Finde eine passende Farbpalette für deine nächsten kreativ Projekte. Wie du das mit Adobe Color machst, was damit alles möglich ist und wie dieses mit den bekannten Adobe Programmen perfekt zusammen arbeitet, erkläre ich dir ausführlich in diesem Grundkurs.

Als Erstes gebe, ich dir einen Überblick was mit Adobe Color alles möglich ist. Anschließend richten wir es gemeinsam ein und gehen im Detail darauf ein wie wir damit unsere eigene Farbpalette erstellen können oder andere entdecken und verwenden können. Auch wie wir alle Paletten anschließend noch verwalten können und schließlich in den Adobe Programmen einfach verwenden können, werde wir uns anschauen.

1. Was ist Adobe Color?

In erster Linie hast du mit Adobe Color die Möglichkeiten Farbpaletten, welche aus bis zu 5 verschiedenen Farben bestehen, eigenständig auf viele verschiedene Wege zu erstellen. Du kannst auch Farbpaletten von anderen entdecken und verwenden, sowie deine eigenen verwalten und schließlich über die CC Bibliotheken auch direkt und synchron in den Adobe Programmen wie Photoshop, Illustrator, Premiere Pro und Co. verwenden. Prinzipiell hilft dir diese, einfacher deine Grundfarben für deine Kreativprojekte zu finden und dann einfach verwenden zu können.

Dieser Grundkurs ist Teil der Adobe Grundkurse 2020, wo wir die Programme der Creative Cloud genau unter die Lupe nehmen.
Hier gibt es alle kostenlosen Kurse im Überblick

2. Installation & Preis

Grundsätzlich kannst du Adobe Color kostenlos über die eigene Web-App verwenden. Um Farben aber speichern, verwalten und in anderen Adobe Programmen verwenden zu können, brauchst du ein eigenes Adobe Konto, welches du dir kostenlos erstellen kannst. Außerdem, wenn du Adobe Color in den Adobe Programmen verwenden willst, musst du diese über die Adobe Creative Cloud abonniert haben. Was die Creative Cloud genau ist, habe ich dir in einem separaten Grundkurs erklärt. Haben wir uns auf der Adobe Color Webseite angemeldet, können wir direkt loslegen, unsere eigenen Farbpaletten zu erstellen.

3. Eigene Farbpalette erstellen

Es gibt jetzt verschiedene Möglichkeiten, wie wir mit Adobe Color unsere eigenen Farbpaletten erstellen können. Haben wir die Webseite geöffnet, befinden wir uns direkt in der ersten Möglichkeit. Hier können wir nämlich unsere Farbpalette über ein Farbrad erstellen. Dieses befindet sich direkt in der Mitte und die 5 Punkte darin, sind unsere 5 Farben der Palette, welche wir auch darunter noch mal genau sehen. Hier sehen wir auch den HEX-Code, also den uniquen Farbcode der Farbe, welchen wir durch das Klicken darauf auch manuell ändern können. Darunter können wir auch die Farben über verschiedene Farbmodi einstellen. Hier können wir am linken Rand die Farbmodi wechseln. Jetzt haben wir aber auf der linken Seite über den Farbmodi auch noch die Möglichkeit sogenannte Farbharmonieregler anzuwenden. Die sind praktisch, wenn du bspw. zwei Farben hast und weitere passenden Farben zu diesen finden willst. Hier gibt es jetzt verschiedene Kriterien, nach welchen weitere Farben hinzugefügt werden. Hier kannst du direkt ähnliche auswählen, sowie monochromatisch, also hell und dunkle Versionen der Farben. Auch komplementäre Farben, also Farben welche sich genau gegenüber im Farbkreis befinden. Schattierungen kannst du hier auch als Referenz nehmen. Um jetzt die Referenzfarbe auszuwählen, müssen wir bei den 5 Farbfeldern einfach unten auf den Pfeil klicken um diese als Grundfarbe anzuwenden. Wir können die Punkte im Farbrad auch bewegen. Haben wir so unsere Farbpalette gefunden, können wir sie auf der rechten Seite direkt in unseren CC Bibliotheken speichern. Hier sehen wir eine Vorschau und können unsere Bibliothek und Namen festlegen. Sollte das bei dir nicht funktionieren, musst du dich oben rechts auf der Seite mit deinem Adobe Konto anmelden. Schließlich können wir auch Tags festlegen, sowie sagen, ob unsere Farbpalette auch für alle öffentlich unter “Entdecken” auffindbar ist. Haben wir auf “speichern” geklickt, finden wir unsere Farbe auch in unserer Creative Cloud. Jetzt haben wir oben am Rand aber noch eine zweite Möglichkeit eine Farbpalette zu erstellen, nämlich anhand eines Bildes. Dafür müssen wir jetzt einfach unser Bild, woraus wir die Farbe nehmen wollen, hochladen. Haben wir das gemacht, sehen wir direkt automatisch eine erkannte Farbpalette mit den wesentlichen Farben aus dem Bild. Auf dem Bild sehen wir auch die einzelnen Punkte und können diese per Drag-and-drop bewegen. Am Linken Rand können wir auch festlegen nach welcher Methode die Farben aus dem Bild automatisch erkannt werden. Hier können wir zwischen Bunt, hell, gedeckt, stark, Dunkel oder benutzerdefiniert entscheiden. Die Namen sind eigentlich schon selbst erklärend. Falls nicht, kannst du auch einfach mal durchklicken um dir genau anzuschauen, wie jeder Punkt aussieht. Auf der rechten Seite können wir die Farben auch wieder in unseren CC Bibliotheken speichern. Wenn wir ein neues Bild als Referenz hochladen wollen, dann können wir das auch in der oberen rechten Ecke machen. 

