Fotos und Videos sammeln sich heute schnell auf dem Smartphone, dem Laptop und in verschiedenen Clouds. Ohne ein gutes System wird es schwierig, sie sicher zu speichern, später wiederzufinden, gezielt zu teilen oder den verfügbaren Speicher im Blick zu behalten. In diesem Video schauen wir uns Schritt für Schritt an, wie du Google Fotos nutzt, um deine Bilder zu sichern, zu organisieren, wiederzufinden und mit anderen zu teilen – sowohl am Smartphone als auch am PC.
Google Photos im Überblick
Google Fotos ist ein Dienst von Google, mit dem du Fotos und Videos zentral sichern, organisieren und wiederfinden kannst. Die App übernimmt auf Wunsch automatisch das Backup deiner Bilder, hilft dir beim Sortieren in Alben und macht es leicht, einzelne Fotos oder ganze Sammlungen mit anderen zu teilen. Zusätzlich kannst du deine Bilder über eine leistungsfähige Suche nach Orten, Motiven oder Zeiträumen schnell wiederfinden.
Du kannst Google Fotos sowohl im Browser am PC oder Laptop als auch über die App auf dem Smartphone oder Tablet nutzen. Die Inhalte werden über dein Google-Konto synchronisiert, sodass du auf deine Fotos von verschiedenen Geräten aus zugreifen kannst.
Der verfügbare Speicher ist an dein Google-Konto gekoppelt. Standardmäßig stehen dir 15 Gigabyte kostenloser Speicher zur Verfügung, der gemeinsam für Google Fotos, Google Drive und Gmail genutzt wird. Wenn dir dieser Speicher nicht ausreicht, kannst du ihn über ein kostenpflichtiges Google-One-Abo erweitern und zwischen verschiedenen Speichergrößen wählen. Darauf gehen wir später im Tutorial noch genauer ein.
Account & Einrichten
Um Google Fotos zu nutzen, benötigst du ein Google-Konto. Du kannst Google Fotos im Web direkt über diesen Link nutzen, wenn du oben rechts auf „Google Fotos besuchen“ klickst.
Falls du bereits ein Google-Konto hast, kannst du dich jetzt mit deiner E-Mail-Adresse und deinem Passwort anmelden. Solltest du noch kein Google-Konto besitzen, kannst du es an dieser Stelle kostenlos erstellen. Dazu klickst du im Anmeldebildschirm zunächst auf „Konto erstellen“. Über diese Option wirst du Schritt für Schritt durch die Registrierung geführt. Nach der Erstellung kannst du das neue Konto sofort für Google Fotos nutzen.
Möchtest du Google Fotos auf dem Smartphone nutzen, kannst du die App einfach aus dem Google Play Store oder dem Apple App Store herunterladen. Ist Google Fotos auf deinem Android-Gerät noch nicht installiert, lässt sich die App jederzeit im Google Play Store herunterladen.
Nach der Anmeldung landest du im Startbereich von Google Fotos. Im Browser siehst du hier eine chronologische Übersicht deiner Fotos und Videos sowie eine Navigationsleiste, über die du unter anderem Alben und geteilte Inhalte erreichst. Die Suchleiste befindet sich oben im Interface. In der App auf dem Smartphone findest du die Suche über die untere Navigationsleiste.
Beim ersten Start der App fragt Google Fotos, ob deine Bilder automatisch gesichert werden sollen. Aktivierst du das Backup, werden neue Fotos und Videos automatisch in dein Google-Konto hochgeladen und stehen dir auch auf anderen Geräten zur Verfügung. Du kannst das Backup aber auch bewusst deaktivieren, wenn du Google Fotos zunächst nur zum Verwalten oder Anschauen bereits vorhandener Bilder nutzen möchtest. Diese Entscheidung lässt sich später jederzeit in den Einstellungen ändern.
