Erstelle Zeichnungen und Malereien ganz einfach auf deinem iPad oder Tablet, mit der Adobe Fresco App. Was damit alles möglich ist und was du zum Einstieg alles wissen musst, erkläre ich dir ausführlich in diesem Grundkurs. Dieser Kurs ist auch praktisch, wenn du von Sketch oder Illustrator Draw auf Fresco umsteigen willst.

Als Erstes schauen wir uns an, wo und wie du Adobe Fresco erwerben und installieren kannst. Anschließend gehen wir die ersten Schritte im Programm gemeinsam durch, also wie du ein Projekt erstellen kannst. Um das Programm noch besser verstehen und eigenständiger nutzen zu können, nehmen wir die Oberfläche im Detail auseinander. Dann gehen wir noch Detailliert auf das Malen bzw. Zeichnen mit dem Pinsel, Farben in Fresco sowie Bilder & Grafiken und weitere Werkzeuge ein. Wir werfen dann auch noch einen Blick auf die Ebenen & Masken und wie wir unsere Projekte exportieren und speichern können. Abschließend zeige ich dir im Zeitraffer, wie ich eine Zeichnung in Adobe Fresco erstellt habe. Der Grundkurs ist auch aufgelockert mit Aufgaben, Tipps und Beispielen, um dir die Inhalte noch verständlicher rüber zu bringen und das Erlernte besser intensivieren zu können, durch direktes anwenden.

Dieser Grundkurs ist Teil der Adobe Grundkurse 2020, wo wir die Programme der Creative Cloud genau unter die Lupe nehmen.
Hier gibt es alle kostenlosen Kurse im Überblick

1. Einrichten & Preis

Adobe Fresco ist Teil der Adobe Creative Cloud und kann nur über ein monatliches oder jährliches Abo erworben werden. Über diesen Link kommst du direkt zur Preisübersicht. Grundsätzlich kannst du es 6 Monate kostenlos testen mit eingeschränkten Funktionen und dann für einen monatlichen Preis von 11,89 € weiter mit allen Funktionen nutzen. Hier bekommst du neben der Fresco App, mit allen ihren Funktionen auch einen 100 GB Cloudspeicher, sowie Zugriff auf Adobe Portfolio, Spark und Fonts. Du kannst dir Fresco aber auch in Kombination mit Adobe Photoshop holen ab 23,79 € pro Monat oder mit allen Programmen der Creative Cloud für knapp 60 € im Monat oder für Schüler und Studenten für knapp 20 € im ersten Jahr. Egal welches Abo du auswählst, du brauchst ein kostenloses Konto bei Adobe. Über diesen Link kannst du dir direkt dein Wunschabo aussuchen und dir dann dort ein Adobe Konto im nächsten Schritt erstellen oder mit einem bestehenden anmelden. Wenn du im Detail wissen willst, was die Adobe Creative Cloud ist, kannst du dir auch gerne unseren separaten Grundkurs dazu anschauen. Doch auf welchen Geräten kannst du Adobe Fresco jetzt nutzen?

Grundsätzlich ist es auf iPads verfügbar, sowie auf den Surface Geräten von Microsoft. Du kannst checken, ob dein aktuelles Gerät damit verfügbar ist, wenn du die Adobe Fresco App einfach in deinem App Store auf deinem Gerät suchst. Kannst du sie installieren, dann sollte dein Gerät damit kompatibel sein. Ich habe dir auch nochmal eine offizielle Seite verlinkt, wo du alle kompatiblen Geräte sehen kannst, und was die Mindestanforderungen sind. Hast du die App jetzt aus deinem App Store heruntergeladen, musst du dich mit deinem Adobe Konto anmelden, um das Programm verwenden zu Können.

