Speicher deiner Passwörter, sicher, kostenlos und ganz einfach auf deinem Computer. Wie und was du alles mit KeePass 2 machen kannst zeige ich dir in diesem Artikel.

Als Erstes schauen wir uns an, wie du KeePass über haupt auf deinen Computer installieren und einrichten kannst. Anschließend schauen wir und die Oberfläche im Detail an und legen gemeinsam eine Datenbank an und verwalten in dieser unsere Passwörter. Abschließend gehen wir noch auf die Sicherheit ein und werfen einen Blick in die Optionen.

1. Installation

Du kannst dir KeePass 2 auf der offiziellen Seite, Link dazu hier, für deinen Windows Computer herunterladen. Du kannst es als .exe Datei, also als Programm herunterladen und anschließend installieren oder als Portable Version, das bedeutet, du kannst die Datei einfach entpacken und musst sie nicht installieren um das Programm zu nutzen, so kannst du es auf einem USB-Stick oder Co. haben. Offiziell gibt es nur die Version für Windwos, jedoch listen sie auf ihrer Downloadseiten auch Version für andere Geräte, wie Mac Computer, iPhone, Android Phone und vieles mehr, welche von der Community erstellt wurden. Wir werden in diesem Video jedoch nur auf die Windows Version eingehen.

2. Oberfläche

Ich habe das Programm nun erfolgreich installiert und geöffnet. Wenn ihr das Programm das erste Mal öffnet, ist es noch ganz leer. Wir haben lediglich oben ein Menü mit welchem man Interagieren kann. Im Bereich “Datei” kannst du eine neue Datenbank erstellen oder auch eine bestehende, lokal vom Computer oder einer URL öffnen. Hast du eine Datenbank erstellt, dazu mehr im nächsten Abschnitt, kannst du hier auch diese Speichern, schließen, Einstellungen von ihr Verwalten, den Hauptschlüssel ändern und Elemente in-und exportieren. Unter “Ansicht” kannst du deine Programmsprache ändern aber auch Festlegen ob die Symbolleiste angezeigt werden soll und die Eintragsansicht. Außerdem kannst du die Anordnung der Fenster variieren und die Ansicht der Spalten konfigurieren. Du kannst auch eine Sortierung der Passwörter festlegen und noch Einstellungen zu TAN-Ansicht und Gruppierung von Eintragslisten vornehmen. Im Bereich “Extras” kannst du dir ein sichere Passwort oder Passwortliste generieren lassen, auf Datenbank Werkzeuge zugreifen oder auch Trigger, Plugins und die Einstellungen verwalten. Im letzten Bereich findest du noch Hilfe, wo du KeePass auch unterstützen kannst und alle wichtigen Seiten aufrufen. KeePass ist ein Open-Source Programm, was von der Community lebt.

3. Datenbank anlegen

Um deine Passwörter speichern zu können, musst du zuerst eine Datenbank erstellen, in welcher diese gesichert werden können. Du kannst ganz einfach im Bereich “Datei” über die Schaltfläche “Neu” eine neue Datenbank anlegen. Hierfür öffnet sich dann noch ein Hinweis, der dir sagt, dass deine Datenbank als KeePass Datei auf deinem Computer gespeichert wird und du dir den anschließend festgelegten Speicherort gut merken solltest, da in dieser Datei alles gespeichert wird. Hast du nun einen Speicherort festgelegt musst du ein Hauptpasswort eingeben. Dieses ist das Passwort mit welchem du alle anderen Passwörter einsehen kannst. Deswegen solltest du dir dieses sehr gut merken und es sollte Sicher sein. Für die Sicherheit siehst du auch beim Festlegen des Passwort, welche Sicherheitsqualität dein Passwort hast. Umso mehr Sonderzeichen, Groß-und Kleinschreibung, Zahlen und Länge, desto sicherer ist dein Passwort. In den Expertenoptionen, hast du noch die Möglichkeit eine Datei als Passwort zu verwenden oder es direkt mit deinem Windows-Benutzeraccount zu koppeln, sodass deine Datenbank nur über diesen Abrufbar ist.