Alternativ kannst du Fotos auch am Computer automatisch sichern, über das Google-Drive-Programm, das Ordner auf deinem PC oder Mac mit deinem Google-Konto synchronisiert. Ein ausführliches Tutorial zu Google Drive findest du hier:
Backup einstellen
Bevor du die automatische Sicherung aktivierst, lohnt es sich, einen kurzen Blick auf die Backup-Einstellungen zu werfen. So kannst du zum Beispiel die gewünschte Sicherungsqualität festlegen, bevor die ersten Fotos und Videos hochgeladen werden.
Backup in der App einstellen
In der Google-Fotos-App gehst du oben rechts auf dein Profilbild. Dort tippst du auf „Sicherung“ und kannst den Schalter bei „Fotos und Videos auf diesem Gerät automatisch sichern“ aktivieren oder deaktivieren.
Weitere Optionen findest du, wenn du erneut auf dein Profilbild gehst und anschließend „Fotos‑Einstellungen“ und „Sicherung“ auswählst. In diesem Bereich kannst du das Backup ein‑ oder ausschalten und zusätzliche Details festlegen.
Unter „Sicherungsqualität“ wählst du, wie deine Fotos gespeichert werden sollen. Mit „Originalqualität“ werden Bilder und Videos in voller Qualität gesichert und verbrauchen entsprechend mehr Speicherplatz. Die Option „Speicherplatz sparen“ speichert die Inhalte komprimiert und benötigt weniger Platz im Google-Konto.
Ebenfalls in den Sicherungs-Einstellungen kannst du festlegen, ob mobile Daten für das Backup genutzt werden dürfen oder ob Uploads nur über WLAN erfolgen sollen. Das ist besonders unterwegs hilfreich, um dein Datenvolumen zu schonen. Zusätzlich kannst du auswählen, welche Ordner auf deinem Smartphone gesichert werden sollen, zum Beispiel Screenshots, WhatsApp-Bilder oder andere App-Ordner.
Backup‑Einstellungen im Browser
Wenn du Google Fotos im Browser nutzt, klickst du oben rechts auf das Zahnrad‑Symbol für die Einstellungen. Auch hier kannst du die Qualität der gespeicherten Fotos festlegen.
Unter „Speicherplatz verwalten“ siehst du außerdem, wie viel Speicherplatz aktuell von Google Fotos, Google Drive und Gmail belegt wird. In diesem Bereich hast du auch die Möglichkeit, Speicherplatz freizugeben, zum Beispiel durch das Entfernen großer Dateien.
Alternativ kannst du Fotos auch direkt am PC automatisch sichern. Mit der Google-Drive-Desktop-App lassen sich ausgewählte Ordner auf deinem Computer mit deinem Google-Konto synchronisieren. Alles, was du in diesen Ordnern speicherst, wird automatisch hochgeladen und steht dir anschließend auch in Google Fotos zur Verfügung. Die Synchronisierung kannst du in den Einstellungen der Google-Drive-App aktivieren und anpassen.
Kurzes Praxisbeispiel: Du machst ein Foto mit deinem Smartphone, wartest einen kurzen Moment und öffnest anschließend Google Fotos im Browser am PC. Sobald das Backup abgeschlossen ist, erscheint das Bild dort automatisch, ohne dass du es manuell übertragen musst.
Fotos verwalten: Suche, Filter, Ansichten
Sobald viele Fotos und Videos gespeichert sind, wird das Wiederfinden besonders wichtig. Genau hier spielt Google Fotos seine größten Stärken aus, denn Suche, Filter und Zeitnavigation greifen direkt ineinander.
Fotos finden in der App
In der Google-Fotos-App findest du die Suche unten rechts. Öffnest du sie, kannst du direkt nach Stichwörtern suchen, zum Beispiel nach Begriffen wie „Hochzeit“, „Strand“ oder „Auto“. Google erkennt dabei automatisch Inhalte in Bildern und ordnet sie passenden Suchbegriffen zu.
