Adobe Capture 2020 (Grundkurs für Anfänger) Deutsch (Tutorial) App

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Verwandle mit deiner Geräte Kamera Elemente aus deinem echten Leben, direkt in Assets welche du in Photoshop, Illustrator und Co. verwenden kannst. Wie du Formen, Farben, Schriften, Looks und Materialien direkt mit der Adobe Capture App erstellen und verwenden kannst, sowie was alles möglich ist und wie es genau funktioniert, erkläre ich dir ausführlich in diesem Artikel.

Als Erstes schauen wir uns an, wie und wo du die App überall installieren kannst und was du für das Verwenden dieser benötigst. Anschließend schauen wir uns die Oberfläche an und gehen einzeln darauf ein wie du Formen, Farben, Schriften, Looks, Muster, Pinsel und Materialien aufnehmen und als Assets umwandeln kannst. Abschließend werfen wir dann noch einen Blick darauf, wie du diese Assets mit allen deinen Geräten über die Creative Cloud Bibliotheken synchronisieren kannst und so diese auch in Anwendungen wie Photoshop, Illustrator und Co. verwenden kannst. In einem Bonus-Kapitel gehen wir dann auch noch kurz auf die neue Capture Erweiterung in Photoshop ein. Zwischendurch machen wir auch einzelne Beispiele, um das gelernte besser zu intensivieren und zu verstehen.

Dieser Grundkurs ist Teil der Adobe Grundkurse 2020, wo wir die Programme der Creative Cloud genau unter die Lupe nehmen.
Hier gibt es alle kostenlosen Kurse im Überblick

1. Einrichten

Grundsätzlich kannst du Adobe Capture, ausschließlich auf deinem Smartphone oder Tablet verwenden, in dem du die gleichnamige App aus deinem Apple AppStore oder Google Play Store herunterlädst. Die App an sich ist komplett kostenlos, aber um sie nach der Installation verwenden zu können, musst du dich mit einer Adobe ID anmelden oder dir eine erstellen. Eine Adobe ID wird grundsätzlich benötigt um alle Programme, Apps und Web-Anwendungen von Adobe verwenden zu können und ist schließlich auch mit deiner Creative Cloud verbunden, welche du für das Synchronisieren mit den Desktop-Programmen, wie Photoshop oder Illustrator benötigst. Das Erstellen der Adobe ID ist grundsätzlich kostenlos und die Adobe Capture App auch. Jedoch wenn du Programme aus der Creative Cloud, wie Photoshop oder Illustrator am Computer verwenden willst oder deinen Cloudspeicher für das Synchronisieren der Assets erweitern willst. Können Kosten anfallen. Was für welche dann sind und was die Adobe Creative Cloud eigentlich ist und wie du diese erwerben kannst habe ich dir in einem separaten Grundkurs erklärt.