2. Projekte erstellen (Cloud-Dokumente)

Hast du das erfolgreich gemacht, befinden wir uns auf der Startseite von Adobe Fresco. Hier können wir direkt eine interaktive Tour durch das Programm bekommen, was ein netter Einstieg ist. Darunter können wir auch direkt ein neues Projekt erstellen oder die zuletzt verwendeten Projekte sehen und daran weiter arbeiten. Auf der rechten Seite, können wir auch eine Seite aufrufen, wo wir sehen, welche Funktionen bald in Adobe Fresco verfügbar sind. Dieser Grundkurs ist im Februar 2020 entstanden, deswegen werden wir auch nur alle Funktionen zeigen, die bis dato verfügbar sind. Auf der linken Seite, können wir jetzt oben auch noch in einen Trainingsbereich wechseln, sowie in eine Galerie, wo wir Inspirationen von anderen Künstlern finden können. Unter “ihre Arbeit” können wir auch auf unsere Cloud und gelöschten Dokumente zugreifen und diese verwalten. Am unteren Rand können wir jetzt aber auch ein neues Projekt erstellen oder ein bestehendes importieren und öffnen. Hier können wir Photoshop, Sketch oder Draw Dateien öffnen und in Adobe Fresco verwenden. Wenn wir jetzt aber eine neue Datei erstellen wollen, können wir in einem separaten Fenster eine Größe für unser Projekt festlegen. Hier können wir dem Projekt auch einen Namen geben, die Größe anhand von Pixeln oder Zentimetern eingeben, sowie das Druckformat und den Hintergrund. Erstellst du eine Zeichnung, welche ausschließlich auf Bildschirmen angezeigt werden soll, ist ein Druckformat von 72 ausreichend. Falls du es jedoch drucken willst, solltest du mindestens 300 auswählen. Zu guter Letzt können wir hier auch unsere Vorlage speichern und ihr einen Namen geben. Diese finden wir dann unter Gespeichert, im oberen Menü. Hier gibt es auch unter Digital und Print Vorlagen von Adobe, welche den gängigsten Formaten entsprechen. Klicken wir auf Erstellen, können wir direkt loslegen. Was man zu den Projekten noch sagen sollte ist, dass es sich hierbei um Cloud-Dokumente handelt. Also deine Projektdateien werden automatisch in deinem Creative Cloud Speicher gesichert. Der Vorteil hierbei ist, dass du diese dann bspw. auch in Photoshop an deinem Computer oder auch auf anderen Geräten verwenden kannst. Du kannst alle deine Cloud-Dokumente auch im Startbereich sehen und auch in Fresco darüber bspw. auf Photoshop-Dateien zugreifen, welche du hier gespeichert hast. Das ist super praktisch um einfach zwischen mehreren Geräten und Programmen arbeiten zu können.

Erstelle doch jetzt erstmal ein Projekt, welches sich deinen Bildschirmmaßen anpasst. Dafür klicke ich einfach auf Neu erstellen und wähle dort meine aktuelle Bildschirmgröße aus oder direkt auf der Startseite habe ich die Option auch und kann dann loslegen mit dem Projekt.

3. Oberfläche

Wir befinden uns jetzt komplett im Programm. Bevor wir uns aber anschauen, wie man Zeichnungen dort erstellen kann, will ich dir noch kurz erklären, wie das Programm an sich aufgebaut ist. Wir sehen auf der linken Seite ganz oben in der Ecke ein Haussymbol, worüber wir wieder auf die Startseite von gerade eben kommen, um bspw. ein neues Projekt erstellen zu können. Unter dem Haussymbol an der linken Seite sehen wir die ganzen Werkzeuge, welche wir in den kommenden Kapiteln noch genau anschauen werden. Hier haben wir ganz unten auch alles zu den Farben und zu den Werkzeugeinstellungen. Am oberen Rand in der Mitte sehen wir unseren Dokumentennamen und die Auflösung in Prozent. Hier können wir durch Tippen darauf, einen neuen Wert eingeben. Du kannst aber in das Projekt auch mit dem auf oder zuziehen von zwei Fingern, ran oder rauszoomen oder das Projekt bewegen. Am linken oberen Rand können wir über die Pfeile auch den letzten Schritt rückgängig machen oder wiederholen. Das geht auch in dem du einfach mit zwei oder drei Fingern auf den Bildschirm tippst. Falls du noch mehr Gesten-Optionen zu Adobe Fresco wissen willst und Tastenkürzel zu den anderen Adobe Programmen, check doch mal unseren Instagram Account @simontutorial aus. Über das Fragezeichen, finden wir auch Hilfe zum Programm und über den Pfeil nach Oben können wir unser aktuelles Projekt exportieren, am Ende noch mehr dazu. Unter dem Zahnrad können wir die Einstellungen öffnen, wo wir unser aktuelles Projekt nachträglich umbenennen können, sowie die Größe bearbeiten. Wir können hier auch das komplette Projekt horizontal oder vertikal spiegeln sowie unser Projekt drehen, wo wir auch die Grad zahl darunter einstellen können und nur diese verwenden. Auch ob die Gestenbefehle funktionieren sollen, können wir hier festlegen. Unter Applikationseinstellungen können wir noch zu der App an sich etwas einstellen, was sich nicht nur auf unser aktuelles Projekt bezieht. Hier können wir die Kalibrierung des Apple Pencils bspw. bei der iPad-Version einstellen, sowie welche Touch-Befehle mit dem Pencil noch funktionieren. Unter Allgemein können wir auch die Anordnung der Werkzeuge, sowie ob du ein helles oder dunkles Design verwendet möchtest. Auch zum Export und Trainingsinhalten kannst du hier etwas einstellen. Unter Konto kannst du dein verbundenes Adobe Konto verwalten und deinen verfügbaren Cloud-Speicherplatz sehen, worin sich ja deine Projekte speichern. Schließlich finden wir dann noch alle Funktionen zu Adobe Fresco und können experimentelle Funktion aktivieren, was einer Beta-Version ähnelt. In der ganz oberen rechten Ecke, können wir auch die ganzen Menüelemente des Programms ausblenden, um nur noch unsere Zeichenfläche zu sehen. Blenden wir alle Elemente wieder ein, sehen wir am rechten Rand alles zu unseren Ebenen. Am unteren rechten Rand haben wir dann auch die Möglichkeit uns ein digitales Lineal zu aktivieren welches wir auch bewegen und drehen können, mit zwei Fingern. So können wir dann gerade Linien an diesem malen. Wir können es über die gleiche Schaltfläche auch wieder deaktivieren. Was als letztes noch erwähnenswert ist, dass wir einzelne Elemente, wie die Pinseleinstellungen oder Farben über ihren Balken auch von der aktuellen Position lösen können und frei im Programm anordnen können.

