Adobe Character Animator 2020 (Grundkurs für Anfänger) Deutsch

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Erwecke deine Figur zum Leben und animiere diese in Form von Live Videos oder normalen Videos mit dem Adobe Charakter Animator. Wie das genau funktioniert und was du damit alles machen kannst, erkläre ich dir in diesem Artikel.

Als Erstes schauen wir uns an, wie du den Charakter Animator erwerben und installieren kannst. Dann gehen wir gemeinsam die ersten Schritte durch, wie du ein Projekt anlegst und nehmen ebenfalls die Oberfläche im Detail auseinander, um ein besseres Verständnis für das Programm zu bekommen. Anschließend gehen wir Schritt für Schritt durch, wie du eine Marionette bzw. Charakter importieren kannst, sowie eine Szene einrichten und schließlich diesen Charakter in Form eines Videos oder Livestreams animieren kannst. Abschließend schauen wir uns noch an wie du alles exportieren kannst. Während des Kurses gibt es auch immer mal Aufgaben und Beispiele, um das Erlernte noch besser intensivieren zu können.

Dieser Grundkurs ist Teil der Adobe Grundkurse 2020, wo wir die Programme der Creative Cloud genau unter die Lupe nehmen.
Hier gibt es alle kostenlosen Kurse im Überblick

1. Installation & Preis

Wie jedes Programm von Adobe, kannst du dieses inzwischen nur noch über ein monatliches oder jährliches Abo der Creative Cloud erwerben und dann verwenden. Über diesen Link kommst du direkt zur offiziellen Preisseite, wo du immer den besten Preis findest. Du kannst den Charakter Animator ausschließlich in Kombination mit allen Programmen der Creative Cloud abonnieren, wo auch Photoshop, After Effects, Premiere Pro, Illustrator und Co. dabei sind. Dies bekommst du standardmäßig ab 59,49€ pro Monat im Jahresabo. Schüler, Lehrer, Studenten und Dozenten zahlen im ersten Jahr nur knapp 20€ im Monat, für dieses Abo. Grundsätzlich kannst du die Programme aber auch kostenlos testen. Dafür wählst du einfach über diesen Link dein Abowunsch aus, erstellst dir dann ein kostenloses Konto bei Adobe, oder meldest dich mit einem bestehenden an und dann kannst du die Creative Cloud als Programm auf deinen Computer herunterladen. Dieses benötigst du, da du darüber dann den Charakter Animator auswählen und installieren kannst. Du kannst im Creative Cloud Programm, auch alle Funktionen des Angebots verwalten. Wenn du genau wissen willst, was die Creative Cloud ist und was du damit alles bekommst, schau dir doch unseren ausführlichen Creative Cloud Grundkurs hier an.

2. Erste Schritte (Projekt anlegen)

Haben wir den Charakter Animator installiert und geöffnet, befinden wir uns direkt auf der Startseite. Hier siehst du auf der rechten Seite einige hilfreiche Tutorials, von Adobe, wie du mit dem Programm umgehen kannst. Darunter hast du auch eine Auswahl an kostenlosen Charakter Vorlagen von Adobe. Hier ist das Praktische, dass diese alle schon perfekt auf das Programm angepasst sind und du diese direkt los animieren kannst. Das ist praktisch, wenn du neu im Programm bist und einfach mal ausprobieren willst, wie gut das im Programm funktioniert. Auf der linken Seite sehen wir jetzt aber auch unsere zuletzt verwendeten Projekte und können darunter auch ein neues Erstellen oder ein bestehendes öffnen. Ganz unten können wir auch auf die neusten Funktionen, Hilfe und Foren zugreifen, sowie Feedback geben. Klicken wir auf “neues Projekt” öffnet sich unser Computer-Dialog, wo wir einen Speicherort und Name für unser Projekt festlegen müssen. Haben wir auf Speichern geklickt, befinden wir uns direkt im Aufnahme-Bereich unserer Animation und können loslegen.

