Adobe ist marktführend, wenn es um Kreativsoftware geht und jeder kennt Photoshop, After Effects und Co. Doch das ist längst nicht alles, was Adobe an Programmen, Services und Apps zu bieten hat. In diesem Video zeige ich dir über 70 Anwendungen, von Adobe und für was diese eigentlich gut sind.

Dieser Artikel ist inspiriert vom Englischen YouTuber Humtog, Link zu seinem Video hier.

Das bekannteste Programm ist wohl Photoshop, welches der Allrounder für Bildbearbeitung ist, womit man fast alles machen kann, was mit Bilder zu tun hat. Für Bilder gibt es auch noch Lightroom CC, wo man einfacher viele Bilder in einer Cloud verwalten und organisieren kann, wo auch Bildbearbeitung für Fotografien integriert ist. Hier gibt es auch eine Lightroom Classic Version, mit fachmännischerer Fotografie Bearbeitungen. Wer seine Bilder nicht in einer Cloud organisieren will und eine bessere Alternative zum Dateienexplorer für Medien und Projektdateien haben will, der kann Adobe Bridge verwenden, wo du einfach Dateien auf deinem Gerät managen kannst. Photoshop arbeitet bei seinen Prozessen Pixel-basiert und ist für Bilder super. Das pendant dazu ist Adobe Illustrator, welches vektorbasiert arbeitet und man so mit Grafiken besser arbeiten kann, was ideal für Logos und Icons ist. Dann gibt es auch noch InDesign, was für das Erstellen von Printprojekten wie Visitenkarten, Flyer und Co. super praktisch ist, da mit Abmessungen arbeiten kann. So wie für größere Projekte wie Magazin oder Kataloge, wo viele Seiten gelayoutet werden können. Davon gibt es auch für Redaktionen eine ähnliche Version namens InCopy, wo es einfach ist mit mehreren Personen an einem Layout-Projekt zu arbeiten. 

Neben dem grafischen Bereich bietet Adobe auch viele Programme, was die Videoproduktion angeht. Mit Premiere Pro ein Allrounder Programm für den Videoschnitt, wo es auch eine einfachere Version mit kompatibler App namens Premiere Rush gibt. Wer Videos animieren und Special Effects erstellen will, für den gibt es After Effects und für Farbkorrektur gab es SpeedGrade, welches aber 2017 eingestellt wurde. Wer komplexe Videoprojekte erstellt und viel Rohmaterial hat, für den gibt es noch Prelude, wo man einfach sein Rohmaterial ordnen und zuschneiden kann, bevor man mit dem richtigen Schnitt beginnt. Für Audioaufnahmen und Bearbeitung so wie Erstellung von komplexeren Musiktiteln gibt es dann noch Adobe Audition. Alle seine Projektdateien kann man dann mit dem Media Encoder von Premiere Pro, After Effects, Audition oder Character Animator in vielen Formaten exportieren. Mit dem Character Animator, hat man die Möglichkeit Live oder Aufnahmen von Characteren zu erstellen, also quasi sein eigens Cartoons oder Comic zum Leben erwecken. Hier gibt es dann auch noch Adobe Animate, mit welchem man Animationen für viele verschiedene Plattformen erstellen kann, wo es auch Adobe Mixamo gibt, was sich speziell auf Animationen für Games, Filme und mehr fokussiert anhand von Rigging und Motion Captured Animations arbeitet. Wer spezielle Flash Animationen erstellen will, gibt es auch noch den Flash Builder, womit man Animationen für Adobe Flash erstellen kann, was früher oft im Internet verwendet aber inzwischen von HTML5 und Co. verdrängt wurde. Für das Programmieren von Webseiten gibt es dann auch noch Dreamweaver und relativ neu auch Adobe XD was für das Erstellen von Interaktionsdesigns für Apps oder Webseiten verwendet wird. Jetzt gibt es auch noch Adobe Dimension, womit man Produktdesigns auf 3D Objekte als Vorschau platzieren und Rendern kann und mit Adobe Fuse, kann man 3D Figuren selber erstellen, was praktisch für das Verwenden in Photoshop ist. Wer noch tiefer in den 3D-Bereich und seine Texturen und Co. eintauchen will, für den gibt es Substance by Adobe. Hier gibt es den Substance Painter, wo man live Texturen für 3D Objekte erstellen kann, sowie den Substance Alchemist, mit welchem man Materialien für 3D Elemente anpassen kann und den Substance Designer wo man die komplette Kontroller und Zugriff auf eine riesige 3D-Materialien Bibliothek bekommt.

