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Adobe Bridge 2022 (Grundkurs für Einsteiger) Einfach deine Dateien verwalten

Organisiere deine Datei auf dem Computer einfach mit Adobe Bridge. Wie du damit den Überblick über größere Datenmengen nicht mehr verlierst und welche Vorteile du gegenüber herkömmlichen Datei-Verwaltungsanwendungen hast, erkläre ich dir in diesem Grundkurs.

In diesem Artikel:

Als Erstes schauen wir uns an, wie wir Adobe Bridge installieren und einrichten. Dann zeige ich dir grundlegend, wie wir unsere Dateien verwalten können und im Detail, was wir mit Metadaten, Stichwörtern, Sammlungen und Co. machen können. Auch wie Dateien einfach importiert werden können, wie du mit Automatisierungen deinen Workflow optimieren kannst und das Programm nach deinen Bedürfnissen anpassen kannst. Schließlich werfen wir auch einen Blick in die Einstellungen und welche Vorteile du in Kombination mit anderen Adobe Programmen hast.

Installation & Preis

Um Adobe Bridge verwenden zu können, müssen wir es erstmal herunterladen und installieren, was direkt über diesen Link geht. Grundsätzlich kannst du Adobe Bridge kostenlos herunterladen und auf deinem Windows oder Mac-Computer installieren. Es ist aber Teil der Adobe Creative Cloud, mit welcher man Zugriff auf die gängigsten Programme von Adobe erhalten kann. Um Bridge installieren zu können, müssen wir als Erstes das kostenlose Creative-Cloud-Programm installieren, was passiert, wenn du Bridge über diesen Link installieren willst. Um die Creative Cloud nutzen zu können, benötigen wir dann eine Adobe ID, also ein kostenloses Konto bei Adobe, welches wir beim Starten des Programms direkt kostenlos erstellen können oder uns mit einem bestehenden anmelden. Haben wir das erfolgreich gemacht, sehen wir auf der Startseite direkt alle Programme von Adobe, worunter auch Bridge ist und können dieses mit einem Klick installieren. Falls du möchtest, dass Bridge auf einer bestimmten Festplatte installiert wird, können wir über die Voreinstellungen in der Creative-Cloud auch den Installationspfad ändern. Hier ist es wichtig, dass du das machst, bevor du bei der Bridge auf installieren klickst. In den Einstellungen können wir auch ggf. die Programmsprache vorab ändern, falls wir es nicht auf Deutsch verwenden möchten. Haben wir jetzt auf „Installieren“ geklickt, können wir über das Cloud-Icon den Fortschritt sehen und ist die Installation beendet, sehen wir Bridge direkt oberhalb bei unseren installierten Programmen und können es direkt öffnen. Standardmäßig sollte sich auch ein Icon, auf deinem Computer hinzugefügt haben, über welches du die Bridge öffnen kannst. In der Creative-Cloud können wir neben dem Öffnen auch das Programm immer wieder deinstallieren, sowie ältere Version installieren, falls du diese benötigen solltest. Wenn du generell noch mehr über die Creative Cloud wissen willst und was damit möglich ist, habe ich dir dazu auch ein eigenes Tutorial gemacht, das findest du hier.

