Erstelle und erlebe dank VR, einen virtuellen Raum in Real Life, mit deinen eigenen Designs und Objekte. Wie du das direkt auf deinem Smartphone oder Tablet erstellen und erleben kannst, sowie was noch alles möglich mit Adobe Aero ist und wie alles funktioniert erkläre ich dir ausführlich in diesem Grundkurs.

Als Erstes klären wir, was Adobe Aero eigentlich ist und was damit möglich ist. Dann richten wir die Anwendung gemeinsam ein und schauen uns die Oberfläche, für ein besseres Verständnis genauer an. Dann werfen wir noch einen detaillierten Blick darauf wie man ein Szenario erstellen und anschließend auch erleben kann. Abschließend gehen wir dann noch auf die Einstellungen ein.

Dieser Grundkurs ist Teil der Adobe Grundkurse 2020, wo wir die Programme der Creative Cloud genau unter die Lupe nehmen.
Hier gibt es alle kostenlosen Kurse im Überblick

1. Was ist Adobe Aero?

Adobe Aero ist eine App welche mit Augmented Reality arbeitet. Also wir haben mit dieser App die Möglichkeit grafische Elemente in unserem Raum zu platzieren, welche wir dann über unsere Smartphone-Kamera sehen können. Man kann die Kamera auch bewegen und so quasi komplett interaktiv mit unseren grafischen Elementen interagieren. Die App arbeitet perfekt mit anderen Adobe Programmen zusammen, wie bspw. Photoshop und wir haben viele verschiedene Möglichkeiten, wie wir Elemente dann in unserem virtuellen Raum platzieren können. 

2. Einrichten

Um die App jetzt verwenden zu können, müssen wir diese erstmal aus unserem App Store herunterladen. Das geht einfach über diesen Link. Leider wird die App noch nicht von allen Geräten unterstützt und ist aktuell nur für iOS verfügbar. Über diesen Link kommst du auch auf eine Seite, wo du die aktuellsten Systemvoraussetzungen einsehen kannst. Öffnen wir die App, müssen wir uns mit einem Adobe Konto anmelden. Dieses hast du, wenn du bspw. ein Creative Cloud Abo abgeschlossen hast. Du kannst dir hier aber auch immer ein kostenloses Konto erstellen, falls du noch keins hast. Die App an sich kannst du dann kostenlos mit dem Adobe Konto verwenden. Wenn du Programmen wie Photoshop oder Co. in Verbindung mit der App verwenden willst, brauchst du ein entsprechendes Creative Cloud Abo, mehr zur Creative Cloud findest du hier.

3. Oberfläche

Haben wir uns nun erfolgreich angemeldet, befinden wir uns direkt auf der Startseite, wo wir Tipps sehen und auch unsere zuletzt verwendeten Projekte direkt auswählen und verwenden können. Am unteren linken Rand, können wir auch ein neues Projekt erstellen oder ein bestehendes Importieren, über unseren Creative Cloud oder Gerätespeicher. Neben der Startseite, über das drei Punkte Menü, können wir auch ein Menü öffnen, wo wir in einen “Lernen” Bereich wechseln können, wo wir weitere praktische Tutorials finden können. Des Weiteren können wir hier auch auf unsere Cloud-Dokumente zugreifen, welche bspw. mit Photoshop und den anderen Adobe Apps verwendet werden können. Auch die zuletzt gelöschten Dokumente können wir hier auswählen. Haben wir ein Projekt geöffnet, befinden wir uns oberhalb immer standardmäßig im Bearbeiten-Bereich. Über das Haussymbol kommen wir aber auch zu der gerade erklärten Startseite zurück. In der oberen rechten Ecke sehen wir auch unsere Creative Cloud und ob alles gerade synchronisiert ist.  Über das Zahnrad können wir auch noch die Einstellungen aufrufen.