Neben den Programmen, welche du auf dem Computer installieren musst, bietet Adobe auch einige Web-Services an, wie bspw. Adobe Fonts, wo man tausende Schriftarten für seine Projekte finden kann oder auch Farbpaletten erstellen mit Adobe Color. Dann gibt es auch noch Adobe Spark, mit welchem man einfach über das Web oder die App Beiträge für Social Media erstellen kann, sowie einseitige Webseiten und Videos anhand einer Präsentation. Das ist perfekt für den einfachen Einstieg in den Grafikbereich. Wenn du deine grafischen Arbeiten mit der Welt teilen willst, kannst du das auf der Kreativplattform Behance machen, was wie eine Social Media Plattform funktioniert, für Künstler, wo du deine Arbeiten posten und in deinem Profil darstellen kannst. Damit verknüpft gibt es auch noch Adobe Portfolio, womit du einfach eine richtige Webseite für das Präsentieren deiner Arbeiten erstellen kannst. Hier kannst du dann direkt deine Projekte von Behance oder Bilder von Lightroom importieren.

Falls du Bilder, Grafiken, Videos und Co. für deine Projekte benötigst, kannst du diese auch einfach über Adobe Stock erwerben und dann kommerziell verwenden. Darüber kannst du auch selber eigene Medien verkaufen, in dem du diese für andere anbietest. Diese Plattform ist für kommerzielle Zwecke super praktisch.

Adobe bietet auch einige Apps für dein Smartphone oder Tablet an, wo es einmal vollwertige Pendants zu Photoshop oder Illustrator (Cooming Soon) gibt. Aber auch eine Mal- und Zeichenapp fürs Tablet namens Adobe Fresco gibt es, sowie Adobe Capture, womit man viele verschiedene Elemente, welche man in den Programmen verwenden kann, wie Farben, Texturen  und Zeichnungen aufnehmen und digitalisieren kann. Mit Adobe Scan kann man auch Dokumente digitalisieren und mit Adobe Fill & Sign auch über die App oder am PC Dokumente unterschreiben und ausfüllen. Auch eine mobile und sehr abgespeckte Version von InDesign namens Adobe Comp gibt es, wo man kleine Projekte layouten kann. Dann gibt es noch Adobe Aero, womit man dank Argumenten Reality, 3D Elemente im Raum platzieren kann, über die Kamera und mit diesen interagieren um ein besonderes Erlebnis mit Grafiken und Co. zu erstellen. Bevor es Photoshop als App fürs iPad gab, wurden auch die Apps Photoshop Mix, Photoshop Fix und Photoshop Express entwickelt und zur Verfügung gestellt, mit welchen man Teile der Funktionen von Photoshop auch Mobil verwenden kann. Mit Mix kann man einfach Collagen erstellen, in dem man Element freistellen kann, Mit Photoshop Fix, hat man Zugriff auf die Reparatur Werkzeuge und mit Photoshop Express für Bildbearbeitung mit Filter, wo Lightroom Mobile inzwischen eine bessere Alternative ist. In Zukunft soll dann auch noch Photoshop Camera veröffentlicht werden, womit man Gesichts und besondere künstlerische Filter, wie man sie bspw. von Instagram Storys oder Snapchat kennt, erstellen und verwenden kann.

Diese ganzen bisher genannten Programme, Apps und Services sind zusammen über die Creative Cloud als Abo erhältlich, abgesehen von den Substance Programmen. Für wenn ein Creative Cloud Abo zu teuer ist, gibt es für einen Festpreis auch noch Photoshop oder Premiere Pro Elements, was eine sehr vereinfachte Version der beiden Programme ist.

Neben den Kreativprogrammen von Adobe, welche wir über die Creative Cloud bekommen, gibt es für Unternehmen auch noch die Document Cloud, welche für die Digitalisierung von Dokumenten und anderen beruflichen Prozessen ausgerichtet ist. Hier ist Adobe Acrobate wohl das Hauptprogramm, was man auch in der Creative Cloud erhält, wo man professionell PDF Dokument anschauen, bearbeiten und erstellen kann. Hier gibt es auch die kostenlose Version davon, namens Acrobate Reader, womit man lediglich PDFs anschauen, drucken, kommentieren und mit Adobe Sign unterschreiben kann. Adobe Acrobate gibt es dann auch mit allen seinen Funktionen auch als App. Hier kann man natürlich perfekt auch Adobe Scan und Adobe Sign & Fill in Kombination verwenden. Alle Dokumente können wir dann zusammen in der Document Cloud organisieren. Das war aber längst noch nicht alles. Acuh für Unternehmen, die Lerninhalte für ihre Mitarbeiter erstellen und zugänglich machen wollen, hat Adobe Programme dafür. Einmal Adobe Captivate für das Erstellen von Lerninhalten in Form von Kurse mit Videos, Texten und Co. Hier bietet Adobe auch eine eigenen LMS Software namens Captivate Prime an, welche Unternehmen intern für das Bereitstellen dieser Kurse verwenden können. Für das schnelle erstellen von Videos, was gut für die Kurse bzw. Bildungszwecke ist bietet Adobe auch den Presenter Video Express an. Für Live-Lernsessions oder generell Online Konferenzen bietet Adobe auch ihr eigenes Tool für Unternehmen namens Adobe Connect an. Noch tiefer in die Unternehmenswelt taucht Adobe mit Insights ein, was den Kunden ein komplexes Tool für das Analysieren von Verkäufen an die Hand gibt und mit dem Adobe Trust Center, auch die nötige Unterstützung für Fragen zum Thema Datenschutz, Sicherheit und das berufliche Verwenden von Adobe Programmen.