4. Pinsel

Schauen wir uns jetzt die wichtigsten Werkzeuge in Adobe Fresco an, nämlich die Pinsel. Davon gibt es drei unterschiedliche, welche wir direkt oben in der linken Leiste finden. Hier haben wir einen Pixel-, Interaktive- und Vektor-Pinsel, welche alle komplett unterschiedliche funktionieren und so auch unterschiedliche Möglichkeiten bieten. Fangen wir mit dem Pixelpinsel an, welchen man auch mit dem Pinseltool aus Adobe Photoshop vergleichen kann. Haben wir diesen ausgewählt, können wir einfach darauf los malen auf unserer Zeichenfläche mit unserem Finger oder bspw. dem Apple Pencil. Nutzt du letzteren, kannst du auch mit Druck arbeiten, wodurch die Linien dicker oder dünner werden, was noch realistischer wirkt. Sobald wir malen, malen wir direkt auf der aktuell ausgewählten Ebene, später noch mehr zu den Ebenen. Klicken wir jetzt lange auf das Pixelpinsel-Werkzeug können wir dazu noch vieles einstellen. Hier können wir jetzt unsere Pinseltextur bzw. Pinselart wechseln und sehen, welche wir gerade ausgewählt haben, am oberen Rand. Über die verschiedenen Kategorien können wir dann auf weitere Pinsel zugreifen und per Klick einen auswählen. Haben wir einen Ausgewählt, können wir diesen auch über das Sternsymbol zu unseren Favoriten hinzufügen, welche wir dann über Favoriten aufrufen können. Über das Plus am unteren Rand können wir auch weitere Pinsel herunterladen direkt von Adobe oder importieren aus unseren Dateien. Wir haben mit der Adobe Capture App auch die Möglichkeit unsere eigenen Pinsel zu erstellen. Diese sehen wir dann im Menü unter Bibliothekspinsel, falls wir diese in unserer Creative Cloud Bibliotheken gespeichert haben. Zu Adobe Capture haben wir ein eigenes Tutorial auf meinem Kanal veröffentlicht, Link dazu hier. Haben wir einen Pinsel ausgewählt, können wir am unteren Rand der Werkzeugleiste auch seine Größe über die Zahl einstellen. Auch den Fluss können wir hier einstellen, welchen ich meistens auf 100 habe, da man damit am flüssigsten malen kann. Unter Glättung können wir diese auch einstellen, wodurch das Programm automatisch deine Linie anpasst um eine runderen und filigraneren Strich zu ermöglichen. Ganz unten können wir dann noch spezifisch zum Pinsel etwas einstellen. Wie seine Füllmethode, Formeigenschaften, Streuung und Übertragung. Das sind sehr professionelle Einstellungen, welche für den Einstieg nicht so wichtig sind und man ein gewisses Verständnis benötigt, um diese richtig zu verstehen. Ich rate immer dazu einfach mal ein bisschen an den Werten herumzuspielen und zu schauen wie sich dadurch der Pinsel verändert. So lernt man am besten, was welche Funktion genau macht. Das ist aber natürlich auch sehr Zeitintensiv. Über den Pfeil am unteren Rand kann man alle Einstellungen auf die Standardwerte zurücksetzen. So musst du keine Angst haben den Pinsel zu zerstören, falls du an den Werten rumspielst. Als Nächstes haben wir die interaktiven Pinsel, welche ich ziemlich cool finde und glaub, dass sie das Alleinstellungsmerkmal von Adobe Fresco sind. Damit kannst du nämlich Aquarell und Ölpinsel simulieren, also flüssige Pinsel. Malen wir einmal in unser Projekt sehen wir direkt den Unterschied. Diese verhalten sich wie Wasserfarben. Auch hier können wir über das Werkzeug die einzelnen verfügbaren Pinsel auswählen. Hier können wir keine eigenen Pinsel reinladen. Am unteren Rand können wir jetzt statt der Glättung den Wasseranteil der Pinsel einstellen, um den Fluss perfekt anpassen zu können und unter den Pinsel Einstellungen gibt es jetzt auch viele andere Pinsel Einstellungen, welche du gerne durch Ausprobieren entdecken kannst. Als letztes haben wir die Vektorpinsel, welche am ehesten an die Pinsel aus Adobe Illustrator herankommen. Diese haben als Besonderheit das sie verlustfrei im Nachhinein skaliert werden können. Diese sind aber immer deckend und beinhalten keine Transparenz wie bspw. bei den Pixelpinseln. Hier können wir über das Werkzeug auch einige verschiedene Pinsel verwenden, welche sich eigentlich nur vom Anfang und Ende, sowie er Dicke unterscheiden. In den unteren Einstellungen können wir wieder eine Glättung aktivieren, sowie die Pinsel dicke und die erweiterten komplexeren Pinsel Einstellungen. Unter den Pinsel haben wir auch noch den Radiergummi, der wie ein Pinsel funktioniert und wir bei diesem lediglich die Größe einstellen können. Wir können aber auch, wenn wir einen Pinsel ausgewählt haben, auf den weißen Punkt klicken in unserem Projekt und dann mit dem gleichen Pinselprofil etwas weg Radieren. So kann man auch einfach zwischen Pinsel und Radieren wechseln.

