Bearbeite Bilder und Grafiken professionell mit dem bekannten Adobe Photoshop auf dem iPad. Wie die App genau funktioniert, was damit alles möglich ist und wie du damit deine eigenen Projekte umsetzten kannst, erkläre ich dir ausführlich in diesem Grundkurs.

Als Erstes schauen wir uns an, wie du Photoshop für das iPad erwerben und installieren kannst. Anschließend legen wir gemeinsam ein neues Projekt an und nehmen die Oberfläche im Detail auseinander, um ein besseres Verständnis für die App zu bekommen, damit wir einfacher eigenständig damit arbeiten können. Wir gehen dann im Detail auf die Werkzeuge ein, wozu Reparatur, Transformieren, die Farben, Pinsel, Radiergummi, Texte sowie Bilder und Grafik-Werkzeuge zählen. Auch die Ebenen, sowie Einstellungsebenen mit Korrekturen und Effekten schauen wir uns noch genauer an und abschließend werfen wir einen Blick darauf, wie wir unsere Projekte speichern und exportieren können. In einem Bonus-Kapitel erkläre ich dir, wie du zwischen der Computer Version von Photoshop und der iPad-Version nahtlos zusammenarbeiten kannst, falls du das möchtest. Der Grundkurs ist zwischen durch immer mit Beispielen, Aufgaben und Tipps geschmückt um das gelernte besser verstehen und intensivieren zu können.

Dieser Grundkurs ist Teil der Adobe Grundkurse 2020, wo wir die Programme der Creative Cloud genau unter die Lupe nehmen.
Hier gibt es alle kostenlosen Kurse im Überblick

1. Einrichten & Creative Cloud

Um Adobe Photoshop fürs iPad verwenden zu können, brauchst du, wie der Name schon sagt, ein iPad. Es kann sein, dass in der Zukunft auch weitere Geräte mit der App kompatibel sind. Ich habe dir hier eine Seite verlinkt wo du alle aktuell kompatiblen Gerätetypen sehen kannst, um nachzuschauen, ob du einen dieser besitzt. Hast du das, kannst du einfach in deinen AppStore gehen und darüber die App installieren. Um sie jetzt verwenden zu können, musst du dir ein kostenloses Konto bei Adobe erstellen oder dich mit einem bestehenden anmelden. Die App ist leider nicht kostenlos und kann nur über ein Abo des normalen Photoshop erworben werden. Also falls du die Adobe Creative Cloud schon abonniert hast, wo Photoshop dabei ist, kannst du dich einfach mit dem gleichen Adobe Konto anmelden und die App auf dem iPad verwenden. Falls nicht kannst du Photoshop in Kombination mit Lightroom im Foto Abo abonnieren für 11,89 € pro Monat oder Adobe Photoshop als einzelne Anwendung für 23,79 € pro Monat. Auch beim Abo von allen Adobe Programmen, was man für knapp 60 € pro Monat erwerben kann, ist die iPad-Version von Photoshop dabei. Neben den ganzen Adobe Programmen bekommt man über die Abos auch einen Cloudspeicherplatz sowie zugriff auf einige Adobe Services. Wenn du genau wissen willst, was die Creative Cloud ist, schau doch mal auf meinem Kanal vorbei, dort habe ich dazu schon einen ausführlichen Grundkurs gemacht. Über diesen Link kommst du direkt zur aktuellen Preisliste und kannst dort ein Abo abschließend und ein Adobe Konto erstellen, womit du dich dann in der App anmelden kannst um diese verwenden zu können.