4. Szenario erstellen

Doch wir wollen jetzt ein Szenario erstellen, wo wir unsere grafischen Elemente in unserem Raum platzieren können. Dafür klicken wir auf der Startseite einfach auf das blaue Plus oder falls wir schon ein Szenario erstellt haben, können wir dieses über die Cloud-Dokumente oder den Import-Button auswählen und öffnen. Wir erstellen jetzt aber von Grund auf ein neues Szenario. Als Erstes müssen wir jetzt mit der Kamera unseren Raum erkennen, dafür müssen wir die Kamera einfach ein bisschen bewegen. Nach einer Weile sehen wir weiße Punkte und auch Flächen welche erkannt wurden. Dort können wir jetzt bspw. darauf klicken um an dieser Stelle im Raum einen Anker zu setzen, wo wir dann Elemente drauf platzieren können. Über das neue blaue Plus in der unteren linken Ecke, können wir jetzt ein Element auswählen, welches wir an der Stelle platzieren wollen. Hier können wir Bilder oder Dateien von unserem Gerät auswählen, sowie aus unserer Creative Cloud. Grundsätzlich werden hier die gängigen Bildformate unterstützt, diese werden dann aber auch flach im Projekt platziert. Spannender wird es, wenn wir 3D Objekte auswählen, da diese dann auch plastisch im Raum platziert werden können. Dafür wählen wir jetzt einfach ein Element aus dem Starter-Elemente Ordner aus. Haben wir dass, wird dieses geladen und dann müssen wir es durch Tippen im Raum platzieren. Durch Tippen auf ein Element können wir dieses auch im Raum verschieben und mit zwei Fingern auch drehen und skalieren. Bewegen wir die Kamera, können wir das Element auch bspw. aus einem anderen Blickwinkel sehen. Über das Plus können wir jetzt auch noch weitere Elemente platzieren und so eine komplette Komposition aufbauen. Wollen wir jetzt ein oder mehrere Elemente nachträglich löschen, duplizieren oder Co, müssen wir einfach oben rechts auf Auswahl gehen und dann alle unsere gewünschten Elemente auswählen. Haben wir das gemacht, klicken wir auf Fertig und können dann am unteren Rand diese alle synchron drehen, verschieben, sowie duplizieren oder löschen. Wir können jetzt aber auch ein Verhalten zu unseren Objekten hinzufügen, was die ganze Sache um einiges spannender macht. Hier können wir sogenannte Trigger hinzufügen, also einen Auslöser welcher bestimmte Bewegungen oder Co. beim Objekt auslöst. Hier können wir als Auslöser, das Tippen auf das Objekt, die Näherung des Objektes oder das Starten der Simulation, also quasi direkt seit Beginn, entscheiden. Anschließend können wir dann eine Aktion auswählen, wo wir festlegen können, ob sich das Element animiert, dreht, springt, verschiebt, ausblenden, skaliert und vieles mehr. Hier können wir dann zu jeder Aktion auch noch Einstellungen vornehmen und über den Play-Button können wir uns die Aktion auch als Vorschau anzeigen lassen. Sind wir zufrieden mit der Aktion, können wir sie über den Haken bestätigen. Wir können jetzt auch noch weitere Aktionen zum Element hinzufügen, und auch mehrere Trigger. Also wir haben hier komplett die Freiheit. Pro Strang ist immer ein Trigger und dann alle Aktionen dahinter. Wir können Aktion untereinander hinzufügen, dann passieren sie gleichzeitig oder hintereinander, dann wird die zweite Aktion erst ausgeführt, wenn die erste abgeschlossen ist. Zurück in der Bearbeitung können wir jetzt über die drei Punkte, unseren Ankerpunkt, welchen wir zu Beginn erstellt haben, also wo quasi der Boden ist, Neuplatzieren, worauf sich dann auch unsere Objekte ausrichten. Wir können hier auch Bilder als Referenz nehmen. Am oberen rechten Rand können wir auch alle unsere letzten Schritte rückgängig machen und unsere Szene daneben auch exportieren.

Für coole 3D-Objekte, welche du in Adobe Aero verwenden kannst, schau doch mal auf unserem Instagram-Account @simontutorial vorbei.

5. Szenario erleben

Haben wir eine Szene jetzt erstellt, können wir diese auch einfach erleben. Dafür gehen wir einfach oben im Menü, auf Vorschau. Dann verschwinden alle Bearbeitungselemente und wir können über die Kamera und die Trigger, auch mit unseren erstellten Elementen spielen und diese von allen Seiten anschauen. Am unteren Rand können wir jetzt auch ein Video davon aufnehmen oder über den Fotoapparat, ein Bild machen. So können wir unsere neuen 3D-Kunstwerke einfach teilen. Über den Pfeil am rechten Rand können wir aber auch einen Link freigeben, über welchen andere auch auf dein Aero-Projekt über die App zugreifen können und so auch mit deiner Szene interagieren können. Diese müssen lediglich dann den Ankerpunkt für den Boden setzen. Schließlich können wir über Exportieren auch unser Projekt als richtige Datei exportieren, einmal als Aero-Datei, welche dann ebenfalls über die App importiert werden kann und dann damit gearbeitet. Es werden hier auch Reality-Dateien und Universal Scene Description-Dateien unterstützt, welche dann auch in richtigen 3D Anwendungen verwendet werden können. Unsere Projekte werden automatisch auch in unseren Cloud-Dokumenten gespeichert und so können wir über den Start auch immer auf unsere letzten Projekte zugreifen und auch über die Cloud-Dokumente von diesem und anderen Geräten aus unsere Dokumente einfach verwenden.

6. Einstellungen

Abschließend können wir jetzt auch noch die Einstellungen über das Zahnrad am oberen rechten Rand öffnen. Hier können wir unser angemeldetes Adobe Konto verwalten und sehen wie viel Cloud-Speicher wir noch haben, sowie den lokalen Speicher unseres Gerätes. Hier können wir uns auch mit unserem aktuellen Adobe Konto aus Aero abmelden. Unter Info, finden wir alle Informationen zur App an sich, wie Version, rechtliche Hinweise und wir können festlegen, ob unsere Nutzungsinformationen an Adobe weiter gegeben werden, damit sie die App stetig verbessern können. Dazu zählt auch ein Absturzbericht, falls die App mal den Geist aufgeben sollte, wird dann ein Bericht von dem Absturz an Adobe gesendet, welche dies dann zur langfristigen Problembehebung verwenden können. Als letztes haben wir hier noch einen Hilfe-Bereich, wo wir auf das Online-Lern Forum von Adobe Aero kommen, wo wir weitere Tutorials zur App finden. Unter Support können wir aber auch noch neue Funktionen vorschlagen, falls uns persönlich etwas fehlt und auch Programmierfehler melden.

Jetzt weißt du, wie du deine Projekte im dreidimensionalen Raum erleben kannst, mit Adobe Aero. Über diesen Link kannst du die Adobe Creative Cloud direkt abonnieren und durchstarten. Für mehr Grundkurse wie diesen, kannst du meinen Youtube-Kanal gerne kostenlos abonnieren. Über das Teilen des Artikels freue ich mich immer sehr und falls du noch Fragen oder Feedback haben solltest, kannst du dies gerne in den Kommentaren hinterlassen. Danke fürs zuschauen, bis zum nächsten Mal.

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