Doch welchen Pinsel sollte man für was verwenden? Grundsätzlich ist man da nicht festgelegt und man kann seiner Kreativität freien lauf lassen. Der Pixelpinsel bietet sich an für Zeichnungen und normale Malereien, wie wir sie von Buntstiften gewohnt sind. Die interaktiven Pinsel für Farben mit Wasser, also Öl oder Aquarellfarben, falls du diese simulieren willst. Die Vektorpinsel bieten sich an, wenn du bspw. Icons oder Grafiken bzw. Logo malen willst, welche dann als grafisches Element weiter verwendet werden sollen.

Pausiere doch jetzt mal den Grundkurs und probiere selbst mal etwas zu zeichnen. Schließlich ist hier Übung macht den Meister, auch die beste Methode, die verschiedenen Pinsel kennenzulernen und ein Gefühl für diese zu bekommen. Falls du nicht weißt, was du malen sollst, kannst du diese Blumen bspw. mal probieren mit dem Pixelpinsel zu zeichnen. Ich habe das hier auch mal ausprobiert und mein Ergebnis sieht so aus. Falls du Zeichnen lernen willst, habe ich dir mal ein Buch in der Beschreibung verlinkt, welches ich sehr gut fand.

5. Farben

Neben den Pinselarten spielt die Farben natürlich eine enorm wichtige Rolle für eine Zeichnung, Malerei oder Co. Wir können in der Werkzeugleiste, direkt über den unteren Pinseleinstellungen auf das Farbfeld zugreifen. Hier öffnet sich dann ein Farbrad woraus wir direkt unsere Farbe für den aktuellen Pinsel auswählen können. Hier können wir unter dem Farbrad auch eine Transparenz einstellen. Unter HSB-Regler können wir auch den Farbton der aktuellen Farbe anpassen, sowie ihre Sättigung und Helligkeit. Hier können wir über das drei Punkte Menü auch in einen RGB-Farbraum wechseln, um die Grundfarben zu bearbeiten. Als letztes können wir dann, die aktuelle Farbe über das Plus speichern um darüber dann einfach unsere Farben auswählen zu können. Hier sehen wir auch alle unsere zuletzt verwendeten Farben. Das ist einfach super praktisch da man sicher zu einem späteren Zeitpunkt die Farben wieder braucht. Der letzte Bereich ist immer Projekt abhängig, aber unter Alle, können wir auch auf gespeicherte Farben aus unseren CC Bibliotheken zugreifen. Haben wir jetzt mit einer Farbe etwas in unserem Projekt erstellt und wollen diese wieder verwenden aber finden sie nicht mehr im Farbfenster unter Letzten, dann können wir aus der Werkzeugleiste auch die Pipette auswählen. Damit sehen wir ein Fadenkreuz auf unserem Projekt und können dieses einfach auf die gewünschte Farbe bewegen und diese wird dann von unserem Farbfenster angenommen. Am oberen rechten Rand sehen wir auch die HSB oder RGB Werte. Mit dem Füllwerkzeug, über unsere Pipette können wir auch die aktuelle Farbe auf eine Form oder komplette Fläche deckend anwenden. Über die Einstellungen können wir auch den Farbrand einstellen, welcher zu anderen Formen in der Ebene entsteht. Damit kann man auch einfach Elemente umfärben oder auch eine Auswahl gleichmäßig mit einer Farbe füllen. Haben wir eine leere Ebene und klicken mit dem Füllwerkzeug darein, können wir festlegen, ob die Farbe Pixel oder vektorbasiert ist. Das hat auch was mit dem Ebenentyp zu tun, was wir später noch besprechen werden.