2. Projekt erstellen (Cloud-Dokumente)

Wir befinden uns jetzt auf der Startseite von Photoshop fürs iPad. Hier haben wir oberhalb einige Tutorials von Adobe, welche uns helfen, ins Programm einzusteigen. Weitere Tutorials finden wir auch am linken Rand unter Training. Unter den Tipps sehen wir auch unsere zuletzt verwendeten Projekte. Unter “Ihre Arbeit” finden wir auch alle unserer Projekte beim Punkt “Cloud-Dokumente”. Alle unsere Projekte sind Cloud-Dokumente, was so viel bedeutet, dass sich diese automatisch in unserer Creative Cloud speichern. Dadurch können wir die ganzen Projekte auch im normalen Photoshop am Computer direkt öffnen und weiter daran arbeiten, sowie umgekehrt. Immer mehr Programme von Adobe setzen auf diese cloudbasierten Projektdateien, welche es einem wesentlich einfacher machen Geräte unabhängig zu arbeiten. Wir können hier auch Ordner am oberen rechten Rand erstellen, um unsere Cloud-Dokumente zu organisieren. Wir sehen neben dem Namen auch eine Vorschau und das letzte Bearbeitungsdatum. Unter gelöscht, finden wir alle kürzlich entfernten Cloud-Dokumente. Jetzt können wir aber auch ein komplett neues Projekt erstellen oder importieren, am unteren linken Rand. Beim Importieren können wir Bilder direkt mit unserer Kamera aufnehmen, sowie auf unsere Fotos oder Dateien des aktuellen Gerätes zugreifen. Wir können darüber auch Photoshop Dateien verwenden, welche wir auf diesem Gerät gespeichert haben. Über “Neu erstellen” können wir aber auch ein neues Projekt anlegen. Im neuen Fenster, können wir jetzt an der rechten Seite, alles Wichtige einstellen. Ganz oben können wir unserem Projekt einen Namen geben sowie Abmessungen festlegen. Für digitale Projekte ist es sinnvoll hier in Pixeln zu arbeiten und einer Auflösung von 72 ppi. Wenn Du Projekte zum Drucken erstellst, solltest Du am besten mit Zenti- oder Millimetern arbeiten und mit mind. 300 ppi. Wir können auch eine Ausrichtung festlegen, sowie eine Hintergrundfarbe. Auf der linken Seite können wir auch auf die bekannten Maße, über die oberen Kategorie zugreifen und diese werden dann auf der rechten Seite angewendet. Haben wir die passenden Maße gefunden, klicken wir einfach noch auf Erstellen und können jetzt direkt loslegen. Photoshop für iPad wird immer wieder an Funktionen erweitert, deswegen möchte ich nur kurz darauf hinweisen, dass dieser Grundkurs im Februar 2020 entstanden ist und nur die Funktionen zu sehen sind, die bis dato verfügbar waren, also nicht wundern, falls du inzwischen mehr Möglichkeiten hast.

3. Oberfläche & Bedienung

Bevor wir jetzt mit dem Bearbeiten unseres Projektes loslegen, schauen wir uns noch kurz den Aufbau des Programmes an und was du wo findest, um noch schneller eigenständig mit dem Programm umgehen zu können. In der oberen linken Ecke kommen wir über das Haus-Symbol wieder zurück zur Startseite. Darunter haben wir auf der linken Seite alle Werkzeuge, welche wir uns in den kommenden Kapiteln noch genau anschauen werden. Ganz unten haben wir auch noch die Farben. Haben wir ein Werkzeug ausgewählt, öffnet sich auch oft ein zusätzliches Fenster, was wir über den oberen Rand frei bewegen können. Das sind individuelle Optionen zu den Werkzeugen. Am oberen Rand in der Mitte sehen wir unseren Projektnamen und daneben die Anzeigegröße unseres Projektes. Klicken wir dort darauf, können wir diese auch mit einem genauen Wert ändern. Sonst können wir unser Projekt, welches sich im Mittelpunkt der App gibt, mit zwei Finger rein oder raus zoomen sowie bewegen. Falls Du mehr Gestensteuerung zur App und interessante Tastenkürzel zu den anderen Adobe Programmen sehen willst, schau doch mal auf unserem Instagram Account vorbei, @simontutorial. Am rechten oberen Rand können wir letzte Schritte über die Pfeile rückgängig machen oder wiederholen. Daneben sehen wir über die Wolke, ob wir aktuell mit unserer Creative Cloud verbunden sind, um unsere Projektdateien aktuell auf allen Geräten zu halten. Über den Pfeil nach oben können wir unser Projekt exportieren. Klicken wir auf das Fragezeichen, bekommen wir noch alle Informationen zum Programm, wo wir auch Hilfestellungen dazu finden. Wir können bspw. auch eine Tastatur mit unserem iPad verbinden um Tastenkombinationen auch in der App verwenden zu können. Auf der rechten Seite im Programm können wir auch auf alle Funktionen der Ebenen zugreifen, welche wir uns in einem eigenen Kapitel ausführlich anschauen werden. Gehen wir über das Haussymbol, zurück zur Startseite können wir in der oberen rechten Ecke auf die Einstellungen zugreifen. Hier können wir die Farbe des Programms festlegen und unter Eingabe auch unsere Gesten und Tastaturbefehle verwalten. Unter Konto sehen wir unser verbundenes Adobe Konto und können diese verwalten. Hier sehen wir auch unseren verfügbaren Cloudspeicher. Wenn du mehr zum Programm und seinen Hintergründen wissen willst, findest du das unter Info.

4. Werkzeuge (Auswahl, Reparatur & Transformieren)

Schauen wir uns jetzt das Herzstück von Photoshop an, die ganzen verschiedenen Werkzeuge, welche wir am linken Rand der App finden. Wir gehen die jetzt Schritt für Schritt von Oben nach Unten durch. 