Zusätzlich erkennt Google Fotos Personen auf Bildern. Damit diese Funktion genutzt werden kann, muss die Personenerkennung in den Einstellungen zunächst aktiviert werden. Nach der Aktivierung kann es etwas dauern, bis Google die vorhandenen Fotos analysiert hat und erkannte Personen angezeigt werden. Anschließend kannst du eine Person auswählen und bekommst alle gespeicherten Fotos angezeigt, auf denen diese Person vorkommt. Manuell taggen kannst du Personen nicht, falls Google sie nicht erkannt hat. Du kannst nur Bilder bei einer Person auswählen und entfernen, falls diese falsch erkannt wurden. Wenn du alle Bilder von einer Person entfernt hast, wird diese nicht mehr in der Personenübersicht angezeigt. Das ist praktisch, wenn fremde Menschen aus dem Hintergrund von Bildern erkannt wurden, welche du nicht in deiner Übersicht haben möchtest.
In der Suche kannst du außerdem gezielt nach bestimmten Medienarten filtern, zum Beispiel nach Videos, Screenshots, Favoriten oder automatisch erstellten Kreationen von Google.
Auf dem Startbildschirm der App hast du zusätzlich die Möglichkeit, zeitlich zu navigieren. Über die Pfeile an der rechten Seite kannst du schnell durch Monate und Jahre scrollen und so direkt zu älteren oder neueren Aufnahmen springen, ohne lange nach unten wischen zu müssen. Außerdem kannst du mit zwei Fingern auf dem Bildschirm auseinander- oder zusammenziehen, um die Ansicht zu vergrößern oder zu verkleinern. So wechselst du schnell zwischen einer Detailansicht und einer groben Monatsübersicht.
Fotos finden im Browser
Im Browser befindet sich die Suchleiste im oberen Bereich von Google Fotos. Auch hier kannst du Stichwörter eingeben, alle Personen aufrufen oder dir gezielt Favoriten anzeigen lassen.
Die zeitliche Navigation funktioniert im Web über eine Zeitleiste an der Seite. Wenn du mit der Maus darüberfährst, kannst du schnell zwischen Monaten und Jahren wechseln und gezielt zu bestimmten Zeiträumen springen.
Auf der linken Seite findest du im Bereich Sammlungen verschiedene Kategorien, mit denen du deine Fotos weiter eingrenzen kannst. Dazu gehören unter anderem Orte, Screenshots, Dokumente, Alben, Favoriten, Videos, kürzlich hinzugefügte Medien, das Archiv, gesperrte Ordner und der Papierkorb.
Grundverständnis für Einsteiger
Wichtig für Einsteiger ist der Unterschied zwischen der normalen Fotoübersicht und Alben. Die Fotoübersicht zeigt alle gesicherten Bilder chronologisch sortiert. Alben sind eine zusätzliche Ordnungsebene, mit der du Fotos thematisch zusammenfassen kannst.
Ein einzelnes Foto kann dabei in mehreren Alben gleichzeitig liegen, ohne doppelt gespeichert zu werden. So bleibt die Übersicht erhalten, ohne zusätzlichen Speicherplatz zu verbrauchen.
Ordnung schaffen: Alben, Favoriten und Archiv
Um in deiner Fotosammlung dauerhaft den Überblick zu behalten, kannst du Google Fotos aktiv zur Organisation nutzen. Eine zentrale Rolle spielen dabei Alben, mit denen du Fotos thematisch zusammenfassen kannst, ohne sie zu duplizieren.
Alben erstellen in der App
In der Google-Fotos-App tippst du unten auf „Sammlungen“ und wechselst dort in den Bereich „Alben“. Oben rechts findest du ein Plus-Symbol, über das du ein neues Album erstellst. Anschließend kannst du dem Album einen Namen geben, Fotos oder Videos hinzufügen und optional eine kurze Beschreibung hinterlegen.
Zusätzlich kannst du innerhalb eines Albums auch Texte und Karten hinzufügen, zum Beispiel um einen Urlaub zu dokumentieren und einzelne Tage oder Orte zu beschreiben. So wird aus einer reinen Fotosammlung eine kleine visuelle Geschichte.