3. Oberfläche

Bevor wir jetzt im Detail darauf eingehen, wie wir eine Marionette, bzw. Charakter importieren und animieren können, schauen wir uns den Aufbau des Programmes genauer an, damit du ein besseres Gefühl für dieses bekommst. Grundsätzlich besteht das Programm, wie auch bei den ganzen anderen Adobe Programmen, aus einzelnen Fenster, welche du über den Namen, per Drag-and-drop einfach verschieben und neu anordnen kannst. Über die drei Striche kannst du beim Namen auch festlegen, ob das Fenster überhaupt angezeigt werden soll oder weitere spezifische Einstellungen. Unter Fenster, im oberen Menü, kannst du alle verfügbaren Fenster sehen und am Haken davor erkennst du, welche Fenster gerade geöffnet sind. Hier hast du auch die Möglichkeit unter Arbeitsbereiche, deine Fensteranordnung zu speichern und so zwischen mehreren einfach wechseln zu können. Wir verwenden in diesem Grundkurs die Standardarbeitsbereiche von Adobe. Unter der Menüleiste können wir auf der linken Seite auch zwischen den verschiedenen Arbeitsbereichen wechseln. Hier kommen wir über das Haus-Symbol auch wieder auf die Startseite und daneben können wir durch die drei wesentliche Bereiche wechseln. Dazu in den folgenden Kapiteln mehr. In der Mitte sehen wir unseren Projektnamen und am rechten Rand können wir über den Pfeil alles zum Exportieren finden. Über das Menü können wir jetzt aber noch viele weitere Optionen machen. Unter Datei können wir unser Projekt verwalten und speichern, sowie exportieren, ein neues Erstellen oder bestehendes öffnen. Hier können wir auch alles zum Projektfenster einstellen, wo wir unser Charakter importieren müssen, später mehr dazu. Unter Bearbeiten haben wir die Standardbearbeitungen wie kopieren, einfügen, ausschneiden, rückgängig oder wiederholen. Hier können wir aber auch unsere Dateien durchsuchen, sowie alle Tastaturbefehle verwalten und die Voreinstellungen öffnen. In den Einstellungen können wir unsere Mikrofoneinstellungen verwalten, sowie von unserer Kamera, welche wir zum Animieren verwenden könne. Hier können wir auch Einstellungen zur Synchronisation von Lippenbewegungen machen, also die Intensität der Erkennung und Lautstärke. Auch wenn wir unsere Animation Live machen wollen, kann man hier festlegen, auf welchem Bildschirm und sowas, später noch mehr dazu. Unter Szene, Marionette und Zeitleiste finden wir alle wichtigen Einstellungen dazu, in den einzelnen Kapiteln mehr dazu und schließlich haben wir noch das Hilfefenster. Hier gibt es alle Informationen über das Programm und du kannst dein verbundenes Adobe Konto verwalten.