Dateien organisieren

Schauen wir jetzt das Herzstück von Adobe Bridge an, nämlich wie wir damit unsere Dateien verwalten können. Grundsätzlich ist es von der Funktionsweise genauso wie dein Windows Explorer oder bei MacOS der Finder, nur dass wir in Bridge noch mehr Organisations-Funktionen haben und es perfekt mit unseren Kreativ-Dateien aus anderen Adobe Programmen zusammenarbeitet. In Bridge kannst du alle Dateien von deinem lokalen Gerät oder extern angeschlossenen Geräte und Clouds sehen und verwalten. Haben wir das Programm geöffnet, sehen wir im Ordner-Bereich, welche wir in den normalen Datei-Explorern auch immer am linken Rand haben, alle unsere lokalen Festplatten und entsprechenden Ordner, welche wir einfach anklicken können, um ihren Inhalt im mittleren großen Fenster sehen zu können. Über die kleinen Pfeile an einem Ordner, können wir auch die Hierarchien direkt im Ordner-Fenster öffnen, um noch schneller zum gewünschten Ordner zu gelangen. Zudem haben wir oberhalb auch immer unseren Pfad, der zum aktuell ausgewählten Ordner führt. Hier können wir auch auf einzelne Ordner im Pfad klicken, um direkt dahin zu kommen und so verlieren wir auch nie den Überblick wo wir uns gerade befinden. Klicken wir in den Pfad, können wir ihn auch per Schreibweise verändern, falls du das möchtest. Über die Pfeile im Werkzeugmenü darüber, können wir auch immer zu den letzten ausgewählten Ordner zurückkehren oder von dort wieder den aktuellen aufrufen. Hier finden wir auch einen Verlauf, wo uns zusätzlich auch Favoriten angezeigt werden. Haben wir bestimmte Ordner, welche wir immer wieder verwenden wollen, können wir diese auch in einem eigenen Favoriten-Bereich abspeichern. Das geht in dem wir auf den Ordner per rechte Maustaste klicken, um ihn zu den Favoriten hinzuzufügen, oder wenn wir den Ordner einfach per Drag-And-Drop in das Favoriten-Fenster schieben. Hier können wir die Ordner auch durch gedrückhalten verschieben und über einen Rechtsklick auch wieder entfernen. Doch kommen wir jetzt zum Inhalt des Ordners, welchen wir ausgewählt haben, der uns im Mittelpunkt von Bridge angezeigt wird. Hier sehen wir alle Dateien oder anderen Ordner, die im ausgewählten Ordner liegen und können am unteren Rand auch deren Darstellung einstellen. Über den Schieberegler können wir die Darstellungsgröße einstellen, wo wir daneben auch zwischen verschiedenen Kachel und Listen-Ansichten wechseln können. Kachelansichten sind praktisch, wenn du eine Vorschau der Dateien direkt sehen willst und Listen sind praktisch, wenn du dich an den Namen und Metadaten orientieren willst. Wenn du dich nicht entscheiden kannst, gibt es auch eine Mischung und du kannst hier immer zu einer anderen Ansicht wechseln. In der Listenansicht, sehen wir dann neben dem Namen auch weitere Metafelder, wo wir mit der rechten Maustaste auf den Namen klicken können, um selbst festzulegen, welche Metadaten wir hier sehen möchten. In einem leeren Bereich können wir auch weitere hinzufügen. Per Drag-and-drop können wir auch die Reihenfolge individuell einstellen. Ich verwende hier immer das Erstellungsdatum, die Dateigröße, den Typ und die Auflösung. Wer seine Dateien aber auch groß organisiert profitiert auch davon, dass man die einzelnen Bewertungen & Co. anzeigen kann, worauf wir im nächsten Kapitel noch genauer eingehen werden. Wir können in der Listen-Ansicht unsere Dateien dann auch nach den jeweiligen Metadaten sortieren, in dem wir auf den Namen klicken. Diese Sortierung geht auch in jeder Ansicht über die Sortierungsschaltfläche am oberen rechten Rand. Hier können wir auch nach Bewertungen filtern, neue Ordner im aktuellen Ordner erstellen, sowie auch nach einer bestimmten Datei suchen. Dort haben wir auch die Wahl auf unsere normale Systemsuche zurückzugreifen oder von Adobe Stock. Neben dem Sortieren können wir auch nach verschiedenen Kriterien der Metadaten filtern, was wir einfach im gleichnamigen Fenster machen können. Hier können wir über den Haken einen oder mehrere Filter aktivieren, wo wir an der Zahl dahinter sehen, wie viele Dateien auf diese Filter zutreffen. Hier können wir die aktuellen Filter auch für Suchen beibehalten oder sie auch wieder komplett entfernen. Klicken wir jetzt eine Datei mit einem Klick an, haben wir sie ausgewählt, was wir auch an der blauen Umrandung erkennen. Dadurch werden uns jetzt ihre Metadaten, Vorschau und Co. in den entsprechenden Fenstern angezeigt und wir können damit interagieren. Je nach Ansicht im Inhaltsfenster können wir die Datei dort auch direkt bewerten und so. Klicken wir doppelt auf eine Datei, wird diese im Standardprogramm für den Dateityp geöffnet und bei einem Ordner, wird dann der Inhalt angezeigt. Das Standardprogramm eines Dateitypens können wir auch in den Voreinstellungen von Bridge festlegen, später noch mehr dazu. Haben wir eine Datei ausgewählt, können wir sie am oberen rechten Rand auch einfach löschen und über einen rechten Mausklick auf sie, viele weitere Optionen anwenden. Dort finden wir Standard-Funktionen wie das kopieren, löschen, verschieben, öffnen in einem anderen Programm und umbenennen. Aber auch die Dateiinformationen, Aufnahmedatum und Beschriftungen können wir hier verwalten. Das ist aber in den jeweiligen einzelnen Fenstern oft komfortabler. Auch die Datei exportieren können wir hier, sowie sie im normalen Explorer anzeigen oder die Datei auch sperren, sodass sie nicht weiter bearbeitet werden kann. Auf einige der Funktionen können wir auch im oberen Menü unter Bearbeiten zugreifen, wenn wir die Datei ausgewählt haben. Dort können wir ein Bild bspw. auch drehen, was auch über die Werkzeugleiste einfach geht. Wir können jetzt mit gedrückter Strg oder Cmd Taste auch mehrere Dateien auswählen, sowie mit Strg oder Cmd + A alle Dateien aus dem aktuellen Ordner, um diese gemeinsam zu verwalten. Haben wir ganz viele Dateien und die Vorschau im Programm dauert lange zu laden, können wir neben den Filter im oberen Menü auch festlegen, dass diese in schlechteren Auflösungen und bspw. keine Transparenz anzeigen sollen, damit es schneller geht. So können wir Dateien jetzt grundlegend in Bridge verwalten.