Zum Thema Farben rate ich grundsätzlich immer, dass man mit maximal 5 Farben arbeiten sollte, welche auch harmonisch miteinander funktionieren und sich nicht Beißen. Natürlich je nach Bild kann man auch mehr Farben verwenden und das kann auch sehr gut aussehen. Aber für den Anfang sollte man sich langsam Schritt für Schritt darein bewegen. Falls du mehr zum Thema Farben wissen willst, schau dir doch unseren Adobe Color Grundkurs an, dort gehen wir auch darauf ein, wie man einfach eine passende Farbparlette für sein Projekt erstellen kann, welches wir dann über die CC Bibliotheken in dem Farbenfenster in Adobe Fresco verwenden können. In Adobe Fresco solltest du bevor du mit deinem Werk richtig anfängst, die richtigen Farben für die Pinsel immer auswählen, da es nicht so einfach ist, diese nachträglich noch zu bearbeiten.

6. Bilder & Grafiken

Wir können jetzt auch zu unserem Projekt Bilder und Grafiken hinzufügen. Das ist bspw. Praktisch, wenn man Referenzen rein Laden möchte oder einfach mit Bildern oder Grafiken arbeiten will. Dafür klicken wir einfach auf das Bild in der Werkzeugleiste, wo wir jetzt die Möglichkeit haben direkt ein Bild mit unserer Gerätekamera aufzunehmen und direkt zu verwenden. Wir können aber auch Bilder von unserer Gerätebildergalerie hinzufügen über Fotos. Über Dateien können wir auch Grafiken und Co. importieren, welche wir in unserem Dateiexplorer auf dem Gerät gespeichert haben. Grundsätzlich werden hier nur die gängigen Bildformate wie JPEG oder PNG unterstützt. Du kannst also bspw. keine PDFs oder Videodateien importieren. Abschließend kannst du auch Dateien aus deiner Creative Cloud importieren. Hier kannst du auch andere Dateiformate auswählen, welche dann als Bild konvertiert und in dein Projekt geladen wird. Hast du ein Bild importiert, kannst du es über den blauen Rand transformieren. Also die Größe einstellen und per Drag-and-drop auch verschieben. Über den unteren abstehenden Punkt kannst du das Bild auch drehen. Am oberen Rand können wir auch das Bild horizontal oder vertikal spiegeln und über Fertig schließen wir den Import ab. Grundsätzlich, wenn du ein Bild oder Grafik importierst, wird dieses auf eine separate Ebene importiert, worauf du nicht malen kannst. Wir können dann mit dem Auswahlwerkzeug das Bild auch nachträglich nochmal bearbeiten.

7. Transformieren & Auswahl

Wir haben jetzt in der Werkzeugleiste noch zwei weitere Werkzeuge welche wir noch nicht besprochen haben, nämlich die Auswahl und Transformieren-Werkzeuge. Als Erstes haben wir unter dem Radiergummi das Transformieren Werkzeug, womit man alle Elemente von der aktuellen Ebene auswählen kann, um diese zu bearbeiten. Hier können wir dann die gleichen Sachen transformieren wie beim Importieren von Bildern. Wir können einfach per Drag-and-drop alle Elemente auf der Ebene verschieben und über die Ecken skalieren und über die Ränder verzerren. Am unteren Rand auch drehen und am oberen Rand auch horizontal oder vertikal spiegeln. Links oben können wir auch die Transformation abbrechen und rechts anwenden. Wir können auch zwischen den Ebenen wechseln, um eine andere transformieren zu können. 