4. Marionette erstellen (Charakter importieren)

Schauen wir uns jetzt an, wie du deinen eigenen Charakter importieren kannst und wie du diesen so einrichtest, dass du ihn dann animieren kannst. Falls dir das zu Beginn zu aufwendig ist, kein Problem. Adobe bietet dir auf der Startseite, einige vorgefertigte Charaktere, welche du direkt zum Animieren verwenden kannst. Solltest du aber deinen eigenen Charakter haben, zeige ich dir jetzt, wie du diesen einrichten kannst. Um deinen Charakter einzurichten, sollten wir in den “Anpassen” Arbeitsbereich, unter dem Menü wechseln. Hier können wir jetzt im Projektfenster unseren Charakter importieren, in dem wir im Menü unter Datei, unsere Photoshop oder Illustrator Datei auswählen. Es werden auch JPEGs und PNGs unterstützt. Grundsätzlich kannst du im Charakter Animator keinen Charakter designen, dass musst du vorher in bspw. Photoshop tun, was sich dafür sehr anbietet. Warum? Einfach, weil du deinen Charakter in die einzelnen Gliedmaße und Körperteile zerlegen musst, um ihn dann animieren zu können. Hier habe ich dir eine Seite verlinkt, wo du dir eine leere Photoshop oder Illustrator Vorlage herunterladen kannst, wo du einfach siehst, nach welcher Struktur du deinen Charakter erstellen solltest, um ihn dann im Charakter Animator verwenden zu können. Hier muss grundsätzlich zwischen Kopf und Körper differenziert werden und das Gesicht wird dann bspw. auch in einzelne Elemente unterteilt. Du solltest hier die englischen Namen beibehalten, da diese dann vom Charakter Animator nach dem Importieren erkannt wird. Hast du jetzt einen Charakter importiert, siehst du diesem im linken Projektfenster. An dem Kreis und Dreieck Symbol erkennst du, dass es sich um einen Charakter handelt. Klickst du doppelt auf diesen, siehst du ihn direkt im Marionetten Fenster. Hier siehst du jetzt auf der linken Seite, die Struktur, welcher der Ebenenstruktur aus deiner Photoshop oder Illustrator Datei gleicht. Hier kannst du über das Augensymbol, einzelne Gruppen oder Ebenen ausblenden. Über die Krone können wir festlegen, ob sich die einzelne Elemente an die Gruppe ausrichtet. Also ob bspw. beim Head, also Kopf, die Augen und Mund und Co. sich am Kopf ausrichten sollen, was physikalisch Sinn ergibt. Haben wir ein Element ausgewählt, sehen wir es gelb markiert im Hauptfenster. Wir können jetzt auf der rechten Seite, das ausgewählte Element bearbeiten. Hier können wir ganz oben die Position anhand von Werten einstellen, sowie das Element drehen, skalieren oder transparent machen. Hier können wir auch die Abhängigkeit festlegen, zu einem Charakter oder es unabhängig machen. Unter Tags können wir auch festlegen, um was für ein Körperelement es sich handelt, was später beim Animieren sinnvoll ist, wenn du das hier für jedes Element richtig eingestellt hast. Darunter können wir auch noch Verhalten festlegen, was aber zu Beginn für uns nicht so relevant ist. Jetzt haben wir aber am unteren Rand noch die ganzen Werkzeuge, welche sehr sinnvoll für uns sind. Hier haben wir die Möglichkeit einen Handle-Punkt festzulegen, also einen festen Punkt, welchen man bspw. an dem Punkt von Gelenken an einem Charakter machen sollte. Damit man, wenn man bspw. einen Arm bewegt, dieser an der Schulter fest ist. Diese Punkte überschneiden sich meistens mit mehreren Elementen und du siehst am grünen immer, dass es sich mit dem Element quasi verankert. Jetzt haben wir daneben auch die Möglichkeit das Versteifungs-Werkzeug zu nutzen, was praktisch ist um Knochen bzw. Muskeln zu erkennen. Also beim Arm würden wir da zwei machen, für den unter und den ober Arm um bei der Animation keinen Schlauch, sondern einen realistischen Arm zu haben. Jetzt haben wir über das Punkt-Werkzeug, die Möglichkeit bspw. die Füße an den Boden zu befestigen, also dass diese quasi nicht in der Luft schweben. Mit dem Dragger-Werkzeug können wir jetzt Punkte festlegen, welche wir dann später beim Animieren, bewegen können. Das ist bspw. für Hände und Füße praktisch. Die ganzen Werkzeuge sind einfach mit Tastenkürzel auswählbar. Um hilfreiche Tastenkürzel zum Character Animator und anderen Adobe Programmen zu erhalten, kannst du gerne mal auf unserem Instagram Account vorbeischauen @simontutorial. Am linken Rand können wir auch eine geometrisch Übersicht öffnen, welche es für dich vielleicht einfacher macht die Punkte richtig zu setzen. Im Fenster Auslöser sehen wir auch alle unsere hinzugefügten Punkte und können diese hier auch verwalten und wieder mit der Entfernen-Taste löschen. Auch in der Übersicht am rechten Rand sehen wir die verschiedenen Werkzeuge, welche wir auf die einzelnen Elemente angewendet haben. Über das Menü unter Marionette können wir auch Elemente manuell gruppieren oder auch Links mit rechts vertauschen. Im Projektfenster, können wir am unteren Rand auch immer, wenn wir unseren Charakter ausgewählt haben, diesen in Photoshop oder Illustrator öffnen, um ihn nachträglich vom Design zu bearbeiten.