Metadaten, Stichwörter, Sammlungen & Co.

Schauen wir uns jetzt die Funktionen an, mit welchen wir in Bridge unsere Dateien individuell kennzeichnen und Metadaten verwalten können. Um diese überhaupt anwenden zu können, müssen wir eine oder mehrere Dateien ausgewählt haben. Jetzt können wir bspw. im Metadaten-Fenster alle Informationen darüber von der Datei sehen und bearbeiten. Metadaten sind Informationen, die innerhalb der Datei gespeichert werden und bspw. auch von anderen Programmen gelesen werden können. Hier werden alle wichtigen Informationen zur Datei gespeichert, wie bspw. die Auflösung, das Aufnahmedatum und viele Dateitypen spezifische Informationen. Diese Dateien können wir in dem Fenster einsehen, aber auch über den Stift bearbeiten, falls das möglich ist. Unsere Bearbeitung müssen wir dann über den Haken bestätigen, damit sie in der Datei gespeichert wird.
Neben den Metadaten haben wir dann noch die Stichwörter, welche man auch als Kategorien oder Tags für Dateien innerhalb von Bridge sehen kann. Hier können wir die ausgewählte Datei einfach einem bestehenden Stichwort über den Haken hinzufügen, oder durch erneutes Klicken auch wieder entfernen. Wir sehen im Stichwörter-Fenster alle Standard-Stichwörter, aber wir können über das Plus am unteren Rand auch eigene weitere erstellen, wo wir auch weitere Unterkategorien erstellen können, um richtige Hierarchien bauen zu können. Haben wir sehr viele Stichwörter, kannst du über die Suche im Fenster auch schnell das gewünschte finden. Die Stichwörter sind im Gegensatz zu den Metadaten nur innerhalb von Bridge verwende bar und können zum Filtern oder die allgemeine Suche genutzt werden. Ebenfalls nur in Bridge verwendbar sind die Sammlungen. Sammlungen kann man sich wie eine andere Art von virtuellen Ordner für Dateien sehen. Wenn du Dateien in eine Sammlung packst, wird nicht die Position auf unserem Gerät geändert, aber in Bridge können wir sie dann einfach in einem eigenen Fenster, wie ein Ordner quasi anzeigen lassen. Eine neue Sammlung können wir ganz unten im Fenster erstellen, wo wir neben einer ganz normalen Sammlung auch eine smarte Sammlung erstellen können. Bei letzterer können wir dann bestimmte Kriterien festlegen, nach welchen Dateien automatisch zu der Sammlung hinzugefügt werden soll, wenn sie diese erfüllen. Beispielsweise wenn ich meine Tutorials als fertige Videodatei exportiere, steht in der Datei immer Tutorial. Deswegen setze ich „Tutorial“ als Kriterium, der im Dateinamen enthalten soll und wähle den Überordner aus, in welchen alle meine Tutorials liegen. Dann stelle ich sicher, dass auch Unterordner mit eingeschlossen werden und tadaa, werden mir alle Tutorials in einer Sammlung automatisch angezeigt und auch neue, falls ich weitere erstelle. Das ist eine praktische Methode, den Überblick über bestimmte Dateien nicht zu verlieren. Hier können wir auch mehrere Kriterien einstellen. Bestehende Sammlungen können wir über einen rechten Mausklick auch erneut umbenennen sowie löschen und hinter dem Namen sehen wir immer die Anzahl der Dateien, die sich in der Sammlung befinden. Kleiner Tipp, Sammlungen können wir auch zu unserem Favoriten Fenster hinzufügen. Eine weitere andere Möglichkeit, welche wir innerhalb von Bridge haben, sind Dateien zu stapeln. Dafür einfach alle gewünschten Dateien auswählen und dann im oberen Menü unter Stapel oder per Rechtsklick in einem Stapel gruppieren. Diese werden dann nur noch als eine Datei mit Zahl angezeigt. Klicken wir darauf, werden uns alle Dateien aus dem Stapel angezeigt und die Zahl zeigt uns logischerweise zu Beginn, wie viele Dateien sich im Stapel befinden. Eine praktische Funktion, welche wir durch die Stapel bekommen, ist die Umbenennung aller Dateien in dem Stapel mit wenigen Klickst. Dafür müssen wir sie alle auswählen und dann per Rechtsklick auf die Stapel-Umbenennung klicken. Hier können wir festlegen, nach welchem Prinzip diese umbenannt werden sollen, um so bspw. den Projektnamen, Aufnahme-Datum oder Co. direkt in den Namen schreiben zu lassen. Einen Stapel können wir auch immer wieder auflösen und er existiert ebenfalls nur innerhalb von Bridge.
Als weitere Option können wir jetzt aber einzelne Dateien innerhalb von Bridge auch bewerten bzw. beschriften. Das ist bspw. praktisch, wenn du ganz viele Bilder hast und diese einzeln bewertest, um am Ende nur nach den Besten zu filtern. Wir können eine 1 bis 5-Sterne-Bewertung zu jeder Datei hinzufügen, was in den meisten Kachel-Ansichten direkt nach dem Auswählen unter der Vorschau geht. Sonst ist es aber auch über das Beschriftungen-Menü möglich oder den entsprechenden Tastenkürzeln, die wir hier sehen. Hier können wir neben den Sternen auch eine farbliche Markierung hinzufügen und beides auch immer wieder entfernen, falls wir eine angewendet haben. Wie wir die Beschriftungen hier jeweils nennen wollen, können wir auch in den Programm-Voreinstellungen festlegen. Hier ist es auch immer gut nicht zu vergessen, dass wir auch mehrere Dateien gleichzeitig mit gedrückter Strg oder Cmd Taste auswählen und dann Beschriftungen und Bewertungen gleichzeitig auf diese anwenden können.