Als aller Erstes haben wir das Verschieben-Werkzeug. Damit können wir vorhandene Elemente in unserem Projekt einfach bewegen und verschieben. 

Darunter haben wir das Transformieren-Werkzeug. Haben wir dieses angeklickt, öffnet sich ein neues Fenster im Projekt, wo jetzt alle Elemente der aktuellen Ebene ausgewählt sind und mit einem blauen Rand versehen. Über diesen können wir die Elemente einer Ebene skalieren, über die Eckpunkte. Über die Punkte, an den Seite, können wir, die Elemente jeweils verzerren. Sonst können wir auch mit Drücken und schieben, alle Elemente verschieben und über den Punkt am unteren Rand auch die Elemente drehen. Am linken Rand können wir auch zwischen verschiedenen Transformationsmethoden wechseln. Also, ob wir komplett frei transformieren wollen oder nach bestimmten Prinzipien. So das bspw. die Seiten synchron transformiert werden, perspektivisch oder über die drei Punkte auch einzelne Drehpunkte hinzufügen. Am oberen Rechten Rand können wir auch alles horizontal oder vertikal spiegeln, also umdrehen. Sind wir zufrieden können wir auf fertig klicken, um es anzuwenden und zurück zur Bearbeitungsübersicht zu kommen. Über abbrechen können wir auch alle Transformationen wieder verwerfen, welche wir gerade gemacht haben.

Als Nächstes haben wir die Auswahlwerkzeuge. Klicken wir auf dieses lange, können wir zwischen den verschiedenen Auswahlmöglichkeiten wechseln. Hier haben wir ein Lasso, womit wir frei eine Auswahl zeichnen können. Mit der Pinselauswahl können wir auch bestimmte Elemente in der Ebene erkennen und durch Malen auswählen. Schließlich können wir auch eine Auswahl anhand eines Rechtecks oder Kreises erstellen. Über Motiv auswählen, können wir auch Elemente auf unserer aktuellen Ebene erkennen und auswählen. Das kommt dem Objektauswahl-Werkzeug aus dem originalen Photoshop sehr nahe. Haben wir jetzt eine Auswahl getätigt, sehen wir am unteren Rand weitere Möglichkeiten. Hier können wir die Auswahl wieder entfernen, sowie aus der Auswahl eine Ebenenmaske erstellen. Über den Radierer können wir auch den kompletten Inhalt der Auswahl aus der aktuellen Ebene entfernen. Über Umkehren können wir die Auswahl wechseln, sodass jetzt alles ausgewählt ist, was davor nicht ausgewählt war. Über die drei Punkte, können wir auch die Auswahl transformieren, wo wir dann wieder in das Transformieren Fenster von gerade eben kommen und jetzt nur die Auswahl und nicht die ganze Ebene transformieren können. Als letztes können wir über die drei Punkte auch ähnliches auswählen, was uns dabei helfen soll, einfacher alle gleichen Sachen gleichzeitig auszuwählen. Wir haben jetzt auch die Möglichkeit mehrere Auswahlen gleichzeitig über die Werkzeuge zu erstellen. Über ein separates Fenster können wir aber auch sagen, ob die neue Auswahl, zu der bestehenden hinzugefügt werden soll, oder abgezogen werden soll oder nur die Schnittmenge beider Auswahlen bestehen bleiben soll. So können wir mit den verschiedenen Tools und Einstellungen unsere perfekte Auswahl erstellen. 

Jetzt haben wir als Nächstes das Pinsel-, Radiergummi- und Fülltool, was wir uns im folgenden Kapitel noch genauer anschauen werden.

Darunter befindet sich jetzt das Reparatur- und Stempel-Werkzeug. Das Reparatur-Werkzeug ist praktisch um störende Elemente aus einem Bild zu entfernen. Damit kannst du einfach, wie mit einem Pinsel, über die gewünschte Stelle fahren, um ein störendes Element zu entfernen, was dann automatisch passiert. Das funktioniert bei kleinen einfachen Sachen, bei Komplexen Retuschen solltest du zum normalen Photoshop greifen. Wir haben auch hier ein weiteres Fenster, wo wir die Größe des Pinsels, sowie die Schärfe einstellen können. Über die drei Punkte können wir auch festlegen, ob es nur auf der aktuellen Ebene oder auf allen Ebenen angewendet werden soll. Drücken wir lange auf das Reparatur-Werkzeug, können wir das Stempel-Werkzeug auswählen. Der funktioniert ähnlich wie das Reparatur-Werkzeug. Damit musst du als Erstes eine Stelle auswählen, welche du woanders hin kopieren willst. Dafür musst du auf den weißen Punkt drücken und dann eine Stelle auswählen, wo du dann ein kleines Fadenkreuz siehst. Malst du jetzt mit dem Stempel, siehst du am bewegenden Fadenkreuz, welche Stelle bei der neuen Stelle angewendet wird. Über die Optionen kannst du auch hier die Pinselgröße und Schärfe einstellen. Sowie die Transparenz und kannst auch hier das Fadenkreuz auswählen, um es neu platzieren zu können. Auch hier kannst du über die drei Punkte festlegen, welche Ebenen dies beeinflussen soll, sowie wenn du bspw. einen Apple Pencil verwendest, auch das Werkzeug auf Druck reagieren soll. 

