, sowie Fußzeilen erstellen. Du kannst auch ein bestimmtes Tabellenformat auswählen und dort auch ein eigenes erstellen, wo du Spalten Ränder, Dicken und Co. genauestens einstellen kannst. Aber für die meisten Fälle reicht die einfache Tabelle. Klickst du dann auf OK, kannst du die Tabelle auf deinem Projekt aufziehen. Diese passt sich dann der Fenstergröße an. Durch Klicken in die Tabelle, kannst du diese einfach mit Text füllen. Du kannst die Tabelle jetzt über das Menü auch noch differenziert bearbeiten, das heißt bspw. die aktuelle ausgewählte Zelle teilen, oder die Tabellenoptionen aufrufen, wo du die Darstellung der Linien nachträglich bearbeiten kannst. Du kannst auch Grafiken in die Tabelle einfügen, in dem du eine einzelne Zelle, in eine Grafik Zelle umwandelst und du dort dann einen Platzhalter hast, wo du Bilder einfügen kannst. Du merkst du hast hier viele verschiedene Möglichkeiten eine Tabelle zu erstellen.

16. Praktischer Teil

Magazin & Buch gestalten und layouten

Wir haben uns jetzt wirklich viel in InDesign angeschaut und um das ganze neue Wissen zu intensivieren und es nicht nur stupide gelernt zu haben, möchten wir es auf ein reales praxis Projekt anwenden, weil darauf kommt es ja schlussendlich an. Wir erstellen jetzt gemeinsam ein fiktives Magazin, wo sich wissenswerte Artikel drin befinden, aber auch Seiten wo die Leser ihr Wissen anwenden können und vieles mehr. Dafür erstelle ich auf der Startseite ein Projekt im DIN A4 Format, da dieses gängig für Zeitschriften ist. Hier wähle ich Ränder in der größe von einem Zentimeter also 10 Millimetern aus, da mir dass als Toleranz für den Druck reicht. Vorab erstelle ich auch direkt 10 Seiten, da ich weiß, dass mein Projekt mindestens so viele haben sollte. Bevor ich jetzt irgendwelche Texte oder Co. hinzufüge, schreibe ich mir auf jede Seite, mit dem Text-Werkzeug, was dort hin soll um mir einen groben Überblick von der Seite zu verschaffen. Auf der aller ersten Seite soll beim mir das Cover sein. Wenn man die Zeitschrift dann aufklappt, soll auf der zweiten Seite, also auf der Innenseite des Covers lediglich rechtliche und Druckinformationen stehen. Auf der dritten Seite, also der ersten Seite wenn man die Zeitschrift öffnet, soll ein Inhaltsverzeichnis hin, wo man die die Überschriften der Themen und die dazugehörige Seitenzahlen sind. Bei mir sind das jetzt nicht viel, da mein Magazin nicht dick ist. Aber sowas ist immer gut für den Leser damit dieser weiß was ihn alles erwartet. Auch ein kleiner Begrüßungstext kann hier Platz finden und eine grafische Aufbereitung der Seite ist auch immer gut, um den Leser zu halten. Auf den beiden folgenden Doppelseiten, also Seite 4-7, sollen dann jeweils Essays aus der Redaktion in Form von Artikeln und vereinzelt Bilder. Darauf folgt eine Leere Seite, wo dann Platz für eine Werbeanzeige ist. Hier platziere ich, wie auf dem Cover erstmal einen Platzhalter, da die Werbeanzeigen und das Cover nicht in InDesign erstellt wurden, sondern später einfach als Bild importiert werden. Nach der Werbeanzeige, mache ich noch eine dreiseitige Fotostrecke und dann kommt noch eine Doppelseite mit Rätselspaß. Das soll es vom Aufbau mit unseres Magazins sein. Ganz zum schluss ist dann noch eine Einzelseite, welche die Rückseite des Magazin wird. Hier packen wir dann einen Vorblick auf die nächste Ausgabe hin. So jetzt haben wir unsere Seiten aufteilung und können jetzt Schritt für Schritt die Seiten layouten und mit Inhalt füllen. Ich beginne hier der Struktur halber bei der ersten Seite, aber dass kann man ja immer unterschiedlich machen, wie es gerade am Besten passt. Auf der Ersten Seite erstelle ich jetzt mit dem Textool das Inhaltsverzeichnis und an die jeweiligen Seite erstelle ich gestrichelte Linien und schreibe dort dann die Seitenzahl dazu. Da unter dem Inhaltsverzeichnis noch Platz ist, platziere ich hier eine graue Box wo ich dann mit