Außerdem kannst du ein bestimmtes Foto als Albumcover festlegen, das dann in der Albumübersicht angezeigt wird. Das hilft dabei, Alben schneller wiederzuerkennen.
Fotos lassen sich übrigens nicht nur direkt im Album hinzufügen. Du kannst auch in der chronologischen Fotoübersicht Bilder auswählen und sie von dort aus einem bestehenden oder neuen Album hinzufügen.
Fotos lassen sich jederzeit wieder aus einem Album entfernen, ohne sie zu löschen. In der App öffnest du dazu das entsprechende Album, wählst das Foto aus, tippst oben rechts auf die drei Punkte und wählst „Aus Album entfernen“.
Im Browser funktioniert das genauso: Foto im Album auswählen, oben rechts auf die drei Punkte klicken und „Aus Album entfernen“ wählen. Das Bild bleibt weiterhin in deiner Google-Fotos-Mediathek erhalten und wird nur aus dem Album entfernt.
Alben erstellen im Browser
Im Browser klickst du auf der linken Seite auf „Alben“. Oben rechts findest du die Schaltfläche „Album erstellen“. Auch hier kannst du dem Album direkt einen Titel geben und anschließend die gewünschten Fotos oder Videos auswählen.
Favoriten nutzen
Zusätzlich kannst du einzelne Fotos als Favoriten markieren. Favoriten erkennst du am Stern-Symbol, das in der chronologischen Fotoübersicht direkt am Bild angezeigt wird. So siehst du auf einen Blick, welche Fotos du besonders markiert hast.
Die Favoriten lassen sich auch gesammelt aufrufen: Im Browser findest du sie in der linken Seitenleiste unter „Favoriten“. In der App tippst du unten auf „Sammlungen“ und wählst dort oben links den Bereich „Favoriten“. Das eignet sich besonders, um schnell auf wichtige oder häufig genutzte Bilder zuzugreifen, ohne dafür ein eigenes Album anlegen zu müssen.
Archiv sinnvoll einsetzen
Eine weitere hilfreiche Funktion ist das Archiv. Wenn du Fotos aus der Hauptansicht entfernen möchtest, ohne sie zu löschen, kannst du sie archivieren. Archivierte Bilder bleiben vollständig erhalten und durchsuchbar, tauchen aber nicht mehr im normalen Foto-Feed auf. Das eignet sich zum Beispiel für Belege, Screenshots oder andere Bilder, die du aufbewahren willst, aber nicht ständig sehen möchtest.
Archivierte Fotos lassen sich jederzeit wieder in die normale Fotoübersicht zurückholen. In der App gehst du dazu unten auf „Sammlungen“ und wählst den Bereich „Archiv“. Dort kannst du ein Foto auswählen, unten auf „Hinzufügen zu“ tippen und anschließend „Aus Archiv wiederherstellen“ wählen.
Im Browser findest du das Archiv in der linken Seitenleiste. Öffne dort das gewünschte Foto, klicke oben rechts auf die drei Punkte und wähle „Aus Archiv wiederherstellen“.
Auf diese Weise kannst du deine Fotosammlung übersichtlich halten, ohne Inhalte zu verlieren oder doppelt abzulegen.
Zusätzlich gibt es in Google Fotos auch einen gesperrten Ordner. Dieser unterscheidet sich vom Archiv dadurch, dass die darin enthaltenen Fotos nicht nur aus der Hauptansicht verschwinden, sondern auch nicht in der Suche erscheinen und zusätzlich geschützt werden. Bilder im gesperrten Ordner sind nur nach einer Entsperrung sichtbar, zum Beispiel per Geräte-PIN, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung.
Der gesperrte Ordner eignet sich vor allem für private oder sensible Fotos, während das Archiv eher dafür gedacht ist, Bilder auszublenden, die du behalten, aber nicht ständig sehen möchtest.
Bilder teilen: Einzelbilder, Links und geteilte Alben
Google Fotos macht es einfach, Bilder und Videos mit anderen zu teilen. Du kannst einzelne Fotos, mehrere Bilder oder komplette Alben freigeben und dabei entscheiden, wie und mit wem geteilt wird.