2. Oberfläche

Haben wir uns nun erfolgreich mit einer Adobe ID angemeldet befinden wir uns direkt im Aufnahmebereich, wo wir unsere Assets direkt erstellen können. Hier können wir unter dem Kameraauslöser, direkt eine der verschiedenen Sachen auswählen, welche wir erstellen können, in den nächsten Abschnitten dazu noch mehr. Je nach Sache kann man bei der Aufnahme auch noch besondere Einstellungen machen. Man kann aber immer auch zwischen der Front oder Rückkamera wechseln, sowie ggf. die Taschenlampe einschalten für mehr Licht oder eine bereits aufgenommene Aufnahme verwenden. Hier kannst du direkt eine Bild oder Videodatei von deinem Gerät auswählen, aber auch Dateien, welche sich in deiner Creative Cloud oder Lightroom befinden oder direkt eine Datei von Adobe Stock. Klickst du auf das X, schließt sich der Kameramodus und wir befinden uns in einer Übersicht, wo wir alle unsere Adobe Creative Cloud Bibliotheken oberhalb sehen und darin die verschiedenen Elemente, welche von der Adobe Capture App unterstützt werden. Hier können wir alle oder bestimmte Elemente anzeigen lassen. Über das drei Punkte Menü am rechten Rand, können wir auch zwischen einer Raster oder Listenansicht wechseln, sowie ob nach Datum oder Namen sortiert werden sollen. Auch die aktuelle Bibliothek kann hier umbenannt werden, sowie einen Freigabelink aufrufen oder die aktuelle Bibliothek komplett löschen. Einzelne Elemente können über ihre drei Punkte auch jeweils, umbenannt, dupliziert, gelöscht oder geteilt werden. Du kannst sie auch nachträglich bearbeiten oder in eine andere CC Bibliothek verschieben, sowie auf deinem Gerät speichern. Am oberen linken Rand kann man auch speziell nach einem Element Bibliotheks Übergreifend suchen und deine Adobe ID und Einstellungen von Adobe Capture verwalten. Hier siehst du deinen verwendeten Cloudspeicher und kannst dich mit deinem aktuellen Konto abmelden oder dein Behance-Profil bearbeiten. Unter den Voreinstellungen kannst du auch Deaktivieren, dass die App im Kameramodus startet, außerdem kannst du eine schnellere Speicherung in deinen Creative Cloud Bibliotheken verwalten, sowie ob deine gespeicherten Farbpaletten direkt veröffentlicht und alle Bildaufnahmen in einem separaten Ordner auf deinem Gerät gesichert werden sollen. Auch Feedback zur App, und mehr Informationen findest du hier. Hier ist der Bereich Kompatible Applikationen anzeigen, noch spannend, da du hier sehen kannst, welche Elemente in welchen Apps oder Programmen kompatibel sind. Zurück in der Bibliotheksansicht, können wir auch in einen zweiten Bereich namens Galerie wechseln, wo man inspirierende Projekte von Behance sehen kann. In der Bibliothek Übersicht kannst du auch unten in der Mitte, wieder die Kamera öffnen oder Dateien auswählen um neue Elemente zu erstellen. Also schauen wir uns jetzt mal an wie das genau jeweils funktioniert. Wir machen das jetzt alles anhand von Aufnahmen, dass funktioniert aber mit Bilddateien von deinem Gerät genau gleich.

3. Formen

Wenn du im Kameramodus “Formen” ausgewählt hast, siehst du schon in der Vorschau das alles Schwarz/Weiß ist. Schwarz bedeutet hier, die Form zu sein und Weiß steht für den Hintergrund. Über den großen Schieberegler kannst du die Stärke von Weiß oder Schwarz einstellen. Am linken Rand kannst du jetzt noch weitere Einstellungen machen. Hier kannst du ganz unten verschiedene Filter anwenden, welche du dann auch in ihrer Intensität einstellen kannst. Über den Zauberstab in der Mitte schlägt dir die App die Besten Einstellungen vor um deine Form zu erkennen. Ganz oben kannst du dann noch Schwarz mit Weiß grundsätzlich wechseln. Tippst du auf das Vorschaubild der Kamera, friert diese ein und du kannst hier auch die Einstellungen darauf ausprobieren, bevor du wirklich eine Aufnahme machst. Ich mach jetzt beispielhaft eine Aufnahme von einer Zeichnung, welche ich digitalisieren und später weiter in Adobe Illustrator verwenden möchte. Hier gehe ich bei der Aufnahme sicher, dass alles wichtige drauf ist und der Kontrast stimmt. Haben wir jetzt auf den Auslöser gedrückt, können wir unsere Aufnahme direkt sehen und weiter bearbeiten. Unter Verbessern können wir mit dem Radiergummi Bereiche der Form entfernen, also die Schwarzen Bereiche auf unserer Aufnahme und mit dem Pinsel mehr zur Form hinzufügen. Bei beiden Werkzeuge kann man während der Bearbeitung auch die Größe einstellen und über den Pfeil die Bearbeitung rückgängig machen. Im Bereich Zuschneiden können wir unsere Aufnahme auch drehen und über die Ränder auch zuschneiden. So könnte man unnötige Bereiche im Bild einfach eliminieren falls bspw. die Aufnahme zu groß war. Schlussendlich kann man unter Glätten, die Form dann auch nochmal optimieren und kleine Irritationen entfernen, damit die Form glatter ist. Bei meiner Zeichnung jetzt, passe ich über zuschneiden die Form optimal an, sodass nur die Zeichnung zu sehen ist und unter Verbessern entferne ich alle Elemente welche nicht zur Form gehören. Natürliche glätte ich sie am Ende auch noch um sie zu optimieren. Wenn wir jetzt auf Speichern klicken, wird die Form direkt in deiner aktuell geöffneten CC Bibliothek gespeichert, falls du in den Voreinstellungen die Schnellspeicherung aktiviert hast. Hast du das nicht, kannst du jetzt auch noch manuell auswählen, in welcher Bibliothek dein Element gespeichert werden soll und kannst es auch Benennen. Formen werden grundsätzlich als SVG Datei gespeichert, welche eine verlustfreie Skalierung ermöglichen in einer normalen Dateigröße. Alle erstellten Formen kannst du dann über deine CC Bibliotheken auch in der Illustrator Draw und Adobe Comp App verwenden sowie in den folgenden Anwendungen am Computer: Photoshop, Illustrator, InDesign, XD, After Effects, Animate und Premiere Pro.