Jetzt gibt es noch eine letzte Möglichkeit, wie du deine eigenen Farbpaletten erstellen kannst mit Adobe Color. Nämlich direkt über dein Smartphone oder Tablet mit der Adobe Capture App. Hier kannst du auch selbst Bilder aufnehmen aus welchen du Farbpaletten erstellst. Wie das genau funktioniert, habe ich dir in unserem Adobe Capture Grundkurs ausführlich erklärt.

Jetzt wissen wir zwar, wie man eine Farbpalette erstellen kann, aber worauf sollte man dabei achten? Grundsätzlich gebe ich immer den Tipp, wenn es um eine Farbauswahl von Brandig oder Grafiken geht, nicht zu viele Farben zu verwenden. Mit den Adobe Color Paletten ist man Limitiert auf 5 Farben welche für die meisten Sachen ausreichen sollte. Welche Farben man da jetzt zusammen nehmen sollte, kann man nach vielen Prinzipien auswählen. Einige der gängigsten sehen wir unter den Farbharmoniereglern, wie bspw. Komplementäre Farben oder eine Triade. Ich habe dir hier auch einen Artikel verlinkt, den ich ganz interessant fand, wo genauer darauf eingegangen wird, welche Farben man nehmen sollte und welche zusammen passen. Schlussendlich rate ich in den meisten Fällen davon ab mehr als eine grelle Farbe zu verwenden und es gibt auch viele Farbkombinationen, die sich stechen und nicht gut aussehen, hier spielt auch ein gesunder Menschenverstand eine wichtige Rolle. Schließlich strahlen Farben auch eine Emotion aus, welche auch berücksichtigt werden sollte und zu deiner Verwendung passen.

4. Farbpaletten entdecken

Wir haben jetzt auf der Adobe Color Seite oben im Menü den “Entdecken” und “Trends” Bereich, welche wir uns jetzt noch genauer anschauen werden. Darüber kann man einfach inspirierende Farbpaletten finden und diese auch direkt verwenden. Haben wir auf Entdecken geklickt werden uns ganz viele Farbpaletten angezeigt. Das sind alles Farbpaletten von anderen Nutzern, die diese mit Adobe Color erstellt haben und dort die Veröffentlichung der Farbpaletten aktiviert haben. Auch wenn sie Farbpaletten anhand von Bildern erstellt haben, sehen wir diese hier. Haben wir eine ausgewählt, können wir uns auch alle HEX-Codes direkt anschauen und kopieren. Hier sehen wir auch den Titel, Tags und Autor der Farbpalette. Am rechten Rand können wir die Farbpalette auch direkt zu unseren CC Bibliotheken hinzufügen, sowie liken oder als Farbdatei herunterladen. Klicken wir hier “Aus Design erstellen” können wir diese auch im Erstellenbereich öffnen, um sie individuell für uns zu bearbeiten. Unter dem Autor haben wir auch die Möglichkeit die Farbmodi und Codes genau zu sehen. Adobe Color arbeitet neuerdings auch eng mit Pantone zusammen, wo man auch ähnliche Farben der Marke direkt sehen kann und diese ebenfalls herunterladen. Zurück in der Übersicht können wir auch am oberen rechten Rand den Filter verwalten. Oberhalb haben wir in einer Slideshow auch einige Kurtationen von Adobe, welche uns ebenfalls Themen-mäßig inspirieren können. Was hier jetzt aber auch cool ist, ist die Suche, welche wir am ganz oberen Rand haben. Hier können wir neben Farben auch nach Stimmungen, Stichwörtern oder über die Kamera anhand eines eigenen Bildes die riesige Farbpaletten Datenbank durchsuchen. So können wir, falls wir bspw. keine Ahnung haben, welche Farben für unser Projekt passen, einfach eine Stimmung eingeben, welche unser Projekt hat und anhand dieser, passende Farben finden. Jetzt haben wir unter Trends auch die Möglichkeit anhand von einigen Kategorien, aktuell viel verwendete Paletten zu entdecken. Hier können wir uns ebenfalls inspirieren lassen anhand einer bestimmten Branche. Fahren wir mit der Maus über eine Palette können wir diese auch direkt über die Schaltflächen herunterladen oder in unseren Bibliotheken speichern.