Fotos teilen in der App
In der Google-Fotos-App öffnest du zunächst das gewünschte Foto. Unten links erscheint der Teilen-Button. Nach dem Antippen kannst du auswählen, ob das Original oder eine optimierte Version des Fotos geteilt werden soll.
Anschließend tippst du unten rechts auf „Teilen“. Jetzt kannst du auswählen, über welche App oder an welchen Kontakt das Bild gesendet werden soll, zum Beispiel über WhatsApp, E-Mail oder einen anderen Messenger. Nach dem Auswählen öffnet sich die jeweilige App automatisch und das Foto kann direkt versendet werden.
Fotos teilen im Browser
Im Browser öffnest du das gewünschte Foto. Oben rechts findest du das Teilen-Symbol, Nach dem Klick darauf kannst du eine Person nach Namen, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse suchen.
Alternativ kannst du einen Freigabe-Link erstellen oder das Foto direkt über Dienste wie Facebook oder X teilen. Personen mit diesem Link können das Foto ansehen und herunterladen, auch wenn sie selbst kein Google-Fotos-Konto nutzen.
Bei geteilten Alben ist das anders: Dort kannst du die Freigabe jederzeit beenden oder den Link deaktivieren, sodass niemand mehr Zugriff auf das Album hat.
Geteilte Alben nutzen
Besonders praktisch sind geteilte Alben. Hier kannst du nicht nur Fotos mit anderen teilen, sondern ihnen auch erlauben, selbst Bilder hinzuzufügen oder Kommentare zu hinterlassen. So entsteht eine gemeinsame Sammlung, die sich laufend ergänzt.
Ein typisches Beispiel ist ein Urlaubsalbum mit dem Partner oder mit Freunden. Jeder lädt seine eigenen Fotos hoch, alle Beteiligten haben Zugriff auf die komplette Sammlung, und niemand muss Bilder einzeln hin- und herschicken.
Fotos aus geteilten Alben lassen sich auch in die eigene Google-Fotos-Mediathek übernehmen. Öffnest du ein geteiltes Album, findest du oben rechts im Menü einen Button „Fotos sichern“. Damit werden die Fotos aus dem Album zu deinen eigenen Fotos hinzugefügt.
Alternativ kannst du innerhalb des Albums auch einzelne oder mehrere Bilder auswählen und nur diese sichern. Das ist besonders praktisch, wenn du bereits Fotos übernommen hast und später nur neu hinzugekommene Bilder zu deiner Mediathek hinzufügen möchtest. So bleiben wichtige Bilder dauerhaft in deiner Sammlung, auch unabhängig vom Album.
Darüber hinaus gibt es in Google Fotos auch eine automatische Freigabe für bestimmte Personen, zum Beispiel für Paare. In den Einstellungen unter „Teilen“ kannst du festlegen, dass alle Fotos automatisch mit einer ausgewählten Person geteilt werden.
Dabei kannst du auswählen, ab welchem Datum Fotos freigegeben werden sollen, sodass nur neue Bilder geteilt werden. Die freigegebenen Fotos erscheinen bei der anderen Person automatisch im Fotostream, ohne dass du jedes Bild einzeln auswählen musst. Diese Funktion eignet sich besonders, wenn beide dauerhaft Zugriff auf gemeinsame Fotos haben sollen.
Löschen, Gerätespeicher und typische Stolperfallen
Beim Löschen von Fotos kommt es in Google Fotos häufig zu Missverständnissen, besonders in der App auf dem Smartphone. Wichtig ist der Unterschied zwischen dem Löschen eines Fotos aus Google Fotos und dem Entfernen eines Fotos nur vom Gerät.
Fotos löschen in der App
Um ein einzelnes Foto in der App zu löschen, öffnest du das Bild und tippst unten rechts auf das Papierkorb-Symbol. Das Foto wird anschließend aus deiner Google-Fotos-Mediathek entfernt und landet zunächst im Papierkorb.