Im nächsten Schritt, kannst du deine Datenbank benennen und eine Beschreibung hinzufügen. Das ist super praktisch, wenn du mehrere Datenbanken hast. Außerdem kannst du hier noch Einstellungen zur Sicherheit, Kompression, Papierkorb und Erweitert machen.

Im Bereich “Sicherheit” kannst du das Verschlüsselungsalogrithmus festlegen. Entweder AES/Rijndael oder ChaCha20. Was ist der Unterschied? Kurz gesagt: AES ist ein Block-Verschlüsselungsverfahren. ChaCha20 hingegen ein Strom-Verschlüsselungsverfahren. Welche Methode für eine besser ist, sollte man recherchieren. Im Bereich “Kompression” kannst du auswählen ob eine Kompression in der Datenbank stattfinden soll, damit diese nicht zu groß ist. Hier hast du die Wahl zwischen keiner Kompression oder dem GZip.

Unter “Papierkorb” kannst du einstelllen, ob du diesen Verwenden möchtest. Das heißt, wenn du in der Datenbank ein Passwort löscht, dass dieses in den Papierkorb standardmäßig verschoben wird und nicht unwiederruflich entfernt wurde. Aus dem Papierkorb hat man aber immer noch die Möglichkeit, dass Passwort komplett zu löschen. Hast du nun alle Einstellungen zur Datenbank getätig, kannst du im nächsten Schritt ein Notfallblatt drucken. D.h. ein Zettel, wo dein Masterpasswort und alle wichtigen Informationen drauf stehen, falls du nicht mehr deine Datenbank öffnen kannst. Hier musst du für dich selbst abwiegen ob du so ein Zettel bei dir Zuhause rumliegen haben möchtest, um im Notfall nicht aufgeschmissen zu sein. Du kannst den Schritt aber auch überspringen. Jetzt hast du dein Datenbank erfolgreich erstellt und sie ist in KeePass geöffnet. Du kannst die Datenbank immer über die erstellte Datei auf deinem Computer, nach der Eingabe des Hauptpassworts öffnen oder im Bereich “Datei” unter öffnen. In diesem Bereich hast du auch die Möglichkeit, alle Einstellungen deiner Datenbank erneut zu verändern.

4. Passwörter speichern

Jetzt hast du die Möglichkeit, alle deine Passwörter in deiner Datenbank zu speichern. An der Linkenseite hast du die verschiedenen Kategorien deiner jeweiligen Datenbank. Diese sogenannten Gruppen, kannst du mit einem rechten Mausklick auch bearbeiten, löschen oder eine Neue hinzufügen. Du kannst auch einzelne Gruppen bspw. exportieren. Doch wie speichere ich nun ein Passwort? Dafür klickst du einfach die Gruppe an, in welcher du das Passwort speichern möchtest. Dann wählst du oben im Menü “Eintrag hinzufügen”. Im nun neu geöffneten Fenster kannst du deinem Passwort einen Namen geben, sowie einen Benutzername, was praktisch ist, falls du einen Login speichern möchtest. Darunter kannst du ein eigenes Passwort eingeben oder dir ein sicheres von KeePass erstellen lassen. Außerdem kannst du deinem Passwort eine URL und Kommentare hinzufügen, sowie festlegen ob das Passwort ein Ablaufdatum haben soll. Im erweiterten Bereich kannst du noch Stringfelder oder Dateianhänge hinzufügen. In den Eigenschaften, kannst du noch individuelle Farben für dein Passwort festlegen, sowie Tags und URL hinzufügen um dein Passwort noch besser finden zu können. Unter “Auto-Type” kannst du, wie der Name schon sagt, automatische Vorgänge für das Eintragen deines Passwortes festlegen und unter Vorgänger, sieht du einen Verlauf deines Passwortes, wo du bspw. was in der Vergangenheit dran geändert hast, sehen kannst. Hast du ein Passwort nun erstellt, siehst du es in der Gruppenübersicht. Wenn du es auswählst, siehst du im dritten Fenster alle Informationen und kannst darüber bspw. die URL aufrufen. Um das Passwort anzeigen zu lassen, kannst du einfach doppelklicken auf das Passwort und in der Bearbeitung über die drei Punkte anzeigen lassen. Du kannst auch, wenn du eine URL-Angegeben hast, im Browser deine Passwörter, durch die Auto-Type Funktion, automatisch einsetzen lassen, um dich ganz einfach, mit deinen Benutzer-Konten im Web anmelden zu können.