Dateien importieren und exportieren

Wenn wir Dateien verwalten, ist der Import von neuen Dateien, sowie das Exportieren von Dateien auch oft eine wichtige und zeitaufwendige Aufgabe. Mit Bridge erhalten wir hier auch paar Funktionen, die uns das erleichtern können. Hier können wir bspw. über die Werkzeugleiste direkt Bilder von unserer Kamera, falls wir eine SD-Karte oder Co. angeschlossen haben, in einen bestimmten Ordner importieren lassen. Hier können wir auch die Dateien direkt nach einem bestimmten Prinzip benennen lassen und auch Vorschau DNG-Dateien erstellen, welche für große RAW-Bilder praktisch sind, um sie alle schnell anschauen zu können. Auch eine weitere Kopie der Dateien können wir hier zusätzlich kopieren lassen, was für Backups praktisch sein kann. Über die erweiterten Funktionen können wir uns die Dateien der Kamera auch als Vorschau anzeigen lassen und einzelne direkt deselektieren, welche nicht importiert werden sollen. Zum Exportieren haben wir zusätzlich im Veröffentlichen-Fenster die Möglichkeit unsere Dateien direkt in unser Adobe Portfolio oder Adobe Stock Account zuladen. Das ist nur praktisch für Personen, die diese beiden Services auch nutzen. Portfolio ist eine Möglichkeit deine Arbeiten auf einer Webseite zu veröffentlichen und über Adobe Stock kannst du bspw. deine Bilder zum Verkauf anbieten. Ausführliche Tutorials zu beiden Programmen findest du auch auf meinem YouTube-Kanal, falls dich das interessiert. Jetzt haben wir aber für Bilder noch ein eigenes Exportieren Fenster, welches wir auch per rechten Mausklick öffnen können. Hier können wir neben einer komprimierten Vorschau-Datei auch einen benutzerdefinierten Export erstellen. Hier können wir das Dateiformat und die Qualität verändern, sowie die Größe und welche Metadaten & Co. in der neuen Datei sein sollen.