Jetzt haben wir noch das Zuschneiden und Drehen-Werkzeug, bzw. das Freistellen-Werkzeug. Hier öffnet sich ein neues Fenster, was dem Transformierenfenster sehr ähnelt. Der Unterschied hier ist aber jetzt, dass wir beim Freistellen, das komplette Projekt einstellen und nicht eine einzelne Ebene. Hier können wir über die Ränder unser Projekt zuschneiden. Am unteren Rand in der Mitte können wir es auch drehen. Oben links neben der Mitte, sehen wir auch die neuen Seitenverhältnisse und rechts können wir dann über “Fertig”, die Änderungen annehmen oder über “Abbrechen” verwerfen.

Das war jetzt viel Theorie. Probier du doch jetzt mal, dass bisher erlernte Wissen anzuwenden, in dem wir dieses Bild hier nehmen, neu Transformieren, sodass es gerade ist und auch die Flecken entfernen und die Person auf die Größe des Bildes bringen. Pausiere den Grundkurs und probiere das jetzt eigenständig umzusetzen. Du kannst dir das originale Bild auf simontutorial.de/photoshopipad in unserer Vorlagendatei herunterladen. Falls du nicht mehr weißt, wie du was Bestimmtes machst, spule gerne nochmal zurück oder probiere einfach ein bisschen rum. Dadurch das du eigenständig probierst es umzusetzen, bleibt auch langfristig mehr hängen. Ich zeige dir jetzt, wie ich das gemacht hätte. Nachdem ich das Bild in Photoshop fürs iPad importiert habe, entferne ich als aller erstes die Flecken. Dafür wähle ich das Reparatur-Werkzeug aus und male einfach über diese, bis sie alle verschwunden sind. Jetzt gehe ich auf Freistellen, um den perfekten Bildausschnitt zu erhalten. Damit die Person jetzt noch größer im Bild ist, gehe ich auf die Auswahl-Werkzeuge und sage: Motiv erkennen. Sobald ich das ausgewählt habe, wechsel ich auf das Transformieren-Werkzeug und skaliere die Auswahl, also unsere Person. So einfach konnte ich das jetzt umsetzen.