Probier du doch jetzt mal einen Charakter so zu importieren und die einzelnen Elemente richtig einzustellen, mit den Werkzeugen. Das kann am Anfang sehr aufwendig sein, aber schlussendlich solltest du dir hier die Zeit dafür nehmen, damit du deinen Charakter später sauber animieren kannst. Du kannst dir zur Übung auch einfach einen vorgefertigten Charakter von Adobe anschauen und gucken wie dieser aufgebaut ist um alles nachvollziehen und so intensivieren zu können.

5. Szene erstellen

Um jetzt aber unseren Charakter animieren zu können, bzw. ein Video zu erstellen, brauchen wir eine Szene, in welcher unser Charakter ist und welche den Videomaßen entspricht. Eine Szene können wir ganz einfach im Projektfenster am unteren Rand erstellen, wenn wir einen Charakter ausgewählt haben. Das geht auch über das Menü unter Szene. Jetzt sehen wir unsere Szene im Projektfenster und mit einem Rechtsklick können wir diese jetzt auch umbenennen. Klicken wir doppelt auf die Szene, öffnet sich diese direkt in unserem “Aufnehmen” Arbeitsbereich, wo wir unten jetzt auch eine Zeitleiste haben. Auf der rechten Seite können wir jetzt unter Eigenschaften die wesentlichen Sachen zur Szene einstellen. Also wie viele FPS, also Bilder Pro Sekunde diese haben soll. Hier solltest du nicht unter 24 gehen, da es sonst nicht mehr flüssig aus sieht. Du kannst hier auch die Länge der Szene eingeben sowie die Auflösung, also Pixelbreite und Höhe. Hier ist eine gute Standardauflösung 1920 Pixel x 1080 Pixel, was dem FULL HD Format entspricht.

Wir haben jetzt im Menü unter Szene auch die Möglichkeit, von unserer aktuellen Position in der Ebene, einen Screenshot zu machen und dies als Bild zu speichern. Wir können hier aber auch eine Kamera erstellen, was uns mehr Freiheit bei der Kameraführung in der Szene ermöglicht. Im mittleren Vorschaufenster, können wir auch die aktuelle Szene abspielen, vor oder zurückspulen und eine Animation aufnehmen. Am rechten Rand können wir jetzt aber auch über die Farbfläche zwischen einem farbigen oder transparenten Hintergrund wechseln. Letzterer ist praktisch, wenn du eine Animation aufgenommen hast und diese dann später in Premiere Pro oder anderen Programmen in eine komplexe Szene einbinden willst. Daneben können wir auch noch die Auflösung der Vorschau festlegen, sowie auf die live Animation wechseln, sowie das Gitter der Figur anzeigen, falls du das benötigst. 