Neben der Document Cloud für Unternehmen, bietet Adobe auch einige Programme für den Marketing Bereich an, wo wir mit Insight schon das erste Programm in diese Richtung bisher genannt haben. Hier bekommt man aber im Rahmen der Experience und Advertising Cloud, noch viele weitere professionelle Tools an die Hand. Hier haben wir einmal Adobe Analyse, womit man anhand von Daten seine Zielgruppe kennen lernen und analysieren kann. Wo es zusätzlich auch den Adobe Audience Manager gibt, womit man die Zielgruppendaten noch besser untersuchen kann, um die richtigen Entscheidungen für dein Unternehmen zu treffen. Mit Adobe Campaign, kannst du dann alle wichtigen Kundendaten zusammenführen und koordinieren um Werbekampagnen per Mail, mobil, offline oder sonst wie zu managen und nicht den Überblick über alles zu verlieren. Mit dem Adobe Experience Manager, verliert dein Unternehmen auch nicht mehr den Überblick über ihren Content, mit einem Conetent-Managment-System und dem Digital Asset Management wo man den Content perfekt für alle Plattformen anpassen kann. Wenn du dann Produkte Online über einen Shop im großen Stil verkaufen willst, gibt es noch die Magento Commerce Cloud und passend dazu die Marketo Engagement Plattform wo du deinen Vertrieb und Marketing einfach aneinander anpassen kannst. Für Medienunternehmen bietet Adobe auch Adobe Primetime an, mit welchem man mehr aus seinen Werbeplätzen, Abonnements und anderen Umsätzen herausholen kann. Um deine Produkte wie Webseiten, Apps und Co. noch besser und personalisierter für die Kunden zu machen, gibt es auch Adobe Target, womit man seine Produkte umfangreich testen und optimieren kann. All die genannten Tools für das Marketing bzw. welche mit Werbung zu tun haben, bekommst du in einem gebündelten Paket unter dem Namen Adobe Advertising Cloud und mit der Adobe Experience Cloud die ganzen Tools für das Verbessern des Kundenerlebnisses.

Was Adobe in sehr vielen Programmen inzwischen verwendet ist ihre Adobe Sensei, eine KI die viele Prozesse intelligent automatisch machen soll. Diese finden wir in Programmen wie Photoshop aber auch insbesonders in den Programmen für Marketing und berufliches wird diese natürlich auch genutzt. Wenn dir die Funktionen der ganzen Programme nicht reichen, für die gibt es auch Adobe Exchange, womit man unterstützte Drittanbieter Applikationen zu seinen Programmen hinzufügen kann, um so noch mehr aus den Programmen herauszuholen. Das kann man sich wie einen App Store für Erweiterungen der Adobe Programme vorstellen.

Schlussendlich gibt es auch einige Programme die Adobe mit der Zeit eingestampft hat bzw. die Entwicklung eingestellt wurde. Darunter am bekanntesten Adobe Muse, wo man ohne programmieren Webseiten erstellen konnte, oder auch Story Plus, womit man Drehbücher und Skripte schreiben konnte.

Das waren jetzt über 70 Programme, Services oder Apps von Adobe im Schnelldurchlauf. Bei so einer Produktpalette verliert man schnell den Überblick und es kann auch gut sein, dass ich da etwas vergessen habe, da es teilweise sehr unübersichtlich geworden ist. Natürlich kann sich die Produktpalette von Adobe im Laufe der Zeit auch immer mal wieder verändern. Aber du solltest jetzt einen Überblick haben, was es alles gibt und für was welches Programm gut ist. Welche Anwendungen kannst du noch nicht und fandest du interessant? Teilen das doch gerne in den Kommentaren und lass uns diskutieren. Zu über 20 Programmen, welche in der Creative Cloud dabei sind, habe ich auch umfangreiche Grundkurse für den Einstieg produziert auf meinem YouTube-Kanal. Abonniere diesen gerne, um keine neuen mehr zu verpassen.

Über das Teilen des Tutorials freue ich mich auch immer sehr. Bis zum nächsten Mal.

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