Falls du paar weitere inspirierende Farbpaletten entdecken willst, dann schau doch Mal auf unserem Instagram Account vorbei @simontutorial, da habe ich meine Lieblingsfarbpaletten mit euch geteilt.

5. Farbpaletten verwalten

Im letzten Bereich im Menü können wir jetzt unsere erstellen und gespeicherten Farbpaletten verwalten. Hier sehen wir jetzt alle unsere Creative Cloud Bibliotheken, wo Farbpaletten drin gespeichert sind. Öffnen wir eine, sehen wir alle Farbpaletten und können diese auch anklicken für mehr Verwaltungsmöglichkeiten. Hier können wir unterhalb, den Namen und Tags bearbeiten, sowie auch die passenden Pantone Töne finden und Farbmodi aufrufen. Am rechten Rand können wir neben dem herunterladen die Farbpalette auch für den Entdeckungsbereich veröffentlichen oder wieder auf privat stellen. Sowie eine Kopie der Farbpalette erstellen, welche wir dann wieder über den Erstellenbereich bearbeiten können. Schließlich können wir hier auch eine erstellte Farbpalette wieder löschen. 

Was vielleicht noch für den ein oder anderen wichtig zu wissen ist. Wir sehen in diesem Bereich nur Farbpaletten welchen wir zu unseren CC Bibliotheken hinzugefügt haben und keine einzelnen Farben, was nämlich auch Möglich ist.

6. Integration mit CC Bibliotheken

Doch wie können wir jetzt über die CC Bibliotheken mit unseren Farbpaletten arbeiten?

Grundsätzlich sind unsere CC Bibliotheken ein Teil unserer Creative Cloud, welche in fast alle Adobe Programme integriert ist. Also wenn wir bspw. Adobe Photoshop, Illustrator, InDesign, Premiere Pro oder After Effects verwenden, finden wir unter Fenster im Menü unsere Bibliothek. Haben wir das Fenster geöffnet, sehen wir hier alle unsere erstellen Bibliotheken und in diesen auch unsere Farbpaletten, welche wir erstellt oder hinzugefügt haben. Wählen wir da jetzt eine Farbe der Palette aus, wird diese direkt als Farbe im Programm übernommen. Haben wir ein Element ausgewählt, wird dieses durch Klicken auf die Farbe, direkt in der Farbe eingefärbt. Über das Farbfeld in den einzelnen Programmen können wir diese dann natürlich auch nachträglich individualisieren. Fahren wir mit der Maus über die Farben im Bibliotheksfenster sehen wir auch direkt den HEX Code sowie die RGB Töne. Über unsere Creative Cloud, welche wir als Programm auf unserem Computer installiert haben, können wir im Bereich “Ihre Arbeit” auch alle unsere Bibliotheken sehen und diese verwalten. Neben Farbpaletten kann man auch Schriftarten, einzelne Farben, Grafiken und vieles mehr in diesen Speichern. Die Bibliotheken funktionieren grundsätzlich nur mit den Adobe Programmen aber über die Adobe Color-Seite, haben wir ja auch die Möglichkeit unsere Farbpaletten in vielen verschiedenen Formaten herunterzuladen um diese auch in anderen Anwendungen und Zusammenhängen verwenden zu können.

Jetzt weißt du, wie du mit Adobe Color, ganz einfach deine Farbpaletten verwalten kannst. Über diesen Link kannst du direkt mit der Creative Cloud durchstarten. Über das Teilen des Artikels freue ich mich immer sehr. Für mehr Grundkurse zu fast allen Adobe Programmen kannst du auch gerne auf meinen YouTube-Kanal vorbeischauen und diesen kostenlos abonnieren. Falls du noch Fragen oder Feedback hast, kannst du dies gerne in den Kommentaren hinterlassen. Bis zum nächsten Mal.

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