6. Charakter animieren

Kommen wir jetzt zum aufwendigsten und komplexesten Teil vom Charakter Animator, nämlich schlussendlich das Herzstück, die Animation unserer Marionetten. Das findet, sowie die Szeneeinstellungen, komplett in dem “Aufnehmen” Arbeitsbereich statt. Hier gibt es jetzt verschiedene Möglichkeiten deinen Charakter zu animieren. Um ein Gesicht zu animieren, bietet sich am meisten die Webcam Animation an. Du siehst nämlich, falls du eine Webcam verbunden hast, diese am oberen rechten Rand, wo du auch einen Mikrofonpegel siehst, da Audio auch aufgenommen werden kann. Wenn du jetzt dein Gesicht im mittleren Kreis platzierst, siehst du sofort, dass dein Charakter deine Gesichtszüge übernimmt. Also wenn du bspw. die Augenbrauen hochziehst, macht das dein Charakter auch. Um das optimal zu nutzen, musst du einmal auf Ruhepose klicken und gerade in die Kamera schauen. So werden dann deine Gesichtszüge genau übernommen um eine exakte Imitation erstellen zu können. Du kannst jetzt in der Timeline einfach zum Anfang gehen und dann in der Vorschau auf den roten Knopf drücken und dann die Bewegungen in die Webcam machen, welche dein Charakter auch machen soll. So kannst du einfach Gesichter animieren und Audio aufnehmen und damit Lippensychronisationen für deinen Charakter zu erstellen. Nach der Aufnahme siehst du in der Timeline das neue Audio und wenn du bei dem Charakter auf den Pfeil klickst, siehst du alle Bereich die du aufgenommen hast. Hier kannst du einzelne Elemente auch ausblenden über das Auge oder wieder löschen. Das coole daran ist, du kannst jetzt in einem zweiten Schritt, die anderen Sachen aufnehmen, also bspw. die Körperanimationen. So kannst du deine Animation Schritt für Schritt machen und Element für Element um dich auf alles eigenständig konzentrieren zu können. Du kannst jetzt, wenn du bei der Marionette Dragger Punkte hinzugefügt hast, einfach per Mausklick in die Vorschau Bewegungen anhand des wegen der Punkte erstellen. Hast du die Person ausgewählt, siehst du auch im Eigenschaftenfenster, die verschiedenen Bereiche, welche du animieren kannst. Hier kannst du über den roten Punkt festlegen, was bei der Aufnahme nicht berücksichtigt wird. Also können wir jetzt hier die Sachen von gerade deaktivieren. Hier haben wir jetzt auch bei den einzelnen Punkten, noch die Möglichkeit näheres einzustellen. Zum Bspw. bei unseren Punkten, also Dragger, dass wenn wir einen Bewegen, dieser nach der Bewegung so bleibt, oder wieder zur Ausgangssituation zurückkehrt. Unter Physik können wir auch Schwerkraft Einstellungen und Co. machen, damit sich unser Charakter realistischer bewegt. Schließlich können wir auch unter Transformation, die Position und Skalierung, sowie Drehung und Deckkraft unseres Charakters animieren. Einfach wieder auf den roten Punkt klicken und die Punkte dann bewegen. Schließlich können wir in unsere Timeline auch mehrere Charaktere schieben und über den roten Punkt davor festlegen, welchen wir gerade animieren wollen. Am unteren Rand der Timeline können wir diese auch vergrößern oder verkleinern.

Probier du doch jetzt mal deinen Charakter so zu animieren, dass er sich mit der rechten Hand über den Bauch streicht und dabei die Augen verdreht und die Augenbrauen hochzieht. Pausiere den Grundkurs, um das jetzt selbst mit deinem erlernten Wissen umzusetzen. Ich zeige dir jetzt wie ich das gemacht habe. Um alles noch besser nachvollziehen zu können, kannst du auch meine verwendeten Projektdateien oben am Artikel herunterladen. Ich lege jetzt in der Webcam als Erstes meine Ruhepose fest, gehe in der Timeline an den Anfang und nehme die Augenbrauen und Augenbewegung auf, in dem ich auf den roten Knopf drücke und es selbst in der Webcam mache. Als zweiten Schritt stelle ich dann in den Eigenschaften, die gerade aufgenommenen Animationsbereich aus und gehe in der Timeline wieder an den Anfang. Jetzt nehme ich erneut auf und klicken mit der Maus auf den Dragger der Hand um die Bauchanimation zu machen. So einfach konnte ich jetzt meine gewünschte Animation erstellen.