4. Farben

Jetzt schauen wir uns an, wie du Farbe aufnehmen und speichern kannst. Dafür öffnen wir wieder die Kamera und wählen im Menü Farben aus. Hier siehst du direkt eine weiße Linie auf der Vorschau. Grundsätzlich solltest du aber wissen, dass du über die Farbenoption die Möglichkeit hast, einen Farbverlauf oder eine Farbpalette mit 5 Farben zu erstellen, anhand deines Bildes. Du kannst zwischen dem Verlauf oder der Palette am linken Rand wechseln.  Hier kannst du ebenfalls Filter für dein Bild anwenden und die Intensität dieser einstellen. Haben wir jetzt einen Farbverlauf ausgewählt sehen wir drei Punkte, welche mit einer weißen Linie verbunden sind. Die beiden Punkte am Ende der Linien, sind die zwei Farben welche ineinander verlaufen. der mittlere Punkt liegt hierbei im Verlauf in der Mitte. Am linken Rand siehst du auch deinen Verlauf angezeigt. Hier siehst du auch die Punkte und kannst diese verschieben um den Verlauf zu verändern. Über die Dreiecke am Rand kannst du auch die Größe des Verlaufs zwischen den Farben einstellen. Über die Kamera kannst du jetzt die einzelnen Punkte frei bewegen um die Farben aus der Aufnahme aufzunehmen. Bei der Farbpalette hast du 5 verschiedene Punkte in der Vorschau, welche du frei platzieren und Farben aus dem Bild aufnehmen kannst. Alle Farben werden dir auch hier am linken Rand angezeigt. Klickst du einfach auf die Vorschau kannst du diese auch einfrieren und du hast so die Möglichkeit deine Auswahl in Ruhe und exakter zu machen. Bist du zufrieden kannst du jetzt auf den Auslöser klicken und kommst in die Bearbeitung. Hier kannst du jetzt beim Verlauf und bei der Palette, Jede Farbe noch mal Individuell im RGB Farbraum bearbeiten, sowie die Helligkeit einstellen, sowie den HEX-Code der aktuellen Farbe sehen oder eine neue Aus dem Farbrad auswählen, welche sich dann mit deiner erstellen Farbe verschmischt. Am unteren Rand kannst du auch zu anderen Farbräumen wechseln, wie bspw. CMYK, welcher für Drucke sinnvoll ist. Unter Harmonie, siehst du alle deine Farbpunkte, auf einem Farbrahmen zusammen und kannst diese neu platzieren und die Helligkeit für jeden einzelnen einstellen. Unter Bild, siehst du dann nochmal deine aufnahme und du könntest die einzelnen Punkte nochmal neu platzieren um andere Farben auszuwählen. Bist du zufrieden mit deiner Farbauswahl kannst du diese direkt über Speichern, in deiner aktuellen CC Bibliotek sichern um es in anderen Anwendungen direkt nutzen zu können. Farbpaletten können dann auch in der Illustrator Draw und Photoshop Sketch App verwendet werden sowie in den Desktop-Programmen: Illustrator, Photoshop und InDesign. Die Farbverläufe sind lediglich in den Desktop-Programmen: Illustrator, Photoshop und XD verwendbar.