Möchtest du mehrere Fotos auf einmal löschen, hältst du ein Bild länger gedrückt, bis es ausgewählt ist. Danach kannst du weitere Fotos antippen, um sie zur Auswahl hinzuzufügen. Anschließend tippst du unten rechts auf das Papierkorb-Symbol, um alle ausgewählten Bilder gleichzeitig zu löschen.
Wichtig dabei: Wenn du ein Foto über den Papierkorb löschst, wird es aus deiner Google-Fotos-Mediathek entfernt und – sofern es sich auch auf deinem Smartphone befindet – in der Regel auch vom Gerät gelöscht.
Möchtest du ein Foto nur vom Smartphone entfernen, ohne es aus Google Fotos zu löschen, gibt es dafür eine eigene Option. Dazu öffnest du das Foto, tippst oben rechts auf die drei Punkte und wählst im aufklappenden Menü „Vom Gerät löschen“. Das Bild bleibt dann weiterhin in Google Fotos und in der Cloud gespeichert, wird aber vom lokalen Speicher deines Smartphones entfernt.
Gelöschte Fotos landen zunächst im Papierkorb von Google Fotos. Dort bleiben sie 60 Tage lang gespeichert und können in dieser Zeit jederzeit wiederhergestellt werden.
Du hast außerdem die Möglichkeit, den Papierkorb manuell zu leeren. Erst wenn Fotos endgültig aus dem Papierkorb entfernt wurden, wird der belegte Cloudspeicherplatz wieder freigegeben.
Fotos löschen im Browser
Im Browser öffnest du zunächst das gewünschte Foto. Oben rechts findest du das Papierkorb-Symbol, über das du das Bild löschen kannst.
Um mehrere Fotos zu löschen, bewegst du den Mauszeiger über ein Bild und klickst auf den Haken oben links, um es auszuwählen. Danach kannst du weitere Fotos markieren. Anschließend klickst du oben rechts auf das Papierkorb-Symbol, um alle ausgewählten Bilder zu löschen.
Fotos bearbeiten
Google Fotos bietet einige Bearbeitungsfunktionen, mit denen du Fotos schnell anpassen kannst, ohne eine separate Bildbearbeitungs-App zu benötigen. Diese Werkzeuge sind für schnelle Korrekturen gedacht und ersetzen kein professionelles Editing, reichen für den Alltag aber völlig aus.
Fotos bearbeiten in der App
In der Google-Fotos-App öffnest du ein Foto durch Antippen. Am unteren Bildschirmrand stehen dir verschiedene Bearbeitungsoptionen zur Verfügung. Du kannst das Bild zum Beispiel mit Funktionen wie Optimieren, Dynamisch oder Boost automatisch anpassen lassen.
Zusätzlich kannst du Fotos manuell bearbeiten, zum Beispiel zuschneiden, drehen oder gezielt an Helligkeit und Farben anpassen. Darüber hinaus bietet Google Fotos auch spezielle Funktionen wie den magischen Radierer und das Scharfzeichnen.
Den magischen Radierer findest du, indem du ein Foto öffnest, auf „Bearbeiten“ tippst und anschließend unten den Bereich „Aktionen“ auswählst. Dort kannst du mit dem magischen Radierer störende Objekte aus dem Bild entfernen. Direkt daneben befindet sich auch die Funktion zum Scharfzeichnen.
Änderungen lassen sich jederzeit rückgängig machen. Du kannst das bearbeitete Bild außerdem als Kopie speichern, sodass das Original erhalten bleibt, oder die Änderungen direkt auf das Original anwenden.
Im Bereich „Erstellen“ am unteren Rand der App findest du weitere Werkzeuge. Hier kannst du aus deinen Fotos unter anderem Collagen, Highlight-Videos, Bilder mit Film-Effekt oder sogar Animationen erstellen. Diese Funktionen greifen auf deine bestehenden Inhalte zurück und erzeugen neue Medien, ohne die Originale zu verändern.