Workflows (Automatisierungen)

Haben wir jetzt Dateien, welche wir immer nach dem gleichen Prinzip verschieben, mit Stichwörtern versehen, in Sammlungen speichern oder umbenennen, ist es auch praktisch sich einen Workflow zu erstellen. Damit können wir nämlich eine Abfolge von Bearbeitungen automatisch durchführen lassen und so können wir einige repetitive Arbeiten sehr einfach automatisieren. Das ist für jeden praktisch, der sehr viele Dateien immer organisieren oder gleich bearbeiten muss. Im Workflow-Fenster sehen wir alle unsere erstellten Workflows und können einen auswählen, um ihn auf die ausgewählten Dateien oder Ordner anzuwenden. Hier können wir aber auch einen neuen Workflow erstellen, wo uns eine neue Ansicht geöffnet wird. Diese Ansicht können wir auch in der oberen Mitte immer auswählen, was praktisch ist, wenn wir einen bestehenden Workflow erneut bearbeiten wollen. Hier haben wir im Aufgaben-Diagramm jetzt die Möglichkeit die Schritte festzulegen, welche auf die Dateien dann angewendet werden sollen. Einen neuen Schritt erstellen wir über das Plus, wo wir dann die Funktion des Schrittes auswählen müssen. Wollen wir die Datei bspw. als erstes umbenennen, klicken wir auf die Stapel-Umbenennung und sehen diese dann im Diagramm. Wählen wir sie aus, können wir alles zu dieser im Workflow-Details-Fenster unter Aufgabendetails einstellen. Die Einstellungen hier variieren je nach Elementtyp. Erstellen wir jetzt weitere Aktionen, werden diese unter den vorherigen angezeigt und die Pfeile dazwischen signalisieren dir, in welcher Reihenfolge die Aufgaben dann automatisch ausgeführt werden. Die Reihenfolge können wir über die Pfeile am unteren Rand, wenn wir eine Aktion ausgewählt haben, verändern. In den Workflow-Details können wir auch den Namen des Workflows festlegen und den Speicherort der durch den Workflow veränderten Dateien einstellen. Hier können wir es am einfachsten in einem eigenen Unterordner speichern und festlegen, was passiert, wenn Dateinamen sich doppeln und es zu einem Konflikt kommen würde. Sind wir fertig mit der Erstellung, können wir einfach eine gewünschte Datei auswählen und dann den Workflow über Rechtsklick oder das Workflow-Fenster auf die Datei anwenden. Je nach Workflow kann das einen Moment dauern und im Workflow-Fortschritt-Fenster sehen wir auch, wie weit der Workflow gerade ist und ob er erfolgreich durchgeführt wurde oder ob es zu Fehlern kam. So kannst du sicher gehen, dass alles funktioniert hat.