5. Schrift

Jetzt hast du in der Kamera-Übersicht auch die Möglichkeit Schriften mit Adobe Capture zu erkennen und zu analysieren. Dafür wählen wir im rechten Menü Schriften aus und platzierst deine Schriftart in dem vorgefertigten Fenster. Auf der linken Seite hast du die Möglichkeit dieses Fenster zu schließen und automatisch alle Schriften im Bild direkt zu erkennen. Wenn es erkannt wurde, wird quasi direkt ein Bild gemacht und du kannst den blauen Bereich auswählen, welcher deine gewünschte Schrift enthält. Hast du das erfolgreich gemacht oder ohne das automatische Werkzeug den Auslöser gedrückt und den Text ausgewählt, kannst du jetzt auf den Haken klicken. Jetzt wird die große Adobe Fonts Bibliothek durchsucht, nach Schriftarten, welcher deiner ausgewählten Schriftart ähneln. Adobe Fonts ist das Schriftarten Angebot von Adobe, welches du bei den meisten Adobe Creative Cloud Abos dabei hast und darüber Zugriff auf tausende Schriftarten in allen deine Adobe Programme hast und diese verwenden kannst. Zu Adobe Fonts haben wir noch einen extra Grundkurs gemacht auf diesem Kanal. Du siehst jetzt auf der rechten Seite die Schriftarten, mit dem gleichen Text, so kannst du etwas passendes bzw. ähnliches finden. Bei jeder Schriftart kannst du dann noch auf Bearbeiten klicken, wo du die Schriftgröße, Textstil, Zeilenabstand und Nachverfolgung aktivieren kannst. Auch ob alles groß geschrieben sein soll, oder Hoch und Tiefzahlen dabei sind, sowie unterstreichen oder durchgestrichen kannst du hier festlegen. Am ganz unteren Rand kannst du auch den Text ändern, falls dieser bspw. nicht richtig erkannt wurde. Das kannst du auch direkt im Übersichtsbereich, wo du alle Schriftarten siehst, machen. Hast du eine passende gefunden kannst du einfach auf speichern klicken und den Namen des Schriftstils festlegen, sowie in welcher CC Bibliothek es von dir gespeichert werden soll. In der Bibliothek kannst du die Schriften, auch direkt unter Schriften in deiner Bibliothek sehen und nachträglich den Schriftstil über das drei Punkte Menü bearbeiten. Die gespeicherten Schriftstile kannst du dann in Illustrator, Photoshop, InDesign und Adobe XD am Computer, über die CC Bibliotheken im Programm, verwenden.