Jetzt haben wir unter das Transformieren-Werkzeug auch die Auswahlwerkzeuge, wo wir auch gedrückt halten können, um zwischen diesen zu wechseln. Hier können wir eine Auswahl erstellen, indem wir mit Punkten einen Bereich auswählen, welchen wir schließen müssen, damit die Auswahl erstellt ist. Wir können aber auch mit einem Pinsel eine Auswahl malen oder ein Rechteck oder Kreis aufziehen. Wir können auch mehrere Auswahlwerkzeuge miteinander kombinieren, um unsere Auswahl zu erstellen. Unter den Werkzeugen können wir auch unsere letzte Auswahl wieder herstellen. Haben wir jetzt eine Auswahl erstellt, finden wir unten in der Mitte einige Einstellungen, welche wir zu dieser machen können. Als Erstes können wir hier das Transformieren-Werkzeug auf die Auswahl anwenden, wo wir dann alles, wie beim normalen Transformieren-Werkzeug bearbeiten können, nur das es sich jetzt ausschließlich auf die Auswahl bezieht und nicht die ganze Ebene. Über den Radiergummi, können wir Elemente zu unserer Auswahl hinzufügen oder entfernen, in dem wir mit einem Auswahlwerkzeug über die Auswahl malen. Am unteren linken Rand, bei den Werkzeugen können wir festlegen, ob wir die Auswahl abziehen oder zur aktuellen hinzufügen wollen. Schließlich können wir die Auswahl auch als Maske für die Ebene erstellen, wo dann quasi nur noch der Bereich innerhalb der Auswahl von der Ebene im Projekt angezeigt wird. Über den letzten Punkt können wir die Auswahl auch wieder aufheben, sodass sie weg ist. Haben wir eine Auswahl aktiviert, können wir bspw. auch auf einen Pinsel wechseln und dann kann damit nur innerhalb der Auswahl gemalt werden. Auch das Füllwerkzeug funktioniert mit dem Auswahlwerkzeug super. Das ermöglicht einem ganz eigene Arbeits-Workflows. Über die drei Punkte können wir auch die Auswahl bewegen oder umkehren, sowie die Auswahl glätten, wozu ich immer rate, damit es sauberer aussieht.

Probier du doch jetzt mal diese Komposition mithilfe der Auswahlwerkzeuge und allen anderen Werkzeugen zu erstellen. Pausiere den Grundkurs und probiere es eigenständig, mit dem bisherige erlernten Wissen umzusetzen. Auf simontutorial.de/fresco kannst du dir auch meine Vorlagendatei herunterladen, wo du alle meine Projektelemente aus diesem Grundkurs anschauen und verwenden kannst. Ich zeige dir jetzt, wie ich das gemacht habe. Ich wähle beim Auswahlwerkzeug, einfach das Rechteck aus und erstelle dieses auf meinem Projekt. Dann wähle ich mir das Füllwerkzeug aus und stelle meine passende Farbe ein und fülle die Auswahl damit. Jetzt nehme ich noch das Transformieren-Werkzeug, um die Form mittig zu platzieren. Jetzt erstelle ich eine neue Ebene und zeichne den Schriftzug mit einem schwarzen Vektorpinsel. Auch hier gehe ich noch auf das Transformierenwerkzeug, um es richtig zu positionieren auf der farbigen Form. So einfach konnte ich das jetzt erstellen.