Oberfläche anpassen & Einstellungen

Wir wissen jetzt wie wir unsere Dateien in Bridge verwalten können, aber um das auf unsere individuellen Bedürfnisse zu optimieren, ist noch gut zu wissen wie wir die Oberfläche anpassen können und einen Blick in die Einstellungen zu werfen. Jedes Fenster, welches wir gerade im Programm sehen, können wir über gedrückt halten auf den Namen per Drag-and-Drop verschieben. Hier haben wir auch eine visuelle Unterstützung durch die blauen Linien. Wir können Fenster auch in einem Menü teilweise stapeln, wo wir dann über den Namen zwischen diesen wechseln können. Über die Ränder können wir auch die Größe der Fenster einstellen. Bei einigen Fenstern haben wir auch ein kleines Menü am rechten Rand, wo wir individuelle Einstellungen zu dem Fenster machen können. Wollen wir ein Fenster komplett ausblenden oder ein Fenster hinzufügen, welches wir gerade nicht sehen, müssen wir dafür in das ganz obere Menü unter „Fenster“. Hier sehen wir alle verfügbaren Fenster aufgelistet, wo wir am Haken vor dem Namen erkennen, ob es gerade sichtbar ist oder nicht. Klicken wir hier auf ein Fenster, können wir es im Programm anzeigen oder ausblenden. Die Anordnung unserer Fenster können wir im gleichen Menüpunkt unter „Arbeitsbereichen“ auch speichern und uns so die Fenster für unterschiedliche Anwendungsfälle bspw. einstellen. Über die Arbeitsbereiche können wir dann zwischen diesen auch wechseln und selbst erstellte, nachträglich auch wieder löschen. Ich habe dir in diesem Tutorial alles an den vorgefertigten Arbeitsbereichen von Adobe gezeigt. Sollten deine anders aussehen und du willst es 1:1 wie in diesem Tutorial haben, kannst du das Layout der Fenster hier auch auf die Standardeinstellungen zurücksetzen. Was dir vielleicht schon aufgefallen ist, den oberen Bereich des Programms können wir nicht wie die Fenster bearbeiten. Hier haben wir nämlich ebenfalls die Möglichkeit direkt zwischen den Arbeitsbereichen zu wechseln, aber auch auf Werkzeuge zuzugreifen und weitere Standard-Funktionen. Was ebenfalls immer gleich bleibt, ist das normale Programmmenü, welches wir ganz oben finden und was in die unterschiedlichen Sinnabschnitte unterteilt ist. Unter Windows finden wir dann bei „Bearbeiten“ und bei MacOS unter dem Programmnamen noch die Voreinstellungen. Hier können wir bspw. die Beschriftungen ändern oder unter Dateitypenordnung auch die Möglichkeit, das Standardprogramm beim Öffnen einer Datei für jeden Dateityp zu verwalten. Das war aber längst noch nicht alles. Unter Workflows können wir bspw. die Limitierung von ausführenden Aufgaben pro Workflow verändern und bei Stichwörtern bspw. festlegen, dass automatisch die Stichwörter, die höher in der Hierarchie von dem ausgewählten sind, ebenfalls zu der Datei hinzugefügt werden soll. Das kann mühsames Anklicken der Stichwörter teilweise verbessern. Solltest du merken, dass Bridge irgendwann viel von deinem Systemspeicher belegt, liegt das an den Cache-Dateien, die Bridge generiert, damit du schnell Vorschauen von den Dateien im Programm sehen kannst. Hier kannst du ein Limit setzen, wie groß der Cache insgesamt sein darf, sowie den Cache bereinigen oder festlegen, ab welcher Größe oder Zeitraum er sich automatisch wieder löschen soll. Unter Metadaten können wir dann noch über Haken festlegen, welche Metadaten überhaupt in Bridge angezeigt werden sollen, so können wir nicht verwendete einfach deaktivieren und den Rest damit übersichtlicher machen. Auch welche Farbe das Programm an sich haben soll und wie groß Programmtexte angezeigt werden sollen, können wir hier unter Benutzeroberfläche einstellen.

Mit anderen Adobe Programme verwenden

Ein großer Vorteil von Adobe Bridge ist, dass es super mit anderen Projektdateien von Adobe Programmen, wie Photoshop, After Effects, Illustrator und Co. zusammenarbeitet. Welche Funktion ich hier am praktischsten finde und meinen alltäglichen Workflow beschleunigt ist, dass wir von Projektdateien, bspw. PSD von Photoshop, ohne sie zu öffnen, schon eine Vorschau anzeigen können. Das wird dir unter Windows bspw. nicht im Datei-Explorer angezeigt. Auch wer mit großen RAW-Fotoformaten arbeitet, hat mit Bridge einen Vorteil, da man sich einerseits einfach eine optimierte Vorschau generieren lassen kann, aber auch bspw. direkt in Bridge die Camera RAW Funktionen aus Lightroom oder Photoshop verwenden kann, womit man Grundbildbearbeitung auf seine Bilder anwenden kann. Wir haben auch eine direkte Photoshop Bumerang-Taste in Bridge, mit welchen wir direkt zurück in Photoshop gelangen können. Bei Videos können wir durch das einfache drüberfahren auch direkt eine Vorschau abspielen. Jede Datei können wir über einen rechten Mausklick auch in Adobe After Effects platzieren, womit sie dort direkt importiert wird.

Jetzt weißt du, wie du mit Adobe Bridge, deine Dateien vom Computer verwalten und perfekt mit den anderen Adobe Programmen verwenden kannst. Für mehr Grundkurse zu den anderen Adobe Programmen, die super mit Bridge zusammenarbeiten, wie Photoshop, Premiere & Co. kannst du meinen YouTube-Kanal gerne kostenlos abonnieren. Über das Bewerten und Teilen des Tutorials freue ich mich auch immer sehr. Falls du noch Fragen oder Feedback haben solltest, kannst du dieses gerne in den Kommentaren hinterlassen. Bis zum nächsten Mal.

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Über dieses Tutorial

Geschrieben von Simon
Das letzte Mal aktualisiert am 28. März 2022
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