5. Pinsel, Radierung, Farben & Verläufe

Schauen wir uns jetzt die Pinsel, Radiergummi und Farbenwerkzeuge in Photoshop fürs iPad an. Haben wir den Pinsel aus der Werkzeugleiste ausgewählt, können wir einfach in unserem Projekt darauf los Malen. Haben wir bspw. einen Apple Pencil, reagiert unser Pinsel auch auf Druck und so wirkt alles sehr realistisch. Wir können jetzt aber auch, wenn wir auf das Pinselwerkzeug erneut klicken, verschiedene Pinsel auswählen. Hier gibt es verschiedene Stärken aber auch Textur-pinsel, womit man Kreativ werden kann. Noch mehr Möglichkeiten haben wir auch über das Optionenfenster, wo wir die Größe des Pinsels einstellen können, sowie seine Deckkraft und Schärfe. Über die drei Punkte können wir noch die fortgeschritten Optionen öffnen, wo wir auch einen Überblendemodus auswählen können, welche dafür verantwortlich ist, wie sich der Pinsel zu anderen Elementen bzw. Farben in deinem Projekt verhält. Wir können auch die Rundheit, den Winkel der Pinseltextur und den Fluss des Pinsels einstellen. Glättung ist auch super praktisch, womit die App deinen Pinselstrich nachträglich glättet und dieser so gerade und “perfekter” aussehen lässt. Das ist bspw. für das Erstellen von Typografien super praktisch. Jetzt haben wir unter dem Pinsel auch den Radiergummi, der von den Optionen genau so funktioniert wie der Pinsel. Wir können also auch die Textur auswählen und die Optionen einstellen. Nur das dieser hier unsere bestehenden Elemente oder Pinselstriche aus der aktuellen Ebene entfernt und nicht malt. Wir haben jetzt aber auch diesen weißen Punkt im Programm, der hier sehr praktisch sein kann. Haben wir einen Pinsel ausgewählt und halten den Punkt gedrückt, wird der aktuelle Pinsel direkt zum gleichen Radiergummi und so kann man einfach zwischen Pinsel und Radiergummi wechseln und hat auch immer die gleichen Einstellungen. Jetzt haben wir beim Pinsel aber auch die Möglichkeit eine Farbe einzustellen, was wir prinzipiell über die beiden Farbfelder am unteren Rand der Werkzeugleiste machen können. Haben wir diese geöffnet können wir eine Farbe, aus dem Farbrad picken oder über den Farbton am unteren Rand. Wir haben auch die Möglichkeit einen Farbcode, also HEX-Code einzugeben, wenn wir eine bestimmte Farbe haben wollen. Dieser Code ist für jede Farbe unique, womit man genau einzelne Farben auswählen kann. Über HSB können wir auch den Farbton, Sättigung und Helligkeit anhand von Werten festlegen. Über die drei Punkte können wir auch zwischen den Farbräumen wechseln, falls dies für dich relevant ist. Jetzt haben wir aber auch die Pipette neben dem Hexcode, oder als einzelnes Werkzeug über den Farben. Haben wir dieses ausgewählt, finden wir ein Fadenkreuz in unserem Projekt. Wenn wir dieses jetzt auf eine bestimmte Farbe im Projekt schieben, sehen wir direkt, dass diese Farbe direkt im Farbfeld angenommen wird. So können wir einzelne Farben einfach erkennen und wieder verwenden. Die Farben können wir jetzt für die Pinsel verwenden aber auch für das Füll und Verlaufswerkzeug sind diese wichtig, welche wir ebenfalls in unserer Werkzeugleiste finden. Mit dem Füllwerkzeug können wir einen komplette leere Ebene einfarbig einfärben, oder einzelne Elemente oder Auswahlen mit einem Klick. Klicken wird erneut auf das Werkzeug, können wir auch das Verlaufwerkzeug öffnen. Wenn wir jetzt eine Linie auf unserem Projekt malen, sehen wir direkt den Verlauf. Umso länger wir die Linie des Verlaufs machen, desto weicher ist dieser. Für den Verlauf brauchen wir auch die beiden Farben, welche wir in der Farbe unten festlegen können. Prinzipiell rate ich dir, einen Verlauf immer auf einer neuen Ebene zu erstellen, da er sonst alle Elemente auf der aktuellen Ebene überschreibt. Bisher kann man nur einen linearen Verlauf erstellen, aber in Zukunft denke ich, wird das sicher noch erweitert.

Probier du doch jetzt mal den Pinsel und Radiergummi aus und erstelle einen Verlauf bzw. Fülle eine Ebene mit Farbe um ein Gefühl für diese Werkzeuge zu bekommen.

6. Texte

Wir können in Photoshop für iPad jetzt auch Texte erstellen. Das geht einfach über das Textwerkzeug. Haben wir dieses ausgewählt, können wir einfach in unser Projekt klicken um einen Text zu erstellen. Dort öffnet sich jetzt ein Textfenster mit einem Beispieltext. Über die Tastatur können wir jetzt unseren eigenen Text eingeben. Hier können wir auch am oberen linken Rand kopierte Texte einfach einfügen. Über das Symbol über unserem Textfeld können wir den Text auch in unserem Projekt bewegen und neu platzieren. Das geht auch nachträglich noch mit dem Verschieben-Werkzeug. Haben wir den Text jetzt aber wieder ausgewählt haben wir noch einige Optionen, die wir an der rechten Seite einstellen können. Hier können wir einmal die Schriftart und ihren Stil festlegen. Hier kannst du auch teilweise aus deinen Adobe Fonts Schriftarten auswählen. Was Adobe Fonts ist, haben wir in einem eigenen Grundkurs ausführlich erklärt. Darunter können wir auch die Schriftgröße festlegen sowie die Farbe und den Absatz. Also ob der Text Links, Rechts oder zentriert sein soll, sowie ob es ein Blocktext sein soll. Unter Füllmethoden können wir auch die Deckkraft und Füllmethode auswählen. Sind wir zufrieden mit unserem Text, können wir oben rechts auf Fertig klicken um wieder zur normalen Projektbearbeitung zu kommen. Wir können die Bearbeitung immer wieder öffnen, in dem wir auf den Text klicken. Wir können beim Text auch nur bestimmte Abschnitte auswählen, um nur diese zu bearbeiten, so kann man auch mehrere Schriftstille innerhalb eines Textes haben. Texte werden auch immer auf neuen Textebenen erstellt.