dem Textool eine Empfehlung der Redaktion, zu einem Inhalt aus dem Magazin schreibe. Um das ganze Persönlicher zu machen, platziere ich hier noch einen runden Platzhalter am Rand wo dann noch ein Bild vom Redakteur rein kommt. Das versehen wir dann alles noch mit einem Schlagschatten um es vom Inhaltsverzeichnis abzuheben. Auf den nächsten beiden Doppelseiten sind jetzt Artikel, welche ich nach dem gleichen Prinzip erstelle, wie den Artikel, den wir vorhin im Grundkurs zwischendurch erstellt haben. Überschrift mit Unterschrift und einen Block Text mit mehreren Spalten und vereinzelten Bildern. Dazu dann auch am Ende noch ein Viereck, um das Ende des Artikels zu symbolisieren und der Autor kommt auch noch dazu. Nach unserer Werbeanzeige erstelle ich eine Überschrift für die Fotostrecke mit Platz für eine kurze Beschreibung. Die restlichen beiden Seiten fülle ich dann mit Platzhaltern wo ich dann die Bilder einfüge und richtig positioniere. Auf der letzten Doppelseite, erstelle ich dann eine große Tabelle welche ich mit Buchstaben fülle, damit der Leser dort Wörter heraus erkennen kann, welche unter dem Rätsel, passend zu den Themen aus dem Magazin erstellt wurden. Auch Multiple Choice Fragen welche dann zu einem Lösungswort führen erstelle ich noch kurzer Hand, mit dem Texttool und Formen Tool. Abschließend erstelle ich dann noch über Objekt > einen QR Code, welchen ich in der unteren Ecke platziere, worüber man dann die Lösungen zu den Rätseln finden kann. Das schreibe ich natürlich dann dazu. Auf der Rückseite des Magazin füge ich dann noch eine Vorschau von einem Artikel und der Bilderstrecke aus der nächsten Ausgabe hinzu. Auf jeder Seite füge ich dann noch die Seitenzahlen in der untere Ecke hinzu und platziere das Cover und die Werbeanzeige. Über den Vorschau Bildschirmmodus überprüfe ich ob die Schriftarten und Größen einheitlich sind so wie die Farben bevor ich das Dokument dann Als Adobe PDF für den Druck exportiere. Jetzt kann ich diese Datei an meine Druckerei senden und diese druckt sie mir. Das war jetzt der Prozess sehr einfach runter gebrochen, dass dauert meistens viel länger und Zeitschriften sind vom Umfang wesentlich größer. Aber so hast du wenigstens ein Gefühl dafür bekommen, wie so eine Projekterstellung in InDesign ablaufen könnte. Du kannst dir dieses Projekt auch als InDesign Vorlage herunterladen, mit dem Artikel Projekt aus dem vorherigen Teil des Grundkurses um alle Schritte nachvollziehen zu können und selbst dich in der Datei ausprobieren zu können. Link zur Vorlage oberhalb bei diesem Artikel. Wenn du wissen willst, wie du einfach eine Visitenkarte erstellen kannst, dann schau doch auch mal in die Beschreibung, dazu habe ich im Rahmen meiner Make It with Creative Cloud Tutorial Reihe ein Video gemacht und in Zukunft findest du dort bestimmt auch irgendwann mal ein Video, wie man einen Flyer erstellen kann.

Jetzt weißt du wie du mit InDesign eigenständig deine Projekte verwirklichen kannst. Das war jetzt alles sehr viel Input. Probiere jetzt am Besten einfach direkt selbst aus, ein Projekt umzusetzen und springe in dem Grundkurs zurück, falls du nicht mehr weißt, wie etwas funktioniert. Den durch das eigene ausprobieren und erstellen, lernst du am Besten den Umgang mit dem Programm. InDesign kannst du dir direkt über diesen Link herunterladen. Für mehr Adobe Grundkurse kannst du gerne auf meinem YouTube-Kanal vorbei schauen und diesen kostenlos abonnieren. Du kannst du auch gerne in den Kommentaren deine InDesign Projekte teilen und wir schauen uns diese gerne mal an und geben Feedback. Ich bedanke mich herzlichst für das Zuschauen und Respekt dass du es bis zum Ende geschafft hast. Falls du noch irgendwelche Fragen hast, kannst du diese gerne in den Kommentaren stellen sowie Feedback hinterlassen. Über das Teilen des Grundkurses freue ich mich immer sehr.

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