6. Looks

Jetzt können wir in der Kamera-Übersicht auch sogenannte Looks speichern, also Farbeinstellungen, welche du dann anschließend auf Videos oder Bilder anwenden kannst. Also quasi deine eigenen Filter kannst du damit erstellen. Dafür wählen wir im Menü einfach Looks aus und sehen dann am linken Rand eine Farbskala, welche Farben quasi gerade mit der Kamera erkannt wurden. Am linken Rand kannst du auch vorgefertigte Filter anwenden. Hast du ein schönes Farbverhältnis gefunden, welches du jetzt speichern möchtest, klicke einfach auf das Bild um dieses ein zu frieren oder direkt auf den Auslöser um den Farblook zu übernehmen. Jetzt öffnet sich direkt ein neues Fenster, wo du ein Beispielbild siehst, auf welchen dein Farblook angewendet wird, so kannst du direkt sehen, wie dieser das Bild verändert. Hier kannst du auch nach links Wischen um ein Beispielvideo zusehen oder auch deine eigenen Bilder oder Videos hinzuzufügen umzusehen ob der Look auf deine Inhalte passt. Am linken Rand kannst du auch die Stärke des Looks einstellen, umso höher umso stärker. Am oberen Rand sehen wir jetzt auch nochmal alle Farben aus unseren Bildern und am rechten Rand können wir auch zwischen den verschiedenen Farben, den Look wechseln. Da quasi für jede Farbe ein Look erstellt wurde. Haben wir einen passenden Look gefunden, müssen wir einfach nur noch auf speichern klicken, wo wir diesen umbenennen können, sowie festlegen in welcher CC Bibliothek dieser gespeichert werden soll. In der Bibliothek kann man den Look natürlich nachträglich wieder bearbeiten. Bei den Looks handelt es sich um sogenannte LUT Dateien, welche du dann in Premiere Pro, After Effects oder Photoshop am Computer bei deiner Farbkorrektur verwenden kannst, bzw. als Vorlage rein laden kannst, über deine Bibliothek.

7. Muster

Wir können jetzt in der Kamera-Übersicht auch Muster aufnehmen und speichern. Dafür wählen wir im rechten Menü Muster aus. Hier sehen wir jetzt in der Kameravorschau ein Dreieck in der Mitte, welches dann ganz oft gespiegelt wird und ein Muster ergibt. So können wir durch das Bewegen der Kamera, sehr kreative Muster erstellen. Am linken Rand, können wir auch festlegen, nach welcher Form das Muster erstellt wird, sowie festlegen, ob wir ein farbliches oder monochromes, sowie umgedrehtes Muster aufnehmen wollen. Auch wie viele Farben aufgenommen werden sollen, können wir noch manuell festlegen. Ganz unten können wir natürlich auch wieder die Filter auf unsere Kamera anwenden. Hast du ein Muster für dich gefunden, tippe einfach auf das Bild um es einzufrieren und dann auf den Haken am rechten Rand, wenn du damit zufrieden bist. Falls du das nicht bist, kannst du auch wieder auf den Bildschirm tippen und dann ist die Kamera nicht mehr eingefroren. Bist du zufrieden und hast auf den Haken geklickt, kannst du jetzt nochmal dein Muster im Detail bearbeiten. Hier siehst du auf der linken Seite, dein Muster als Vorschau und auf der rechten Seite, deine Aufnahme, welche du auch vergrößern, verkleinern oder drehen kannst. Die Veränderungen werden dann direkt auf dein Muster angewendet und du kannst es dadurch nochmal fein montieren. Bist du zufrieden, kannst du unter Speichern, noch einen Namen für dein Muster festlegen und die CC Bibliothek festlegen, in welchem dein Muster gespeichert werden soll. Die Muster kannst du dann über deine CC Bibliotheken am Computer in Photoshop oder Illustrator verwenden.