7. Bilder & Grafiken

Neben Texten können wir auch Bilder oder Grafiken zu unserem Projekt hinzufügen. Dafür klicken wir einfach auf das Bild-Icon in unserer Werkzeugleiste. Hier können wir jetzt über Kamera, direkt ein Bild mit unserer Gerätekamera aufnehmen und dann zu unserem Projekt hinzufügen. Über Dateien oder Aufnahmen können wir auch auf Bilddateien von unserem Gerät zugreifen, um diese hinzuzufügen. Schließlich haben wir auch die Möglichkeit Bilder aus unseren Creative Cloud Bibliotheken hinzuzufügen, wo wir dann unsere einzelnen Bibliotheken aufrufen können. Davon rate ich aber grundsätzlich ab, da darüber die Elemente komprimiert platziert werden. Du kannst Grundsätzlich von deinem Gerät JPEG und PNG Bilder hinzufügen. Also hast du auch die Möglichkeit transparente Grafiken im PNG Format zu importieren und zu verwenden. Haben wir eine Datei ausgewählt und wollen diese importieren, öffnet sich als Erstes das Transformierenfenster, womit wir das Bild dann in unserem Projekt ideal platzieren können. Welche Möglichkeiten man mit dem Transformieren hat, haben wir im Kapitel der Werkzeuge schon ausführlich besprochen. Klicken wir auf “Fertig” wurde das Bild erfolgreich hinzugefügt, auf einer eigenen neuen Ebene.

8. Ebenen

Kommen wir jetzt aber noch zu den Ebenen, worauf ich mich schon immer mal wieder ein bisschen bezogen habe. Grundsätzlich finden wir zu den Ebenen alles am rechten Rand. Hier haben wir ganz oben zwei verschiedene Möglichkeiten, wie wir die Ebenen anzeigen lassen wollen. Ich wähle hier für unseren Grundkurs die zweite Übersicht, da diese einfach übersichtlicher und praktischer ist. Doch was sind Ebene überhaupt? Man kann sich diese wie transparente Blätter vorstellen, welche übereinander liegen. Um Elemente in unserem Projekt verwenden zu können, müssen wir diese immer auf einer Ebene platzieren. Die Ebenen welche in unserer Übersicht ganz oben sind, befinden sich auch im Vordergrund unseres Projektes. Wir können die Anordnung der Ebenen auch per Drag-and-drop ändern. Über das Auge am rechten Rand können wir auch einzelne Ebenen ausblenden. Wir sehen auch immer eine kleine Ebenenvorschau und bei den Ebenen wird auch zwischen normalen und Textebenen unterschieden. Das liegt einfach daran, da man mit Texten andere Einstellungen machen kann als mit normalen Ebenen. Es lohnt sich auch, seine Elemente auf einzelne Ebenen zu verteilen, da man dann mit dem Verschieben-Werkzeug diese bspw. Einfacher bewegen oder transformieren kann. Unter den Ebenenübersichtschaltflächen können wir auch die Einstellungen zu unserer aktuell ausgewählten Ebene öffnen. Hier können wir diese über den Namen umbenennen, aber auch ihre Deckkraft oder Füllmethode einstellen. Hier kann man in Zukunft auch Effekte und Smartfilter zu der Ebene hinzufügen und bearbeiten. Dies wird momentan noch nicht unterstützt aber falls du eine normale Photoshopdatei in Photoshop fürs iPad öffnest, gehen diese Effekte nicht verloren. Wenn du wissen willst, welche Effekte es gibt und was Smartfilter sind, kannst du dir gerne unseren normalen Photoshop Grundkurs anschauen, da sind wir auch darauf eingegangen im Kapitel der Ebenen. Unter Maße können wir diese noch anhand von Werten für die Ebene einstellen. Jetzt haben wir aber auch in der Mitte an der rechten Seite weitere Möglichkeiten zu den Ebenen. Ganz oben können wir eine Ebene, aber auch Gruppe oder Einstellungsebene erstellen. Gruppen sind dafür praktisch, um mehrere Ebenen zu gruppieren um bspw. den Überblick der Ebenen nicht zu verlieren und mehrere Ebenen gleichzeitig über die Gruppe bearbeiten zu können, wie bspw. Transformieren oder bewegen. Was Einstellungsebenen sind, schauen wir uns im folgenden Kapitel noch genauer an. Unter dem Neuerstellen können wir auch wieder die Ebene ein- oder ausblenden, sowie eine Ebenenmaske hinzufügen. Dann erscheint eine zweite Vorschau neben der Ebene. Auf diese Ebenenmaske können wir mit Schwarz, Weiß oder Grautönen malen. Alles was weiß bei der Ebenenmaske ist, wird von der Ebene angezeigt. Malen wir jetzt aber mit Schwarz auf die Ebenenmaske, werden uns diese Bereiche der Ebene nicht mehr im Projekt angezeigt. So kann man einfach Teile einer Ebene ausblenden, ohne sie zu löschen, wie man es mit dem Radiergummi machen würde. Wir können auch die Ebenemaske ein oder ausblenden. Was jetzt noch super cool ist, ist der Pfeil nach unten, welcher uns ermöglicht die aktuelle Ebene als Schnittmaske für die Ebene darunter zu verwenden. D.h. die aktuelle Ebene nimmt die Form der unteren Ebene an. So kann man bspw. mit dem Füllwerkzeug einfach eine einfarbige Ebene erstellen und diese dann auf eine andere als Schnittmaske hinzufügen, um diese separat einfärben zu können. Über die drei Punkte können wir jetzt die ausgewählte Ebene sperren, also das wir diese nicht mehr bearbeiten können, sowie die Maske löschen, falls wir eine haben. Hier können wir auch noch weiteres zur Maske einstellen, wie diese als Auswahl aktivieren, kopieren oder die Maske auf die Ebene reduzieren, dass wirklich die ausgeblendeten Stellen nicht mehr verfügbar sind. Bei einer normalen Ebene können wir hier diese löschen, umbenennen, Korrekturen hinzufügen, duplizieren, auswählen oder mit der Ebene darunter verbinden.