Fotos bearbeiten im Browser
Auch im Browser lassen sich Fotos bearbeiten. Dazu öffnest du ein Bild und klickst oben rechts auf das dritte Symbol von links. In der Bearbeitungsansicht kannst du das Foto optimieren, verschiedene Filter anwenden oder das Seitenverhältnis anpassen.
Darüber hinaus stehen dir Regler für Helligkeit, Farben, HDR-Effekte und weitere Bildparameter zur Verfügung. Je nach Foto kannst du spezielle Funktionen wie die Himmel-Optimierung nutzen. Zusätzlich gibt es ein Stift-Werkzeug, mit dem du direkt Notizen oder Markierungen auf dem Bild hinzufügen kannst.
Je nach Gerät und App-Version können beim Teilen eines Fotos außerdem sogenannte Quick-Edits angeboten werden, mit denen sich Bilder direkt vor dem Versenden noch anpassen lassen.
Mehr Speicher & Google One
Wenn der kostenlose Speicherplatz von Google Fotos nicht mehr ausreicht, kommt Google One ins Spiel. Das kann schneller passieren, als man denkt – zum Beispiel, wenn viele Videos gesichert werden oder man seine Fotos und Aufnahmen bewusst nicht löschen möchte. Google One ist das Abo-Modell von Google, mit dem du zusätzlichen Cloud-Speicher buchen kannst. Dieser Speicher gilt nicht nur für Google Fotos, sondern wird gemeinsam für Google Fotos, Google Drive und Gmail genutzt.
Aktuelle Google-One-Tarife
Aktuell stehen unter anderem folgende Speicherpläne zur Verfügung:
100 GB für 1,99 Euro pro Monat
200 GB für 2,99 Euro pro Monat
2 TB für 9,99 Euro pro Monat
Alternativ sind manche Tarife auch als Jahresabo verfügbar. Dabei kostet der 100-GB-Plan 19,99 Euro pro Jahr und der 2-TB-Plan 99,99 Euro pro Jahr. Im Vergleich zum Monatsabo spart man damit etwas, ist aber für ein Jahr gebunden.
Alle Google-One-Tarife lassen sich über die Google-Familienfreigabe mit bis zu fünf weiteren Personen teilen, ohne dass diese Zugriff auf deine Fotos erhalten. Es wird ausschließlich der Speicher gemeinsam genutzt.
Abo verwalten oder kündigen
In der Google-Fotos-App findest du die Google-One-Optionen, indem du oben rechts auf dein Profilbild tippst und anschließend „Speicherplatz kaufen“ auswählst. Dort werden dir die verfügbaren Tarife angezeigt und du kannst direkt ein Abo abschließen oder verwalten.
Im Browser klickst du ebenfalls oben rechts auf dein Profilbild. Unter der Anzeige, wie viel Speicherplatz aktuell verwendet wird, gelangst du direkt zu den Google-One-Optionen, um deinen Tarif einzusehen, zu ändern oder zu kündigen.
Die Buchung, Verwaltung oder Kündigung eines Google-One-Abos erfolgt zentral über Google One. Dort kannst du deinen aktuellen Tarif einsehen, den Speicherplan wechseln oder das Abo jederzeit wieder beenden. Änderungen wirken sich direkt auf den verfügbaren Speicher in Google Fotos aus.
Wichtig: Preise und verfügbare Speicherpläne können sich ändern. Einen aktuellen Überblick findest du immer über den entsprechenden Link in der Videobeschreibung. Wenn du genauer wissen möchtest, wie Google One funktioniert und wie du es verwaltest, findest du hier ein eigenes, ausführliches Tutorial dazu:
Damit kennst du jetzt die wichtigsten Funktionen von Google Fotos. Probier die gezeigten Funktionen am besten direkt selbst aus. Den passenden Link zu Google Fotos findest du hier.
Wenn dir der Artikel geholfen hat oder noch Fragen offen sind, schreib sie gerne in die Kommentare. Weitere Tutorials zu Google-Diensten und anderen Tools, wie Apple Fotos findest du ebenfalls auf meinem YouTube-Kanal.