8. Pinsel

Jetzt können wir auch Texturen erstellen, mit welchen man individuelle Pinsel für Photoshop und Co. erstellen kann. Dafür wählen wir in der Kamera-Übersicht Pinsel am rechten Rand aus. Hier können wir dann einfach bspw. Zeichnungen oder Texturen auswählen, welche dir dann in einen Pinsel umwandeln können. Ich nehme hier jetzt bspw. meine Blattzeichnung. Am rechten Rand haben wir jetzt einen Balken, welcher den Kontrast aus dem Bild erkennt und so, nicht gewünschte Stellen, wie mein Papier aus dem Pinsel Muster quasi entfernt. Also alles was kariert ist, ist quasi transparent. Diesen Kontrast Schwellenwert am rechten Rand können wir auch noch anwenden, wenn wir das Bild durch tippen eingefroren haben. Auf der linken Seite können wir dann auch eine Farbe auswählen, welche als Referenz für die Transparenz verwendet werden soll. Natürlich können wir hier auch unsere üblichen Filter bei der Aufnahme anwenden. Sind wir zufrieden mit der Aufnahmen können wir jetzt über den Haken am rechten Rand unseren Pinsel direkt auf der linken Seite testen. Hier sehen wir jetzt auf der rechten Seite auch verschiedene andere Methoden, wie unser Bild zum Pinsel werden könnte. Hier können wir grundsätzlich zwischen Pixel oder Vektorbasierten Pinseln wechseln. Das sind einfach zwei unterschiedliche Arten wie Pinsel erstellt werden und haben unterschiedliche Eigenschaften. Vektor ist quasi ein Pinsel, welcher bei Skalierungen verlustfrei ist und gerne in Illustrator verwendet wird, dadurch aber im Gegensatz zum Pixel Pinsel in seinen Funktionen eingeschränkter ist. Am oberen Rand können wir auch nochmal unsere Aufnahme sehen und diese zuschneiden, sowie unter Einstellungen festlegen, nach welchen Kriterien unser Pinsel erstellt wird. Also wie Groß das Bild ist, sowie in welchem Winkel sich das Bild wiederholt und wie es auf Druck reagiert. Auch Abstände und Gitter können noch eingestellt werden. Probier hier einfach am besten etwas rum, wie die Einstellungen mit deinem Bild am besten passen. Du kannst den Pinsel ja immer auf der linken Seite ausprobieren. Unter Verbessern kannst du das Transparent-Tool aus dem Aufnahmemodus auch nochmal nachjustieren. Bist du zufrieden mit deinem Pinsel, kannst du diesen über Speichern noch Benennen und festlegen in welcher CC Bibliothek er von dir gespeichert werden soll. Je nach Pinselart kann diese in Illustrator oder Photoshop am Computer verwendet werden, sowie in der Adobe Fresco oder Photoshop Sketch App auf deinem Smartphone oder Tablet.

9. Materialien

Als Letztes können wir über die Kamera-Übersicht auch Materialien aufnehmen, dafür wählen wir Materialien am rechten Rand aus. Jetzt sehen wir in der Kamera eine Vorschau, von einer Form und dem Material welches wir gerade erkennen. Am linken Rand können wir die Form auch ändern oder komplett ausblenden, sowie die Filter anwenden. Ich möchte jetzt bspw. das Holz von meinem Schreibtisch als Material speichern. Dafür gehe ich mit der Kamera direkt auf den Schreibtisch und schau, wie die Holztextur gut in der Form aussieht. Habe ich etwas gutes gefunden, tippe ich in das Bild um dieses einzufrieren. Klicken wir jetzt auf den Hacken, können wir noch viele verschiedene Einstellungen vornehmen. Hier können wir die Rauheit und die Details einstellen. Auch wenn es sich um ein Metall handelt, können wir das hier einstellen, sowie die Intensität, Frequenz und die Wiederholung der Textur. Oben im Menü können wir auch unter Zuschneiden, die Bildaufnahme unserer Textur sehen und diese vergrößern, verkleinern oder drehen. Hier sehen wir auch direkt die Veränderungen auf der linken Seite. Im Verbessern Bereich können wir unten am Rand auch zwischen den verschiedenen Formen wechseln, umzusehen ob es auf anderen auch gut aussieht. Als kleiner Tipp, beim Aufnehmen von Texturen solltest du nicht alt zu große Bereiche nehmen und darauf achten, dass du wirklich nur die Textur aufnimmst und nicht noch irgendwelche anderen Sachen im Bild, weil sonst sieht es sehr komisch aus. Bist du zufrieden mit deiner Textur, kannst du diese jetzt oben rechts speichern, wo du dann den Namen des Materials festlegen kannst, sowie in welcher CC Bibliothek es sich von dir speichern soll. Natürlich kannst du diese auch nochmal komplett, über das drei Punkte Menü in der Bibliothek nachträglich bearbeiten. Die Materialien kannst du dann ausschließlich in Adobe Dimension am Computer verwenden, was für das Erstellen von 3D-Designs, insbesondere für Produktdesign verwendet wird.