Das waren jetzt viele verschiedene Optionen und du konntest dir bestimmt nicht alles merken. Das ist auch nicht schlimm, sobald du richtig anfängst, mit der App zu arbeiten intensivierst du die Optionen immer Stück für Stück mehr bis du sie irgendwann intuitiv verwenden kannst. Für den Anfang ist es aber wichtig zu wissen, was alles möglich ist um dies dann anwenden zu können.

9. Korrekturen/Effekte (Einstellungsebenen)

Schauen wir uns jetzt noch im Detail an, wie wir Effekte bzw. Korrekturen zu unseren einzelnen Ebenen anwenden können. Dies können wir einfach direkt auf unsere aktuelle Ebene machen, wenn wir die letzte Schaltfläche bei den Ebenen Funktionen auswählen. Hier können wir jetzt einmal den Gaußschen Weichzeichner hinzufügen. Damit können wir unsere Ebene unscharf machen. Dieser Effekt ist irreversibel, also sobald du ihn einmal angewendet hast, kannst du ihn über die Effekte nicht wieder entfernen. Über Umkehren, können wir die Farbe umkehren. Jetzt haben wir über die Ebenen Eigenschaften auch die Möglichkeit sogenannte Korrekturen hinzuzufügen. Diese können wir aber auch über Neu mit einer Einstellungsebene hinzufügen. Dieser Effekt ist dann auf einer separaten Ebene und wir können ihn so wieder einfach entfernen oder auf andere Ebenen anwenden. Hier können wir jetzt bspw. die Helligkeit und Kontrast einstellen, sowie einen Schwarz/Weiß Filter anwenden, oder genauere Farbeinstellungen über die Farbbalance oder Farbton/Sättigung machen. Bei jeder Korrektur haben wir dann unter den Ebeneneigenschaften die Möglichkeit diese richtig einzustellen. Bei Schwarz/Weiß können wir bspw. jede einzelne Farbe einstellen, wie Stark diese schwarz oder weiß sein soll. Mit der Tonwertkorrektur können wir auch helle und dunkle Stellen aus unserer Ebene entfernen und prinzipiell die Belichtung einstellen. 

Hier lohnt es sich einfach mal die einzelnen Korrekturen auszuprobieren, um ein Gefühl für diese zu erhalten. Ich habe jetzt bspw. den Gaußschen Weichzeichner auf mein Bild angewendet, sowie einen Schwarz/Weiß Filter und Tonwertkorrektur. Ein Element habe ich aber immer noch farbig gelassen, damit sich das vom Rest abhebt. Probier du das doch jetzt selbst umzusetzen und pausiere den Grundkurs. Du kannst dir die Datei als Vorlage auf simontutorial.de/photoshopipad herunterladen und dort findest du auch meine Projektdateien um meinen Workflow nachvollziehen zu können. Ich zeige dir jetzt, wie ich das gemacht habe. Ich habe als Erstes meine Bildebene dupliziert und die obere ausgeblendet. Jetzt wähle ich die untere aus und wende den Gaußschen Weichzeichner an, sehr leicht. Dann erstelle ich eine Einstellungsebene, zwischen meinen beiden Bilderebenen mit einem Schwarz/Weiß Effekt und eine mit der Tonwertkorrektur. Diese beide stelle ich dann passend ein. Jetzt blende ich die obere Ebene ein und erstelle eine Ebenenmaske. Jetzt male auf dieser mit dem Pinsel alles Schwarz außer den Bereich der Farbig bleiben soll und so einfach konnte ich das jetzt umsetzen.