8. Ebenen & Masken

Kommen wir jetzt noch zum letzte wichtigen und großen Teil von Adobe Fresco, nämlich zu den Ebenen und ihren Masken. Alles zu den Ebenen finden wir auf der rechten Seite im Programm.  Hier können wir ganz oben grundsätzlich die Ebenen ein oder ausblenden. Ich lasse sie meistens an, da ich viel zwischen diesen rumspringe. Haben wir sie aktiviert sehen wir die Ebenen vor dem Menü und können zwischen diesen wechseln. Aber was sind Ebenen überhaupt? Das kann man sich wie transparente Blätter vorstellen, welche übereinander liegen und auf welche man dann einzeln malen kann. Die Ebene die ganz oben liegt wird auch im Vordergrund angezeigt. Das praktische ist, wenn man auf unterschiedlichen Ebenen arbeitet, ist es einfacher nachträglich einzelne Elemente bzw. Ebenen zu bearbeiten wie bspw. zu transformieren, da man alles separat auf einzelnen Ebenen hat. Dieses Ebenenprinzip gibt es eigentlich in fast alle Programmen der Adobe Creative Cloud. Bei Adobe Fresco gibt es jetzt aber auch unterschiedliche Ebenentypen, welche wir über das Symbol an der Ebene erkennen. Wir haben hier einmal Bilderebene, worauf nur Bilder oder Grafiken platziert werden können. Dann haben wir für jeden Pinseltyp auch einen eigenen Ebenentyp. Einmal die Vektorebene für Vektorpinsel, eine normale Ebene für Pixelpinsel und eine normale Ebene welche nass ist, für die interaktiven Pinsel. Dementsprechend können wir mit den Pinseln immer nur auf diesen Ebenen malen. Per Drag und Drop können wir die Anordnung der Ebenen auch ändern und klicken wir auf eine Ebene können wir zu dieser auch noch einiges Einstellen. Wir können diese hier duplizieren, ausblenden oder löschen. Wir können auch nur die Auswahl duplizieren, kopieren oder aus der Ebene rausschneiden. Schließlich können wir auch eine Maske erstellen oder den Ebeninhalt als Maske verwenden. Wir können auch die Transparenz sperren, was super praktisch ist, wenn wir den Inhalt der Ebene umfärben wollen, da wir dann quasi nur auf der bisher erstellten Form malen können und nicht außerhalb. Schlussendlich können wir die Ebene auch sperren um gar nichts mehr darauf bearbeiten zu können und ganz unten die Ebene mit der darunterliegenden verbinden. Je nach Ebentyp können wir hier auch eine Ebene trocknen, in eine Pixelebene umwandeln oder Co. Die Einstellungen zu der einzelnen Ebene erreichen wir auch über die drei Punkte am rechten Rand in der Mitte. Hier können wir auch über das Auge direkt eine Ebene ein oder ausblenden. Darüber können wir auch eine neue Ebene erstellen, wo wir auch zwischen Pixel oder Vektorebene wählen können. Als letztes haben wir noch am oberen Rand unter der Ebenen Einblendung, Einstellungen zur Ebenen, wo wir auch die Deckkraft der Ebene und die Füllmethode ändern können, sowie den Namen der Ebene festlegen. Letzteres ist nur wichtig, falls wir das Projekt anschließend bspw. in Photoshop weiter bearbeiten wollen. Wir können jetzt aber zu den Ebenen auch Masken hinzufügen. Masken sind dafür gut, dass man damit nur bestimmte Bereiche von der Ebene im Projekt zeigen kann, ohne die anderen Bereich zu löschen, wie man es mit einem Radiergummi machen würde. Über die Ebene können wir jetzt sagen, dass wir den Ebeninhalt als Maske erstellen, wollen oder eine leere Maske erstellen wollen. Haben wir eine Auswahl erstellt, können wir auch sagen, dass wir die Auswahl als Maske auf die Ebene anwenden wollen, dann wird nur das von der Ebene gezeigt, was in der Auswahl ist. In der Ebenenvorschau sehen wir dann alles in Schwarz Weiß und alles was weiß ist, wird gezeigt und was schwarz ist, nicht. Wir können jetzt auch mit dem Pinsel auf der Maske malen um weitere Bereiche aus oder einzublenden. Was wir davon machen wollen, können wir am unteren Rand auswählen. Die Farbe des Pinsels spielt hier keine Rolle. Bei der Ebene können wir jetzt auch noch viel zur Maske einstellen. Hier können wir die Maske wieder löschen, die Maske kopieren und dann auf einer anderen Ebene einfügen. Wir können auch die Maske ausschneiden oder umkehren, sowie die Ebene auf die Maske reduzieren, wo dann alles, was außerhalb der Maske ist, gelöscht wird. Wir können ganz unten auch entscheiden, ob wir die Maske in Rot sehen wollen oder eine direkte Vorschau auf der Ebene. Wir können die Maske auch ausblenden, damit wir unsere ursprüngliche komplette Ebene sehen können.