7. Live-Animation 

Wir können mit dem Charakter Animator jetzt aber auch Live-Animationen machen, also in Echtzeit. Dafür wechseln wir oben am Rand in den letzten Arbeitsbereich, namens “Streamen”. Hier haben wir jetzt keine Timeline mehr, da ja alles live passieren soll. Hier haben wir jetzt ein Steuerungenfenster, womit wir einfach bestimmte Positionen und Gesten speichern können um diese per Knopfdruck abspielen zu können. Das ist insbesondere beim Live übertragen praktisch, da wir da jetzt alle Animationen gleichzeitig machen müssen. Um jetzt unser Resultat sehen zu können, müssen wir im Menü unter Bearbeiten, in den Voreinstellungen Mercury Transmit aktivieren und einen verbundenen Bildschirm auswählen. Sobald wir dann, im Vorschaufenster auf die Livestream-Option geklickt haben, sehen wir auf dem ausgewählten Bildschirm, sofern es nicht der gleiche ist, wie wo das Programm geöffnet ist, unseren Charakter im Vollbildmodus, mit den Live Animationen die wir zeitgleich im Programm machen. So einfach kann man auch Live-Animationen mit Adobe Charakter Animator machen. Wenn du genau wissen willst, wie du den Charakter bspw. mit dem Streaming Programm OBS verwenden kannst und wie du auch transparente Livevideos aufnehmen kannst, habe ich dir hier einen ausführlichen Artikel mit Videos verlinkt, wo dir alles in Ruhe Schritt für Schritt erklärt wird.

Dieser Grundkurs ist Teil der Adobe Grundkurse 2020, wo wir die Programme der Creative Cloud genau unter die Lupe nehmen.
Hier gibt es alle kostenlosen Kurse im Überblick

8. Exportieren

Haben wir unsere Animation jetzt fertig erstellt, können wir diese jetzt auf verschiedenen Wegen exportieren. Das einfachste ist über das Menü unter Datei > Exportieren. Hier können wir jetzt unsere Animation einfach als normales oder transparentes Video exportieren über den Adobe Media Encoder. Ein ausführliches Tutorial zu diesem, gibt es hier. Hier können wir jetzt aber auch unsere Animation in einzelnen Bildern und mit einer Audiospur exportieren lassen. Über Adobe Dynamic Link hast du auch die Möglichkeit deine Animation dann bspw. in Adobe After Effects einfach öffnen und dort weiter verwenden zu können. Wir können auch das aktuelle Standbild als Frame, bzw. als Bild exportieren oder auch unsere Marionette als einzelne Datei um diese dann auch auf anderen Geräten oder mit anderen Personen teilen zu können. Schlussendlich kommen wir hier auch noch zur Live-Funktion, welche wir uns im vorherigen Kapitel angeschaut haben. Im Programm am oberen rechten Rand, über den Pfeil, können wir ebenfalls diese ganzen Exportoptionen anwenden.

Probier du doch jetzt mal deine erstelle Animation, als normales Video zu exportieren. Pausiere dafür den Grundkurs und probiere es selber aus. Ich klicke dafür einfach auf den Pfeil in der oberen rechten Ecke und wähle Video im Media Encoder exportieren aus. Hat sich dieser geöffnet, lege ich unter der Warteschlange den Speicherort und das Videoformat fest und dann klicke ich auf den grünen Pfeil damit das Video gerendert wird. Ist das fertig, kann ich das Video direkt auf meinem Computer sehen und abspielen.

Jetzt weißt du, wie du mit dem Adobe Character Animator deine Figuren zum Leben erwecken kannst. Du kannst dir das Programm direkt über diesen Link holen und durchstarten. Über das Teilen des Grundkurses freue ich mich immer sehr. Für mehr solcher Grundkurse kannst du auch gerne meinen YouTube-Kanal kostenlos abonnieren, für mehr Wissen über andere Programme. Respekt, dass du es bis zum Ende durchgehalten hast. Falls du noch Fragen oder Feedback haben solltest, schreib dies doch in die Kommentare.

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Adobe Character Animator 2020 (Grundkurs für Anfänger) Deutsch

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