10. Exportieren, Speichern & Teilen

Sind wir jetzt fertig mit unserem Projekt wollen wir dieses ja auch noch exportieren und mit der Welt teilen. Unser Projekt wird als Cloud-Dokument immer in unserer Creative Cloud automatisch gespeichert. Wenn kein Stern in der Mitte oben an unserem Projektnamen ist, bedeutet es, dass alle Bearbeitungen aktuell gespeichert sind. Falls wir kein Internet haben wir dein Projekt in der Cloud erst bei einer aktiven Internetverbindung gespeichert und solange auf deinem Gerät. Über den Pfeil nach oben an der oberen rechten Ecke können wir jetzt auch unser Projekt exportieren. Über den Schnellexport können wir quasi einen Screenshot unseres Projektes einfach teilen, über den System Dialog. Über Veröffentlichen und Exportieren haben wir jetzt aber noch mehr Möglichkeiten. Hier können wir jetzt auch unser Dateiformat auswählen, wo wir auch transparente Projekte als PNG Exportieren können oder ein normales Bild als JPEG. Wir können alles auch als PSD, also Photoshop Datei speichern, um unsere Ebenenstruktur nicht zu verlieren und in Zukunft unser Projekt darüber weiter bearbeiten zu können, bspw. am Computer, gleich noch mehr dazu. Schließlich können wir auch, je nach Format noch eigene Einstellungen machen. Bei JPEG ist es die Qualität, was eng mit der Dateigröße zusammen hängt und bei PNG kann man noch was zur Exportzeit einstellen. Klicken wir dann auf Exportieren, öffnet sich wieder unser Systemdialog, wo wir es einfach in anderen Apps teilen können oder bspw. in unseren Bildern oder Dateien speichern können.

Bonus: Synchronität zwischen Computer & iPad (Cloud)

Das Tolle an Photoshop fürs iPad ist, dass es perfekt mit der Cloud und der desktop Version von Photoshop zusammenarbeiten. Wie das genau geht, besprechen wir jetzt noch kurz in diesem Bonuskapitel. Da wir ja mit Cloud-Dokumenten arbeiten können wir einfach die Dateien im Startbildschirm von Photoshop am Computer Auswählen. Wir können aber auch über den Computer beim Speichern Cloud-Dokumente erstellen und dann Dateien, welche wir am Computer bearbeiten haben, über unser iPad weiter bearbeiten. Das ist super praktisch, wenn du bspw. unterwegs weiter an deinen Projekten arbeiten willst und deinen Computer nicht mit herumschleppen willst oder kannst. Auch wenn du Photoshop zum zeichnen oder Malen verwendest, kann das praktisch sein, da du über das iPad mit bspw. dem Apple Pencil vielleicht einfacher Malen kannst, aber dann am Computer den finalen Schliff geben kannst. Da es sich um Cloud-Dokumente handelt, speichern sich diese alle in deinem  Creative Cloud Speicherplatz und dadurch wird deine verfügbare Speicherplatzkapazität auch belastet. Also sollte diese komplett ausgereizt sein, kannst du nicht mehr so einfach mit Cloud-Dokumenten weiter arbeiten. Aber grundsätzlich ziehen die Cloud-Dokumente nicht viel Speicherplatz deswegen, sollte das nicht so schnell passieren. Falls doch, kannst du deinen Speicherplatz auch erweitern oder du löschst anderen Dateien aus deiner Cloud. Du kannst aber auch, in dem du einfach deine Photoshopdatei aufs iPad ziehst oder umgekehrt, diese darüber auf anderen Geräten bearbeiten und bist nicht auf die Cloud angewiesen.

Jetzt weißt du, wie du Adobe Photoshop auch in einer abgespeckten Version auf dem iPad verwenden kannst. Über diesen Link kannst du direkt Photoshop abonnieren und auf dem iPad sowie am Computer durchstarten. Für mehr solcher Grundkurse, wie bspw. zur normalen Version von Photoshop, kannst du gerne auf meinem YouTube-Kanal vorbeischauen und diesen kostenlos abonnieren. Über das Teilen des Artikels freue ich mich immer sehr. Falls du noch Fragen oder Feedback hast, kannst du mir diese gerne in den Kommentaren hinterlassen, bis zum nächsten Mal.

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