9. Exportieren & Speichern

Jetzt haben wir alle wesentlichen Funktionen von Adobe Fresco besprochen. Doch zu guter letzte wollen wir unser Projekt ja auch speichern und exportieren, um es mit Freunden oder der ganzen Welt teilen zu können. Grundsätzlich wird dein Projekt in deiner Creative Cloud als Cloudprojekt gespeichert und auf deinem Gerät. So kannst du es immer über die App wieder öffnen oder auch auf anderen Geräten über deine Creative Cloud. Über den Pfeil nach oben, in der oberen rechten Ecke, können wir jetzt aber unser Projekt auch exportieren. Hier können wir einen Schnell-Export festlegen, wo das Projekt als JPEG oder PNG direkt als Bild gespeichert wird. Welcher Dateityp das ist, kannst du unter den Applikationseinstellungen festlegen. Über Veröffentlichen und Exportieren haben wir jetzt aber noch mehr Möglichkeiten. Hier können wir auch unser Projekt über Exportieren als, als PDF, Photoshop Datei oder als Bild exportieren, wo wir auch einen Namen festlegen können. Exportieren wir es als PSD bleibt auch die Ebenenstruktur bestehen, wenn wir es dann in Photoshop weiter bearbeiten wollen. Einen ausführlichen Grundkurs zu Photoshop, gibt es hier. Schließlich können wir es auch zu einem Behance Projekt hinzufügen und einen Zeitraffer Export erstellen. Das ist ziemlich cool, hier sieht man alle seine Arbeitsschritte als Zeitraffer Video, was du dann exportieren kannst und auf deinem Gerät speichern. So einfach kannst du deine Projekte speichern. In anderen Adobe Programmen, welche auch Cloud Dokumente unterstützen, kannst du auch die Fresco Dateien sehen, falls sie vom aktuellen Programm unterstützt werden.

10. Praktischer Teil: Eigenes Bild malen

Wir malen jetzt zum Abschluss nochmal ein eigenes Bild in Adobe Fresco. Ich verwende dafür ein iPad Pro (2018) mit einem Apple Pencil der zweiten Generation. Ich hab dieses Bild als Vorlage verwendet. Das originale Bild findest du hier. Pausiere gerne den Grundkurs jetzt und probiere selbst dieses Bild oder ein anderes was du dir rausgesucht hast, in Adobe Fresco umzusetzen. Ich nutze eine Vorlage, einfach, weil das einfacher ist, als frei aus dem Kopf etwas zu malen und ich mich so mehr auf das Programm konzentrieren kann. Meine Projektdateien kannst du dir auch oben herunterladen, falls dir das helfen sollte, alles besser zu verstehen. Wie ich das jetzt genau gemacht habe ist, schwer zu erklären aber ich zeige es euch hier im Zeitraffer. Grundsätzlich ist es ehrlich gesagt nicht ganz so geworden wie ich es mir vorgestellt hatte, aber das ist für mich auch okay. Als Erstes habe ich eine grobe Skizze gemacht, um ungefähr die Proportionen richtig zu haben um dann mit der Farbe auf neuen Ebenen zu beginnen. Ich fand die interaktiven Pinsel so cool, deswegen habe ich probiert, dass alles in so einem Aquarell bzw. Wasserfarben Style zu machen. Da sind die Farben zwar gut verflossen, aber man kann nicht so detailliert damit malen, weswegen es schlussendlich auch so aussieht, als ob es ein 5-Jähriger gemacht hätte. Ich hab auch probiert die einzelnen Elemente auf einzelne Ebenen zu packen um diese dann einfach teilweise transformieren und kopieren zu können. So konnte ich quasi die Flügel nur einmal malen und dann kopieren und spiegeln und auf die andere Seite anwenden. Schlussendlich ist bei mir kein Meisterwerk entstanden, aber es hat mir enorm geholfen, dass Programm besser zu verstehen und einen potenziellen Workflow für mich aufzubauen. Außerdem zeigt es, dass die ersten Zeichnungen meistens nicht perfekt sind und man genug Übung braucht um zu einem Ergebnis zukommen, wie man es sich vorstellt. Also nicht aufgeben, sondern weiter probieren.

Jetzt weißt du wie du mit Adobe Fresco, einfach Zeichnungen auf deinem Tablet erstellen kannst. Über diesen Link kommst du direkt zum Erwerben des Programms und kannst dann direkt durchstarten. Für mehr solcher Grundkurse kannst du gerne meinen YouTube-Kanal kostenlos abonnieren. Über das Teilen des Videos freue ich mich auch immer sehr und falls du noch irgendwelche Fragen oder Feedback haben solltest, kannst du dies gerne in den Kommentaren hinterlassen. Bis zum nächsten Mal.

Kommentar verfassen