10. Synchronisieren (CC Bibliotheken)

Jetzt haben wir uns angeschaut wie wir die ganzen unterschiedlichen Sachen erstellen können, aber wie genau benutze ich diese jetzt in Programmen am Computer? Dafür öffnen wir die Creative Cloud am Computer und hier können wir unter “Ihre Arbeit” alle unsere CC Bibliotheken sehen und diese auch bearbeiten. Wenn sich jetzt nicht deine gerade gespeicherten Elemente dort befinden, geh sicher, dass dein Gerät, mit welchem du diese aufgenommen hast, mit dem WLAN verbunden ist und du am Computer mit dem gleichen Adobe Konto eingeloggt bist. Du kannst am Computer auch über die Wolke deine Dateien Synchronisieren verwalten, falls diese pausiert ist, wurden deine neuen Elemente vielleicht auch noch nicht synchronisiert. Siehst du deine Elemente jetzt, kannst du diese in den jeweiligen Programmen verwenden. ich öffne jetzt bspw. Photoshop. Hier kannst du jetzt, wenn du dich in der Projektbearbeitung befindest, unter Fenster, deine Bibliotheken im Programm anzeigen lassen. Dieses Fenster gibt es auch in den ganzen anderen Adobe Programmen. Hier werden dann deine CC Bibliotheken geladen und du kannst am oberen Rand zwischen diesen wechseln oder direkt nach einem Element suchen. Du siehst dann in jeder Bibliothek deine verschiedenen Elemente und falls diese mit dem Programm kompatibel sind, kannst du diese einfach auswählen, um sie anzuwenden. Ich wende hier bspw. eine gespeicherte Farbe von mir an um dann einen Text zu erstellen. Habe ich den Text erstellt und die Textebene ausgewählt, kann ich auch auf die Schriftart in der Bibliothek klicken um diese direkt auf meinen gerade erstellten Text anzuwenden. So einfach kann man das jetzt die Sachen  Geräteübergreifend verwenden. Ich rate dir dies immer nur mit aktiver Internetverbindung zu nutzen, da es offline zu Problemen kommen kann.

Bonus: Photoshop-Extension

Neuerdings ist Adobe Capture auch in Adobe Photoshop am Computer komplett integriert und du kannst die Funktionen von Capture dort verwenden. Dafür musst du einfach in das Bibliotheksfenster klicken und dort kannst du über das Plus jetzt neue Elemente, anhand eines Bildes hinzufügen. Hier sehen wir auch das kleine Capture Logo. Haben wir da jetzt drauf geklickt, öffnet sich ein neues Fenster, wo wir die Funktionen aus der App verwenden können. Hier sehen wir als Referenz, unser aktuelle Ebene aus Photoshop. Oberhalb können wir dann festlegen ob wir ein Muster, Form, Farbdesign oder Farbverläufe auswählen wollen. Am rechten Rand haben wir dann die verschiedenen Bearbeitungsfunktionen und am linken Rand können wir externe Bilder importieren, welche wir dann auch in Capture verarbeiten können. Über die blaue Schaltfläche können wir dann unsere Bearbeitungen in unseren Creative Cloud Bibliotheken abspeichern. So kann man auch die wesentlichen Funktionen von Capture am Computer verwenden. Einen ausführlichen Grundkurs zu Adobe Photoshop, gibt es auch auf meinem Kanal.

Jetzt weißt du wie du von Formen, über Farben, bis hin zu Pinseln und Muster alles selbst in Adobe Capture aufnehmen und erstellen kannst um diese dann über deine Bibliotheken als Digitale Elemente in deinen Projekten verwenden zu können. Über das Teilen des Artikels freue ich mich immer sehr. Zu den ganzen Adobe Programmen gibt es auf meinem Kanal auch ausführliche Tutorials, also kannst du diesen gerne kostenlos abonnieren, um auch keine weiteren neuen Tutorials zu verpassen. Falls du noch Fragen oder Feedback hast, kannst du dieses gerne in die Kommentare schreiben. Bis zum nächsten Mal.

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Adobe Capture 2020 (Grundkurs für Anfänger) Deutsch (Tutorial) App

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