5. Sicherheit

Doch sind bei KeePass deine Passwörter sicher gespeichert? Grundsätzlich kann man pauschal nicht sagen, dass etwas komplett sicher ist, aber KeePass ist sehr weit an der Spitze bei Sicherheit von Passwort Manager, einige der folgenden Gründe sollten diese Sicherheit gewährleisten.

1. sind sie nicht, wie viele andere Passwort Manager, mit einer Cloud verbunden, um deine Passwörter auf allen Geräten zu nutzen. Sie werden alle Lokal in deiner Datenbank gespeichert und müssen so direkt über dein Heimnetzwerk oder Computer verwendet werden und sind so von externen Zugriffsquellen geschützt.

2. hast du die Möglichkeit deine Datenbank mit einer Verschlüsselungsdatei zu sichern, welche du bspw. auf einem USB-Stick oder Co. laden kannst, mit welcher man nur an die Passwörter ran kommt. So ist es noch schwerer deine Datenbank zu öffnen ohne Schlüssel.

Zu guter letzt nutzt KeePass eine sehr sichere Verschlüsselung, entweder AES oder ChaCha20, welche einen hohen Sicherheitsstandard haben. Man kann also beruhigt sagen, dass KeePass sehr sicher ist und es super unwahrscheinlich ist, dass jemand deine Datenbank ausspionieren kann oder des Gleichen. Falls du nochmal mehr Infos zur Sicherheit und ein ausführliches Review zu KeePass sehen willst, habe ich für dich einen Link .

6. Optionen

Im Menü unter Extras, kannst du auch die Optionen abrufen. Hier kannst du Einstellungen zur Sicherheit, Richtlinien, Oberfläche, Integration und noch vieles mehr machen. Im Bereich “Sicherheit”, kannst du eine Inaktivitätsspeere einrichten, sowie die Zwischenablage automatisch entleeren lassen, falls du dort ein Passwort gespeichert hast und festlegen ob Passwörter nach einer bestimmten Anzahl an Tagen automatisch ablaufen sollen. Im Bereich “Richtlinien” kannst du verschiedene Funktionen von KeePass aktivieren oder deaktivieren. Was die einzelnen Funktionen machen, wird dort auch nochmal erklärt. Im Bereich “Oberfläche” kannst du, je nach Bereich, optische und Inhaltliche Einstellungen machen, sowie die Stills der Menüs und Tools einstellen, sowie die Schriftarten. Im Bereich “Integration” kannst du noch erweiterte Einstellungen zur Auto-Type Funktion machen, sowie eine Assoziation mit KDBX-Dateien einrichten und verwalten, sowie ob KeePass beim Start ebenfalls gestartet werden soll. Im erweiterten Bereich kannst du noch allgemeine Einstellungen zum Start und Beenden machen, sowie zum Öffnen von Datenbanken, AutoType, Daten Eingabe und vieles mehr.

Jetzt weißt du wie du deine Passwörter sicher speichern kannst, komplett kostenlos, lokal auf deinem Computer. Falls du noch irgendwelche Fragen zu KeePass hast, stell sie doch gerne über unsere Facebook Seite oder in die Kommentaren.

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https://simontutorial.de/kooperationen)


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